Drohnen helfen bei der Aufforstung von Wäldern
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The Future is Exciting: Drohnen für Forstpflege und Naturschutz

Das Start-up Drone­seed und das Unternehmen Flash For­est haben es sich zur Auf­gabe gemacht, abge­holzte und abge­bran­nte Wälder mith­il­fe von Drohnen wieder aufzu­forsten. Wie die fer­nges­teuerten Flu­gob­jek­te dafür einge­set­zt wer­den, um Baum­samen großräu­mig auszusäen, erfährst Du jet­zt in unser­er Rei­he #The­Fu­tureI­sEx­cit­ing. Ready?

Indus­trielle Abholzung und Wald­brände set­zen den Wäldern auf unserem Plan­eten beson­ders schw­er zu. Denn während die soge­nan­nte grüne Lunge der Erde immer weit­er dez­imiert wird, geht es mit dem Pflanzen neuer Bäume nur mühevoll voran. Zeit und Aufwand sind dabei enorm und nehmen hohe Kosten in Anspruch: Laut Drone­seed wur­den seit 1990 weltweit rund 121 Mil­lio­nen Hek­tar Wald­fläche abge­holzt, was der Größe von Peru entspricht. Diese gigan­tis­che Fläche mit bish­eri­gen Mit­teln neu zu bepflanzen, würde schätzungsweise 90 Mil­liar­den Euro kosten.

Das US-Start-up Drone­seed und das kanadis­che Unternehmen Flash For­est haben mit ihren Drohnen eine Lösung gefun­den, um diese Prob­leme aus der Welt zu schaf­fen.

Droneseed: Drohnen für Forstpflege und Naturschutz

Das Prinzip hin­ter dem Pro­jekt klingt sim­pel: Spezielle Drohnen wer­den mit Kapseln aus­ges­tat­tet, die mit Baum­samen gefüllt sind und schießen diese mith­il­fe von Luft­druck aus geringer Höhe in den Boden. Eine Soft­ware steuert die Drohne dabei flächen­deck­end über das jew­eilige Gebi­et. Neben der Aus­saat kön­nen die Drohnen außer­dem mit Pflanzen­schutzmit­teln aus­ges­tat­tet wer­den, um neu her­anwach­sende Wälder vor Schädlin­gen zu schützen.

Ein beson­ders großer Vorteil der Drohnen beste­ht in ihrer enor­men Effizienz. So kann ein einziger Pilot dank Soft­ware­un­ter­stützung bis zu 15 Drohnen gle­ichzeit­ig sich­er über den Wald­bo­den manövri­eren. Auf diese Weise ist es möglich, 360 Arbeitsstun­den eines herkömm­lichen Arbeit­ers inner­halb von nur einem Tag zu bewälti­gen.

Zum Ver­gle­ich: Bish­er wer­den Wälder von Hand aufge­forstet, wobei die Arbeit­er einzelne Set­zlinge per Hand in den Boden steck­en. Damit schafft ein einzel­ner Arbeit­er pro Tag ger­ade­mal bis zu einem Hek­tar Fläche. Angesichts der jährlichen Abholzung von rund sechs Mil­lio­nen Hek­tar Wald­fläche allein in den USA nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Flugerlaubnis von der Bundesluftfahrtbehörde

Das Pro­jekt von Drone­seed befind­et sich aktuell zwar noch in der Test­phase, nimmt allerd­ings schon jet­zt eine vielver­sprechende Entwick­lung an. So unter­stützt die amerikanis­che Bun­desluft­fahrt­be­hörde (Fed­er­al Avi­a­tion Admin­is­tra­tion) das Pro­jekt mit ein­er Fluger­laub­nis, die es Drone­seed als einziges Unternehmen in Ameri­ka erlaubt, die großen Drohnen jen­seits der zuläs­si­gen Tragekraft von 25 Kilo­gramm über­haupt zu fliegen.

Flash Forest: Eine Milliarde Bäume bis 2028

Auf das­selbe Prinzip wie Drone­seed set­zt auch das kanadis­che Unternehmen Flash For­est, das im April 2019 gegrün­det wurde und als Indiegogo-Pro­jekt startete. Um dem weltweit­en Baum­ster­ben und dem Kli­mawan­del ent­ge­gen­zuwirken, hat auch Flash For­est Saat-Kapseln entwick­elt, die vorgekeimte Baum­samen und Nährstoffe enthal­ten. Diese sollen nicht nur schneller aus­gesät, son­dern auch umweltscho­nen­der und schneller pflanzbar sein als gewöhn­lich­es Saatgut. Mith­il­fe von Drohnen wer­den die Kapseln in die Luft befördert. Die Drohnen scan­nen, welche Gebi­ete sich für eine Aus­saat eignen und schießen pro Sekunde ein Päckchen in den Boden. Im Anschluss wird der wer­dende Wald über Drohnen, die mit ein­er Karten-Soft­ware aus­ges­tat­tet sind, im Blick behal­ten, sein Wach­s­tum geprüft und mit weit­eren Nährstof­fen unter­stützt. Ins­ge­samt acht ver­schiedene Laub- und Nadel­bau­marten möchte das Unternehmen im Durch­schnitt pflanzen.

Nach drei Pilot­pro­jek­ten startete Flash For­est im April dieses Jahres die Auf­forstung. Bis Dezem­ber sollen 150.000 Bäume neu gepflanzt wer­den, ins­ge­samt möchte das Unternehmen eine Mil­liarde Bäume bis zum Jahr 2028 sähen. Bish­er ist das Unternehmen in Süd-Ontario (Kana­da) im Ein­satz, als näch­ster Schritt sind Alber­ta (West-Kana­da) und Brasilien vorge­se­hen.

Projekt Zukunft: Mit Drohnen Wälder retten

Durch das direk­te Verteilen der Saat kön­nen laut den Grün­dern von Drone­seed bis zu 200 ver­schiedene Bau­marten ein­fach ver­bre­it­et wer­den. Auf diese Weise ent­fällt zudem das herkömm­liche und aufwendi­ge Aufziehen der Bäume in Monokul­turen. Daher stellt das von Drohnen unter­stütze Auf­forsten momen­tan die effizien­teste Vorge­hensweise dar, um Wald­flächen langfristig aufrechtzuer­hal­ten.

Noch mehr span­nende Inno­va­tio­nen rund um Deine aufre­gende Zukun­ft find­est Du hier auf fea­tured und auf Youtube in unser­er Playlist „The Future Is Excit­ing“.

Hast Du weit­ere Ideen, wie Drohnen zum Naturschutz beitra­gen kön­nten? Lass es uns in den Kom­mentaren wis­sen.

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