Screenshot aus dem Point-and-Click-Adventure The Secret of Monkey Island
© LucasArts / Lucasfilm / Disney
Gameplay-Screenshot von "Genshin Impact"
PS5 vs XSX: Welche Konsole ist besser?
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Happy Birthday, Monkey Island: 30 Jahre Piratenabenteuer mit Guybrush Threepwood

Ein toll­patschiger Pirat, Voodoo in der Karibik und untote Antag­o­nis­ten – seit bere­its drei Jahrzehn­ten begeis­tert uns die „Mon­key Island“-Spielreihe mit ihren lusti­gen Aben­teuern und her­aus­fordern­den Rät­seln. Wir lassen die schön­ste Piraten­rei­he Revue passieren. Her­zlichen Glück­wun­sch zu 30 Jahren „The Secret of Mon­key Island“!

Du richt­est Deinen Mauszeiger auf eine Stelle und Dein Charak­ter wan­dert nach einem Klick dor­thin. Das Konzept der Point-and-Click-Spiele ist sim­pel, aber keines­falls lang­weilig. Durch das ein­fache Game­play lässt Du Dich voll auf die mitreißende Sto­ry und die witzi­gen Dialoge ein. Beson­ders in den 90er-Jahren blühte das Point-and-Click-Genre auf. Als Weg­bere­it­er dafür gilt Ron Gilbert, Schöpfer des Spiels „The Secret of Mon­key Island“. Beg­ib Dich mit uns auf eine Schiff­s­reise durch die Ver­gan­gen­heit.

Monkey Island: Hinter Dir, ein dreiköpfiger Affe!

„The Secret of Mon­key Island“ und die anderen Spiele der „Mon­key Island“-Reihe sind Point-and-Click-Aben­teuer. Früher mit Maus und Tas­tatur, heute teil­weise auch auf Smart­phone und Tablet, steuerst Du den char­mant toll­patschi­gen Pirat­en Guy­brush Three­p­wood durch seine Aben­teuer. Manch­mal musst Du den richti­gen Gegen­stand im Raum find­en, ein­sam­meln und woan­ders ver­wen­den. An ander­er Stelle reicht eine richtige Antwort, um voranzukom­men und gele­gentlich musst Du ein­fach nur die Zwis­chense­quen­zen genießen und Spaß haben.

Wenn Du „Mon­key Island“-Titel spielst, merkst Du schnell, dass sie beson­ders spiel­er­fre­undlich sind. Beispiel­sweise kann Guy­brush ganze zehn Minuten unter Wass­er bleiben, bevor er ertrinkt. Genug Zeit, um in Ruhe den näch­sten Schritt zu über­legen – oder ein­fach mal eine Toi­let­ten­pause einzule­gen.

Die „Mon­key Island“-Reihe spielt über­wiegend im „Drei­in­sel­re­ich“ oder den umliegen­den Gebi­eten. Nicht nur auf der titel­geben­den Insel Mon­key Island, son­dern auch auf Skull Island und vie­len anderen Inseln triff­st Du unter anderem die taffe Gou­verneurin Elaine Mar­ley, den Geis­ter­pi­rat­en LeChuck oder auch die mys­ter­iöse Voodoo-Lady.

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Eine „Monkey Island“-Chronik – Part I: In fremderen Gezeiten

Spield­e­sign­er Ron Gilbert begin­nt Ende der 80er „Mutiny of Mon­key Island“, so der Arbeit­sti­tel, zu entwick­eln. Als Inspi­ra­tion dient ihm der Piraten­ro­man „In fremderen Gezeit­en“ (1987) von Tim Pow­ers.

Für die Atmo­sphäre lässt er sich von der beliebten Freizeit­parkat­trak­tion „Pirates of the Caribbean“ inspiri­eren. Fun­fact: Der Film „Pirates of the Caribbean: Fremde Gezeit­en“ (2011) basiert eben­falls auf dem Roman und der Dis­ney­park-Attrak­tion.

1990: Das Point-and-Click-Aben­teuer „The Secret of Mon­key Island“ von Lucas­film Games erscheint im Okto­ber für die Atari und andere Sys­teme.

Das Game­play ähnelt dem des Lizen­zti­tels „Indi­ana Jones and the Last Cru­sade“. Die Sto­ry set­zt jedoch wesentlich stärk­er auf Humor. Guy­brush lan­det auf Melee Island, möchte Pirat wer­den und muss ver­schiedene Auf­gaben meis­tern. Die Sto­ry gipfelt im finalen Kampf gegen den Geis­ter­pi­rat­en LeChuck.

Sätze wie „Hin­ter Dir, ein dreiköp­figer Affe!“ oder das Konzept des Belei­di­gungs­fecht­ens, bei dem auf Belei­di­gun­gen die passende Antwort gefun­den wer­den muss, wer­den feste Bestandteile der Rei­he.

1991: Bei dem Erfolg darf ein Sequel nicht lange warten. „Mon­key Island 2: LeChucks Revenge“ set­zt ein paar Monate nach dem Ende des ersten Teils ein. Elaine Mar­ley find­et Guy­brush kopfüber an einem Seil hän­gend vor. Er erzählt ihr von sein­er Suche nach dem Schatz Big Whoop auf Scabb Island. Außer­dem kehrt der Pirat LeChuck als Zom­bie zurück.

Ein Jahr später kürt das Mag­a­zin „Com­put­er Gam­ing World“, „Mon­key Island 2: LeChucks Revenge“ zu den Spie­len des Jahres, unter anderem wegen sein­er Puz­zles und Grafik.

Der zweite Teil gilt als beson­ders spiel­er­fre­undlich, da die Wahl zwis­chen zwei Modi bestand: Im „Lite“-Modus musst Du weniger Puz­zles lösen und Orte durchkäm­men, um ans Ziel zu kom­men.

Die ersten bei­den Spiele wer­den anno 1992 und 1996 als CD-ROM-Ver­sion remas­tered veröf­fentlicht, unter anderem mit neuem Sound­track.

Eine „Monkey Island“-Chronik – Part II: Guybrush und die Grafikwunder

1997: Nach langer Pause erscheint mit „The Curse of Mon­key Island“ das dritte Spiel in der Haup­trei­he. Schöpfer Ron Gilbert ist nicht mehr an Bord, dem Erfolg der Rei­he tut das allerd­ings keinen Abbruch. Erneut knüpft das Spiel an die Sto­ry vom Vorgänger an. Guy­brush ist dem Freizeit­park aus Teil zwei entkom­men und düm­pelt auf dem Meer herum. Zeit­gle­ich belagert der Zom­biepi­rat LeChuck die Insel von Guy­brushs Geliebter Elaine Mar­ley.

„The Curse of Mon­key Island“ bekommt in punc­to Grafik ein deut­lich stärk­eren Car­toon-Anstrich. Abseits davon gibt es das erste Mal eine Sprachaus­gabe!

2000: „Flucht von Mon­key Island“ ist nicht nur der erste Teil, der mit ein­er 3D-Grafik aufwartet, son­dern auch bis in die Gegen­wart das einzige Spiel der „Mon­key Island“-Reihe, das einen eingedeutscht­en Titel bekommt. Außer­dem war es der let­zte Teil unter der Pro­duk­tion von LucasArts (früher Lucas­film Games).

Guy­brush und Elaine, nun ver­heiratet, kehren auf Mêlée Island zurück und müssen fest­stellen, dass LeChuck erneut die Kon­trolle über die Insel ergaunert hat. Der „Mon­key Kom­bat“ erset­zt hier die üblichen Belei­di­gungs­du­elle. Bei der Kri­tik kam die Neuerung nur mit­tel­prächtig an.

Eine „Monkey Island“-Chronik – Part III: New Adventures and Old Tales

2009: Ein gold­enes Jahr für neue und alteinge­sessene „Mon­key Island“-Fans. Mit „Tales of Mon­key Island“ und „The Secret of Mon­key Island – Spe­cial Edi­tion“ erscheinen eine Fort­set­zung und ein aufwändi­ges Remake des ersten Teils.

„Tales of Mon­key Island“ von Tell­tale Games erzählt mehrere Episo­den. Das Aben­teuer begin­nt damit, dass ein mit Root Beer getränk­ter Säbel den Geis­ter­pi­rat­en LeChuck wieder zu men­schlichem Leben erweckt. Ein Teil dessen bösen Zaubers geht allerd­ings auf Guy­brushs Hand über. „The Secret of Mon­key Island – Spe­cial Edi­tion“ liefert das bekan­nte Spiel in geup­datetem Look, erst­ma­lig mit Sprachaus­gabe.

2010: „Mon­key Island 2: LeChucks Revenge – Spe­cial Edi­tion“ ver­wöh­nt die Fans mit den gle­ichen Fea­tures wie ein Jahr zuvor die Spe­cial Edi­tion des ersten Spiels. Auch hier gibt es neue Grafiken, frische Musik und eine Sprachaus­gabe.

2020: In der Gegen­wart gibt es seit­ens des Lizen­z­in­hab­ers Dis­ney keine Neuigkeit­en zu einem neuen Teil der Rei­he. Aber in ein­er Zeit, in der Fans selb­st Hand anle­gen kön­nen, kündi­gen die Retro-Fans und Gameen­twick­ler von „Went2Play“ ein eigenes „Mon­key Island“-Spiel an. Der­weil erscheint mit dem Fan-Game „Ghost­busters: The Secret of Mon­key Island“ ein Crossover, das die berühmten Geis­ter­jäger in die Sto­ry des ersten „Mon­key Island“-Titels wirft.

Monkey Island (Videospielreihe)

Plat­tfor­men PlaySta­tion 2 / Net­work, Xbox Live, Nin­ten­do Wii, Atari, Ami­ga, Sega Sat­urn, MS-DOS, MS Win­dows, Mac OS, iOS
   
Veröf­fentlichung Mon­key Island 2: LeChucks Revenge
– Spe­cial Edi­tion
2010
  The Secret of Mon­key Island – Spe­cial Edi­tion 2009
  Tales of Mon­key Island 2009
  Flucht von Mon­key Island 2000
  The Curse of Mon­key Island 1997
  Mon­key Island 2: LeChuck’s Revenge – Remas­tered 1996
  The Secret of Mon­key Island – Remas­tered 1992
  Mon­key Island 2: LeChuck’s Revenge 1991
  The Secret of Mon­key Island 1990
Kosten ab ca. 6 Euro
Pub­lish­er Dis­ney Inter­ac­tive Stu­dios
Entwick­ler LucasArts, Tell­tale Games

Hättest Du gerne einen neuen „Mon­key Island“-Teil? Und welchen spielst Du noch immer gern? Du darf­st den Kom­men­tar­bere­ich entern!

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