Mann nutzt AR-Brille

Festo: Virtual-Reality-Lerninhalte aus der Edge-Cloud

Das global agierende Familienunternehmen Festo ist Experte für die Prozess- und Fabrik-Automatisierung. Mit der 5G und Multi-Access-Edge-Computing-Infrastruktur entwickelt das Unternehmen jetzt eine virtuelle Trainings-Plattform, mit der Kund:innen neuen Maschinen oder Motoren mit entsprechender Hardware in der virtuellen Realität optimal einsetzen und steuern können.

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Steckbrief Branche: Industrielle Automatisierungstechnik und technische Bildung

Ready Business-Lösung:
5G, Distributed MEC mit AWS

  • Der Kunde

    Die Festo SE & Co. KG ist gleichzeitig Global Player und unabhängiges Familienunternehmen mit Sitz in Esslingen am Neckar. Sie ist der weltweit führende Anbieter von Automatisierungstechnik und technischer Bildung. Im Zuge der Digitalisierung richtet sich das Unternehmen mit seinen Produkten und Services auf die smarte Produktion der Zukunft aus. 

    Die Festo Didactic SE bringt Mitarbeitenden, Kund:innen, Studierenden und Auszubildenden Automatisierungstechnik in industriellen Aus- und Weiterbildungsprogrammen näher. Dafür nutzt sie weltweit umfassende digitale und physische Lernlösungen – und setzt dabei schon seit einiger Zeit auch auf Virtual Reality. Und zwar nicht nur für die Weiterbildung, sondern auch für interne Produktschulungen, Einführung von Neuheiten im Simultaneous Engineering, der verteilten gleichzeitigen Produktentwicklung, Montage- und Layout-Planungen und ihre detaillierte Analyse und Optimierung, Sicherheitsabnahmen und vieles mehr. Das Unternehmen nutzt dafür VR-Brillen und spezielle Software.

  • Die Aufgabe

    Fürs Rendering der Inhalte braucht Festo leistungsstarke Rechner. Diese sind bislang ein Flaschenhals – ebenso wie die VR-Brillen, die an Rechner gebunden sind. Ein weiterer Nachteil: Die leistungsstarke und teure Hardware steht zu 90 % der Zeit ungenutzt herum. Denn in der Regel können Mitarbeitende diese speziellen Rechner nicht als Arbeitslaptop nutzen.

    Mit einem Proof of Concept untersuchte Festo die Möglichkeit, die lokalen Rechenleistungen für die Erzeugung von VR-Inhalten in eine Edge Cloud auszulagern. Die Headsets sollten über das öffentliche 5G- oder 4G-Mobilfunknetz angebunden werden. 

  • Die Lösung

    Für den Proof of Concept stellte Vodafone eine Testinstanz der Rendering-Engine in seinen Innovation Park Labs in Düsseldorf und eine öffentlich zugängliche Cloud. Die encodierten VR-Inhalte werden übers Mobilfunknetz zu den kabellosen VR-Brillen gestreamt. Bei einer späteren netzweiten Einführung dieser Lösung lassen sich die Recheninstanzen über das Vodafone-Netz anbinden. Diese Anbindung basiert auf der Vodafone-Lösung Distributed Multi-Access Edge Computing mit Amazon Web Services.

  • Der Nutzen

    Die Lösung macht den Einsatz von VR skalierbar. Das Streaming funktioniert als zukunftsträchtige Rendering-Alternative. So werden Investitionsausgaben, CapEx, zu laufenden Betriebsausgaben, OpEx, umgeschichtet – und das im mittleren 2-stelligen Prozent-Bereich. 2 weitere Vorteile: Die Lösung deckt den pandemiebedingten steigenden Bedarf an virtuellen Trainingsangeboten und leistet einen positiven Beitrag fürs Klima durch deutlich weniger Reisen.