Situation einer Beratung mit einer Frau vor Zahlenkolonnen an zwei Monitoren
Digitalisierung

Förderprogramme zur Umsetzung Ihres Digitalisierungsprojekts

Bestimmt haben Sie sich schon des Öfteren mit der Digitalisierung von Prozessen in Ihrem Unternehmen beschäftigt und sind dabei auch auf entsprechende Förderprogramme und Consulting-Angebote aufmerksam geworden. Das Thema Fördermittel hat in den letzten Jahren und insbesondere für mittelständische Unternehmen erheblich an Relevanz gewonnen. Bei der Vielzahl an unterschiedlichen Förderprogrammen, spezifischen Voraussetzungen für die Antragstellung und Komplexität des Bewilligungsprozesses ist es jedoch gar nicht so leicht, den Überblick zu behalten.

In diesem Artikel erhalten Sie einen Überblick über die aktuelle Förderlandschaft von Bund und Ländern und erfahren, wie Sie das richtige Förderprogramm für Ihr Unternehmen finden. Außerdem geben wir Ihnen wertvolle Tipps aus der Praxis und lassen Sie von den Erfahrungen profitieren, die unsere Digital Coaches, Fördermittelberater:innen und Partner im Rahmen unterschiedlichster Kundenprojekte gesammelt haben.

Inhaltsverzeichnis

Die aktuelle Fördermittellandschaft – Wer wird gefördert?

Gefördert werden in der Regel kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz in Deutschland. Grundsätzlich lässt sich zwischen Förderprogrammen der EU, des Bundes und der Länder unterscheiden. In verschiedenen Bereichen werden
  • Unternehmen der freien Wirtschaft,
  • Einzelunternehmen sowie
  • institutionelle Einrichtungen, also beispielsweise Hochschulen oder Universitäten, für definierte Vorhaben gefördert.
Der Großteil der Förderprogramme richtet sich an Unternehmen, die bis zu 249 Mitarbeiter:innen haben. Teilweise sind Förderprogramme jedoch auch für Unternehmen ab 250 Mitarbeiter:innen verfügbar. Für viele Förderprogramme gilt zudem eine Umsatzgrenze von 50 Millionen Euro pro Jahr. Die Grenzen im Einzelnen verdeutlicht nachstehende Abbildung:
Schaubild zu den Fördergrenzen im Bereich der Digitalisierung
Die Fördermittel für Digitalisierung sind mit Grenzen verknüpft. Dabei spielen neben der Zahl der Mitarbeitenden entweder der Jahresumsatz oder die Bilanzsumme eine entscheidende Rolle.

Welche Vorhaben werden gefördert?

Unternehmen, die investieren möchten, können von weit über 2.500 bestehenden Förderprogrammen profitieren. In den Bereichen Innovation, Technologie, Digitalisierung sowie Forschung und Entwicklung finden sich auf Bundes- und Landesebene über 400 Programme. Sich hier einen Überblick zu verschaffen, ist eine Herausforderung, die viele förderfähige Unternehmen abschreckt. Einen Großteil der bereitgestellten Mittel rufen Unternehmen somit gar nicht erst ab – die Chancen auf eine Bewilligung stehen also gut.

Welche Förderarten gibt es?

Bei den Förderarten wird unterschieden zwischen
  • Zuschüssen,
  • Darlehen und Krediten,
  • Bürgschaften und
  • Beteiligungen.
Bei den Zuschüssen erhalten Unternehmen eine Förderquote von 30 bis 80 Prozent auf die relevanten Ausgaben. Diese Mittel müssen im Gegensatz zu Darlehen und Krediten nicht zurückgezahlt werden und die gewährende Stelle erwirbt keine Anteile am Unternehmen. Es gibt allerdings Maximalbeträge, bis zu denen eine Bezuschussung möglich ist. Außerdem gibt es im Grunde immer einen Eigenanteil bei der Investition.
Darlehen und Kredite wiederum werden üblicherweise zu einem sehr niedrigen Zinssatz und auf zehn Jahre gewährt. Auch Haftungsfreistellungen und Tilgungszuschüsse sind nicht unüblich, hängen aber vom Einzelfall ab. Bürgschaften wiederum zielen darauf ab, Unternehmen die Kreditgewährung zu vereinfachen. Hier treten Bürg:innen für bestimmte Vorhaben bei Banken ein, was häufig für niedrige(re) Zinssätze und/oder höhere Kreditvolumina sorgt. Bei den Beteiligungen wiederum verkaufen Unternehmen Anteile am eigenen Vorhaben an Investoren, die wiederum mit oder ohne aktive Beteiligung in das Unternehmen eintreten.
Häufig gibt es konkrete Vorgaben hinsichtlich der Zahl der Mitarbeitenden, des Umsatzvolumens und natürlich des Firmensitzes. Diese Vorgaben gelten zwar für viele Förderprogramme, jedoch nicht für alle. Daher kann sich die Suche nach einem passenden Programm dennoch für Sie lohnen, auch wenn Ihr Unternehmen übliche Vorgaben hinsichtlich der Anzahl der Mitarbeitenden und dem Jahresumsatz übertrifft oder (wie beispielsweise bei Start-ups üblich) unterschreitet.

So finden Sie die passenden Förderprogramme für Ihr Unternehmen

Eine praktische Übersicht über die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der EU finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. Unter https://www.foerderdatenbank.de/ finden Sie eine Reihe an Informationen zu Förderprogrammen und Förderern. Und so gehen Sie vor:
Schritt 1: Geben Sie im Suchfeld zunächst Ihren Wunschbegriff ein. Dies kann beispielsweise eines der Schlagwörter „Digitalisierung“, „Innovation“ oder „Nachhaltigkeit“ sein. Anschließend haben Sie die Möglichkeit, Ihre Suche anhand weiterer Kriterien einzugrenzen.
Schritt 2: Im nächsten Schritt erhalten Sie eine Auflistung von Förderprogrammen, die Ihren Kriterien entsprechen. Per Klick auf die einzelnen Programme erhalten Sie weitere Informationen sowie kurze Zusammenfassungen auf der jeweiligen Programmseite. Nun können Sie einen detaillierten Blick auf die Programme werfen, die für Ihr Unternehmen spannend sind und sich ausführlich über diese informieren.
Schritt 3: Nachdem Sie die für Sie interessanten Förderprogramme gefunden haben ist es wichtig, dass Sie sich die weiterführenden Links zum Förderer anschauen. Aufgrund der Vielzahl der Programme kann es durchaus passieren, dass in der Förderdatenbank noch Programme gelistet sind, die entweder ausgelaufen oder bei denen die Fördertöpfe bereits leer sind. Mit Klick auf die Website der Förderer sehen Sie direkt, ob das jeweilige Programm noch aktuell beziehungsweise verfügbar ist.
Schritt 4: Haben Sie sich für eines oder mehrere Förderprogramme entschieden? Oft lohnt es sich, Bewerbungen für gleich mehrere Fördertöpfe abzugeben oder zumindest vorzubereiten. Selbst wenn eine Mehrfachförderung ausgeschlossen sein sollte, sparen Sie in vielen Fällen Zeit beim Beantragungsprozess und können sich im Idealfall für das passendste Förderprogramm entscheiden.
Gerne können Sie uns auch direkt unter enterprise.consulting@vodafone.com kontaktieren. Wir versorgen Sie schnell und einfach mit Informationen zu Ihren konkreten Bedürfnissen, Ihrem Digitalisierungsvorhaben und zu passenden Förderprogrammen. Lassen Sie sich zunächst unverbindlich und produktneutral beraten.
 Geschäftsmann blickt optimistisch vom Dach eines Hochhauses.

Digitalisierung leicht gemacht

Sie möchten die Digitalisierung Ihres Unternehmens auf das nächste Level heben? Unsere Digital Coaches unterstützen Sie kompetent und unverbindlich in allen Phasen Ihres Digitalisierungsvorhabens.

  • Kostenloses Erstgespräch zum Stand Ihrer Digitalisierung
  • Entwicklung einer Digitalisierungs-Roadmap
  • Beratung zur Nutzung von Fördermitteln
  • Unterstützung bei der Implementierung

Ausgewählte Förderprogramme des Bundes

Im Folgenden stellen wir Ihnen zwei besonders beliebte und häufig genutzte Programme vor, die bundesweit angeboten werden: „Digital Jetzt” und „go-digital”. Mehr über Hilfspakete der EU finden Sie hingegen in unserem Artikel über die EU-Förderung.

„Digital Jetzt”: Investitionsförderung für KMU

Bei „Digital jetzt” handelt es sich um eine Zuschussförderung des Bundes. Gefördert werden Investitionen in digitale Technologien und Investitionen in die Qualifizierung von Mitarbeiter:innen. Unternehmen können bis zu 50.000 Euro bei Einzelinvestitionen und bis zu 100.000 Euro bei Wertschöpfungsketten beantragen. Die Förderquoten sind gestaffelt nach der Anzahl der Beschäftigten und sehen wie folgt aus:
  • Bis 50 Beschäftigte: maximal 40 Prozent
  • Bis 250 Beschäftigte: maximal 35 Prozent
  • Bis 499 Beschäftigte: maximal 30 Prozent
Unter bestimmten Voraussetzungen können die Förderquoten erhöht werden: Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Ihr Unternehmen in einer strukturschwachen Region ansässig ist. Alternativ gilt dieser Fall auch, wenn Sie die Förderung für Themen im Bereich IT-Sicherheit mit Berücksichtigung von Datenschutzmaßnahmen beantragen.
Berechtigt für das Programm sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Handwerksunternehmen und Angehörige freier Berufe mit zwischen drei und maximal 499 Beschäftigten und Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland.
„Digital Jetzt” besteht aus zwei Modulen, die Sie kumulativ oder alternativ in Anspruch nehmen können.
Förderfähig sind in Modul 1 Investitionen in digitale Technologien wie zum Beispiel die Implementierung von Hard- oder Software, die der externen sowie internen Vernetzung des Unternehmens dient. Hierzu zählen unter anderem Investitionen in IT-Sicherheit und Datenschutz, Cloud-Anwendungen, KI-Anwendungen, datengetriebene Geschäftsmodelle, Big-Data-Anwendungen und 3D-Druck.
In Modul 2 sind Investitionen in die Qualifizierung von Mitarbeiter:innen förderfähig. Insbesondere geht es hierbei darum,
  • die Belegschaft im Umgang mit digitalen Technologien weiterzubilden (beispielsweise in den Bereichen digitales oder agiles Arbeiten),
  • Basiskompetenzen zu erwerben und auszubauen und/oder
  • digitale Strategien im Unternehmen sowie beim Thema IT-Sicherheit und Datenschutz zu erarbeiten und umzusetzen beziehungsweise Mitarbeitende darin zu schulen.
Die Antragstellung erfolgt in einem zweistufigen Prozess. Die Auswahl der Fördermittelvergabe erfolgt via Zufallsprinzip. Um am Losverfahren teilzunehmen, ist eine Registrierung über das Förderportal Digital Jetzt https://www.digitaljetzt-portal.de/ notwendig. Die Ziehung erfolgt jeweils zum Monatsersten. Ausgewählte Unternehmen können im jeweiligen Folgemonat ihren Antrag einreichen.
Für die Antragstellung müssen Sie folgende Unterlagen übermitteln:
  • Daten zum Unternehmen (u. A. Anzahl Mitarbeitende, Beteiligungsverhältnisse)
  • Informationen zu bereits beantragten Förderungen
  • Digitalisierungsplan
  • Auskunft zu den geplanten Investitionen, Angebote externer Dienstleister, Höhe der Ausgaben
  • Informationen zum Eigenanteil (Quelle: BMWK – Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz)

„go-digital“: Unterstützung für Klein- und Handwerksbetriebe

Mit seinen fünf Modulen „Digitalisierte Geschäftsprozesse“, „Digitale Markterschließung“, „IT-Sicherheit“ , „Datenkompetenz“ und „Digitalisierungsstrategie“ richtet sich das Förderprogramm „go-digital” (Quelle: Innovation – Beratung – Förderung – Startseite (innovation-beratung-foerderung.de) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie an kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und an das Handwerk, die weniger als 100 Mitarbeiter:innen beschäftigen.
Kompetente Beratungsunternehmen wurden durch das BMWi autorisiert, Sie auf Ihrem Weg der Digitalisierung zu begleiten und zu unterstützen. Die Beratungsunternehmen übernehmen die Antragstellung für die Fördermittel, die Abrechnung und das Berichtswesen. Der maximale Zuschuss für Ihr Unternehmen beträgt 16.500 Euro.

Bundesweite Förderprogramme im Überblick

Die relevanten, bundesweiten Förderprogramme für die Digitalisierung sind derzeit (Änderungen vorbehalten, Stand: September 2022):
  • Digital Jetzt: Investitionszuschüsse für KMU von bis zu 50.000 Euro
  • go-digital: Zuschüsse für Digitalisierungsberatung in KMU bis 16.500 Euro
  • BAFA: Zuschüsse, z.B. für Marketingberatung von bis zu 3.200 Euro
  • go-inno: Zuschüsse (Innovationsgutscheine) im Wert von bis zu 20.000 Euro
  • KfW Digital: Kredite für die Digitalisierung von bis zu 25 Millionen Euro
  • KfW Mezzanine: Kredite für Forschung und Innovation von bis zu 5 Millionen Euro

Ausgewählte Förderprogramme der Länder

Auch auf Länderebene gibt es für Unternehmen eine Vielzahl von Förderprogrammen, die auch für Ihr Unternehmen spannend sein können. Im Folgenden stellen wir Ihnen diese in Kurzportraits vor. Alle ausgewählten Programme finden Sie mit weiterführenden Informationen auch auf den Seiten der Förderdatenbank: https://www.foerderdatenbank.de/.
Mit der „Digitalisierungsprämie Plus”, einer Zuschussförderung für Unternehmen in Baden-Württemberg beispielsweise, können Sie eine Fördersumme von bis zu 10.000 Euro beantragen. Im Programm gefördert werden Projekte im Bereich Strategie und Organisation, wie zum Beispiel
  • die erstmalige Nutzung von Cloud-Technologien,
  • Datensicherheitskonzepte,
  • die Digitalisierung von Produktion und Verfahren, sowie
  • die Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen.
Bis zu 15.000 Euro Zuschuss beziehungsweise eine Förderquote von 80 Prozent bei kleinen und 60 Prozent bei mittleren Unternehmen können Sie mit dem MID-Digitalisierungs-Gutschein in Nordrhein-Westfalen erhalten. Gefördert werden Themen zur Digitalisierung rund um die (Weiter-)Entwicklung intelligenter Produkte, Dienstleistungen und Produktionsverfahren.
Der Digitalbonus Niedersachsen hält eine Fördersumme von bis zu 10.000 Euro und eine Förderquote von 40 Prozent für kleine und 20 Prozent für mittlere Unternehmen für Sie bereit. Förderfähig sind Investitionen zur Digitalisierung von Prozessen, Dienstleistungen oder Produkten zur Verbesserung der IT-Sicherheit.
Ebenfalls eine Fördersumme von bis zu 10.000 Euro und eine Förderquote von bis zu 50 Prozent können Sie sich mit dem Digitalbonus Standard in Bayern sichern. Im Fokus des Programms stehen die Digitalisierung von Prozessen, Dienstleistungen und Produkten, die Migration und Portierung von IT-Systemen und IT-Anwendungen sowie die Verbesserung der IT-Security.
Die Förderprogramme nach Ländern im Einzelnen:

Förderprogramme in Baden-Württemberg

  • Digitalisierungsprämie Plus: Die Digitalisierungsprämie Plus (siehe oben) ist dazu da, Digitalisierungsprojekte sowie Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu fördern.
  • Umweltforschung BWPLUS: Passende Problemlösungen, die dem Klimawandel entgegenwirken, können bezuschusst werden.
  • Beteiligungsgesellschaft MBG: Haben Sie schon einmal über eine sogenannte „stille Beteiligung” eines Investors nachgedacht? Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg kann dabei helfen, Ihre Finanzierungsstruktur zu verbessern.

Förderprogramme in Bayern

  • Digitalbonus Standard: Die Programme Digitalbonus Standard und Digitalbonus Plus unterstützen Maßnahmen mit einfachem oder besonderem Innovationsgrad. Die Einführung von ERP-, CRM-, Dokumentenmanagement- oder Warenwirtschaftssystemen zählt zu den üblichen Digitalisierungsmaßnahmen, die hier gefördert werden.
  • Förderprogramm der Bayerischen Forschungsstiftung: Unter dem Namen „Hochtechnologien für das 21. Jahrhundert” können Zuschüsse für Verbundvorhaben beantragt werden. Zielgruppe sind Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Freiberufler.
  • „Energie Innovativ”: Mit diesem Angebot fördert Bayern den Ausbau regenerativer Energien: Beim Energiekonzept „Energie Innovativ” geht es vor allem um höhere Wirkungsgrade und mehr Energieeffizienz bei industriellen Anlagen.

Förderprogramme in Berlin

  • Innovationsassistent:in: Unternehmen, die entsprechend qualifizierte Hochschulabsolventen beschäftigen, bezuschusst das Land Berlin mit bis zu 50 Prozent der Lohnkosten.
  • ProFiT: Für Einzel- und Verbundprojekte von Unternehmen oder zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen können Sie Zuschüsse oder zinsverbilligte Darlehen erhalten.
  • GründungsBONUS: Überlegen Sie derzeit, sich in Berlin selbständig zu machen oder haben dies kürzlich getan? Dann können Sie einen Kostenzuschuss von bis zu 50.000 Euro vom IBB Business Team erhalten.

Förderprogramme in Brandenburg

  • Brandenburgischer Innovationsgutschein: Dieses Förderprogramm soll insbesondere kleine und mittlere Unternehmen einschließlich Handwerksbetrieben unterstützen. Es zielt vor allem auf wissenschaftliche Untersuchungen, Forschungsprojekte und Digitalisierungsmaßnahmen ab.
  • ProFIT Brandenburg: Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Land Brandenburg können sich durch Darlehen und Zuschüsse unterstützen lassen: Etwa bei der Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Technologien.
  • Landesbürgschaften: Das Land Brandenburg unterstützt Unternehmer:innen mit Investitionsvorhaben in Form einer Landesbürgschaft. Diese erleichtert die Verhandlungen mit Banken, wenn es um die Zuteilung von Krediten geht.

Förderprogramme in Bremen

  • PFAU: Bremen unterstützt das Thema Umweltinnovationen im Rahmen des „Programms zur Förderung anwendungsnaher Umwelttechniken (PFAU)”. Unternehmer:innen können damit Vorhaben fördern lassen, die direkt oder indirekt positive Auswirkungen auf die Umwelt haben.
  • Beratungsförderungsprogramm zu Digitalisierung und Arbeit 4.0: Unsicherheiten bei der Einführung digitaler Technologien soll ein entsprechendes Beratungsförderungsprogramm entgegenwirken. Das Programm vermittelt passende Unternehmensberater:innen, die obendrein bezuschusst werden.

Förderprogramme in Hamburg

  • Das PROFI-Programm: Unter dem Namen PROFI Transfer Plus fördert das Land Hamburg Kooperationsprojekte mit dem Schwerpunkt Innovation mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten.
  • InnoRampUp: Sie möchten in Hamburg ein (Tech-)Unternehmen gründen? Dieses Förderprogramm bietet bis zu 150.000 Euro Zuschuss pro Start-up und eine Förderquote von bis zu 100 Prozent der förderfähigen Ausgaben.
  • IFB Beratungscenter Wirtschaft: Das IFB ist eine zentrale Anlaufstelle zum Thema öffentlicher Förderung in den Bereichen Wirtschaft, Innovation und Umwelt. Hier können Sie sich bei Fragen zu den Fördermöglichkeiten in Hamburg beraten lassen.

Förderprogramme in Hessen

  • Elektromobilität: Das Land Hessen fördert insbesondere Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, aber auch Pilot- und Demoprojekte zum Thema Elektromobilität.
  • Futury Venture Fonds Deutschland-Hessen: Der Futury-Venture-Fonds dient dazu, Unternehmer:innen in Hessen mit bis zu 20 Millionen Euro zu fördern. Möglich macht dies eine Zusammenarbeit zwischen der hessischen Landesregierung und privaten Investor:innen.

Förderprogramme in Mecklenburg-Vorpommern

  • Beratungsförderung: Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds Unternehmensberatung in bereits etablierten Unternehmen – zum Beispiel zum Thema Innovation und Digitalisierung.
  • Forschungsförderung: Sie haben eine Idee, die innovativ und durch technische Risiken geprägt ist? Dann können Sie diese auf vielfältige Weise im Verbund durch das Technologie-Beratungs-Institut GmbH unterstützen lassen.
  • Gründungsstipendium: Auch Stipendien können dabei helfen, innovative Ideen auf Marktreife zu testen und zu vermarktbaren Produkten reifen zu lassen. Mecklenburg-Vorpommern bietet hier Hilfestellung.

Förderprogramme in Niedersachsen

  • NBank-Innovationsförderprogramm: Dieses niedersächsische Förderprogramm der NBank unterstützt Unternehmen dabei, wettbewerbsfähiger zu werden. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen können bis zu eine Million Euro an Zuschüssen für Innovationsvorhaben erhalten. Auch der oben erwähnte Digitalbonus wird von der NBank organisiert und vergeben.
  • Landesbürgschaften: Das Land Niedersachsen übernimmt Bürgschaften, damit Unternehmen leichter an Bankkredite gelangen können.
  • Der Niedersachsen-Gründerkredit: Ebenfalls die NBank vergibt Gründerkredite an Gewerbetreibende, Existenzgründer:innen und Freiberufler:innen.

Förderprogramme in Nordrhein-Westfalen

  • MID-Digitalisierungs-Gutschein: Das Programm MID-Digitalisierung ermöglicht es kleinen und mittleren Unternehmen aller Branchen, konkrete Digitalisierungsprojekte umzusetzen. Dabei werden Digitalisierungsaufträge an externe Auftragnehmer vergeben, um Produkte, Dienstleistungen und Produktionsverfahren weiter- oder neu zu entwickeln.
  • NRW.BANK.Digitalisierungskredit: Dieser Förderbaustein soll Digitalisierungsmaßnahmen mit zinsgünstigen Darlehen unterstützen.
  • progres.nrw: NRW will regenerative Energien und die damit verbundene Wirtschaft fördern und den Ausbau unterstützen. Der Programmbereich Innovation der NRW.BANK hat hierzu ein eigenes Zuschussprogramm aufgesetzt.

Förderprogramme in Rheinland-Pfalz

  • Innovationsassistent:innen: Das Land Rheinland-Pfalz will die Wettbewerbsfähigkeit regional ansässiger KMU stärken. Hierzu werden Hochschulabsolvent:innen als sogenannte Innovationsassistent:innen zeitlich befristet eingestellt und gefördert.
  • INNOTOP: Kleine und mittelgroße Unternehmen mit Sitz in Rheinland-Pfalz, aber auch große Unternehmen, können nicht zurückzahlbare Zuwendungen erhalten. Basis hierfür ist der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
  • Beratungsprogramm: Genau wie INNOTOP kommt auch das Beratungsprogramm für den Mittelstand von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB). Es fördert Beratungskosten von KMU mit bis zu 50 Prozent.

Förderprogramme im Saarland

  • Zentrales Technologieprogramm Saar: Unternehmer:innen, die im Saarland Technologieförderung erhalten wollen, können sich an die dortige Staatskanzlei wenden und über Mittel der Europäischen Union (EFRE) gefördert werden.
  • Go International: Die Programme „Go International” und „inKontakt” bieten umfangreiche Hilfestellung bei Auf- und Ausbau internationaler Kontakte.
  • Ausfallbürgschaften: Unternehmen verschiedener Branchen können unter bestimmten Bedingungen Bürgschaften des Saarlands erhalten und so leichter an benötigte Kredite gelangen.

Förderprogramme in Sachsen

  • KETs-Pilotlinien: Unternehmen, die im Freistaat Sachsen an Schlüsseltechnologien forschen, können mit Unterstützung durch die KETs-Pilotlinien rechnen. So sollen vielversprechende Forschungsergebnisse (schneller) in marktreife Industrieprodukte überführt werden.
  • Technologietransferförderung: Mit diesem Förderprogramm der Sächsischen Aufbaubank sollen in Sachsen ansässige Gewerbetreibende in die Lage versetzt werden, technologisches Wissen schneller in das eigene Unternehmen einfließen zu lassen. Insbesondere das Patent- und Lizenzwesen soll hierdurch gestärkt werden.
  • Innovationsprämie: Sie haben eine Idee, können aber die dazu notwendige Forschungs- und Entwicklungsarbeit nicht selbst leisten? Dann kann die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen sinnvoll sein. Dies wird in Sachsen umfangreich im Rahmen der EFRE-Technologieförderung unterstützt.

Förderprogramme in Sachsen-Anhalt

  • Digital Creativity: Die Investitionsbank Sachsen-Anhalt bietet regional ansässigen KMU Unterstützung bei der Entwicklung von interaktiven, digitalen Inhalten oder Medienproduktionen mit wissenschaftlichem Hintergrund.
  • RESSOURCE: Unternehmen, die ökologischer und energieeffizienter handeln wollen, möchte das Land Sachsen-Anhalt ebenfalls helfen. Neben allgemeinen Umweltschutzthemen spielen Abfallvermeidung und -verwertung eine wichtige Rolle.
  • EGO.-INKUBATOR: Dieses Förderprogramm richtet sich speziell an Hochschulen. In seinem Rahmen soll nicht nur unternehmerisches Denken gefördert werden. Darüber hinaus stehen Lösungsansätze für praxisrelevante Problemstellungen und akademische Unternehmensgründungen im Vordergrund.

Förderprogramme in Schleswig-Holstein

  • FIT – Anwendungsorientierte Forschung, Innovationen und Technologietransfer: Eine der wesentlichen Herausforderungen bei Innovationsprozessen ist die Verzahnung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Bedürfnissen des freien Marktes. Das Programm FIT soll hierbei Unterstützung bieten.
  • IA – Innovationsassistent:in: Kleine und junge Unternehmen stehen oft vor dem Problem, genügend qualifizierte Fachkräfte zu finden. Mit einem:r Innovationsassistent:in können Sie sich dieses Vorhaben für einen begrenzten Zeitraum fördern lassen und auf Hochschulabsolventen als Arbeitskräfte zurückgreifen.
  • BFEI – Betriebliche Forschung, Entwicklung und Innovation: Schleswig-Holstein möchte die Entstehung von zukunftsorientierten Arbeitsplätzen fördern. Aus diesem Grund fördert das Bundesland bevorzugt spezialisierte Berufsbilder und Schlüsseltechnologien.

Förderprogramme in Thüringen

  • FTI-Förderung: Thüringen fördert besonders Forschungs-, Technologie- und Innovationsprojekte. Dazu zählen insbesondere Vorhaben in der industriellen Produktion, sowie in den Bereichen Mobilität, Gesundheit und der Energiewirtschaft.
  • Digitalbonus Thüringen: Der Digitalbonus Thüringen zielt besonders auf kleine und mittelgroße Unternehmen ab. Das Förderprogramm unterstützt sie dabei, Software und Hardware im IuK-Bereich (Information und Kommunikation) anzuschaffen und dafür auch externe Dienstleister zu beschäftigen.
  • STIFT: Die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen will Gründer:innen dabei unterstützen, ihr Vorhaben zur Marktreife zu bringen und gängige Hürden bei der Neugründung zu überwinden.

Tipps und Tricks zum Thema Fördermittel

Abschließend haben wir noch einige Tipps und Tricks zum Thema Fördermittel für Sie zusammengefasst, die Ihnen in der Praxis weiterhelfen:
  1. Recherchieren Sie regelmäßig und planen Sie ausreichend Zeit ein! Informieren Sie sich regelmäßig über aktuelle Förderprogramme, deren Voraussetzungen und Fristen. Planen Sie ausreichend Zeit für die Antragstellung und Zusammenstellung der erforderlichen Dokumente ein. Und achten Sie darauf, wann das Digitalisierungsvorhaben umgesetzt werden sollte. In vielen Fällen darf das Projekt nicht vor dem Zuwendungsbescheid begonnen haben.
  2. Die Wahl des Förderprogramms richtet sich nach Ihrem Digitalisierungsvorhaben. Je konkreter Sie Ihr Digitalisierungsvorhaben planen, desto einfacher fällt die Suche nach geeigneten Förderprogrammen. Priorisieren Sie Ihre Digitalisierungsprojekte und identifizieren Sie jene, die Sie notfalls auch ohne Förderung umsetzen sollten.
  3. Prüfen Sie auch, ob sich Programme kombinieren lassen! Sobald Sie eine Vorauswahl an Programmen getroffen haben, die für Ihre Digitalisierungsprojekte in Frage kommen prüfen Sie, inwiefern sich diese kombinieren lassen. So holen Sie im Idealfall das Optimum aus der Förderlandschaft heraus.

Unterstützung bei der Auswahl und Beantragung von Fördermitteln

Wenn Sie jetzt oder zu einem späteren Zeitpunkt das Thema Digitalisierung und Fördermittelbeantragung in Ihrem Unternehmen vorantreiben möchten kann es sinnvoll sein, auf die Kompetenz und Erfahrung eines externen Partners zu vertrauen. Gerade im betrieblichen Alltag gehen Fördermittelanträge aufgrund von hausinternem Ressourcenmangel und fehlender Expertise häufig unter oder dauern unverhältnismäßig lange. Hinzu kommt, dass auch die Digitalisierungsberatung selbst und die Beantragung von Fördermitteln teilweise förderfähig ist.
Ihre Vorteile mit einem externen Partner:
  • Sie verschaffen sich einen schnellen Überblick über für Sie passende Fördermittel und -arten.
  • Sie sparen Zeit und Ressourcen bei der Antragsvorbereitung und -erstellung.
  • Sie beantworten eventuelle Rückfragen seitens der Förderstellen rechtzeitig und vollständig.
  • Sie vermeiden mögliche Fallstricke bei den Fördervoraussetzungen.
  • Sie sorgen im Rahmen der Förderung direkt auch für mögliche Zertifizierungen oder schaffen die Grundlage für weitere Fördermittel.
Unser Fazit: Die Suche nach Förderprogrammen ist nicht immer einfach. Mit ein paar Tipps und Tricks finden Sie aber dennoch schnell die für Ihr Unternehmen passenden Programme. Und auch wenn die Bewilligung von Förderprogrammen für Ihr Unternehmen hohe Relevanz hat, sollte sich die Suche nach Fördermitteln zwingend nach Ihren Digitalisierungsvorhaben richten – nicht umgekehrt.
Wichtig ist dafür, dass Ihr zu förderndes Vorhaben entweder einen Teil oder die Grundlage einer Gesamt-Digitalisierungsstrategie für Ihr Unternehmen bildet. Schließlich ist Digitalisierung nicht etwas, das man „auf Knopfdruck“ herstellt, sondern oft ein jahrelanger Prozess. Hierbei gilt es, stets eine Kosten-/Nutzenabwägung für den Einsatz moderner Technologie zu vollziehen und Schritt für Schritt vorzugehen.
Für Unterstützung bei den Themen Digitalisierung und Fördermittel kontaktieren Sie uns gerne unter enterprise.consulting@vodafone.com. Wir beraten Sie gerne und identifizieren in einem kostenlosen Workshop gemeinsam die Digitalisierungsprojekte, die für Sie wichtig sind und unterstützen Sie natürlich auch bei der Umsetzung.
Das könnte Sie auch interessieren:
Digitalisierung
Eine kleine Pflanze wächst aus einem Erdhaufen auf einer Platine mit Leiterbahnen

Green IT – Definition, Beispiele und Maßnahmen

Die Digitalisierung bietet die Chance, ökonomische und gesellschaftliche Prozesse effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Gleichzeitig haben digitale Infrastrukturen oft einen hohen Energiebedarf. Mit einer energieeffizienten IT-Landschaft können Sie dem jedoch entgegenwirken. Die sogenannte Green IT stärkt damit die Nachhaltigkeit Ihres gesamten Unternehmens und reduziert gleichzeitig Kosten. Doch wie gelingt die Umstellung? Büros benötigen im Zuge der Digitalisierung weniger Papier, während die Arbeit im Homeoffice den Straßenverkehr reduziert und damit auch Emissionen. Doch jede Suchanfrage, jede Chatnachricht, jede E-Mail, jeder Teams-Call, kurz gesagt, jeder Datenaustausch benötigt Energie. Machte die Informations- und Telekommunikationstechnik (IKT) im Jahr 2020 noch rund drei Prozent des weltweiten Strombedarfs aus, sollen es Schätzungen zufolge im Jahr 2030 bereits über 20 Prozent sein. Grund dafür ist insbesondere der steigende Energiebedarf von Daten- und Rechenzentren, der mit der zunehmenden Digitalisierung von Prozessen sowie dem Einsatz neuer Technologien zusammenhängt – wie etwa künstlicher Intelligenz, Virtual Reality und Blockchain. Auch die vielen Geräte für die Umsetzung digitaler Prozesse in Unternehmen benötigen enorme Ressourcen in der Herstellung. Daher sind Lösungen gefragt, um die IT-Infrastruktur insgesamt energieeffizienter zu gestalten. Welche das sein können und wie Sie die IT Ihres Unternehmens nachhaltiger aufstellen können, erfahren Sie hier.

Telefon

Digitalisierungs-Beratung

Sie haben Fragen zur Digitalisierung? Jetzt kostenlos beraten lassen. Montag-Freitag von 8-20 Uhr, außer an Feiertagen.

0800 505 4512

Hilfe und Service

Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr, außer an Feiertagen.

0800 172 1234
Online
Vor Ort