Es gibt unterschiedliche Verfahren, um IoT-Hardware an Ihr Unternehmensnetz anzubinden. Die wichtigsten stellen wir Ihnen in den folgenden Abschnitten vor.
Das Standard-SIM-Verfahren (Mini-SIM, Micro-SIM oder Nano-SIM)
Hier rüsten Sie Ihre vorhandene Hardware einfach mit einer SIM-Karte aus. Je nach gewähltem oder vorhandenem Karten-Slot brauchen Sie eine Mini-SIM (2FF), Micro-SIM (3FF) oder Nano-SIM (4FF), also die Größen, die bei einer Multi-SIM ohnehin integriert sind.
Der Industrial-SIM-Chip (DFN-8)
Sie planen, Maschinen oder Anlagen zu vernetzen, die unter besonderen Umwelt- oder Einsatzbedingungen arbeiten? Dann sollten Sie über einen industriell gefertigten SIM-Chip nachdenken. Er lässt sich fest installieren, arbeitet in extremen Temperaturbereichen von minus 40 bis plus 105 Grad Celsius, hält jede Menge Schreib- und Löschzyklen aus und speichert Daten selbst bei 85 Grad Celsius Umgebungstemperatur bis zu zehn Jahre lang zuverlässig.
Die eSIM (embedded SIM)
Eine eSIM ist ein fest in Geräten integrierter Chip, der die Funktionen einer klassischen physischen SIM-Karte digital bereitstellt. Sie müssen keine SIM-Karte einsetzen oder austauschen – das entsprechende Gerät lädt das Mobilfunkprofil per Software.
Für Sie als Unternehmen bietet die eSIM besonders im (I)IoT- und M2M-Umfeld Vorteile, da Sie die Mobilfunkverbindungen Ihrer Maschinen und Geräte zentral verwalten und bei Bedarf aus der Ferne aktivieren oder wechseln können. Welche Netze nutzt IoT-Hardware?
Sie können mit Ihrer IoT-Hardware je nach Anwendungsfall unterschiedliche Kommunikationsnetze nutzen. Welches am besten passt, hängt vor allem von Faktoren wie Reichweite, Datenvolumen, Energieverbrauch und Mobilität ab.
Zu den wichtigsten Netztechnologien gehören:
Mobilfunknetze (4G|LTE, 5G): für mobile oder weit verteilte IoT-Geräte, beispielsweise in Fahrzeugen, der Logistik von Waren oder Industrieanlagen LTE-M und NB-IoT: speziell für IoT-Anwendungen entwickelte Mobilfunkstandards mit geringem Energieverbrauch und hoher Gebäudedurchdringung WLAN (Wi-Fi): geeignet für IoT-Hardware innerhalb von Gebäuden oder Firmennetzen mit Internet-Anbindung Ethernet (LAN): kabelgebundene Datenübertragung für besonders stabile und sichere Verbindungen bei industriellen Anwendungen Bluetooth und Bluetooth Low Energy (BLE): meist bei der Kommunikation über kurze Distanzen im Einsatz, etwa bei Sensoren und Wearables
Longe Range Wide Area Network (LoRaWAN): Funknetz mit großen Reichweiten und niedrigem Energieverbrauch, beispielsweise im Smart Metering oder in Smart-City-Anwendungen Satellitennetze: für IoT-Lösungen in abgelegenen Regionen ohne Mobilfunkabdeckung, etwa in der Landwirtschaft oder im Energiesektor
Im industriellen Umfeld dominieren heute LTE-M, NB-IoT, 4G|LTE, 5G sowie Ethernet-Netzwerke. Sie bieten die notwendige Zuverlässigkeit, Sicherheit und Skalierbarkeit für Anwendungen wie Condition Monitoring, Fernwartung, Asset Tracking und Predictive Maintenance. Übrigens: Mit Modbus Cloud Connect können Sie Ihre Geräte auf einfache Weise IoT-fähig machen. Sie erhalten damit via LTE-M oder Narrowband-IoT direkten Zugriff auf die Cloud und können sämtliche Geräte zentral verwalten.