Droneseed: Wälder per Drohne retten

Droneseed: Wälder per Drohne retten

Das Start-up Droneseed hat es sich zur Aufgabe gemacht, abgeholzte und abgebrannte Wälder mithilfe von Drohnen wieder aufzuforsten. Das Unternehmen nutzt die ferngesteuerten Flugobjekte dazu, Baumsamen großräumig auszusäen.

Industrielle Abholzung und Waldbrände setzen den Wäldern auf unserem Planeten besonders schwer zu. Denn während die sogenannte grüne Lunge der Erde immer weiter dezimiert wird, geht es mit dem Pflanzen neuer Bäume nur mühevoll voran. Zeit und Aufwand sind dabei enorm und nehmen hohe Kosten in Anspruch: Laut Droneseed wurden seit 1990 weltweit rund 121 Millionen Hektar Waldfläche abgeholzt, was der Größe von Peru entspricht. Diese gigantische Fläche mit bisherigen Mitteln neu zu bepflanzen, würde schätzungsweise 90 Milliarden Euro kosten.

Das US-Start-up Droneseed hat mit seinen Drohnen eine Lösung gefunden, um diese Probleme aus der Welt zu schaffen.

Drohnen für Forstpflege und Naturschutz

Das Prinzip hinter dem Projekt klingt simpel: Spezielle Drohnen werden mit Kapseln ausgestattet, die mit Baumsamen gefüllt sind und schießen diese mithilfe von Luftdruck aus geringer Höhe in den Boden. Eine Software steuert die Drohne dabei flächendeckend über das jeweilige Gebiet. Neben der Aussaat können die Drohnen außerdem mit Pflanzenschutzmitteln ausgestattet werden, um neu heranwachsende Wälder vor Schädlingen zu schützen.

Ein besonders großer Vorteil der Drohnen besteht in ihrer enormen Effizienz. So kann ein einziger Pilot dank Softwareunterstützung bis zu 15 Drohnen gleichzeitig sicher über den Waldboden manövrieren. Auf diese Weise ist es möglich, 360 Arbeitsstunden eines herkömmlichen Arbeiters innerhalb von nur einem Tag zu bewältigen.

Zum Vergleich: Bisher werden Wälder von Hand aufgeforstet, wobei die Arbeiter einzelne Setzlinge per Hand in den Boden stecken. Damit schafft ein einzelner Arbeiter pro Tag gerademal bis zu einem Hektar Fläche. Angesichts der jährlichen Abholzung von rund sechs Millionen Hektar Waldfläche allein in den USA nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Flugerlaubnis von der Bundesluftfahrtbehörde

Das Projekt von Droneseed befindet sich aktuell zwar noch in der Testphase, nimmt allerdings schon jetzt eine vielversprechende Entwicklung an. So unterstützt die amerikanische Bundesluftfahrtbehörde (Federal Aviation Administration) das Projekt mit einer Flugerlaubnis, die es Droneseed als einziges Unternehmen in Amerika erlaubt, die großen Drohnen jenseits der zulässigen Tragekraft von 25 Kilogramm überhaupt zu fliegen.

Projekt Zukunft: Mit Drohnen Wälder retten

Durch das direkte Verteilen der Saat können laut den Gründern von Droneseed bis zu 200 verschiedene Baumarten einfach verbreitet werden. Auf diese Weise entfällt zudem das herkömmliche und aufwendige Aufziehen der Bäume in Monokulturen. Daher stellt das von Drohnen unterstütze Aufforsten momentan die effizienteste Vorgehensweise dar, um Waldflächen langfristig aufrechtzuerhalten.

Hast Du weitere Ideen, wie Drohnen zum Naturschutz beitragen könnten? Lass es uns in den Kommentaren wissen.

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