Vodafone-Netzausbau: Der Stand der Dinge

Technologie

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Datum 05.01.2020
Lesezeit 7 Min.

Vodafone-Netzausbau: Der Stand der Dinge

Vodafone treibt den Netz-Ausbau in Deutschland weiter für seine Kunden voran. Um das Land für die digitale Zukunft zu rüsten, baut der Telko-Konzern seine Netze unter der Erde und in der Luft kontinuierlich aus. Mit dem ersten 5G-Handy-Netz in Deutschland wurde ein bedeutender Meilenstein in der Geschichte des Vodafone-Netzes erreicht. Die Übernahme des Kabelnetzbetreibers Unitymedia wiederum sichert Vodafone vorderste Plätze beim Thema Gigabit-Internet im Festnetzbereich. Wir verraten Ihnen die neuesten Fakten zum Vodafone-Netz.

Das neue 5G-Zeitalter in Deutschland ist eingeläutet: Mit dem ersten 5G-Handy-Netz, ersten 5G-Endgeräten und den passenden 5G-Tarifen. Immerhin gibt es viel zu tun: Nicht nur der Mobilfunk-Ausbau schreitet immer schneller voran. Nach der Unitymedia-Übernahme Ende 2019 avanciert Vodafone sukzessive zu einem der größten Kabelnetzbetreiber in ganz Europa. Seit 2018 informiert Vodafone mit der Reihe „Netbeats“ noch detaillierter über den Puls seiner Lebensadern.

 

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Vodafone startet erstes 5G-Netz in Deutschland

Als erster Netzbetreiber startet Vodafone ein kommerzielles 5G-Netz in deutschen Städten. Dafür wurden nicht nur Mobilfunkmasten in fünf Großstädten aufgestellt, sondern auch in den kleineren Gemeinden Birgland in Bayern, Lohmar in Nordrhein-Westfalen und in Hattstedt, Nordfriesland. „Wir wollen mit den ersten 5G-Stationen noch besser verstehen, wie und wo unsere Kunden 5G tatsächlich nutzen, um den Ausbau noch besser an die Bedürfnisse unserer Kunden anzupassen“, sagt dazu Vodafone CEO Hannes Ametsreiter.

Nun hat Vodafone mehr als 60 5G-Antennen an den ersten 25 Stationen in seinem Netz aktiviert und mit den schon jetzt verfügbaren 3,5 Gigahertz-Frequenzen bringt Vodafone 5G zu seinen Kunden. Bis Ende August werden weitere 5G-Stationen in Berlin, Bremen, Dresden, Darmstadt, Leipzig, Mühlheim an der Ruhr und Frankfurt folgen. Dann werden mehr als 50 Mobilfunk-Stationen im 5G-Netz von Vodafone funken. Bis Ende 2020 sollen 10 Millionen Menschen ans 5G-Netz angeschlossen sein. Bis Ende 2021 bringt Vodafone 5G zu rund 20 Millionen Menschen in Deutschland.

Doch damit nicht genug: Ab sofort können Kunden das neue Vodafone-Netz mit den ersten 5G-Smartphones und mit den ersten mobilen 5G-Routern nutzen. Ab dem 17. Juli stehen Kunden das Huawei Mate 20 X 5G und das Samsung Galaxy S10 5G zur Verfügung. Zeitgleich gehen auch die ersten 5G-Tarife von Vodafone an den Start. Geschäftskunden mit den Tarifen Red Business+ und Red Business Prime können die 5G-Option einfach hinzubuchen.

 

Vodafone steuert fahrerlosen Zug per 5G

Video: YouTube / Vodafone Deutschland

 

Mobilfunk-Ausbau: Der LTE-Ausbausprint ist in vollem Gange

Im Jahr 2019 brachte Vodafone LTE vor allem in ländlichen Regionen deutlich voran. Seit Jahresbeginn und bis Mitte des Jahres 2019 haben Vodafone Techniker 2.700 LTE-Bauprojekte realisiert . So wird das schnelle Mobilfunknetz auf einer Fläche von 8.000 Quadratkilometern erstmals verfügbar. Vodafone versorgt nun 94,5 Prozent aller Menschen in Deutschland mit LTE. Seit Jahresbeginn 2019 hat Vodafone 1,3 Mio. weiteren Menschen den Zugang zum LTE-Netz ermöglicht. 2.600 weitere LTE-Bauprojekte folgen bis zum Ende des Geschäftsjahres im März 2020.

 

Weniger Gesprächsabbrüche – auch für Reisende mit Zug und Auto

Auch die Zahl der Gesprächsabbrüche hat Vodafone im vergangenen Jahr weiter um 20 Prozent verringern können. Von den täglich 78 Millionen Telefonaten sind 99,65 Prozent erfolgreich. Somit wurden rund 60.000 weniger Gespräche abgebrochen als im Vorjahr. Zugleich telefonieren immer mehr Kunden dank Vodafone Crystal Clear netzübergreifend in kristallklarer Sprachqualität. Bis Ende des Jahres soll LTE auch überall an deutschen Autobahnen und ICE-Strecken verfügbar sein. In den letzten Monaten haben die Vodafone-Techniker auf 13.000 Kilometern Autobahn bereits jedes fünfte LTE-Loch geschlossen. Entlang der ICE-Strecken ist das Highspeed-Netz bereits zu 92 Prozent verfügbar. Auch hier können Reisende rund 12.000 Gesprächsabbrüche weniger verbuchen als noch im Vorjahr.

 

Glasfaserausbau für Gigabit-Städte – Gigabit-Ausbau im Kabel-Glasfasernetz schreitet voran

Die EU-Kommission hat Ende 2019 grünes Licht für die Übernahme von Unitymedia durch Vodafone gegeben. Davon werden Millionen Kunden in Deutschland profitieren. In den nächsten drei Jahren bringt Vodafone Gigabit-Anschlüsse für 25 Mio. Haushalte in Deutschland: Zwei Drittel aller Deutschen erhalten so Zugang zum Gigabit-Netz. Doch auch ohne die Übernahme des großen Kabelnetzbetreibers mit Sitz in Köln treibt Vodafone den Gigabit-Ausbau mit dem modernen Kabel-Glasfasernetz voran. In gerade einmal neun Monaten hat Vodafone Gigabit-Anschlüsse für 9,3 Mio. Haushalte in 12 Bundesländern gebaut. Mit der Übernahme von Unitymedia wird Vodafone das Gigabit in allen Bundesländern anbieten können. Damit wird das Kabel-Glasfasernetz von Vodafone zum wichtigsten Baustein bei der Erreichung der Gigabit-Ziele in Deutschland.

 

Die neue Multilayer-Technologie von Vodafone

Video: YouTube / Vodafone Deutschland

 

 


Kooperationen als Schlüssel zum Ausbau: Best Practice-Verfahren in Metzigen und Werdohl

Speziell in ländlichen Regionen ist und bleibt der konsequente Ausbau des Gigabit-Netzes eine Herausforderung. Gehandelt haben Unitymedia und Tele Columbus gemeinsam in den baden-württembergischen Gemeinden Mötzigen, Gäufelden und Bondorf. Die beiden Unternehmen kooperieren und können so rund 6.300 Haushalte über das HighSpeed-Kabelnetz mit digitalem Fernsehen der Tele Columbus Marke PŸUR sowie Internet und Telefon versorgen.

„Die Kooperation zwischen Tele Columbus und Unitymedia (heute Vodafone) ist die schnellste und wirtschaftlichste Möglichkeit, den Kunden von PŸUR auch eine leistungsfähige Datenanbindung zur Verfügung zu stellen“, so Mike Spottke von Tele Columbus. „Wir freuen uns über die neuen Möglichkeiten, die dies den von uns versorgten Haushalten eröffnet.“

1,2 Millionen Euro hat Unitymedia vor einigen Jahren investiert, um die drei Gemeinden in Baden-Württemberg an sein COAX-Glasfasernetz anzuschließen. Dazu gehörte auch der Austausch verschiedener Verstärkerpunkte durch rückkanalfähige Module mit einer möglichen Bandbreite von bis zu 862 MHz. Diese Modernisierungsmaßnahmen haben sich voll und ganz gelohnt. Denn jetzt können die Bewohner in Mötzingen, Gäufelden und Bondorf mit bis zu 400 Megabit pro Sekunde im Download streamen, surfen oder Smart-Home-Anwendungen nutzen. Damit sind sie bereits für die Zukunft bestens ausgestattet – egal, ob die durch die Politik gesetzten Digitalisierungsquoten in Deutschland erreicht werden oder nicht.

Ein ähnliches Bild zeigt sich im sauerländischen Werdohl: Wer als Vermieter seine Immobilien attraktiv halten und zukunftsfest machen will, kommt an schnellem Internet nicht vorbei. Die Wohnungsgesellschaft Werdohl, unter der Leitung von Geschäftsführer Ingo Wöste, zeigt sich als Vorreiter und modernisiert die Haustechnik ihrer Bestände:

„1400 Wohnungen wollen wir umrüsten. Dafür lassen wir neue Koaxialkabel verlegen, die eine größere Bandbreite für Internet, Telefon und Fernsehen mitbringen.“

Beim Thema schnelles Internet kennen Mieter schließlich kein Pardon: Das gehört inzwischen zur Wohnung wie Strom, Wasser und Gas. Ein immer wichtigerer Faktor bei der Wahl einer neuen Wohnung ist auch, wie sie angeschlossen ist. Das ist insbesondere auf dem Land ein Thema. Ingo Wöste ist überzeugt, dass durch die Modernisierung seine Bestände attraktiver für Bewohner und Gewerbe werden – und damit der gesamte Raum Werdohl aufgewertet wird. Die Nachfrage ist da und die Investition wird sich für die Wohnungsgesellschaft Werdohl langfristig lohnen – topmoderne Wohnungen sind auf dem Wohnungsmarkt gefragter denn je.

Insoweit ist die Frage nach dem konsequenten Netzausbau häufig nicht nur Sache des Betreibers – sondern auch der Gemeinden oder Immobilienverwalter, um die es geht.

 

Wertvolle Hilfe beim Ausbau: Das DigiNetz-Gesetz

2016 wurde von der Bundesregierung ein Gesetz beschlossen, das den Ausbau digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze erleichtern soll: das DigiNetz-Gesetz.

Es ermöglicht, dass bei Tiefbauarbeiten etwa für Strom-, Wasser- oder Gasleitungen Glasfaser mitverlegt wird und die Straße nicht zweimal aufgerissen werden muss. Auch bei Baustellen zur Erschließung von Neubaugebieten oder Verkehrswegen können Synergien geschlossen werden, um Kosten und Aufwände zu sparen. Die Wohnungsgesellschaft Werdohl habe etwaigen Ansprüchen der Mieter vorgegriffen, erklärt Ingo Wöste, indem sie bei ihren Modernisierungsarbeiten nicht nur Koaxialkabel, sondern auch gleich Glasfaserkabel mitverlegen ließen.

 

Maschinennetz für Sensoren auf dem Feld und in der Industrie

Das Maschinennetz Narrowband-IoT ist speziell für die strom- und kostensparende Vernetzung von Sensoren optimiert – beispielsweise für Industrie und Landwirtschaft. Im Herbst funkt das Netz speziell für das Internet der Dinge auf einer Fläche von rund 95 Prozent in Deutschland. Dafür aktivieren die Vodafone-Techniker spezielle Module an den bestehenden LTE-Stationen. Aktuell versorgt Vodafone 83 Prozent der Fläche in Deutschland mit dem Maschinennetz.

 

„Mein Vodafone”: Kunden liefern per App Hinweise für die gezielte Netzoptimierung

Um den Netzausbau genau an den Orten voranzutreiben, wo schneller Internet-Zugang am dringendsten benötigt wird, nutzt Vodafone ein spezielles Messverfahren in Zusammenarbeit mit den Kunden. Durch dieses sogenannte „Crowd Sourcing“ erhalten die Netz-Experten unter anderem wertvolle Hinweise darauf, wo der LTE-Ausbau auch in ländlichen Regionen vorangebracht werden muss. Schließlich sollen langsame Ladezeiten beim Surfen und Gesprächsabbrüche bald flächendeckend der Vergangenheit angehören. Über die MeinVodafone-App für iOS und Android haben bereits Millionen Vodafone-Kunden mehr als 7,5 Milliarden Messwerte geliefert. Diese Anhaltspunkte geben nicht nur Orientierung für die künftige Netzplanung, sondern ziehen bereits eine erfreuliche Bilanz.

 

Hotline-Testsieger für Chip – bester Mobilfunktarif für WirtschaftsWoche

Nicht nur mit Blick auf Netbeats kann Vodafone im letzten Jahr positive Ergebnisse verbuchen. 2018 gingen die Düsseldorfer beim Neukunden-Hotline-Test von Chip und dem Marktforschungsunternehmen Statista als Testsieger in der Branchenkategorie „Festnetz-/Internetprovider“ hervor. Auch das Deutsche Kundeninstitut (DKI) bewertete im Auftrag der WirtschaftsWoche sechs Mobilfunkanbieter in rund 180 Einzelkriterien und fand den besten Mobilfunktarif für Vieltelefonierer sowie Geschäftsreisende.

Mit Netbeats waren die Düsseldorfer den Mobilfunk-Tests der großen Fachmagazine schon einen Schritt voraus. Der Gigabit-Konzern gewinnt nicht nur kontinuierlich wertvolle Hinweise für die gezielte Netzoptimierung, sondern hat handfeste Zahlen, die zeigen, wie es tatsächlich beim Netzausbau vorangeht – nämlich ziemlich gut.

 

 

Video: YouTube / Vodafone Deutschland

 

 

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