„Avatar: Fire and Ash“ in der Kritik – Vom Hype-Himmel in die Hollywood-Hölle

Drei Jahre nach „Avatar: The Way of Water“ setzt Regisseur James Cameron sein Sci-Fi-Epos rund um den Planeten Pandora fort. In „Avatar: Fire and Ash“ bedroht eine neue Fraktion die Na’vis, die noch skrupelloser zu sein scheint als die Menschen. Wir haben uns den Film vor dem deutschen Kinostart am 17. Dezember 2025 angesehen und verraten Dir in unserer „Avatar 3“-Kritik, worauf Du Dich gefasst machen kannst.

In „Avatar: Fire and Ash“ wird die Geschichte der Na’vi-Familie Sully fortgesetzt: Nach den Strapazen des zweiten Teils wollen die Protagonist:innen einen Neuanfang wagen – während die Menschen nach wie vor ihren Planeten ausbeuten wollen. Zu allem Überfluss sehen sie sich auch durch neue Feind:innen in Gefahr.

„Fire and Ash“ ist der bislang düsterste Teil der „Avatar“-Reihe, der aber nicht all unsere Erwartungen erfüllen kann. Unsere Meinung verraten wir Dir in der folgenden Filmkritik zu „Avatar 3“.

Die Handlung: Bedrohungen von allen Seiten

Trotz ihrer Verluste verbringt die Na’vi-Familie Sully ein paar schöne Tage in ihrem Heimatdorf am Meer. Doch das Glück wird schnell getrübt: Spider (Jack Champion), der menschliche Sohn der Familie, braucht zum Überleben spezielle Tanks für seine Atemmaske, die mittlerweile zur Neige gehen.

Um Nachschub zu holen, überredet Oberhaupt Jake (Sam Worthington) die Familie, eine lange Reise anzutreten. Die Überfahrt mit einer Handelskarawane verläuft nicht lange friedlich: Denn plötzlich wird Familie Sully vom sogenannten „Asche-Volk“ angegriffen, einer Gruppe von Na’vi, die das Feuer anbeten und es als Waffe einsetzen.

Darüber hinaus ist Colonel Miles Quaritch (Stephen Lang) immer noch auf der Jagd nach Jake, um dessen Verrat an der Menschheit zu rächen. Er findet in der Anführerin des Asche-Volkes Varang (Oona Chaplin) eine wertvolle Verbündete. Angesichts dieser Übermacht müssen Jake und seine Frau Neytiri (Zoë Saldaña) harte Entscheidungen treffen und alles Erdenkliche tun, um ihre Familie zu beschützen.

Auch ihre Kinder schließen sich dem Kampf an. Und mehr wollen wir zur verzwickten und nervenaufreibenden Handlung von „Avatar: Fire and Ash“ nicht verraten.

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Ein starker Anfang voller Wow-Momente und Wendungen

Im ersten Drittel des Films wird James Cameron seinem Ruf absolut gerecht: „Avatar 3“ präsentiert eine außerirdische Welt voller Schönheit und Schmerz. Unsere Augen saugen jedes einzelne Detail gierig auf, wir wünschen uns, selbst dort zu sein, auch wenn wir es eigentlich schon sind.

Die Ruhe ist trügerisch, denn im Anschluss erwartet Dich ein gigantischer Sturm der Action, der immer weiter und weiter eskaliert. Es gibt keine Verschnaufpause: Kampf folgt auf Kampf, jede Gefahr wird nur durch eine neue, noch größere getoppt. Vor allem die neue Feindin Varang verleiht dem Film sein neues Gesicht – brutal, blutig, brennend.

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Nachdem früh im Film sehr viel passiert, sind wir für die darauffolgenden langsamen und ruhigen Szenen dankbar.

Die Handlung von „Avatar: Fire and Ash“ ist nicht vorhersehbar und weiß zu jedem Moment zu überraschen. Die Figuren müssen impulsiv und schnell reagieren, um zu überleben.

Im Bild aus Avatar: Fire and Ash ist die neue Figur Varang zu sehen, gespielt von Oona Chaplin. Sie steht ernst und aufrecht vor einer zeremoniellen Kulisse, geschmückt mit rotem Kopfschmuck und Kriegsbemalung. Ihre Präsenz wirkt autoritär und angriffslustig – eine zentrale Szene für die Avatar: Fire and Ash-Kritik.

Viele neue Eindrücke vom Heimatplaneten der Na’vi

Was „Avatar 3“ so besonders macht, ist, dass der Film die Guten genauso intensiv wie die Bösen beleuchtet. Das neue Asche-Volk bringt nicht nur neue Gebiete mit sich, sondern auch neue Philosophien und Werte. Der Film überrascht mit neuen Facetten und Perspektiven auf das Pandora-Universum.

Ein visuelles Highlight bildet eine Szene zwischen Colonel Miles Quaritch und Anführerin Varang, bei denen Drogen eine wichtige Rolle spielen – und dank der 3D-Effekte erleben wir den Rausch gleich mit.

Der Blick in den Abgrund

Wir sind ehrlich: Die neue Düsternis, die neue Erbarmungslosigkeit tut dem Franchise gut. Die wohl stärkste Szene von „Avatar 3: Fire and Ash“ – zum Ende des zweiten Drittels – braucht keine Action, um zu wirken. Es ist die Stille, die so laut wird, es ist die Entscheidung, die so grausam in der Luft schwebt, dass wir nicht hinsehen können und es doch müssen. Es ist immer leicht von Heldentaten zu reden, aber wirklich heldenhaft zu sein, kann absolut Unmögliches verlangen.

So düster und so schlimm die Straßen auch sind, auf die „Avatar: Fire and Ash“ führt, sie sind logisch und konsequent. Die Welt von James Cameron traut sich, alles zu zeigen – bis der Film sich selbst ein Bein stellt.

In dieser Szene aus Avatar: Fire and Ash ist die Na'vi-Figur Ronal zu sehen, gespielt von Kate Winslet. Sie lächelt freundlich und wendet sich einer Person gegenüber, die nur teilweise im Bild zu erkennen ist. Ihre Haut leuchtet blau im Licht der Umgebung. Der Alttext dient als Teil einer Avatar: Fire and Ash-Kritik.

Der vermasselte Schluss

„Avatar: Fire and Ash“ endet wie jeder Film der Reihe mit einer epischen Endschlacht – und das Muster dahinter wird leider beim dritten Mal immer offensichtlicher. Das große Potenzial, das der Film aufbaut, verpufft im stumpfen Geballer einer Schlacht.

Jede Entwicklung ist verschwunden, wenn die Handlung immer auf dasselbe hinsteuert. Irgendwie haben wir das Gefühl, im Kreis gefahren zu sein. Am Ende sind wir wieder an demselben Punkt, an dem „Avatar 3“ angefangen hat. Zwei Drittel des Films durften die Schauspieler:innen ihr Feuer einsetzen, im Finale verkommen sie leider zu Action-Figuren mit denselben epischen Sprüchen, die wir schon tausend Mal gehört haben.

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Mit diesem Ergebnis ist die Aussicht auf zwei weitere potenzielle „Avatar“-Fortsetzungen nicht besonders verführerisch. Wir glauben sehr wohl, dass die Welt von Pandora noch ziemlich viel zu bieten hat. Wir bezweifeln nur, dass die Handlung in diesem Tempo große Höhen erreichen kann – tolle Momente ja, aber keine spannenden Entwicklungen. Das letzte Drittel der Filme sollte nicht immer für die alles auf Null zurücksetzende Endschlacht aufgespart werden. „Avatar“ steht sich damit selbst im Weg.

„Avatar: Fire and Ash“ in der Kritik – Unser Fazit zum 3. Teil

Vom beeindruckenden Anfang bis zur starken Mitte, die in ein eher enttäuschendes Ende mündet. Für einen Moment hatten wir in „Avatar: Fire and Ash“ das Gefühl, dass Pandora wirklich frei ist, frei, zu erzählen und zu zeigen, was es will. Doch dann hat sich der Film wieder etwas im Hollywood-Mainstream verloren und eine vorhersehbare Fließband-Richtung eingeschlagen. James Cameron ist uns noch ein Finale schuldig. Aber wir wissen nicht, ob wir noch zwei weitere möglicherweise kommende „Avatar“-Filme abwarten können und wollen, um es zu sehen.

Fazit: „Avatar: Fire and Ash“ zeigt viele neue, faszinierende Eindrücke vom fiktiven Planeten-Pandora – und kann visuell überzeugen. Doch der Handlung fehlt es an wahrer Entwicklung.

Avatar: Fire and Ash
Genre: Science Fiction / Fantasy
Bundesstart: 17. Dezember 2025
Laufzeit: 197 Minuten
FSK: 12
Regie: James Cameron
Drehbuch: James Cameron, Rick Raffa, Amanda Silver