Smart Parking: Mit IoT Parkraum effizienter nutzen

Technologie

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Datum 13.09.2019
Lesezeit 5 Min.

Smart Parking: Mit IoT Parkraum effizienter nutzen

Das Thema Parkplatzsuche ist für Innenstädte und städtische Verkehrspolitik eine große Herausforderung. Mit Hilfe intelligenter IoT-Technik, mobiler Vernetzung und den passenden Algorithmen könnten Autofahrern schon bald freie Parkplätze vorgeschlagen werden – inklusive Reservierung. Die Lösung heißt Vodafone Smart Parking. Wie sie im Detail funktioniert und welche Innovationen derzeit bei Städten, Gemeinden und privaten Parkraumbewirtschaftern Einzug halten, erfahren Sie hier.


Autofahrer kennen es zur Genüge: Das Ziel der Fahrt ist eigentlich längst erreicht, doch nun beginnt die Parkplatzsuche. Vor allem in Großstädten dauert die Suche nach einem geeigneten Abstellplatz teils länger als die Anfahrt. Untersuchungen zufolge macht die Suche nach einem Parkplatz bis zu 30 Prozent des gesamten innerstädtischen Verkehrs in Europa aus. 

Die Folge sind vermeidbare Umweltbelastungen, nicht selten Verspätungen und eine Menge Stress für die Autofahrer. Laut statista ist Frankfurt hier Spitzenreiter: In der hessischen Metropole verbringen Menschen im Schnitt zehn Minuten mit der Suche nach einem Parkplatz. Selbst im Parkhaus oder auf einem abgesperrten Parkplatz dauert diese Suche im Schnitt noch etwa sieben Minuten. In anderen deutschen Großstädten sieht es aber kaum besser aus.

Um dieses Problem zu lösen, hat Vodafone gemeinsam mit dem Nürnberger Start-Up Smart City System (SCS) eine vernetzte Parkhilfe mit dem Namen Vodafone Smart Parking entwickelt. Sie bringt freie Parkplätze und Autos in der Nähe via Mobilfunk miteinander in Verbindung und weist Autofahrern den Weg zur nächsten Abstellmöglichkeit.

Smart Parking: Die Technik hinter intelligenten Parkleitsystemen

Die Idee der Parkraum-Automatisierung ist nicht neu und findet bereits in so manchem Parkhaus Anwendung: Freie Parkplätze werden mit Hilfe von Sensoren an eine zentrale Stelle gemeldet. Ein Parkleitsystem leitet nun ankommende Autofahrer automatisch auf die richtige Etage und zu einem freien Platz. Solche Lösungen sind vergleichsweise aufwändig zu installieren und lohnen sich bislang nur in großen Parkhäusern mit hoher Auslastung – beispielsweise an Flughäfen. Außerdem funktioniert ein solches System meist nur innerhalb eines bestimmten Parkhauses, ohne dabei die urbane Mobilität insgesamt zu entlasten.

Eine derartige kabelgebundene Lösung mit Sensoren am jeweiligen Parkbereich ist besonders im Freien aufwändig zu installieren, da der Aufbau wetterfest sein muss. Die Vernetzung von Parkplätzen im Freien ist drahtlos vielerorts deutlich einfacher – und somit kostengünstiger.

Parkleitsystem in einer Großstadt

Herkömmliche Parkleitsysteme schätzen die Anzahl freier Parkplätze in einem bestimmten Bereich lediglich ab.

Smart Parking via IoT als wichtige Komponente der Smart City 

Multilayer Technologie

Multilayer Technologie

Narrowband-IoT ist ein Teil der Multilayer Technologie. Für unterschiedliche Anforderungen bietet Vodafone jeweils die passenden Netze – ob mit Kabel-Glasfaser, IoT, LTE oder 5G. Damit Sie neue Chancen für Ihr Business ergreifen können.

Um eine Vielzahl von Parkplätzen in Echtzeit miteinander vernetzen zu können, bietet sich das Vodafone IoT-Netz geradezu an. Es kann eine große Zahl an Geräten drahtlos miteinander über weite Strecken hinweg an einer zentralen Stelle zusammenführen – darunter auch Stromzähler, Mülltonnen oder Parkscheinautomaten.

Sensoren am Boden erfassen die Parkplatzbelegung in Echtzeit

Mit Hilfe von Sensoren am Boden kann der aktuelle Status eines Parkplatzes in Echtzeit erfasst und an eine zentrale Stelle übertragen werden. Hierzu wird zunächst ein passiver, stabiler Außenring auf dem Boden aufgeklebt. Anschließend wird das wetterfeste Sensor-Modul mit Magnetfeldsensor, Funkmodul und Batterie (Lebensdauer: bis zu fünf Jahre) dort eingeklipst. Jeder einzelne Bodensensor registriert nun automatisch, ob über ihm ein Auto parkt und meldet diese Information an eine unauffällige, wetterfeste Box im Bereich des Parkplatzes. Diese ist wiederum via Mobilfunk an das Internet angebunden.

Aus technischer Sicht werden die Informationen eines bestimmten Bereichs zunächst an einer zentralen Stelle, dem sogenannten Gateway, gesammelt und von dort aus via Mobilfunk an die IoT-Cloud übertragen. Freie und belegte Parkplätze sowie wertvolle Statistiken zur Parkraumnutzung können nun in einem zentralen Dashboard zur Ansicht gebracht werden.

So lässt sich freier Parkraum genauso zentral verwalten wie bei einer kabelgebundenen Lösung – bei deutlich geringerem Installationsaufwand.

Unnötige Suchfahrten werden konsequent vermieden

Autofahrern, die sich in der Nähe einer solchen Vodafone Smart Parking-Station aufhalten und die dort parken möchten, werden alle freien Parkmöglichkeiten angezeigt – einschließlich der kürzesten Route dorthin.

Auf diese Art lassen sich auch Parkverbotszonen und solche mit zeitlichen Einschränkungen überwachen.

Ausklappbare Informationsgrafik

Die Signale der Sensoren an den einzelnen Parkflächen werden über ein Gateway an die zugehörige Cloud-Lösung übertragen.

Die Datenmengen im Hintergrund sind enorm

Was zunächst einfach klingt, ist im Hintergrund mit einer Menge Rechen- und Organisationsaufwand verbunden: Immerhin sollten nicht mehrere Autofahrer zur selben Stelle geleitet werden, wenn dort nur ein einzelner Parkplatz verfügbar ist. Dabei müssen folgende Kriterien fortlaufend berücksichtigt werden: Die aktuelle Verkehrssituation, die Zieleingaben der Autofahrer und die jeweilige Position der Fahrzeuge.

Die Komplexität einer solchen Aufgabe wird durch viele tausend, über eine Stadt verteilte Parkplätze zusätzlich erhöht. Hier muss ein intelligentes, anpassungsfähiges System zu jeder Zeit den Überblick behalten.

Vodafone Smart Parking: Ein Produkt für verschiedene Anforderungen

Mit der Vodafone Smart Parking-Lösung profitieren gleich mehrere Arten von Parkraumbewirtschaftern von intelligenten IoT-Lösungen:

  • Städte & Kommunen
  • Parkraumbetreiber
  • Betreiber von Elektroladesäulen
  • Kundenparkplatzbetreiber (beispielsweise Supermärkte)

Die Lösung überträgt sämtliche Daten nahezu in Echtzeit über das Vodafone-Mobilfunknetz. Und dank künftiger Narrowband-Anbindung und 5G-Vernetzung funktioniert dies bei Bedarf sogar tief unter der Erde. Denn wie bereits beschrieben, lohnt sich die vollständig kabelgebundene Vernetzung vorhandener Parkplätze nicht immer.

Ausklappbare Informationsgrafik

Das Zusammenspiel von Sensoren, Zentralstationen und Mobilfunktechnik ermöglicht stets einen Überblick über die Parksituation.

Autonomes Fahren, Smart Parking und „V2X”: Auf dem Weg zu ganzheitlichen Mobilitätskonzepten

Unser Ziel für die Zukunft ist es, Städte durch intelligente Verkehrslenkung von Staus zu entlasten und Autofahrern Zeit zu ersparen. Dabei spielen Umweltaspekte und rein wirtschaftliche Faktoren eine wichtige Rolle. Immerhin „verdient” ein Parkhaus immer genau dann Geld, wenn der vorhandene Parkraum weitgehend belegt ist.

Wie Vodafone ansonsten hilft, um Public IoT voranzutreiben, also die Vernetzung von Dingen und Geräten im öffentlichen Raum, und wie der Stand beim autonomen Fahren mit V2X ist, erfahren Sie von uns an anderen Stellen in diesem Blog.

 

Welche weiteren Ideen haben Sie zum Thema intelligente Parkraumbewirtschaftung? Wir freuen uns über Ihre Anregungen.

 


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