Webseiten-Optimierung: So verbessern Sie Ihr SEO-Ranking

Digitales Business

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Datum 18.01.2019
Lesezeit 7 Min.

Webseiten-Optimierung: So verbessern Sie Ihr SEO-Ranking

Wenn Ihre Website in Suchmaschinen wie Google möglichst gut gefunden werden soll, müssen Sie die wichtigsten SEO-Faktoren nicht nur kennen, sondern auch optimal abbilden. Dabei geht es um weit mehr als nur geeignete Keywords, sondern vor allem um den dargebotenen Content an sich und dessen Darstellung. Wir zeigen Ihnen, worauf es wirklich ankommt.

Für die meisten geschäftlichen Aktivitäten ist es heutzutage immens wichtig, dass die eigene Webseite in Suchmaschinen wie Google gefunden wird, und zwar möglichst auf der ersten Seite der Suchergebnisse. Die Suchmaschine Google war die weltweit erste, die das sogenannte PageRank-Verfahren eingeführt hat. Dieses basiert auf der Grundannahme, dass Webseiten (oder einzelne Artikel), auf die viele andere Seiten verweisen, einen hohen Wert für den Leser haben. Schon längst werden Webseiten aber nicht mehr nur nach derartigen Backlinks und den dargestellten Inhalten bewertet, sondern nach einer ganzen Reihe von Faktoren: Darunter auch, wie es um Responsivität, Aktualität und den inhaltlichen Fokus der Gesamtseite bestellt ist.

 

SEO und Ranking-Optimierung: Das steckt hinter dem Begriff

Erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung („Search Engine Optimization”, SEO) sorgt dafür, dass Ihre Website für bestimmte Suchbegriffe möglichst weit oben in den Suchergebnissen erscheint, ohne dass Sie für diese Platzierungen bezahlen. Wenn Sie sich bei der Vermarktung Ihres Angebots also nicht auf Online-Werbemaßnahmen wie Suchmaschinenwerbung (SEA) und Bannerschaltungen allein verlassen wollen, sollten Sie für ein optimales „organisches” Suchmaschinen-Ranking Ihrer Web-Inhalte sorgen.

Webseiten, die nicht unter den ersten Ergebnissen der Suchmaschinen landen, werden meist gar nicht erst angeklickt. Erscheint Ihre Website also „weiter hinten” in den sogenannten SERPs („Search Engine Result Pages”), bekommt sie über Suchmaschinen deutlich weniger Aufmerksamkeit – und generiert damit auch weniger Umsatz. Der Begriff „Suchmaschinenoptimierung” bezeichnet also die Summe derjenigen Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Ihre Inhalte optimal auffindbar zu machen. Dabei geht es nicht ausschließlich um Google, doch der Suchmaschinenbetreiber setzt als Marktführer die Benchmarks, an denen sich letztlich auch die anderen Anbieter orientieren.

Wie gelingt also in der Praxis ein gutes, organisches Ranking?

 

HTTPS, Performance und das CMS: Technische Voraussetzungen für ein gutes Ranking

Damit Ihre Website optimal funktioniert, schnell lädt und zu jeder Zeit verfügbar ist, muss natürlich die zugrundeliegende Technik stimmen. Eine performante Anbindung der Website über eine Cloud oder eine leistungsfähige und skalierbare Serverarchitektur sind somit Pflicht.

Des Weiteren sollte Ihre komplette Website dem modernen, verschlüsselten HTTPS-Standard entsprechen. Ohne HTTPS wird sie von Suchmaschinen möglicherweise als „nicht sicher” eingestuft und schneidet auch im Ranking schlechter ab.

Moderne Content-Management-Systeme unterstützen Sie außerdem nicht nur darin, den notwendigen HTML-Code für Ihre Website zu erzeugen, sondern sorgen auch für die passende Informationsarchitektur im Hintergrund.

Diese sollte so gestaltet sein, dass sowohl Suchmaschinen als auch Anwender die dargebotenen Informationen über die Navigationselemente und die Suchfunktion optimal auffinden können.

 

Mobile First: Die Bedeutung von Responsivität für Suchmaschinen

In 2017 surften bereits mehr als 40 Prozent aller Nutzer in Europa via Smartphone oder Tablet und nicht stationär an Laptop oder PC (Quelle: Statista). Suchmaschinen berücksichtigen diesen Faktor und bewerten eine gute Darstellung auf mobilen Endgeräten positiv. Daher lautet das Grundprinzip für modernes Webdesign „Mobile First”: Die Gestaltung geht dabei vom kleinsten Bildschirm aus und man entwickelt erst im zweiten Schritt das Design für größere Bildschirmformate.

Sie schließen nicht nur wichtige Nutzergruppen aus, wenn Ihre Seite auf bestimmten Geräten nicht gut funktioniert: Sie schneiden auch in den Suchmaschinenergebnissen schlechter ab. Für eine responsive Webseite brauchen Sie eine moderne Seitenstruktur auf Basis von CSS3 und eventuell JavaScript, welche die Ansicht der Webseite anpasst und eine fehlerfreie Funktion auf allen Endgeräten sicherstellt. Alternativ können Sie auch mehrere Versionen derselben Seite für verschiedene Endgeräte anbieten (adaptives Design), müssen diese dann aber separat auf dem neuesten Stand halten.

 

Den richtigen Fokus finden: So wählen Sie optimale Keywords aus

Ein sogenanntes Fokus-Keyword spiegelt die Suchanfrage wider, über die ein Nutzer zu Ihrer Seite geführt werden soll. Es besteht dabei häufig aus mehreren Wörtern. Je spezifischer das Keyword ist, desto genauer treffen Sie die Suchintention eines Nutzers. Wichtig ist: Suchmaschinen erkennen auch Synonyme und verwandte Suchbegriffe. Diese sollten also auch zur Optimierung verwendet werden. In der Praxis erleichtert dies das Verfassen von unterhaltsamen, gut lesbaren Texten, da beispielsweise nicht nur von „Autos”, sondern auch von „Kraftfahrzeugen”, „Automobilen” oder „Pkw” gesprochen werden kann.

Bevor Sie Inhalte für Ihre Webseite schaffen, sollten Sie sich über das Ziel klar sein – wollen Sie einen Artikel im Onlineshop beschreiben oder soll ein Informationsangebot bereitgestellt werden? Für welche Frage eines Internetnutzers bieten Sie die passende Antwort? Hierbei hilft Ihnen beispielsweise der kostenlose Google-Keyword-Planner weiter. Alternativ kommen auch Drittanbieter-Tools wie UberSuggest, keywordtool.io oder SEMRush in Frage, die aber teilweise recht komplex aufgebaut und auch kostenpflichtig sind.

Mit Hilfe solcher Tools erhalten Sie nicht nur eine Einschätzung, wie viele Suchanfragen Ihr gewünschtes Keyword in einem bestimmten Zeitraum erhalten könnte, sondern auch, wie viel Konkurrenz durch andere Webseiten Sie hier zu erwarten haben. Ist die Konkurrenz für eine Suchwortkombination wie etwa „Waschmaschine kaufen” zu hoch, kann es sinnvoll sein, speziellere Keywords zu wählen, die noch genauer zu Ihrem Angebot passen. Möglicherweise ist das Suchvolumen für „gebrauchte Waschmaschine mit Garantie kaufen” gering, aber wenn genau das Ihr Angebot widerspiegelt, wird Ihre Seite von den richtigen Interessenten gefunden.

Und noch ein wichtiger Hinweis: Eine Website sollte immer nur einen bestimmten Fokus haben. Falls Sie also einen Blumenladen betreiben, sollten Sie auf Ihrer Webseite nicht über Reisen schreiben, nur weil das möglicherweise ein beliebter Suchbegriff ist.

 

EAT und YMYL: Subjektive Faktoren spielen ebenfalls eine wichtige Rolle für das Ranking

Seit einiger Zeit spielen subjektive Faktoren eine immer größere Rolle bei der Webseitenoptimierung. Das bedeutet, Google und Co. bewerten, welche Meinung Nutzer zu den Inhalten Ihrer Seite haben und welche „Autorität” Ihre Website besitzt. Umso wichtiger ist es, dass die Inhalte, die Sie anbieten, vom Leser als nützlich und wertvoll erachtet werden. Erleichtern Sie Suchmaschinen die Arbeit, dies einzuschätzen, indem Sie beispielsweise anbieten, einen Artikel bewerten zu lassen. Außerdem spielen Faktoren wie die Lesbarkeit eine Rolle, sowie die Nützlichkeit und der Kontext, in dem eine (Unter-)Seite steht.

Die Abkürzung „EAT” steht dabei für „Expertise, Authority and Trust”. Ein hoher EAT-Wert ist ein wichtiges Signal für Google und verdeutlicht, dass Leser Ihrem Angebot vertrauen. Insbesondere sollten Sie ein Angebot bereithalten, das sich in Ihrem Kerngeschäft von dem der Wettbewerber positiv abhebt und sich möglichst nur auf dieses fokussiert. Positive Bewertungen anderer Leser liefern hierzu wichtige Signale auch an die Suchmaschinen.

Bei sogenannten „YMYL” („Your Money Your Life”)-Seiten ist dieser Faktor besonders wichtig: Immerhin könnten sich falsche Empfehlungen Ihrerseits negativ auf die finanzielle Situation, die Gesundheit, das allgemeine Wohlbefinden oder die Sicherheit der Suchenden auswirken.

Achten Sie weiterhin darauf, dass die dargebotenen Informationen immer auf dem neuesten Stand sind. Ihre Website sollte außerdem eine möglichst geringe Absprungrate und eine möglichst hohe Verweildauer aufweisen. Diese Faktoren können Suchmaschinen ebenfalls erfassen und für die Bewertung Ihrer Seite heranziehen.

Welche KPIs Sie bei Ihrer Website noch optimieren sollten und wie das geht, erfahren Sie von uns in einem separaten Ratgeber.

 

OnPage-Optimierung: Relevante Inhalte („Content”) richtig platziert

Eine klare Struktur und eindeutige Benennung aller Elemente hilft nicht nur den Besuchern Ihrer Webseite, sondern genauso den Suchmaschinen. Auch inhaltliche Klarheit ist gefordert – das Thema ist komplex, daher finden Sie hier im Folgenden eine kurze Zusammenfassung wichtiger Aspekte zur OnPage-Optimierung.  

Die drei wesentlichen Suchintentionen

Welche Suchintention Google oder andere Suchmaschinen für Ihr Keyword im Einzelfall unterstellen, erfahren Sie, indem Sie Ihr Keyword in die Websuche eingeben und sich ansehen, welche Art von Ergebnissen hier vorwiegend erscheint und welche möglichen „Fragen” der Suchenden diese beantworten. Mögliche Suchintentionen sind:

  • Informational: Der Nutzer ist auf der Suche nach Informationen zu einem bestimmten Thema oder erwartet eine Antwort auf eine konkrete Frage (wichtig für Content Marketing)
  • Transactional: Der Suchende möchte etwas bestimmtes kaufen (typisches Keyword: „iPhone X kaufen”) oder eine andere Aktion direkt durchführen (z.B. etwas herunterladen oder ein Video ansehen). Diese Art von Keyword ist wichtig für Ihren Online-Shop und wird wegen der starken Konkurrenz häufig über SEA (bezahlte Suchmaschinenwerbung) bedient.
  • Navigational: Der Nutzer möchte zur Website eines bestimmten Anbieters gelangen. Ein typisches Keyword wäre hier „Vodafone website”.

Natürlich gibt es auch Mischformen, bei denen die Suchergebnisse keinen klaren Rückschluss auf die zugrundeliegende Suchintention erlauben. In diesem Fall sollten Sie herausfinden, welche Intention überwiegt und eventuell ein anderes, eindeutigeres Keyword wählen.

Eine Produkt-Präsentationsseite in einem Onlineshop etwa sollte in übersichtlicher Form alle wesentlichen Produktmerkmale auflisten. Richtig benannte, aussagekräftige Bilder oder Produktvideos, interaktive Bewertungselemente und Erfahrungsberichte verbessern besonders auf Shopseiten das Ranking.

Falls Sie dagegen Ihre Markenkommunikation mit einer Informationsseite (Content-Marketing) unterstützen wollen, sollte sie nützliche und relevante Informationen enthalten, die Ihre Kompetenz unterstreichen. Die Beiträge sollten zudem einzigartig sein: Falls Sie beispielsweise ein Architekturbüro betreiben, verwenden Sie nicht einfach Texte zur Energiesparverordnung, sondern veröffentlichen Sie gegebenenfalls eigene Gedanken zum Thema und nützliche Zusatzinformationen zu verwandten Bereichen.

Der Content sollte außerdem innerhalb endlicher Zeit (maximal drei bis fünf Minuten Lesezeit) erfassbar sein und Ihren Kunden einen Mehrwert bieten. Achten Sie darauf, aussagekräftige Zwischenüberschriften zu verwenden, die den Leser wie in einer Art Inhaltsverzeichnis durch den Text führen.

Sämtliches Bild- und Videomaterial, aber auch Ihre Seite selbst, sollte nun noch mit den passenden, sogenannten Meta-Tags versehen werden. Mindestens das Title-Tag, die Beschreibung und ein Alternativtext sind bei Bildern Pflicht:

  • Title Tag: Die Überschrift oder auch H1 im HTML-Quellcode
  • Beschreibung: Die Description wird bei Suchtreffern angezeigt und sollte den Inhalt der Seite kurz zusammenfassen
  • Alternativtext: Dieser wird angezeigt, wenn das Bild nicht geladen werden kann

Auch korrekt dargestellte und aussagekräftige Meta-Beschreibungen Ihrer Inhalte sind für Ihre Webseite unverzichtbar. Als Richtwert gilt, dass das Title-Tag jeder einzelnen Unterseite nicht länger als etwa 70 Zeichen sein sollte. Ist das Title-Tag zu lang, wird es in der Google-Ansicht nicht vollständig dargestellt und verliert damit seinen Informationswert. Aus demselben Grund sollte die Kernaussage der Meta-Beschreibung für einen Text nicht mehr als etwa 150 bis 155 Zeichen umfassen. Falls Sie nach der Veröffentlichung der Inhalte feststellen, dass Title-Tag oder Meta-Description durch “…” abgeschnitten werden, sollten Sie die Länge anpassen.

Überprüfen Sie am Ende, ob alle Verlinkungen innerhalb der Seite und nach außen funktionieren, um sogenannte „Broken Links” zu vermeiden (Verweise, die zu einer Fehlerseite führen).

Video: YouTube / explain-it Erklärvideos

OffPage-Optimierung: Externe Links sind ebenfalls wichtig

Auch externe Faktoren beeinflussen das Ranking Ihrer Inhalte. Je mehr externe Links von anderen Quellen auf Ihre Seite verweisen, umso besser wird Ihre Seite von Suchmaschinen bewertet und als relevant eingestuft. Neben der Anmeldung Ihrer Seite in Branchenverzeichnissen kommt hier auch eine gezielte Ansprache anderer Webseitenbetreiber in Frage.

Sorgen Sie weiterhin dafür, dass Ihr Unternehmen in den gängigen sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram vertreten ist. Damit schaffen Sie nicht nur mehr Kundennähe, sondern erhalten außerdem mehr „externe” Erwähnungen und somit Links auf Ihre Website. Welche Netzwerke Sie nutzen sollten, hängt von Ihrer Zielgruppe und Ihren Inhalten ab. Denken Sie dabei auch daran, dass Auftritte auf sozialen Plattform permanent betreut werden müssen.

 

SEO-optimale Websites erstellen: Das Wichtigste in Kürze

  • Eine SEO-optimale Website beschäftigt sich auf jeder Unterseite nur mit jeweils einem bestimmten Thema.
  • Wählen Sie Keywords aus, die zu Ihrem Angebot passen und optimieren Sie konsequent auf diese.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Keywords die jeweilige Suchintention geeignet abbilden und es nicht zu viel Konkurrenz um genau dieses Keyword gibt.
  • Halten Sie die angebotenen Informationen stets aktuell und auf allen Geräten optimal abrufbar bereit.
  • Messen Sie regelmäßig die SEO-Performance Ihrer Website mit geeigneten Tools und führen Sie notwendige Optimierungen durch.

 

Welche Faktoren halten Sie im Bereich der Suchmaschinenoptimierung für besonders entscheidend? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.

 

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