Industrie 4.0: Diese Chancen bietet die Digitalisierung

Technologie

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Datum 20.11.2019
Lesezeit 3 Min.

Industrie 4.0: Diese Chancen bietet die Digitalisierung

Der Begriff Industrie 4.0 bezeichnet eine ganze Bewegung: Die flächendeckende Digitalisierung der Industrie bietet eine Vielzahl von Anwendungen und Chancen. Aber auch abseits von Industrieunternehmen schafft Vernetzung und Automatisierung in vielen Unternehmen effizientere Prozesse. Das „Internet of Things“ (IoT) oder „Internet der Dinge“ kann im Prinzip fast Geräte und Abläufe vernetzen. Von den Möglichkeiten, die sich mit Industrie 4.0 und dem IoT bieten, profitieren nicht nur Großkonzerne.

Die Veränderungen, die mit „Industrie 4.0“, der „vierten industriellen Revolution“ oder – etwas schlichter – der Digitalisierung einhergehen, bedeuten einen grundlegenden Umbruch in der industriellen Entwicklung und Fertigung. Nach der Dampfmaschine („Industrie 1.0“), der Massenfertigung am Fließband (2.0) und dem Einzug von Mikroelektronik (3.0) ist die nun stattfindende Veränderung von Vernetzung gekennzeichnet. Diese Vernetzung mit intelligenten Werkstücken, smarten Fabriken und intelligenter Logistik bewirkt nicht weniger radikale Umwälzungen wie die vorangegangenen Industrie-Revolutionen.

 

Internet of Things: Von Trends und Visionen zu konkreten Beispielen

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Die Schlagworte „Industrie 4.0“, Digitalisierung und IoT werden oft verwendet. Aber was genau verstehen wir darunter? Für Sie als Unternehmer ist in erster Linie die Frage relevant, was Digitalisierung und Industrie 4.0 für Sie konkret bedeutet. Sie können beispielsweise in der Planung und Entwicklung mit Digital Twin-Modellen arbeiten und später im laufenden Betrieb frühzeitig erkennen, wenn es Wartungs- oder Reparaturbedarf gibt.

Es gibt auch bereits eine Menge Beispiele von erfolgreicher Umsetzung: So ermöglicht die Firma Kärcher ihren Großkunden mit Hilfe von IoT ein effizientes Flottenmanagement ihrer Reinigungsmaschinen. Der Autobauer e.GO testet in Aachen eine komplett vernetzte Smart Factory, um seine „e.GO Life”-Modelle zu fertigen. Auch aus anderen Branchen lassen sich solche Erfolgsbeispiele finden: Maschinen melden Fehler oder Wartungsbedarf automatisch mit Hilfe von M2M (Maschine-zu-Maschine-Kommunikation) und vermeiden so kostenintensive Ausfallzeiten. Lagerbestände lassen sich genauer und aktueller erfassen, um etwa Nachbestellungen oder die Produktion zeitnah und passgenau steuern zu können. Verkaufsautomaten oder öffentliche Müllcontainer übermitteln ihre Füllstände und erlauben so eine effizientere Logistik bei der Befüllung beziehungsweise Abholung.

 

 

Kundenzentrierte Prozesse und „Losgröße 1“

In der industriellen Produktion lassen sich mit diesen Werkzeugen die Effizienz steigern, der Ressourcenverbrauch verringern und Warentransporte optimieren. Eine weitere Möglichkeit, die „Industrie 4.0“ eröffnet, heißt in der Fachsprache „Losgröße Eins“: Die völlige Vernetzung bis auf die Fertigungsebene macht die individuelle Produktion von Einzelstücken exakt nach Kundenwunsch technisch realisierbar – und bleibt dabei sogar wirtschaftlich profitabel. Je nach Produkt und Branche mag diese Anwendung mehr oder auch weniger sinnvoll sein. Doch hinter dem Konzept steht ein fundamentaler Wandel: So werden zum Beispiel Kunden und Geschäftspartner stärker als je zuvor in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse einbezogen, Produktionsverfahren werden agiler.

Im Idealfall profitieren davon alle Beteiligten: Der Kunde erhält exakt was er möchte, und dies in kürzest möglicher Zeit. Und Unternehmen können schneller auf Marktveränderungen reagieren. Dabei helfen ihnen weitere digitale Werkzeuge: Beispielsweise lassen sich neue Kauftrends mit Hilfe von Big-Data-Analysen frühzeitig erkennen.

 

Potentiale von Industrie 4.0 erkennen und umsetzen

Die Digitalisierung bisher analoger Prozesse, die Nutzung von Cloud-Anwendungen, die Gewinnung neuer Informationen aus intelligenten Analysen längst vorliegender Daten, die Vernetzung bislang isolierter Maschinen – solche Maßnahmen sind es, die zu eindeutigen Verbesserungen führen und damit die Versprechen von „Industrie 4.0“ einlösen.


Erfreulicherweise ist das Sortiment an Lösungen und Technologien, die in diesem Zusammenhang zum Einsatz kommen, sehr umfangreich. Daher lässt sich daraus für Unternehmen jeder Größe aus so gut wie allen Branchen sehr konkretes Optimierungs- und Innovationspotenzial identifizieren und umsetzen. Sie als Unternehmer stehen diesen Veränderungen nicht allein gegenüber. Es gibt eine Vielzahl von Beratungsangeboten und Förderprogrammen, sowohl bundesweit wie auch in den einzelnen Bundesländern.

Um solch anspruchsvolle Lösungen umzusetzen, sind hochmoderne und leistungsfähige Netze die Grundvoraussetzung. Sie stellen eine sichere und zuverlässige Vernetzung von Geräten und Komponenten sicher. Mehr Infos zu unserem Giga-Netz auf vodafone.de/ready

 

Was bewegt Sie in Sachen Industrie 4.0 und Digitalisierung am meisten? Hinterlassen Sie uns gern einen Kommentar, wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.

 

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