Skyline von New York rötlich gefärbt im Hintergrund, im Vordergrund weiße Smybole für Cloud-Computing, zum Beispiel Wolken, Notebook, Bildschirm, Ordner
Cloud & Hosting

So funktioniert die Private Cloud

Alle Daten im Unternehmen ohne Volumenbegrenzung an einem einzigen Ort sicher und datenschutzkonform verwahren und überall dort zur Verfügung stellen, wo sie gerade gebraucht werden. Die Private Cloud verschafft Ihnen viele Vorteile gegenüber dezentralen Speicherlösungen. Was Sie über die Private Cloud wissen sollten und was sie von anderen Cloud-Formen unterscheidet, lesen Sie hier.

Der Bedarf an schnellen Speicherlösungen und unternehmensweiter Vernetzung wächst mit der Digitalisierung. In der Industrie 4.0 sind alle Abteilungen im Unternehmen digital verknüpft und tauschen in Echtzeit Produkt-, Marketing- oder Kundendaten aus. Auch Mitarbeiter:innen im Außendienst oder datengeführte Fertigungsanlagen müssen jederzeit auf den Datenbestand Ihrer Firma zugreifen können.

Das passende Speichermedium dafür ist die Private Cloud. Damit verwahren Sie Ihre Daten besonders sicher und unter Einhaltung der geltenden Datenschutzrichtlinien. Auch weitere IT-Ressourcen wie Rechenzeit oder Software können Sie über eine Private Cloud Ihren Mitarbeiter:innen unternehmensweit zur Verfügung stellen. Und das sind nur einige Vorteile der lokalen Datenwolke.

Inhaltsverzeichnis

Wie funktioniert eine Private Cloud?

Mehrere Server, die zu einem Netzwerk zusammengeschaltet werden und sich aus Anwendersicht wie ein einzelner Computer oder Speicher verhalten, werden als Cloud („Wolke“) bezeichnet. Clouds gehören zu den Technologien zur Virtualisierung: Hardware wird damit per Software virtuell auf anderer Hardware nachgebildet.
So gut wie jede Cloud-Art können Sie über das Internet nutzen. Diese sind weltweit erreichbar und werden durch individuelle Logindaten, ein Passwort oder andere Sicherheitseinrichtungen zugriffsgeschützt.
Eine besondere Form der Cloud ist die Private Cloud. Sie steht exklusiv nur einer einzigen Person (Nutzer:in) oder einer definierten Gruppe an Nutzer:innen zur Verfügung – beispielsweise Ihrem Unternehmen.
Sie können sie im Internet einrichten oder als Rechnerverbund direkt in Ihrem Unternehmensnetz. Der Zugriff erfolgt meist abgesichert und verschlüsselt via VPN, sofern Sie die Private Cloud nicht virtualisieren und im firmeneigenen Netzwerk für alle Mitarbeiter:innen oder abteilungsweise transparent abbilden.

Nutzung und Cloud-Management

Errichten Sie die Private Cloud an Ihrem Unternehmensstandort, beispielsweise in Ihrem Rechenzentrum oder einem Server-Raum, spricht man auch von einer Private Cloud „On-Premises“ (auf dem Gelände). Dabei haben Sie die Wahl, ob Sie die Wartung, das Management und den Betrieb der Cloud selbst übernehmen – oder ob Sie diese Aufgaben an einen Dienstleister vergeben.
Sie können Ihre Private Cloud aber auch auslagern. Der Standort Ihrer Private Cloud ist dann beispielsweise ein Rechenzentrum Ihres Anbieters, in dem möglicherweise noch weitere Private Clouds oder auch Public Clouds (öffentliche Clouds) gehostet werden. Über eine Datenleitung ist Ihre Private Cloud-Lösung dann mit Ihrem Unternehmensstandort verbunden. Sie greifen auf die Cloud über eine gesicherte Verbindung so zu, als würden die Computer tatsächlich in Ihrem eigenen Server-Raum stehen.
Wie bei der On-Premises-Lösung haben Sie auch hier die Möglichkeit, einzelne Aufgaben wie etwa das Einspielen von Updates selbst zu übernehmen. Sie können aber auch alle Management- und Wartungsarbeiten an Ihren Private Cloud-Anbieter abgeben.
Da Ihr Dienstleister alle Arbeiten in seinem eigenen Rechenzentrum ausführen kann, ist eine solche externe Private Cloud-Lösung in der Regel günstiger als ein Private Cloud-Speicher, den Sie On-Premises betreiben.
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Private Cloud einrichten

Theoretisch können Sie eine Private Cloud auf einem Private Cloud-Server errichten, indem Sie darauf eine entsprechende Cloud-Software installieren. Von allen anderen Computern im Firmennetzwerk greifen Sie dann auf diesen Server zu und nutzen dessen Speicher und Rechenleistung. Für kleine Unternehmen und Heimanwender:innen gibt es solche Private Cloud-Lösungen mit NAS-Laufwerken („Network Attached Storage“), auf Einplatinenrechnern wie dem Raspberry Pi oder in Form von USB-Festplatten am Internet-Router.
Für eine professionelle Unternehmens-Cloud nach Industriestandard benötigen Sie jedoch mehrere physische Cloud-Server, die miteinander kommunizieren und sich im laufenden Betrieb gegenseitig ersetzen können. Solche Private Cloud-Server sind technisch deutlich anders aufgebaut und komplexer in der Handhabung als klassische Arbeitsplatzcomputer.
Mit einer solchen, auf mehrere Server verteilten Cloud erhalten Sie nicht nur deutlich mehr Rechenleistung als mit einem einzelnen Server. Sie erhöhen auch die Ausfallsicherheit, weil Sie Redundanz und Sicherheit mehrfach vorhandener Systeme nutzen.
Außerdem können Sie einzelne Komponenten jederzeit austauschen oder erweitern, ohne dass Ihre gesamte Cloud während der Wartungsarbeiten ausfällt. Aufgaben wie die Datensicherung und das Erstellen von Back-ups, die Überwachung Ihrer Internetanbindung oder das Webhosting können Sie zwischen Ihren Cloud-Servern beliebig aufteilen – jederzeit, dynamisch und abhängig von der jeweiligen Auslastung. Per Cloud-Disaster-Recovery machen Sie Ihre Cloud zudem noch robuster und ausfallsicherer.
Entsprechende Management-Programme erledigen in Echtzeit die Aufgabenverteilung und das Load-Balancing, also die Verteilung benötigter Rechenleistung. Eine Cloud bietet damit viele Vorteile gegenüber herkömmlichen Server-Architekturen: Sie reduziert Ausfallzeiten und nutzt vorhandene Infrastruktur besser aus. Mit einer grünen Cloud auf Basis regenerativer Energien sparen Sie zudem Ressourcen und entlasten das Klima.

Private Cloud: Das unterscheidet sie von Public Cloud und Hybrid Cloud

Eine Private Cloud ist Teil Ihres Unternehmensnetzes. Auf eine lokale Private Cloud greifen Sie direkt mittels Ethernet-Verbindung im “Local Area Network” (LAN) zu. Haben Sie mehrere Unternehmensstandorte, können Sie mehrere LAN über ein sogenanntes “Wide Area Network” (WAN) miteinander vernetzen. Die Private Cloud liegt dann innerhalb dieses WAN und ist darin für alle Standorte in deren jeweiligem LAN erreichbar.
Über einen Tunnel im „Virtual Private Network“ (VPN) können Sie auch von unterwegs oder aus dem Homeoffice auf Ihre Private Cloud zugreifen. Hierbei wählen Sie sich zuerst in Ihr Firmennetzwerk ein und haben dann von dort Zugriff auf Ihre Private Cloud.
Im Unterschied hierzu ist eine Public Cloud direkt über das Internet verfügbar. Sie können sich also über Ihren Internetzugang mit Ihren Zugangspasswörtern dort einwählen. Ob Sie dies aus Ihrem Firmennetzwerk heraus tun oder direkt aus dem Homeoffice, macht technisch keinen Unterschied.
Sie können auch eine oder mehrere Private- und Public Clouds miteinander zu einer größeren Unternehmens-Cloud verbinden. Eine solche Cloud ist auch als Hybrid Cloud oder Mixed Cloud bekannt. Vorteil der Hybrid Cloud ist, dass Sie damit viele unkritische Daten kostengünstig in einer Public Cloud hosten können. Besonders schützenswerte und vitale Unternehmensdaten legen Sie hingegen in der Private Cloud ab, über die Sie allein die volle Kontrolle haben.
Als weiteres Cloud-Modell gibt es die Multi-Cloud: Hierbei verbinden Sie mehrere Public Clouds unterschiedlicher Anbieter zu einer Unternehmens-Cloud, die dann als Multi-Cloud bezeichnet wird. Kommt auch noch eine Private Cloud hinzu, ist Ihre Multi-Cloud zugleich auch eine Hybrid Cloud.
Entsprechende Dienstleister, sogenannte Cloud-Broker, stellen Ihnen auf Wunsch Multi-Clouds oder Hybrid Clouds zusammen, die genau zu den Anforderungen Ihres Unternehmens passen.
Überschrift: Aufbau und Vorteile einer Private Cloud. Darunter Symbole für mehrere Computer, die durch Pfeile mit einem Wolken-Icon verbunden sind.
Die Private Cloud kombiniert die hohe Sicherheit und Autonomie des eigenen Rechenzentrums mit der Skalierbarkeit flexibler Cloud-Services

Diese Typen der Private Cloud gibt es

Je nach Anbieter und gewähltem Produkt gibt es verschiedene Typen der Private Cloud. Diese unterscheiden sich beispielsweise darin, wo Ihre Daten und Ressourcen liegen:
Virtual-Private Cloud
Eine Virtual-Private Cloud (VPC) ist eine Private Cloud, die als geschlossene Umgebung innerhalb einer größeren Public Cloud angelegt wird. Diese Public Cloud wiederum befindet sich in der Regel im Rechenzentrum Ihres Cloud-Anbieters. Eine Virtual-Private Cloud wird also nicht im Server-Raum Ihres Unternehmens errichtet, sondern extern gehostet.
Ihre Virtual-Private Cloud wird zudem durch verschiedene Sicherheitsmechanismen von der äußeren Public Cloud abgegrenzt. Andere Nutzer:innen der Public Cloud können Ihre Private Cloud somit nicht „sehen“.
Innerhalb Ihrer Private Cloud können Sie Programme ausführen, Unternehmensdaten speichern oder Ihre Webseite betreiben. Sie haben also die volle Kontrolle über die virtuelle Private Cloud.
Eine Virtual-Private Cloud bietet also einerseits eine sichere Barriere gegenüber den anderen Nutzer:innen der Public Cloud. Gleichzeitig können Sie aber die Vorteile der Public Cloud nutzen, etwa deren einfache Skalierbarkeit im Rechenzentrum des Cloud-Anbieters. Dort sind in der Regel jederzeit genug Server vorhanden, um Ihre Virtual-Private Cloud bei Bedarf schnell zu vergrößern.
Gut gelaunter Mann mit einem Headset vor einem Notebook.

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Gehostete Private Cloud

Ihr Cloud-Anbieter betreibt (hostet) eine gehostete Private Cloud auf exklusiven Cloud-Servern, die er in seinem Rechenzentrum speziell für Ihr Unternehmen aufstellt.
Im Unterschied zur VPC gibt es hier also auch noch eine physische Abgrenzung gegenüber anderen Cloud-Kunden in der Public Cloud. Damit erreichen Sie einerseits eine noch höhere Sicherheit; andererseits sind aber Ihre Kosten höher, weil der Aufwand für Ihren Cloud-Anbieter ebenfalls höher ist.

Managed-Private Cloud

Eine Managed-Private Cloud ist eine Cloud, die Ihr Cloud-Dienstleister komplett verwaltet und wartet. Das kann beispielsweise dann sinnvoll sein, wenn Sie keine eigene IT-Abteilung haben und sich um die Planung der Cloud oder um administrative Aufgaben nicht selbst kümmern möchten.

Private-Community-Cloud

Die Private-Community-Cloud ist eine noch vergleichsweise junge Cloud-Form. Sie verbindet Elemente der Private Cloud mit Elementen der Public Cloud. Hierbei errichtet eine Community eine gemeinsame Cloud und teilt deren Betriebs- und Management-Kosten untereinander auf.
Eine solche Community können beispielsweise Start-ups sein, die gemeinsam ein Bürogebäude nutzen. Es können aber auch Firmen oder Organisationen sein, die zu einem Unternehmensverbund oder einem Forschungsnetzwerk gehören.
Auch innerhalb der Private-Community-Cloud können Sie einzelne Inhalte nur für bestimmte Benutzergruppen freigeben oder eine separate Private Cloud innerhalb der Private-Community-Cloud errichten. Diese Inhalte stehen dann Ihrem Unternehmen und Ihren Mitarbeiter:innen exklusiv zur Verfügung.
Der Begriff „Managed“ sagt grundsätzlich nichts darüber aus, wo Ihre Cloud sich physisch befindet. Eine Cloud an Ihrem eigenen Unternehmensstandort können Sie ebenso extern managen lassen wie eine Virtual-Private Cloud, die sich im Rechenzentrum des Cloud-Anbieters befindet.
Symbolische Cloud-Darstellung

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Vor- und Nachteile einer Private Cloud-Lösung für Unternehmen

Die Private Cloud bietet für Unternehmen viele Vorteile. Besonders in Verbindung mit dem Internet-of-Things kann sie ihre Stärken ausspielen. Doch nicht für jeden Anwendungsfall ist sie die optimale Lösung. Daher sollten Sie vor Einrichtung einer eigenen Private Cloud für Ihre Firma Vor- und Nachteile abwägen. Im Einzelnen sind dies:
Vorteile einer Private Cloud
  • Planung und Management der Unternehmens-Cloud können Sie einfacher auslagern als bei den meisten On-Premises-Lösungen.
  • Eine Virtual-Private Cloud innerhalb einer Public Cloud spart Ihnen Betriebskosten und Ressourcen.
  • Durch die einheitliche, unternehmensweite Cloud-Architektur können Sie Datenschutz und Datensicherung leichter zusammenfassen und automatisieren.
  • Temporär genutzte Ressourcen und Dienste wie Software-as-a-Service oder Functions-as-a-Service können Sie fallweise anmieten und genauso schnell wieder kündigen.
  • Durch die Redundanz aller Systemkomponenten dank Virtualisierung erhalten Sie eine höhere Ausfallsicherheit. Sie müssen keine defekte Hardware mehr austauschen. Massenspeicher und andere Komponenten können Sie im laufenden Betrieb virtuell wechseln.
  • Durch die Einbindung Ihrer Public Cloud in größere Cloud-Architekturen wie Hybrid- und Multi-Cloud erhalten Sie für alle Anwendungsfälle im Unternehmen die richtige Lösung.
  • Cloud-Dienste können Sie mit IoT-Technologien verbinden und dadurch noch leistungsfähiger machen. So werden anfallende Informationen im Unternehmen überall verfügbar und nutzbar – beispielsweise Lagerbestände, Zustandsberichte von Fertigungsanlagen oder die Zustellinformationen Ihrer Logistik.
Nachteile einer Private Cloud
  • Bei Nutzung einer Virtual-Private Cloud ist der Datenstandort nicht notwendigerweise gleich dem Unternehmensstandort. Somit müssen Sie sicherstellen, dass die am jeweiligen Standort geltenden Datenschutzrichtlinien eingehalten werden.
  • Eine virtuelle Private Cloud muss durch technische Maßnahmen gegenüber möglichen Angriffen über die umgebende Public Cloud abgesichert werden. Das gilt besonders dann, wenn die Private Cloud extern gehostet wird.
  • Für die Umstellung auf eine Private Cloud entstehen in der Regel einmalige Kosten für Migration und Einarbeitung.

Private Cloud: Storage-Technologie im IoT

Cloud-Lösungen unterstützen die Unternehmensentwicklung hin zur Industrie 4.0 mit ihren per IoT vernetzten Maschinen und Geräten. Auf Wunsch verknüpfen Sie hierbei physischen Speicher, Server oder Gerätesteuerungen mit virtuellem Speicher in Ihrer Cloud.
Das funktioniert dank Edge-Computing und Edge-AI sogar am Rand Ihres Firmennetzwerkes: beispielsweise in Lieferfahrzeugen, die gerade außerhalb des Unternehmensgeländes unterwegs sind oder an kleineren Unternehmensstandorten ohne Breitbandanschluss. Ihre Cloud ist damit die ideale Storage-Technologie im IoT. Nachfolgend einige Beispiele für den großen Nutzen der Private Cloud.

Problemloser Datenaustausch

Ihre Mitarbeiter:innen im Außendienst müssen regelmäßig aktuelle Produktions- oder Diagnosedaten mit der Zentrale austauschen? Über eine sichere Private Cloud stellen Sie ihnen überall die entsprechende Datenbasis bereit.Sie können in Ihrer eigenen Private Cloud das Zugangsmanagement selbst regeln. Deshalb bestimmen Sie dadurch auch, wer welche Rechte hat und welche Sicherheitsmechanismen für Zugriffe von außen zum Einsatz kommen. So können Sie etwa Maschinen, die Sie bei Ihren Kund:innen errichten, per IoT mit Ihrer Private Cloud verbinden – und sie entsprechend aus der Ferne steuern oder bei Problemen rechtzeitig Wartungseinsätze planen.

Instanzenverknüpfung

Sie haben Lieferanten oder eigene Standorte im Ausland, mit denen Sie regelmäßig Daten teilen möchten? Über eine gemeinsame Private Cloud koordinieren Sie die übergreifende objektorientierte Fertigung: Sie können alle zugelieferten Komponenten hierbei durchgängig nachverfolgen. Das beginnt an den Standorten Ihrer Zulieferbetriebe über die Transportwege bis hin zum eigentlichen Zusammenbau in Ihrem Unternehmen. Das IoT verknüpft alle Instanzen entlang dieser Liefer- und Fertigungskette.

Vermarktungspotenziale ausschöpfen

Die Private Cloud hilft Ihnen dabei, im After-Sales-Bereich Vermarktungspotenziale besser zu nutzen. So können Sie in Ihrer Private Cloud Digital-Twins aller Ihrer bereits verkauften Produkte ablegen und wissen so mit Blick auf diese Daten immer, welche Produkte bei welchen Kunden gerade im Einsatz sind. So erkennen Sie leichter, bei welchen dieser Kunden Sie beispielsweise Upgrades, erweiterte Service-Dienstleistungen oder Nachfolgeprodukte sinnvoll anbieten können.

Ausfallzeiten reduzieren

Indem Sie Diagnosedaten Ihrer Maschinen per IoT zusammenführen und in Ihrer Private Cloud ablegen, können Sie diese Daten mittels KI auswerten und mittels Predictive-Maintenance die Verfügbarkeit Ihrer Maschinen erhöhen.

Lieferketten optimieren

Die Private Cloud hilft Ihnen, Lieferengpässe schneller zu erkennen. Im Industrial-Internet-of-Things (IIoT) kommunizieren alle Abteilungen, Maschinen und Objekte innerhalb Ihres erweiterten Firmennetzwerkes miteinander und tauschen über Ihre Private Cloud Informationen aus. Dank dieses optimierten Informationsflusses können Sie bei Lieferproblemen schnell eingreifen und nachsteuern, bevor Ihre Produktion zum Erliegen kommt.
Private Cloud, Multi-Cloud und Hybrid Cloud bieten Ihnen hierfür kostengünstig und ressourcenschonend Speicher und Rechenleistung, Software-Container oder Anwendungsprogramme und KI-Funktionen. Über entsprechende Management-Tools fordern Sie diese Ressourcen bedarfsgerecht an oder geben sie anschließend wieder frei, sobald Sie diese nicht mehr benötigen.

Wie sicher ist die Private Cloud?

Bei Ihrer Private Cloud entscheiden Sie selbst über die eingesetzten Sicherheits- und Zugangstechnologien und natürlich auch über die Datensicherung für Ihre Private Cloud. Befindet sich die Private Cloud an Ihrem eigenen Unternehmensstandort, können Sie diese auch physisch gegenüber der Außenwelt abschirmen – zum Beispiel, indem Sie den Cloud-Zugriff auf Arbeitsplatzcomputer beschränken, die nicht mit dem Internet verbunden sind. So trennen Sie Internet und Intranet besonders wirksam voneinander. Eine solche Architektur ist jedoch nur in wenigen Anwendungsfällen sinnvoll.
In der Praxis kommen meist mehrstufige Systeme zum Einsatz, etwa in Form von Hybrid- und Multi-Clouds. In einer besonders geschützten Private Cloud liegen dann sensible Daten, etwa Geschäftsdaten oder Kundenadressen. In einer zweiten Private Cloud, auf die auch Vertriebspartner und Lieferanten zugreifen können, stellen Sie Produktdaten, Liefertermine oder Lagerbestände bereit.
In einer dritten Ebene, etwa einer weiteren Private Cloud oder einer Public Cloud, hosten Sie dann Ihre Webseite und veröffentlichen dort beispielsweise Marketingmaterial oder Bedienungsanleitungen zum öffentlichen Download
Ihr Cloud-Broker oder Cloud-Anbieter berät Sie zum Zugangsmanagement, das Sie für Ihre einzelnen Teil-Clouds errichten können und allgemein zum Security-Konzept für Ihre Private Cloud.

Das Wichtigste zur Private Cloud in Kürze

  • Mit einer Private Cloud virtualisieren Sie IT-Ressourcen, verbessern so Verfügbarkeit und Skalierbarkeit und minimieren Ausfallzeiten.
  • Im Unterschied zur Public Cloud entscheiden Sie bei Ihrer Private Cloud selbst über das Zugangsmanagement und über die installierten Anwendungen und Betriebssysteme.
  • Mit der Kombination unterschiedlicher Deployment- und Servicemodelle stellen Sie sich die passende Cloud-Architektur für alle Einsatzgebiete im Unternehmen selbst zusammen.
  • Cloud-Broker und Cloud-Anbieter beraten Sie bei der Wahl der passenden Cloud-Architektur.
  • Durch die Verbindung von Private Cloud und IIoT verbessern Sie den Informationsfluss in Ihrem Unternehmen, nutzen Synergien und sparen Ressourcen.
  • Dank mehrstufiger Cloud-Modelle bestimmen Sie dabei selbst, welche Daten Sie wann und in welcher Form mit anderen Nutzer:innen teilen.
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