Mediziner im Austausch zu Smart Health

Smart Health

Smart Health oder auch eHealth beschreibt die Digitalisierung des Gesundheitswesens: von der Vorsorge über Untersuchungen bis zur Pflege und Betreuung. Moderne Technologien wie 5G machen digitale Gesundheitsangebote und einen effizienteren Umgang mit Patienten möglich. Beides verbessert ihre Lebensqualität. Ob Telemedizin, der Einsatz von Augmented Realtity bei Operationen oder digitale Patientenakten: Smart Health ist eine Revolution des Gesundheitswesens über verschiedene Bereiche hinweg.

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Grafik: 5G Störer

Die technologischen Grundlagen

Eine der wichtigsten Technologien, die Smart Health ermöglichen, ist 5G. Durch 5G sind Datenübertragungen mit Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gigabit/s möglich. So können in Echzeit Anwendungen realisiert werden, die z.B. für Augmented-Reality-Nutzung und Roboter-Einsätze bei Operationen nötig sind. Auch für Telemedizin ist 5G hilfreich. Denn damit können räumliche Distanzen zwischen einem Arzt und einem Patienten ohne Zeitverzögerung zuverlässig überbrückt werden. Neben 5G spielen Big Data und Security eine wichtige Rolle, um große Mengen an sensiblen Daten zu übertragen. Und das Internet of Things (IoT) findet auch Anwendung, z.B. beim Einsatz von Robotern bei Operationen. 

Frau schaut durch Mikroskop Frau schaut durch Mikroskop

Die Vorteile von Smart Health

Verbesserung der Lebensqualität von Patienten
Durch neue Lösungen, z.B. bei Diagnosen oder Operationen, können kranke und pflegebedürftige Menschen schneller und zuverlässiger versorgt werden.

Effizientere Versorgung auch bei räumlicher Entfernung
Auch bei einer geografischen Distanz zwischen Arzt und Patient kann durch den Einsatz von Telemedizin die optimale Versorgung sichergestellt werden.

Gesteigerte Qualität der Behandlung
Der Einsatz von Technologien zur Unterstützung eines Experten hilft, Fehlinformationen und falsche Entscheidungen zu verhindern.

Nutzung vorhandener Einsparungspotenziale
Durch die effizientere und zuverlässigere Versorgung von Patienten können Ressourcen geschont werden.

Arzt betrachtet Daten auf Tablet Arzt betrachtet Daten auf Tablet

Die Anwendungsfelder von Smart Health

Smart Health ist ein Trend, der viele Bereiche des Gesundheitswesens beeinflusst:

  • Ferndiagnosen mithilfe von Telemedizin ermöglichen die Nutzung von Expertenwissen über geografische Distanzen hinweg
  • Durch Augmented Reality können einem Arzt zusätzliche Informationen bereitgestellt werden, z.B. bei Operationen
  • Digitale Krankenakten ermöglichen die zuverlässige und sichere Speicherung großer Datenmengen
  • Künstliche Intelligenz (KI) kann bei Diagnosen verwendet werden, um die Qualität der Diagnosen zu erhöhen
  • Durch IoT können Vitalfunktionen von Patienten kontinuierlich und effizient beobachtet werden

Smart Health in der Praxis

Daten spiegeln sich in Brille

Augmented Reality in der Universitätsklinik

Mit der Universitätsklinik in Essen arbeiten wir daran, Augmented Reality bei Operationen einzusetzen. Durch Visualisierungen des Untersuchungsgegenstandes und die Bereitstellung zusätzlicher Informationen können Operationen zukünftig effizienter und zuverlässiger durchgeführt werden. Auch in anderen Bereich des Krankenhauses finden moderne Technologien Anwendung.

Gehroboter Ekso Bionics

Gehroboter von Ekso Bionics

Der Roboter ermöglicht Betroffenen mit starken körperlichen Einschränkungen wieder zu gehen. Die technologische Basis ist eine IoT-Lösung von Vodafone. Die Lösung zeigt, was in der Medizintechnik und damit im gesamten Gesundheitswesen zukünftig möglich ist.

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Fragen und Antworten zu Smart Health

  • Herausforderungen von Smart Health

    Die Digitalisierung des Gesundheitswesens bietet viele Chancen und Vorteile: z.B. ermöglicht ein intelligentes, vernetztes Gesundheitswesen die effizientere Beratung, Betreuung und Versorgung von Patienten auch über größere räumliche Distanzen hinweg. Oder den Einsatz innovativer Behandlungsmethoden mit höheren Erfolgsaussichten. Die Chancen der Smart Health Technologien enthalten aber auch Herausforderungen.

    Leistungsfähige IT-Infrastruktur: Big Data ist auch für Smart Health ein Thema. Denn die Systeme müssen Unmengen an Patientendaten wie z.B. ärztliche Gutachten, Laborbefunde, OP-Berichte, Röntgenbilder, Rezepte sowie Patientenakten erheben, verarbeiten und bewerten. Die effiziente Bearbeitung solcher Datenmengen stellt die IT-Systeme des Gesundheitswesens vor eine immense Herausforderung. Vollautomatisierte und zuverlässige digitalisierte Prozesse sind notwendig.

    Höchste Sicherheitsstandards: Auch Sicherheitsaspekte spielen für Smart Health eine zentrale Rolle: Denn Arzt- und Patientendaten wie z.B. die elektronische Gesundheitsakte sind besonders sensibel und vertraulich und müssen vor Unbefugten geschützt werden. Die IT-Infrastrukturen müssen also höchste Sicherheitsstandards erfüllen. Und jederzeit eine vertrauenswürdige und sichere Datenverarbeitung gewährleisten.

    Zuverlässige Möglichkeiten der Kommunikation: Ein Vorteil von Smart Health ist die deutlich einfachere Kommunikation zwischen Arzt und Patient in Echtzeit, z. B. mit Gesundheits-Apps. Allerdings ist der Gesundheitsapparat extrem komplex: Oft sind bei einem Krankheitsfall mehrere Ärzte beteiligt, falls eine Operation notwendig ist kommt zusätzlich ein Krankenhaus ins Spiel. Und in der Regel sind auch mehrere Kranken- und Pflegeversicherungen beteiligt. Die reibungslose und ganzheitliche Vernetzung zwischen den Beteiligten und der sichere, digitale Datenaustausch sind Herausforderungen, die ein intelligent vernetzter Gesundheitsapparat stemmen muss.

    Lösungen für alle Altersklassen: Eine weitere Herausforderung ist, Menschen älterer Generationen, die wenig Erfahrung dem mobilen Internet übers Smartphone haben, in Smart Health Prozesse einzubinden. Hier gilt es, Lösungen zu schaffen, die für Transparenz und Vertrauen bei allen Altersgruppen sorgen. Und die Kommunikations- und Behandlungsprozesse erleichtern.
     

  • Was ist Smart Health?

    Damit die digitalen Gesundheitsangebote effektiv von Patienten, Ärzten und Krankenkassen genutzt werden können, muss eine Reihe von Merkmalen erfüllt sein. Eine sichere digitale und individuelle Kommunikation zwischen den einzelnen Beteiligten mit Apps oder Messenger-Systemen ist die Grundvoraussetzung. Apps eignen sich auch für Diagnose-Stellungen oder digitale Therapie-Angebote. Die Nutzung des mobilen Internets ist also einer der wichtigsten Faktoren – allerdings nutzt heute vermutlich schon ein Großteil der Patienten mobiles Netz via Smartphone, Laptop oder Tablet.

    Weitere Voraussetzungen sind intelligente, vernetzte medizinische Geräte, die eine hochwertige und zuverlässige Behandlung ermöglichen. Und leistungsfähige IT-Infrastrukturen und -Systeme, die die Massen von Patientendaten effizient verarbeiten und analysieren können. Damit wird der schnelle Datenaustausch innerhalb des gesamten Gesundheitsapparates ermöglicht.

  • Funktioniert Smart Health komplett automatisiert?

    Im Rahmen von Smart Health bieten Big Data- und KI-Modelle eine vollkommen neue Möglichkeit zur Datenerfassung und -Analyse. Und sie können massenweise Krankheitsdaten und -verläufe miteinander vergleichen. Gewisse medizinische Geräte sind schon jetzt in der Lage, Behandlungen vollautomatisiert durchzuführen und sich sogar selbstständig zu warten.

    Ärzte werden durch Smart Health selbstverständlich nicht ersetzt. Die Patienten-Betreuung, Behandlung und die endgültige Entscheidung für geeignete Therapien liegenweiter in menschlicher Hand. Anlagen mit künstlicher Intelligenz können bei Operationen zwar unterstützen und auch Teil-Behandlungen selbstständig ausführen, aber gerade komplexe Eingriffe liegen im Verantwortungsbereich von Ärzten. Auch im Bereich der Kranken- und Pflegeversicherungen ist menschliches Personal notwendig.

    Smart Health erleichtert in erster Linie die Kommunikation aller Beteiligten. Sie ermöglicht neue Erkenntnisse dank des vereinfachten digitalen Zugriffs auf Millionen Patientenakten und führt zu einer deutlichen Kostenreduktion, weil vorhandene Ressourcen geschont und nachhaltiger eingesetzt werden können. 

  • Chancen von Smart Health

    Die zentralen Vorteile von Smart Health sind: Schnellere und effizientere Patientenversorgung. Eine höhere Behandlungsqualität bei gleichzeitigen Einsparpotenzialen. Und alle Daten digital in der elektronischen Gesundheitsakte zu erfassen. Innovative Big Data- und IoT-Lösungen bieten noch weitere Chancen und Ausbaupotenziale für das Gesundheitswesen.

    So können durch neue digitale Informationsstrukturen deutlich mehr relevante Daten gesammelt, analysiert und mit anderen Krankheitsfällen und Behandlungsmethoden verglichen werden. Das ermöglicht eine viel individuellere Beratung, Betreuung und Behandlung von Patienten, als bisher denkbar. Standardisierte Methoden könnten im Zuge personalisierter Therapiemöglichkeiten durch effizientere Einzel-Behandlungen abgelöst werden. Dies könnte auch Veränderungen innerhalb der Pharmaindustrie zur Folge haben: So können kosteneffizient individuellere Medikamente hergestellt werden und bei Krankheitsfällen müssten nicht die üblichen, gleichen Medikationen verschrieben werden.

    Auch die Qualität medizinischer Anlagen und digitaler Instrumente kann mithilfe von 5G- und künstlicher Intelligenz-Technologien optimiert werden, sodass eine vollautomatisierte Wartung und Reparatur (ähnlich wie bei den Maschinen einer Smart Factory) denkbar ist.