Cloud & Hosting

SaaS (Software as a Service)

Definition, Vorteile und Funktionsweise für Unternehmen

Software as a Service (SaaS) bezeichnet Applikationen, die direkt in einer Cloud ausgeführt werden. Erfahren Sie hier, warum immer mehr Software-Hersteller auf dieses Modell setzen, was das für Unternehmen und Anwender:innen bedeutet und wie Sie SaaS-Lösungen sicher und effizient einsetzen.

Inhaltsverzeichnis

SaaS: Das Wichtigste in Kürze

  • Software aus der Cloud (SaaS) ersetzt immer häufiger klassische Installationssoftware. Viele verbreitete Business-Anwendungen sind nur noch im SaaS-Format verfügbar. 
  • Service-Level-Agreements (SLA) regeln die garantierte Verfügbarkeit der SaaS-Produkte sowie den Datenspeicherort. 
  • Für Unternehmen bietet SaaS viele Vorteile. Programme müssen nicht mehr installiert werden. Je nach Modell fallen nur noch Lizenzkosten für die tatsächliche Nutzung eines Produktes an. 
  • Viele SaaS-Angebote werden mit Datenspeicher in der Cloud kombiniert. So können Unternehmen ihre Geschäftsdaten in der Datenwolke speichern und dort allen Mitarbeiter:innen bequem zur Verfügung stellen – auch im Homeoffice und beim mobilen Arbeiten. 
  • Eine SaaS-Cloud ist nur ein Cloud-Modell von vielen. Weitere Cloud-Modelle sind beispielsweise IaaS, PaaS und FaaS.

Was bedeutet SaaS (Software as a Service)?

Die Abkürzung SaaS steht für den englischen Fachbegriff „Software-as-a-Service“. Er lässt sich auf Deutsch in etwa mit „Programme als Dienstleistung“ übersetzen. Das beschreibt Software, die ganz oder teilweise im Web läuft und die Sie nicht erst lokal auf einem Bürorechner installieren müssen. Das Gegenmodell hiervon sind sogenannte klassische On-Premises-Lösungen. Dabei werden eigene Server auf dem Firmengelände betrieben, auf denen Installationsversionen der Software und Firmendaten zentral abgelegt werden. Von diesen Servern aus wird dann auch die Software heruntergeladen und auf den einzelnen Bürorechnern installiert.
Passend zu Ihren aktuellen Software-Anforderungen und der Zahl Ihrer Mitarbeiter:innen ermöglicht Ihnen SaaS:
  • Immer die gerade benötigte Anzahl an Arbeitsplatz-Lizenzen anzumieten
  • Den genau passenden Service-Plan mit den gewünschten Applikationen auszuwählen
  • Speicherplatz in der Cloud des Anbieters zu nutzen, um Ihre Geschäftsdaten dort abzulegen
Unterschiedliche Service-Pläne gibt es auch bei klassischen Applikationen für die lokale Installation. Doch SaaS verbreitet sich zunehmend und kann technisch einfacher bereitgestellt werden. Deshalb ist auch das Angebot an Service-Plänen deutlich größer. So gibt es beispielsweise dedizierte Lösungen und Software-Suites speziell für:
  • bestimmte Branchen wie Einzelhandel oder Gesundheitsdienstleister
  • Kleinunternehmen und Einzelunternehmer
  • Bildungseinrichtungen
  • Behörden

Wie funktioniert SaaS?

SaaS ist eine Weiterentwicklung des Modells „Application Service Provider“ (ASP) aus den 1990er-Jahren. Dieses basiert darauf, dass ein Anwendungsdienstleister eine Software oder ein ganzes Software-Paket verwaltet und hostet. Die eigentliche Bedienung und der Betrieb der Software erfolgen im ASP-Modell auf den Endgeräten der Benutzer:innen und die Steuerung über eine Programmierschnittstelle (API = Application Programming Interface).
Erst durch die Verlagerung solcher Angebote in die Cloud ist es mit Software-as-a-Service möglich, derartige Angebote orts- und geräteunabhängig für ein breites Publikum und vergleichsweise günstig bereitzustellen. Das notwendige Hosting bündeln die SaaS-Anbieter in riesigen Rechenzentren – mit entsprechenden Kostenvorteilen für beide Seiten.
Im Rahmen einer Dienstleistungsvereinbarung (dem sogenannten Service-Level-Agreement, kurz: SLA) halten die Anbieter üblicherweise Art und Umfang der bereitgestellten Leistung und deren Eigenschaften fest. Das SLA beschreibt
  • Welche Verfügbarkeitszeiten der Anbieter für seine Software garantiert
  • Wie schnell der Anbieter technische Probleme beheben muss
  • Ob der Anbieter eine automatische Datensicherung oder andere Dienstleistungen anbietet
Die Verfügbarkeitszeiten bezeichnet man auch als Uptime – im Unterschied zur Downtime, in der das SaaS-Produkt beispielsweise wegen laufender Updates gerade nicht nutzbar ist.
Verfügbarkeitszeiten gibt man üblicherweise in Prozentwerten an: Eine SaaS-Lösung mit 99,9-prozentiger Verfügbarkeit dürfte demzufolge rund 9 Stunden pro Jahr abgeschaltet sein. Für viele geschäftskritische Prozesse ist dies aber zu viel, daher vereinbaren Anbieter und Nutzer:innen höhere Verfügbarkeitszeiten, beispielsweise 99,99 oder 99,999 Prozent.
Doch nicht nur die Nutzung von SaaS-Angeboten ausschließlich über den Webbrowser ist beliebt: Über die oben erwähnten APIs können Sie Cloud-Dienstleistungen auch flexibel mit lokal installierter Software kombinieren. Ein Beispiel dafür ist es, ein Cloud-Mailsystem wie Hosted Exchange zusammen mit einer lokal installierten Version von Microsoft Outlook zu verwenden; und beide Systeme über das Protokoll MAPI (Messaging Application Programming Interface) zu verbinden.
Ist SaaS dasselbe wie die Cloud?
Allgemein gesprochen handelt es sich bei SaaS um ein (meist kommerzielles) Angebot basierend auf Cloud-Technologie, nicht aber die Cloud selbst. Um zu verstehen, wie SaaS und die Cloud insgesamt zusammenhängen, ist es wichtig, Cloud-Services und das Thema Cloud-Architektur zu verstehen.
Bei einer beziehungsweise der Cloud handelt es sich um einen zusammengeschlossenen Verbund. Dieser besteht aus:
  • Rechenzentren
  • Physischen Servern
  • Virtualisierten Servern, die auf den physischen Servern als weitere Schicht laufen
  • Auf den Servern installierten Betriebssystemen
  • Den eigentlichen SaaS-Anwendungen, die auf den Betriebssystemen installiert werden
Noch bis vor einigen Jahren kamen in den meisten Betrieben sogenannte On-Premises-Lösungen im eigenem Serverraum zum Einsatz. Im Cloud-Betrieb ist es weitgehend unerheblich, wo genau eine bestimmte Anwendung gehostet und von wo sie abgerufen wird.
Cloud-Lösungen sind in der Regel preisgünstiger als eigene Firmen-Rechenzentren. Einzige Voraussetzung für den reibungslosen Einsatz ist eine leistungsfähige und dauerhaft verfügbare Internetanbindung in Ihrem Unternehmen.
Sie sparen dabei Kosten für
  • Eigenes Personal für Betrieb und Wartung eines Rechenzentrums
  • Gebäudekosten für das Rechenzentrum selbst
  • Eigene Hardware wie Server, Serverschränke, Netzwerkanschlüsse
Daher haben sich externe Cloud-Lösungen inzwischen weitgehend durchgesetzt.
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SaaS-Vorteile für Unternehmen

Gegenüber herkömmlichen Lizenzmodellen, reinen On-Premises-Lösungen und dem klassischen ASP-Modell bieten sich Ihnen durch SaaS gleich mehrere Vorteile:
  • Überall verfügbar: Die Software läuft von jedem Ort der Welt aus und in beinahe jedem beliebigen Webbrowser – meist sind auch Apps für Android und iOS verfügbar, sodass Sie mit Mobilgeräten Zugriff auf die Anwendung haben.
  • Kein Installationsaufwand: Es sind keine Installationsarbeiten notwendig, beispielsweise auf Client-Rechnern – es sei denn, der verwendete Browser benötigt sogenannte Plug-ins für die Nutzung der SaaS-Anwendung.
  • Keine Infrastruktur notwendig: Für den Betrieb der Mietsoftware müssen Sie keine eigene Hardware anschaffen.
  • Volle Datensicherheit: Sie müssen sich nicht um Back-ups Ihrer Daten kümmern, sofern Sie diese in der Cloud speichern.
  • Immer aktuell: Patches und Updates sind automatisch verfügbar, da die Software nicht heruntergeladen, sondern in der Cloud betrieben wird.
  • Entlastung der firmeneigenen IT: Der laufende Betrieb von SaaS-Modulen in Ihrem Unternehmen bindet kein Personal und spart Ihnen somit Kosten.
Schematische Darstellung eines SaaS-Systems
Software und Firmendaten liegen in der SaaS-Cloud. Über unterschiedliche Endgeräte greifen die Mitarbeiter:innen darauf zu. Das lokale Installieren der Business-Applikationen entfällt.

Unterschiede: SaaS vs. andere Cloud-Servicemodelle

Zu den bekanntesten Angeboten im „as-a-Service-Umfeld“ gehören neben SaaS die Modelle Infrastructure-as-a-Service (IaaS), Platform-as-a-Service (PaaS) sowie viele weitere spezialisierte Cloud-Dienstleistungen. Allen Angeboten ist gemeinsam, dass sie auf Cloud-Infrastrukturen basieren oder diese zumindest teilweise nutzen. Die Grundlage für die Abrechnung ist außerdem jeweils ein flexibles Mietmodell zugrunde, das jederzeit in beide Richtungen skalieren können.
Grafische Darstellung von SaaS, PaaS und IaaS im hierarchischen Vergleich
Ohne Infrastruktur und Plattform keine Software: Der Zusammenhang zwischen SaaS, PaaS und IaaS ist von hierarchischer Natur.
  • Infrastructure-as-a-Service: Bei IaaS mieten Kund:innen im Unterschied zu SaaS-Angeboten keine komplette Cloud-Dienstleistung, sondern lediglich einen für sie wichtigen Teilaspekt im hardwarenahen Umfeld. Neben Platz in einem Server-Rack für ein eigenes System können dies sowohl Firewalls als auch virtuelle Server oder einfach nur Cloud-Speicher sein. 
  • Platform-as-a-Service: Bei PaaS wiederum handelt es sich um ein Angebot, das bereits die notwendige Hardware und Sicherheitsmaßnahmen beinhaltet, jedoch keine fertige Software für Endanwender:innen bereitstellt. PaaS umfasst üblicherweise Entwicklerplattformen, Datenbank-Infrastruktur, Software für Big-Data-Analytics und Betriebssystemangebote wie beispielsweise virtuelle Linux-Server. 

SaaS-Kosten- und Lizenzierungsmodelle

Die Abrechnung von Software-Dienstleistungen im SaaS-Modell kann auf verschiedene Arten erfolgen, wobei es auch Mischformen zwischen diesen Abrechnungsmodellen gibt:
  • Nach der Anzahl der benötigten Arbeitsplatzlizenzen
  • Nach dem benötigten Funktionsumfang
  • Nach der Anzahl der Transaktionen (beispielsweise bei Webshops)
Manche SaaS-Anbieter offerieren ihre Lösungen auch im sogenannten Freemium-Modell. In diesem Fall ist ein gewisser grundlegender Funktionsumfang kostenlos verfügbar; für weitergehende Funktionen hingegen wird ein Entgelt fällig. Beispiele hierfür sind Google Drive und E-Mail-Anbieter wie GMX und web.de: Nach der kostenlosen Anmeldung für den Dienst wird den Nutzer:innen eine gewisse Menge an Speicherplatz gratis zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gehenden Bedarf kaufen sie dann individuell zu.
Im Zusammenhang mit SaaS ist häufig als Abrechnungsmodell auch die Rede von „Pay as you go“ (PAYG). Die Idee ähnelt in vielen Punkten dem Prepaid-Modell bei Smartphone-Tarifen: Hier zahlen Sie am Ende des Abrechnungszeitraums nur für die (Menge an) Dienstleistung, die Sie abgerufen beziehungsweise verbraucht haben.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Investitionsmodellen ergeben sich eine ganze Reihe von Vorteilen:
  • Die Abrechnung erfolgt nur für die Dienstleistungen, die Sie tatsächlich in Anspruch genommen haben.
  • Die meisten Modelle können Sie monatlich kündigen.
  • Sie profitieren jederzeit von aktuellen Software- und Hardware-Updates, Ihre hauseigene IT muss sich um nichts kümmern.
  • Damit entfallen für Sie hohe Einmalinvestitionen mit unklarem Amortisationszeitraum (ROI, Return on Investment).
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Sicherheits- & Datenschutz bei SaaS

Anders als bei On-Premises-Lösungen müssen Sie bei SaaS auf den Speicherort Ihrer Daten achten. So dürfen Unternehmen gemäß der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) Kundendaten nicht unverschlüsselt in unsicheren Drittländern speichern.
Eine Kritik am Cloud-Modell und an SaaS-Angeboten ist außerdem, dass die Datensicherheit bei verteilten Anwendungen in der Datenwolke kaum oder nur schwerlich zu gewährleisten sei.
Tatsächlich ist es so, dass On-Premises-Lösungen gerade bei sehr sensiblen Daten auch weiterhin zum Einsatz kommen können und sinnvoll sind. Eine gute Kombination aus Datenschutz und einfacher Handhabung sind sogenannte Private Clouds. Diese Cloud-Lösungen richtet ein Anbieter explizit nur für Sie ein.
Diese kombinieren Sie dann im eigenen Unternehmen ganz nach Bedarf mit anderen, günstigeren Clouds für weniger sensible Daten. Man spricht dann auch von sogenannten Hybrid-Cloud-Ansätzen.

Beispiele für SaaS-Anwendungen

Egal ob YouTube, Dropbox, LinkedIn oder eine webbasierte Customer-Relationship-Management-Software (CRM) wie Salesforce: Sie alle basieren auf dem SaaS-Modell. Google mit seiner Workspace-Lösung, der E-Mail-Dienst GMX, aber auch Microsoft, Lexware und SAP – diese Dienstleister bieten schon seit Langem Software zur Nutzung im Web an.
Die einst bevorzugte Installationslösung hat weitgehend ausgedient und wurde fast überall durch Downloads sowie Abomodelle auf Cloud-Basis ersetzt. Denn auch die Anbieter profitieren vom Wechsel zu SaaS. Beispielsweise können SaaS-Programme nicht so einfach raubkopiert werden.
Inzwischen hat sich dadurch ein riesiger Markt für SaaS-Anwendungen entwickelt: Nicht nur Google betreibt fast alle hauseigenen Anwendungen wie Gmail, Google Workspace und AdSense ausschließlich im Web – auch und gerade für unternehmensspezifische Applikationen gibt es ein breites Angebot. Bekannte Beispiele für SaaS-Lösungen aus der Cloud sind:
  • E-Mail (beispielsweise Gmail, GMX und web.de)
  • Customer-Relationship-Management-Software (beispielsweise Salesforce)
  • Gehaltsabrechnungssoftware (beispielsweise Lexware und Sage Business Cloud)
  • Personalmanagement (beispielsweise staffboard)
  • Finanzverwaltung (beispielsweise Certinia – ehemals Financial Force)
  • Datenbanklösungen (beispielsweise Microsoft Azure und Qlik)
  • Enterprise-Resource-Planning (beispielsweise Wrike)
  • Content-Management-Systeme (beispielsweise WordPress und Typo3)
  • Dokumentenverwaltung und -bearbeitung (beispielsweise Microsoft 365)
Im Folgenden stellen wir Ihnen exemplarisch einige der größeren SaaS-Anbieter näher vor:
Microsoft 365 Business: Umfangreiche Mischung aus Desktop- und SaaS-Anwendungen
Das Büroanwendungspaket Microsoft Office hat eine lange Historie als weltweit meistgekaufte Business-Suite. Im Durchschnitt alle drei Jahre bringt der Hersteller eine neue Auflage seines Office-Paketes zur Installation auf PC und macOS heraus.
Mit der 2011 eingeführten Abovariante Office 365, die heute unter dem Namen Microsoft 365 Business vertrieben wird, begann parallel der Aufbau einer webbasierten Software-Suite. Beide Versionen waren weitgehend kompatibel.
Nach wie vor können Sie also mit bekannten Office-Anwendungen wie Word, Excel und PowerPoint am eigenen Desktop-Computer Dokumente erstellen und diese mit Nutzer:innen der SaaS-Variante teilen.
Sowohl die Online- wie auch die zahlreichen Installationsversionen der Office-Suite hat der Hersteller inzwischen um Online-Kollaborations- und Kommunikationstools erweitert, darunter Teams und Viva Engage, dem Nachfolger von Yammer. Dabei gibt es erhebliche Unterschiede bei den einzelnen Paketumfängen.
Weitere Programme und Funktionen sind inzwischen hinzukommen. Dazu zählt beispielsweise das KI-Produktivitätswerkzeug Microsoft 365 Copilot.
Zusätzlich bietet Microsoft Nutzer:innen von Microsoft 365 Business seine hauseigene OneDrive-Cloud als Speicherplattform an. Mithilfe der Webanwendung SharePoint, die in vielen Microsoft 365-Abonnements bereits enthalten ist, können Arbeitsgruppen ihre Onlineressourcen wie Dokumente und Tabellen sehr einfach verwalten und kooperativ bearbeiten.
Salesforce: Intelligente Vertriebssteuerung aus Kalifornien
Salesforce ist eine webbasierte CRM-Plattform aus den USA, die nach eigenen Angaben ihren Kunden bei der Anbahnung von Aufträgen (Lead-Generierung) hilft. Auch soll die Software Vertriebsprozesse insgesamt vereinfachen.
Für alle potenziellen und bestehenden Kund:innen können Sie sich umfassende, separate Dashboards anlegen, die die wichtigsten Informationen auf einen Blick darstellen. Gerade wenn Ansprechpartner:innen häufiger wechseln oder Sie sich einen schnellen Überblick über die wichtigsten Kundendaten verschaffen wollen, kann Salesforce Ihnen wertvolle Unterstützung leisten.
Das Unternehmen selbst sieht sich gleichermaßen als SaaS- wie auch als PaaS-Anbieter. Dies bedeutet, dass Drittentwickler:innen eigene Module für Salesforce beisteuern können.
SAP: Mehr und mehr Module kommen aus der Cloud
Auch der Software-Riese SAP bietet mehr und mehr seiner Module als SaaS-Lösungen an. Bekannt ist das Walldorfer Unternehmen vor allem für seine Suite SAP ERP (ehemals SAP R/3). Das Portfolio des erfolgreichen Anbieters von Unternehmensanwendungen umfasst Lösungen für fast alle Branchen und Unternehmensbereiche wie Enterprise-Resource-Planning (ERP), Procurement, CRM, Human Resources und viele weitere mehr.
Im sogenannten SAP App Center erhalten Sie einen Überblick über die einzelnen Module und deren Einsatzbereiche. Die Palette beginnt bei kostenlosen Zusatzmodulen, meist als Freemium-App, und reicht bis hin zu größeren Modulen, die in ihrer Preisgestaltung vor allem für große Unternehmen interessant sind.
Wrike, Sage und Scopevisio: Enterprise-Resource-Planning leicht gemacht
Für die Planung von Unternehmensressourcen gibt es verschiedene, ebenfalls cloudbasierte SaaS-Angebote. Beispielsweise bietet sich Wrike als Allround-Tool für die Verwaltung von Aufgaben an.
Sie können damit verschiedene Mitarbeiterprofile anlegen und Berechtigungen einzeln vergeben für das Anlegen, Bearbeiten, Administrieren und Bewerten von Arbeitsergebnissen. Außerdem können Sie den jeweiligen Grad der Zielerreichung festhalten und so alle wichtigen Aufgaben des Unternehmens oder einer Abteilung an einem zentralen Ort verwalten.
Weiterhin können Sie Standardaufgaben als Formular vorstrukturieren. Die internen Auftraggeber:innen müssen diese Formulare nur mit Details ausfüllen. Dieses Vorgehen eignet sich beispielsweise für wiederkehrende Übersetzungsaufgaben und Grafikarbeiten.
Wie für andere SaaS-Lösungen gilt auch für Wrike und Co., dass die Abrechnung grundsätzlich im Mietmodell erfolgt. Allerdings handelt es sich bei Wrike um ein Freemium-Modell, das Sie mit begrenztem Funktionsumfang auch dauerhaft kostenlos nutzen können.
Die Bedienung ist komplett über einen beliebigen, aktuellen Webbrowser möglich. Außerdem gibt es native Wrike-Apps für iOS und Android.
SaaS-Boom durch künstliche Intelligenz?
Expert:innen erwarten, dass schnell wachsende IT-Felder wie die künstliche Intelligenz sowie die Nutzung von Online-Übersetzungsdiensten und Spracherkennung den Sektor SaaS weiter antreiben werden. Alle diese Aufgaben benötigen viel Rechenleistung und Arbeitsspeicher und greifen zugleich auf Prozeduren, Datenbestände und Analysedaten zurück, die regelmäßig aktualisiert und weiterentwickelt werden.
Für viele Nutzer:innen ist es daher gar nicht mehr zweckmäßig oder praktikabel, regelmäßig Gigabyte-große Sprachanalyse-Funktionen lokal auf ihren Smartphones oder Notebooks zu installieren und diese Anwendungen ständig aktuell zu halten.
Hinzu kommen im Internet of Things (IoT) immer mehr eingebettete technische Systeme wie Sensoren, Gerätesteuerungen, Überwachungskameras und Diagnosewerkzeuge. Diese verfügen nicht über die interne Rechenleistung und den Speicher für diese Berechnungen.
Stattdessen lagern sie Funktionen der künstlichen Intelligenz wie Mustererkennung und maschinelles Lernen einfach über das Firmennetz an zentrale Instanzen aus. Auch diese Geräte verwenden dafür zunehmend SaaS-Applikationen.
Aber auch Function-as-a-Service (FaaS) ist immer beliebter. Bei diesem Cloud-Modell rufen Sie nicht mehr komplette Programme über die Cloud ab, sondern nur noch einzelne Funktionen. Typische FaaS-Angebote sind Spracherkennung, Übersetzungsdienste, die Verstichwortung von Texten oder bestimmte KI-Filter für die Bildbearbeitung.
Gut gelaunter Mann mit einem Headset vor einem Notebook.

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Best Practices für Einführung und Nutzung von SaaS

Viele am Markt etablierte Business-Applikationen gibt es heute schon längst als SaaS-Lösungen: Entweder parallel zu einem klassischen Standalone-Produkt oder exklusiv nur noch als SaaS-Angebot (Beispiel: Adobe Creative Cloud).
Die meisten Unternehmen nutzen daher schon SaaS-Produkte zumindest in Teilbereichen. Falls Sie den SaaS-Einsatz ausweiten möchten, hilft Ihnen diese Schritt-für-Schritt-Lösung:
Zielsetzung und Anforderungen klären
Prüfen Sie den Nutzen für Ihr Unternehmen durch den Umstieg auf SaaS-Lösungen: Welche Prozesse wollen Sie verschlanken oder schneller machen? Welche Einsparungen oder anderen positiven Effekte erwarten Sie sich von der Umstellung? Oder ist die Umstellung alternativlos, weil die bisherige Standalone-Lösung nicht mehr angeboten wird?
Wichtig: Prüfen Sie auch bei weiter verfügbaren Standalone-Produkten, ob diese noch zu Ihrem Geschäftsmodell passen:
  • Werden die Programme regelmäßig geupdatet und mögliche Sicherheitslücken geschlossen?
  • Bietet der Anbieter noch Support zu den älteren Produkten, beispielsweise über eine Hotline?
  • Können Sie die ältere Software noch auf Ihrer aktuellen Hardware ausführen? Gibt es mobile Applikationen für Smartphone-Betriebssysteme?
  • Werden die Schnittstellen zu anderen Business-Anwendungen weiter aktualisiert`?
Leitfragen zur Auswahl der richtigen SaaS-Lösung
Gibt es mehrere gleichwertige SaaS-Lösungen am Markt? Dann kann der ohnehin anstehende Wechsel auf ein SaaS-Produkt auch ein guter Zeitpunkt sein, um zur Business-Suite eines anderen Anbieters zu wechseln. Betrachten Sie folgende Punkte:
  • Funktionsumfang vs. Modularität: Passt die Lösung zu Ihren bestehenden Prozessen, beziehungsweise können Sie diese leicht anpassen? Bietet der Software-Hersteller hier Unterstützung?
  • Integrationen: Bietet die Software alle notwendigen Schnittstellen oder können Sie diese leicht selbst erstellen, etwa über eine vorbereitete Programmierschnittstelle (API)?
  • Benutzerfreundlichkeit: Ist die SaaS-Lösung leicht einzuführen und idealerweise ähnlich zu bisherigen Produkten? Gibt es eine leicht verständliche Programmoberflächen mit intuitiver Bedienung?
  • Sicherheits- und Datenschutzaspekte: Wie steht es um Verschlüsselung, Zugriffskontrollen, Audit-Trails und SOC2/ISO27001-Zertifizierungen?
  • Compliance und Datensicherheit: Welche gesetzlichen Vorgaben gelten und welche Zertifizierungen sind gegebenenfalls nötig?
  • Total Cost of Ownership (TCO): Wie sind die Kosten im Vergleich? Dazu gehören neben den reinen Lizenzkosten immer auch der einmalige oder dauerhafte Aufwand für: - Implementation - Migration - Schulungen - Support
Nach der Wahl einer SaaS-Lösung: So setzen Sie eine Migrationsstrategie auf
Haben Sie sich für ein bestimmtes Produkt entschieden, sollten Sie im nächsten Schritt die eigentliche Migration planen. Dazu gehören:
Rollen- und Berechtigungsmodelle definieren: Welche Minimalberechtigungen benötigen Sie? Wie können Sich Ihre Mitarbeiten anmelden? Gibt es eine Zwei-Faktor-Authentifizierung?
Data Residency und Datenschutz definieren: Wo sind die Standorte Ihrer Daten (inklusive der Backups)?Denken Sie auch an die Datenlöschung, etwa beim Ablauf von Kundenverträgen oder beim Ausscheiden von Mitarbeitenden aus Ihrem Unternehmen.
Service-Level-Agreements mit ihren Anforderungen abgleichen: Können Sie alle Anforderungen bei diesem SaaS-Anbieter und -Produkt umsetzen oder müssen Sie einige Aufgaben auslagern oder Prozesse anpassen?
Prozesse verschlanken: Sinnvollerweise können Sie beim Umstieg auf SaaS auch gleich einige bisherige Prozesse neu aufsetzen oder verschlanken. Das können beispielsweise sein:
  • Zentralisiertes Management der Nutzerkonten und Zugriffsrechte für die Cloud
  • Automatisiertes Einspielen von Updates, API oder Weboberflächen auf die Endgeräte im Unternehmen
  • Auslagerung des internen Supports an entsprechende Mail- oder Chatkanäle des SaaS-Anbieters, die beispielsweise KI-getrieben sind
Nach der Umsetzung: Kostenkontrolle und Aufwand-Nutzen-Analyse
Software-, beziehungsweise Lizenz-Kosten sind heute ein wichtiger Kostenfaktor für Unternehmen – besonders in hoch digitalisierten Branchen. Gleichzeitig verändert sich das Angebot an SaaS-Lösungen immer schneller. Ihre Vorteile davon sind:
  • Dank sinkender Markteintrittskosten kommen regelmäßig neue Anbieter und Produkte auf den Markt.
  • Bestehende Modelle und Produkte werden neu aufgesetzt.
  • Anbieter lassen bisherige Kostenpläne auslaufen oder überführen sie in andere Produkte.
Daher sollten Sie die Kosten Ihrer Migration auf SaaS auch nicht nur einmalig im Jahr des Umstiegs betrachten, sondern dies als laufenden Prozess ansehen. Wichtig ist eine ganzheitliche Betrachtung, die alle Kosten und Aufwände abdeckt. Dazu gehören:
  • Lizenzgebühren
  • Weitere laufende Betriebs- und Infrastrukturkosten
  • Schulungskosten
  • Migrationskosten
  • Fiktive oder reale Kosten von Cybergefahren und -vorfällen
  • Kosten für Backups, beziehungsweise Einsparungen durch deren Auslagerung an den SaaS-Dienstleister
  • Kosten für Hardware, beziehungsweise Einsparungen durch die SaaS-Nutzung
  • Veränderte Personalkosten, beziehungsweise Einsparungen bei Ihrer IT-Abteilung für Updates, Software-Installationen oder Konten-Management
Regelmäßig Alternativen prüfen
Nicht nur die Kostenkontrolle ist wichtig; Ihre Fach- und IT-Abteilungen sollten parallel laufend den Markt beobachten. Prüfen Sie regelmäßig, ob das aktuelle SaaS-Produkt für Sie noch optimal ist oder ob es möglicherweise inzwischen gute Gründe für einen Umstieg gibt. Möglichkeiten für Allternativen gibt es bei:
  • Anbietern
  • Cloud-Modellen
  • Lizenzplänen
Auch die zunehmende Integration von KI-Assistenten oder Big-Data-Werkzeugen kann Anstoß für einen Umstieg auf ein anderes SaaS-Produkt sein. So können Sie Ihre Produktivität nach der erstmaligen Migration auf SaaS in den Folgejahren möglicherweise noch weiter steigern durch besser passende oder leistungsfähigere alternative SaaS-Lösungen. Laufende Marktbeobachtung lohnt hier also gleich mehrfach.

Unser Fazit: Darum ist SaaS interessant für Ihr Unternehmen

SaaS hat den Markt für Unternehmens-Anwendungen über alle Branchen und Einsatzgebiete hinweg massiv verändert. Auf Kundenseite profitieren Unternehmen dank SaaS von erheblichen Einsparmöglichkeiten, etwa durch:
  • Wegfall teurer Server-Infrastruktur in den Unternehmen selbst
  • Geringere Personalkosten für Betrieb und Wartung
  • Kürzere Ausfallzeiten bei Updates und Patches
Dabei bietet Ihnen SaaS nicht nur Kostenvorteile, sondern punktet auch in anderen Bereichen. Viele modere Anwendungen mit zeitgemäßen Schnittstellen gibt es nur noch als SaaS-Lösungen.
Außerdem werden Applikation in der Cloud in der Regel schneller und öfter aktualisiert, was beispielsweise bei Cybergefahren ein Plus an Sicherheit bringt.
Denn je schneller bekannte Sicherheitslücken geschlossen werden, desto schwieriger wird es für Hacker:innen, in Firmennetze einzudringen.
Für Ihr Unternehmen gibt es also neben der reinen Kostenbetrachtung weitere handfeste Gründe, um Anwendungen wie etwa Microsofts Office-Suite Microsoft 365 direkt aus der Cloud zu nutzen.
Eine Frau in roter Bluse sitzt an einem Mac und telefoniert via Headset

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Software-as-a-Service: Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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