Das Foto zeigt die Front einer Server-Wand.
Cloud & Hosting

Virtualisierung: Wie Sie Ihre Hardware in die Cloud auslagern

Die Virtualisierung von Arbeitsplatz- und Serverumgebungen reduziert Hardwarekosten und spart Ressourcen. Besonders effektiv sind solche Lösungen in der Cloud, wo Rechenleistung und Speicherplatz fast unbegrenzt zur Verfügung stehen.

Die Cloud dient schon lange nicht mehr nur als Datenspeicher. Cloud-Dienstleistungen wie Software-as-a-Service wurden um Plattform-as-a-Service erweitert und ermöglichen es, komplette Infrastrukturen in die Cloud zu verlagern. Durch Virtualisierungslösungen verlieren Systemkapazitäten im Betrieb vor Ort immer mehr an Bedeutung und weichen flexibleren Möglichkeiten. Wie diese konkret aussehen können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Virtualisierung?

Durch Virtualisierung lassen sich IT-Ressourcen wie Server, Desktop-Rechner oder Festplattenspeicher durch Softwarelösungen ersetzen. Die Nachbildung eines kompletten Computers wird als „Virtual Machine“ (übersetzt: virtuelle Maschine) oder abgekürzt VM bezeichnet. Doch nicht nur Computer lassen sich durch virtuelle Gegenstücke ersetzen. Es ist ebenso möglich, Betriebssysteme, Desktop-Oberflächen oder einzelne Systemkomponenten wie beispielsweise Speicher zu virtualisieren.
Eine Virtualisierung von IT-Systemen ist im einfachsten Fall auf einzelnen Servern möglich. Eine Linux-Umgebung parallel zum Windows-Desktop oder ein Testbereich mit abgetrennter virtueller Umgebung beispielsweise ist auf jedem Standard-PC realisierbar. Für den professionellen Bereich und insbesondere für Unternehmen bietet sich der größere Schritt hin zur Virtualisierung in der Cloud an.
So ist es möglich, nahezu beliebig viele virtuelle Computer auf derselben Hardware-Basis einzurichten und diese virtuellen Maschinen unabhängig voneinander zu betreiben. Auf jeder einzelnen virtuellen Maschine läuft dann in der Regel ein eigenes Betriebssystem, auf dem wiederum verschiedene Anwendungen laufen.
Lediglich Speichergröße und Rechenkapazität der Hardware der Cloudumgebung begrenzen die maximale Anzahl der virtuellen Maschinen. Je nach verwendeter Virtualisierungssoftware lassen sich virtuelle Maschinen auch auf mehrere Clouds verteilen. Das Thema Virtualisierung umfasst dabei unterschiedliche Teilbereiche.

Bare-Metal-Virtualisierung

Ursprünglich stammt der Begriff „bare metal“ aus dem Umfeld der IT-Communities. Ein Bare-Metal-Computer ist nicht vorab mit Software bestückt und erlaubt daher eine individuelle Ausstattung mit Betriebssystem(en) und weiteren Programmen.
Bare-Metal- oder auch Bare-Machine-Lösungen bezeichnen das Ausführen von Operationen direkt auf der Rechnerhardware. Derartige Rechner sind von der Ausstattung her ohne Betriebssystem-, ohne Hypervisor- und ohne Middleware-Ausstattung. Im Cloud-Computing dienen Bare-Metal-Angebote unter anderem dazu, Lizenzgebühren für Virtualisierungslösungen zu sparen.
In Rechenzentren und im Web-Hosting bezeichnet Bare-Metal auch eine Plattformart. Mit der Klassifizierung „Bare-Metal“ geben Dienstleister den Unternehmen die Möglichkeit, mandantenspezifische Rechner zu ordern, bei denen auch hardwaretechnisch eine Trennung zu anderen Cloud-Nutzer:innen existiert.
Das Unternehmen kann den Server nach den benötigten Anforderungen in Bezug auf Leistung, Sicherheit und Zuverlässigkeit optimieren. Das Gegenstück zu einem Bare-Metal-Server ist ein Hypervisor-Server, bei dem sich mehrere Nutzer:innen die Rechen-, Speicher- und andere Ressourcen eines virtuellen Servers teilen.

Virtualisierungssoftware

Bei der Frage nach passender Virtualisierungssoftware haben sich ganz unterschiedliche Lösungen für virtuelle Maschinen etabliert. Die bekanntesten besten VM-Programme sind Microsoft Hyper-V Manager, VMware Workstation Pro, Oracle VirtualBox, Parallels Desktop (Mac), KVM, QEMU, OpenVZ und VMware Fusion Pro.
Der Hypervisor beziehungsweise Virtual-Machine-Monitor (VMM) agiert dabei als Software-Schicht zwischen physischer Hardware und den verschiedenen virtuellen Instanzen. Er weist den einzelnen VMs die benötigten Ressourcen wie zum Beispiel CPU, RAM und Speicher zu.
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Virtualisierung aktivieren

Entscheiden Sie sich für eine Virtualisierung in der Cloud, muss sich die hauseigene IT-Abteilung um Feinheiten wie AMD-V oder KVM nicht kümmern. Zum besseren Verständnis der Gesamtthematik hilft jedoch die Begriffserklärung:

AMD-V

Die Prozessorhersteller haben auf den Trend zur Virtualisierung reagiert und bieten in neueren CPUs direkt entsprechende Virtualisierungsfunktionen an. Diese Funktionen, die ursprünglich unter den Codenamen AMD-Pacifica und Intel-Vanderpool bekannt wurden, sind nun verfügbar und werden als AMD-V oder Intel-VT bezeichnet. Intel stattet seit 2005 seine CPU für alle Server- und Client-Prozessoren mit Intel-VT aus.
Früher gingen speziell Notebookhersteller dazu über, diese Funktionen als Stromsparmaßnahme zu deaktivieren. Daher legten die Motherboard-Hersteller diese Funktionen für AMD-V-fähige Prozessoren inzwischen so an, dass ein Deaktivieren über das BIOS nicht mehr möglich ist.

Intel KVM

KVM steht für “Keyboard, Video, Mouse” oder auch Kernel-based Virtual Machine. Dabei handelt es sich um eine Virtualisierungstechnik für Linux auf x86-Hardware aus dem Hause Intel. Mit einem KVM-Switch wiederum lassen sich mehrere Rechner von einem oder mehreren Arbeitsplätzen aus mit nur einem Keyboard, Monitor und einer Maus bedienen. Der Switch fungiert dabei als Schaltstelle zwischen der Bedienkonsole (Keyboard, Video, Mouse) und den Rechnern oder Servern.

Virtualisierung im Vergleich: Diese Formen gibt es

Nahezu jede IT-Ressource innerhalb Ihres Unternehmens können Sie virtualisieren: vom Arbeitsplatz-Computer über den Server bis hin zu Teilsystemen wie Desktop und Speicher. Dabei gibt es unterschiedliche Virtualisierungsformen:

Hardware-Virtualisierung

Hierunter werden alle Arten von Virtualisierung zusammengefasst, bei denen Software physische Hardware nachahmt. Am stärksten verbreitet ist die Virtualisierung kompletter Computer als virtuelle Maschinen. Eine solche VM läuft als so genanntes Gastsystem (Gast-VM) auf einem oder mehreren physischen Systemen, auch „Wirt“ genannt. In der Nutzung unterscheiden sich diese nicht von einem „echten“ physischen Rechner.

Server-Virtualisierung

Eine besondere Form der Hardware-Virtualisierung ist die Server-Virtualisierung. Weil die Rechenleistung verbreiteter Server-Hardware heute meist weit über die Datenlasten typischer Server-Anwendungen hinausgeht, ist die Bündelung per Server-Virtualisierung inzwischen weit verbreitet.
Bei der Server-Virtualisierung laufen mehrere Instanzen eines Betriebssystems parallel auf einem einzigen Rechner. Die einzelnen Instanzen werden virtuelle Maschine oder virtuelle Server genannt. Virtuelle Server verhalten sich so wie ein physisch vorhandener einzelner Server, sind dabei aber in der Leistung skalierbar und lastabhängig anzupassen.
Die Server-Virtualisierung gibt es als Vollvirtualisierung („Serverless Computing“) und als Para- oder Teilvirtualisierung. Bei der Vollvirtualisierung greift jede virtuelle Maschine auf den vollständigen Satz aller Hardware-Ressourcen des Host-Systems zu, also Prozessor, RAM und Netzwerk-Komponenten. Dabei bildet der Host alle benötigten Hardware-Komponenten nach und stellt diese virtuellen Komponenten dem Gastsystem im gewünschten Umfang flexibel zur Verfügung.
Bei der Paravirtualisierung erhält das Gastbetriebssystem vom Host nur eine Programmierschnittstelle (Application-Programming-Interface, kurz: API), über die es auf die physische Hardware seines Wirts zugreift. Die Paravirtualisierung bietet erhebliche Geschwindigkeitsvorteile gegenüber der Vollvirtualisierung, da die Nachahmung der Hardware-Komponenten durch den Host entfällt. Allerdings muss das Gastbetriebssystem diese Architektur auch unterstützen und alle Befehle für die Hardware-Komponenten auf die API umleiten.

Software-Virtualisierung

Software-Virtualisierung ist der Oberbegriff für alle Formen virtualisierter Software. Die Bandbreite reicht von der Betriebssystem-Virtualisierung über die Container- und Anwendungs-Virtualisierung bis hin zur Virtualisierung einzelner Softwarefunktionen.
Die Betriebssystem-Virtualisierung ist insbesondere in der Softwareentwicklung weit verbreitet. Sie kommt zum Einsatz, um neue Anwendungen sehr einfach auf einer Vielzahl unterschiedlicher Betriebssysteme oder Betriebssystemversionen zu testen, ohne hierfür die entsprechende Anzahl physischer Computer vorhalten zu müssen.

Desktop-Virtualisierung

Die Desktop-Virtualisierung ist besonders in Unternehmen sehr beliebt. Ein virtueller Desktop funktioniert wie ein klassischer Arbeitsplatzcomputer. Grundsätzlich gibt es hierbei zwei Konzepte:
Bei der lokalen Virtualisierung laufen die Mehrzahl aller benötigten Anwendungen lokal auf demselben System. Dies setzt jedoch nutzerseitig eine entsprechend leistungsfähige Hardware voraus. Mit einem lokal virtualisierten Desktop können Applikationen zeitweise auch ohne Netzwerkverbindung zu Server oder Cloud arbeiten. Diese Form der Virtualisierung bietet sich beispielsweise im Außendienst an, wo möglicherwiese nicht durchgängig Zugriff auf das Firmennetzwerk besteht.
Im Unterschied hierzu braucht die Virtualisierung per Remote-Desktop eine dauerhafte Verbindung zur Infrastruktur Ihres Unternehmens. Die verwendete Hardware dient dabei allein als Ein- und Ausgabewerkzeug. Das eigentliche Betriebssystem sowie alle benötigten Anwendungen installieren Sie direkt auf dem Server.
Besonderheiten der UAC Virtualisierung

Die User-Account-Control (UAC), auch Benutzerkontensteuerung genannt, ist ein Sicherheitsinstrument von Windows, um die Rechtevergabe einzelner Programme zu regeln. So unterliegen beispielsweise bestimmte Programmpfade besonderen Beschränkungen. Die Einschränkung, diese Dateien und Pfade nur mit Administratorrechten beschreiben zu können, ist Teil des Sicherheitskonzeptes von Windows.

Sobald ein Programm Änderungen am System vornehmen möchte, meldet sich die Benutzerkontensteuerung und verlangt nach einer Bestätigung des Vorgangs. Dies soll vor unerlaubten Zugriffen von Schadsoftware schützen. UAC gibt Anwendungen eine eigene virtualisierte Ansicht der Ressourcen, die geändert werden sollen. Die Speicherung der virtualisierten Kopie dieser Ansichten und deren Verwaltung läuft über das Benutzerprofil.

Das Remote-Gerät selbst kommt deshalb ohne schnelle Prozessoren oder teure Grafikhardware aus, weil alle Berechnungen direkt auf dem Host ausgeführt werden. Daher kommen hier oft auch Tablets oder Smartphones als Endgeräte zum Einsatz – anstelle leistungsfähiger Arbeitsplatz-PCs.
Neben den niedrigen Hardware-Kosten ist der bessere Schutz der hauseigenen IT ein weiterer Vorteil der Virtualisierung per Remote-Desktop: Das Endgerät als reines Ein- und Ausgabegerät ist in seinen technischen Möglichkeiten und seinen Zugriffsrechten stark eingeschränkt. Es bietet somit weniger Einfallstore für Schadsoftware als ein kompletter Client-Rechner.
Auch der Datenschutz ist einfacher: Jede Datenbank, beispielsweise mit persönlichen Kunden- oder Patientendaten oder den Einkaufspreisen Ihres Unternehmens, liegt weiterhin innerhalb Ihrer Unternehmens-Cloud. Sie ist somit bei Verlust oder Diebstahl des Endgerätes nicht aus dessen lokalem Speicher auslesbar.

Speicher-Virtualisierung

Die Speicher-Virtualisierung trennt den Server oder Arbeitsplatzcomputer von einem Teil seines physischen Speichers. Während Arbeitsspeicher, Grafikkartenspeicher und Cache-Speicher aus Performance-Gründen meist lokal verbleiben, werden die Aufgaben der klassischen Festplatte aus- und beispielsweise in das Firmennetzwerk verlagert.
Eine Form der Speicher-Virtualisierung ist das Storage-Area-Network (SAN). Darin zusammengefasst als virtueller Speicher sind viele unterschiedliche Speichermedien wie Solid State Disks (SSD), Festplatten, Band-Laufwerke oder Cloud-Speicher. Aus Anwendersicht verschmelzen diese zu einem neuen Speichermedium.
Für Sie bedeutet das einfache Skalierbarkeit: Reicht der vorhandene Speicherplatz des lokalen Arbeitsrechners für Betriebssystem, Anwendungen und Benutzerdaten nicht mehr aus, weisen Sie einfach weiteren Speicher zu.
Auch aus Sicht der IT-Abteilung bietet die Speicher-Virtualisierung viele Vorteile. Ihre IT kann den Schutz gegen Malware auf den Speichermedien zentral steuern und überwachen. Der zeitraubende Austausch defekter Hardware am Einzelarbeitsplatz entfällt. Die Datensicherung erfolgt nicht mehr nach Ermessen, sondern automatisiert als zentrale, unternehmensweite Funktion.
Vitale Ressourcen werden beispielsweise in Echtzeit gesichert und Redundanz durch die Spiegelung an mehrere, räumlich getrennte Backup-Standorte erreicht. Die Speicher-Virtualisierung setzt aber eine entsprechend leistungsfähige Netzwerkinfrastruktur im Unternehmen voraus.

Netzwerk-Virtualisierung

Netzwerk-Virtualisierung ist eine spezielle Form von Hardware-Virtualisierung. Sie bündelt bei Bedarf mehrere vorhandene Unternehmensnetzwerke zu einem einzigen virtuellen Netzwerk. So können Sie in Ihrem Unternehmen einzelne Standorte mit ihren jeweiligen Netzen ohne großen Aufwand zu einem neuen virtuellen Netzwerk zusammenschließen.
Ein typischer Anwendungsfall ist das Virtual-Private-Network (VPN). Über ein solches virtuelles Netzwerk können sich Mitarbeiter:innen etwa aus dem Homeoffice via Internet ins Unternehmensnetzwerk einwählen. Der Datenverkehr über ein VPN wird zusätzlich verschlüsselt, sodass Geschäftsdaten im VPN gegenüber dem öffentlichen Internet abgesichert sind.
Mittels Netzwerk-Funktions-Virtualisierung (NFV) optimieren Sie zudem Ihre Standortvernetzung, kombinieren unterschiedliche Netzwerktechnologien und verteilen Netzwerkfunktionen wie die IP-Konfiguration und Verzeichnisdienste über mehrere Serverumgebungen. So reduzieren Sie Infrastrukturkosten und nutzen gleichzeitig Geschwindigkeitsvorteile.
Eine weitere Form der Netzwerk-Virtualisierung ist das Aufteilen Ihres Netzwerkes in mehrere virtuelle Netzwerke mit Benutzergruppen. Ein typischer Anwendungsfall ist das Gastnetzwerk mit eingeschränkten Zugriffsrechten, das Sie am Unternehmensstandort oder am Point-of-Sale zur Verfügung stellen.
Die Netzwerk-Virtualisierung gibt es als externe oder interne Virtualisierung. Die externe Virtualisierung verbindet mehrere physische Geräte miteinander. Die interne Virtualisierung hingegen erfolgt innerhalb einer einzigen Maschine, zum Beispiel einem physischen Host-Computer. Sie dient meist dazu, die auf diesem Host-Computer ausgeführten virtuellen Maschinen über ein virtuelles Netzwerk miteinander zu verbinden. Ihre VM sehen sich hierbei gegenseitig als einzelne Computer, obwohl sie faktisch nur Programme sind, die auf demselben Server im selben Speicher laufen.

Daten-Virtualisierung

Mit dem starken Anwachsen der Datenmengen für die meisten Unternehmen stellt sich die Frage nach deren Organisation und zweckmäßiger Bereitstellung. Viele Firmen verteilen ihre Datenbestände bisher auf lokale Server sowie auf Cloud-Plattformen und Data-Warehouses. Das Prinzip der Daten-Virtualisierung schafft hier eine zusätzliche Virtualisierungsschicht zwischen diesen einzelnen Datenquellen. Das erleichtert den Zugriff auf die Inhalte und die Auswertung und Weiterverarbeitung von Daten.
Ihre Daten sortieren Sie hierbei nicht mehr nach Quellen oder Entstehungsorten, sondern rein logisch. Mitarbeiter:innen müssen dann beispielsweise nicht mehr Kundendaten aus einer Datenbank mit den Fertigungs- oder Auftragsdaten aus einer anderen Datenbank manuell verknüpfen, um hieraus schließlich einen Geschäftsvorgang zu genieren.
Stattdessen liegen alle Daten nebeneinander bereit. Sie kombinieren diese nach Belieben per Drag-and-Drop. Eine einzige Datenbank ersetzt so den Parallelbetrieb zahlreicher Applikationen, die Unternehmensdaten bisher in unterschiedlichen und inkompatiblen Text-, Bild-, Tabellen- und Rohdaten-Formaten gespeichert haben.
Per Daten-Virtualisierung erleichtern Sie auch den Einsatz von Werkzeugen der künstlichen Intelligenz (KI), die innerhalb Ihrer Geschäftsdaten Optimierungspotenziale erkennen oder Ihre Geschäftsvorgänge auf Ausfallrisiken untersuchen. Wie viele andere Virtualisierungsformen können Sie die Daten-Virtualisierung gut mit Cloud-Services kombinieren. Über den Cloud-Anbieter buchen Sie beispielsweise bedarfsgerecht Speicher und Rechenleistung oder mieten KI-Funktionen an.
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Virtualisierung: Unterschiede zu Cloud-Computing

Oft werden Cloud-Computing und Virtualisierung als gegensätzliche oder widersprüchliche IT-Philosophien missverstanden oder auch miteinander verwechselt. Tatsächlich ergänzen sich beide Technologien je nach Einsatzgebiet sehr gut oder bedingen einander sogar.
Virtualisierung ist die Nachahmung digitaler Maschinen und Anwendungen mittels Software. Cloud-Computing wiederum beschreibt die räumliche Verlagerung von Rechenleistung, Speicherplatz und weiteren IT-Diensten. Wo Sie Ressourcen virtualisieren, sind auch die Voraussetzungen für Cloud-Computing günstig. Der Erfolg der Virtualisierung seit der Jahrtausendwende hat deshalb die Grundlage für den darauf aufbauenden Erfolg des Cloud-Computing geschaffen.
Viele Cloud-Angebote höherer Ebenen wie Software-as-a-Service (SaaS) oder Function-as-a-Service (FaaS) stellen die Frage nach der zugrunde liegenden Hardware überhaupt nicht mehr. Hier geschehen Cloud-Computing und Virtualisierung losgelöst von Prozessorleistung oder Betriebssystemversion.
Inzwischen stehen Ihnen je nach Einsatzgebiet viele Mischformen zur Auswahl, die das jeweils Beste aus beiden IT-Philosophien verbinden. Beispiele sind die Verbindung von lokalen Speichern mit Cloud-Speichern zu virtuellen Speichern oder die Daten-Virtualisierung, die fallweise KI-Funktionen aus der Cloud nutzt.
Richtig eingesetzt schafft Virtualisierung also erheblichen Mehrwert für Ihr Unternehmen. Sie sparen Kosten, machen Ihre IT flexibler und erhalten Zugang zu neuen Anwendungen wie dem Data Mining. Zugleich entlastet Virtualisierung Ihre Mitarbeiter:innen von sich wiederholenden Aufgaben: von der Datensicherung bis hin zur Neuinstallation von Standard-Anwendungen nach jedem Wechsel des Arbeitsplatz-Computers.
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Vor- und Nachteile der Virtualisierung

Sowohl für Unternehmen als auch die beteiligten Mitarbeiter:innen bietet Virtualisierung viele Vorteile. Dies erklärt auch die große Akzeptanz und schnelle Verbreitung in den letzten Jahren. Wie jede technische Veränderung kann aber auch die Virtualisierung im Einzelfall Nachteile mit sich bringen. Das gilt besonders dann, wenn Sie den Einsatz vorab nicht ausreichend planen.

Kostenersparnis

Durch die bessere Auslastung vorhandener Hardware per Virtualisierung sparen Sie Anschaffungs- und Betriebskosten und reduzieren so Ihr Hardware-Budget. Durch die Verlagerung aller On-Premise-Anwendungen (On-Premise = vor Ort oder lokal) vom Unternehmensstandort in die Cloud optimieren Sie diesen Kostenvorteil noch weiter.

Geringerer Ressourcenverbrauch

Weniger Hardware bedeutet für Sie nicht nur weniger Kosten, sondern auch geringeren Ressourcenverbrauch: weniger Räumlichkeiten für Hardware, geringere Energiekosten für Betrieb und Kühlung von Servern und weniger Verlust durch Hardware-Ausfälle.

Mehr Schutz gegen Malware

Noch immer laufen in deutschen Unternehmen Millionen Computer mit veralteten Betriebssystemen ohne zeitgemäßen Malware-Schutz. Viele ältere PCs arbeiten nach wie vor als Produktions- oder Entwicklungssysteme und bilden so Einfallstore für Viren und andere Schadsoftware.
Per Virtualisierung stellen Sie für jede Entwicklungsaufgabe und für jeden Arbeitsplatz eigene virtuelle Hardware mit neuestem Betriebssystem und neuester Antivirensoftware zur Verfügung. Alle virtuellen Maschinen trennen Sie dabei softwaretechnisch sauber voneinander. Nicht mehr benötigte virtuelle Systeme deaktivieren Sie zeitnah.
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Mehr Übersicht und Flexibilität

Ihre virtuelle Hardware administrieren Sie webbasiert über Softwareschnittstellen. So haben Sie jederzeit im Blick, welche virtuellen Maschinen in Ihrem Unternehmen laufen. Bei kurzfristigem Bedarf reservieren Sie weitere Cloud-Kapazitäten und richten hierauf neue virtuelle Hardware ein oder deaktivieren diese ebenso schnell wieder.
Mehrbedarf bei unvorhergesehenen Geschäftsprozessen oder das kurzfristige Einrichten von virtuellen Maschinen oder Remote Desktops für die Nutzung beispielsweise im Homeoffice organisieren Sie mit wenigen Mausklicks. Ihr Unternehmen wird so flexibler und kann IT-Anforderungen kurzfristig an veränderte Bedürfnisse anpassen.
Auch der Aufwand für internes Load-Balancing entfällt: Sie müssen beispielsweise bei Bedarfsspitzen keine Hardware mehr zwischen Abteilungen umverteilen. Sie buchen einfach neue Ressourcen hinzu oder geben nicht mehr benötigte Ressourcen in anderen Abteilungen wieder frei. Überkapazitäten lassen sich dabei jederzeit wieder zurückbuchen.

Mehr Einheitlichkeit und aktuellere Software

Sie nutzen im Unternehmen parallel alte und neue Betriebssysteme, weil Sie ältere Arbeitsplatzcomputer technisch nicht auf neue Betriebssystemversionen upgraden können? Virtuelle Computer sind skalierbar und kennen derartige Hardwarebeschränkungen nicht. Somit haben Sie immer die neuesten Anwendungen und Betriebssysteme zur Verfügung.
So können Sie unternehmensweit überall dasselbe aktuelle Betriebssystem zum Standard machen und so beispielsweise neue Anwendungen schneller ausrollen, ohne auf veraltete Hardware Rücksicht zu nehmen. Zugleich reduzieren Sie den Schulungsaufwand für Mitarbeiter:innen und den administrativen Aufwand für Ihre IT-Abteilung.

Einsatz künstlicher Intelligenz

Virtualisierungsformen wie die Daten-Virtualisierung erleichtern Ihnen den Zugriff auf den wachsenden Bestand Ihrer Unternehmensdaten. Indem Sie Daten logisch zusammenführen und den Zugriff hierauf erleichtern, wird die Datenanalyse auch für Ihre Mitarbeiter:innen einfacher.
Mithilfe künstlicher Intelligenz clustern Sie Ihre Daten einfacher, oder Sie automatisieren diese Aufgaben mit Methoden des Data-Mining, was Ihnen höherwertige Informationen (Smart-Data) liefert. Das wiederum verschafft Ihnen Wissensvorteile gegenüber Ihren Wettbewerbern.

Anfangsinvestitionen

Viele Unternehmen scheuen bei technologischen Neuerungen die Anfangsinvestitionen. Auch Virtualisierung kann im ersten Schritt neue Kosten für Ihr Unternehmen bedeuten. So führen einige Virtualisierungsformen wie die Desktop-Virtualisierung oder die Speicher- und Daten-Virtualisierung zu wachsendem Datenverkehr in Ihrem Unternehmensnetzwerk.
Ihre Netzwerkinfrastruktur müssen Sie daher entsprechend auslegen. Insbesondere für Remote-Desktops ist die ständige Verfügbarkeit schneller Datenverbindungen vital. Entsprechende Kapazitäten und Redundanzen für mögliche Ausfälle sollten Sie daher zwingend einplanen. Je virtueller Ihre Unternehmens-IT wird, desto mehr sind Sie auf die funktionierende Vernetzung aller Komponenten angewiesen.

Standortfrage für Ihre Daten

Während bei physischer Hardware der Aufstellort der Hardware zugleich der Standort der darauf gespeicherten Daten ist, werfen Virtualisierung und Cloud-Nutzung die Frage nach dem Datenstandort auf. Dies ist nicht nur aus Gründen der Datensicherheit relevant, sondern auch aus rechtlichen Gründen.
So müssen Sie insbesondere für persönliche Informationen wie Kundenadressen oder biometrische Daten immer auch die Regelungen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) beachten. Diese schreibt vor, dass bestimmte Daten nur innerhalb der EU oder innerhalb eines von der EU anerkannten Drittlandes gehostet werden dürfen. Wenn Sie also Server oder Datenbanken mit persönlichen Daten virtualisieren, müssen Sie immer auch klären, wo diese Informationen zukünftig physisch liegen.

Virtualisierung in der Übersicht

  • Virtualisierung ist die Nachbildung von IT-Ressourcen mittels Software.
  • Virtualisierung unterscheidet sich von Simulation (Nachbildung der Realität) und Emulation (Nachbildung anderer Systeme).
  • Es gibt unterschiedliche Virtualisierungformen – von der Virtualisierung grundlegender Hardware oder ihrer einzelnen Komponenten bis hin zur Virtualisierung höherer, abstrakter Datenschichten.
  • Der Einsatz von Virtualisierungstechnologien ermöglicht die bessere Ausnutzung vorhandener Hardware.
  • Virtuelle Maschinen oder Software-Container schaffen sehr einfach Test- und Programmierumgebungen für die Anwendungsentwicklung.
  • Virtualisierung ermöglicht in Unternehmen zahlreiche Vorteile, benötigt aber auch sehr leistungsfähige stabile Netze und im Einzelfall redundante Infrastrukturen zur Ausfallsvermeidung.
  • Virtualisierung und Cloud-Computing ergänzen einander und bieten neue Möglichkeiten für die Nutzung und Auswertung der eigenen Daten.
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