1. Binden Sie alle relevanten Stakeholder früh ein
Cloud-Migration betrifft Ihr gesamtes Unternehmen – technisch, organisatorisch und kulturell. Holen Sie daher Geschäftsführung, IT, Anwendungsinhaber:innen (Application Owner) sowie Expert:innen für Architektur, Sicherheit, Compliance und Finanzen an einen Tisch.
So erkennen Sie früh mögliche Bedenken der Belegschaft, etwa zu Datenschutz, Kontrollverlust oder Arbeitsplatzsicherheit. Viele davon lassen sich durch moderne Sicherheitskonzepte und klare Kommunikation entkräften.
Bilden Sie eine Taskforce, die die Migration koordiniert und in einem geschützten Rahmen offen diskutieren kann.
2. Legen Sie „Cloud First“ als Prinzip fest
Legen Sie fest, dass Cloud-Anwendungen Vorrang vor lokalen Lösungen haben – außer es gibt zwingende Gründe dagegen. Nur so vermeiden Sie ineffiziente Mischformen und interne „Schlupflöcher“, die die Vorteile der Cloud abschwächen.
3. Erstellen Sie einen belastbaren Business-Case
Vergleichen Sie die gesamten aktuellen Kosten (TCO) der bestehenden IT mit den Kosten und Einsparpotenzialen einer Cloud-Lösung.
Berücksichtigen Sie dabei:
Hardware- und Betriebskosten
Ausfallrisiken und SLA-Kosten
Integrations- und Sicherheitsanforderungen
Produktivitäts- und Flexibilitätsgewinne
So bestimmen Sie den Amortisationszeitraum und den strategischen Nutzen – viele Unternehmen erzielen Produktivitätssteigerungen von über 10 %.
4. Entscheiden Sie, was Sie auslagern möchten
Nicht jede Eigenentwicklung ist cloudfähig und nicht alle Daten dürfen in die Cloud. Sensible Bereiche können Sie weiterhin lokal speichern und mit sicheren Zugängen kombinieren, z.B. einem Virtual Private Network (VPN). Häufig ist ein Hybrid-Modell ideal: Sensible Kernsysteme bleiben intern, während skalierbare oder datenintensive Prozesse in die Cloud wandern.
5. Ein Minimalsystem aufsetzen und schrittweise erweitern
Starten Sie zunächst mit einer zentralen Benutzerverwaltung, einer Admin-Konsole sowie grundlegenden Sicherheits- und Infrastrukturkomponenten. Je mehr Basisfunktionen Sie früh auslagern, desto einfacher können Sie später weitere Dienste aus Ihren Fachabteilungen in das bereits funktionierende Gesamtsystem integrieren.