IaaS, PaaS und SaaS einfach erklärt: Cloud-Services im Vergleich

Technologie

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Datum 11.06.2021
Lesezeit 5 Min.

IaaS, PaaS und SaaS einfach erklärt: Cloud-Services im Vergleich

Die Cloud ist in aller Munde – aber Cloud Service ist nicht gleich Cloud Service. Angeboten werden Clouds als IaaS, PaaS, SaaS und Co. Lesen Sie hier, was diese Abkürzungen bedeuten und welches Cloud-Modell das richtige für Ihr Business ist.

Daten in die Cloud auszulagern bietet viele Vorteile: Sie möchten auch von unterwegs immer auf Ihre Firmendaten zugreifen können? Sie suchen einen sicheren Ort für ein regelmäßiges Backup, der außerhalb Ihrer Geschäftsräume liegt? Sie möchten schnell Rechenleistung und Speicherplatz zur Verfügung haben wenn Ihr Datenverkehr saisonal anwächst, ohne dafür Hardware kaufen und warten zu müssen? Ihre Programmierer benötigen eine abgeschlossene Entwicklungs- und Testumgebung, die es in Ihrem Unternehmen in dieser Form nicht gibt? Sie möchten teure Spezial-Software auf einer wechselnden Anzahl von Arbeitsplätzen nutzen, ohne dafür jede Menge Software-Lizenzen zu kaufen, die dann vielleicht gar nicht benötigt werden?

In all diesen Fällen ist die Cloud eine gute Antwort auf Ihre Herausforderungen. Doch so vielfältig wie die Anforderungen an Business-Clouds im Geschäftsleben sind, so vielfältig und unterschiedlich sind auch die Angebote auf dem Markt. Neben der Unterscheidung zwischen Private Cloud und Public Cloud ist der technische Umfang der Cloud wichtig für Sie.

Denn Business Clouds werden mit unterschiedlichen Service-Paketen angeboten. Diese unterschiedlichen Pakete werden auch als Cloud-Modelle bezeichnet. Sie unterscheiden sich darin, welche Aufgaben der Cloud-Anbieter für Sie übernimmt und welche Sie selbst erledigen müssen. Aufgaben, die der Anbieter für Sie übernehmen kann, sind beispielsweise die Verwaltung und Sicherung Ihrer Daten, das Verteilen von Ressourcen oder die Installation von Software, die Sie für Ihre Arbeit benötigen.

Nur wenn das beauftragte Cloud-Modell auch zu Ihren Anforderungen passt, können Sie die jeweilige Cloud überhaupt sinnvoll für Ihr Business nutzen. Verbreitet sind in vor allem die drei Modelle „IaaS” (Infrastructure as a Service), „PaaS” (Platform as a Service) und „SaaS” (Software as a Service). Sie bauen hierarchisch aufeinander auf und sind hier für Sie einfach erklärt:

IaaS: Flexible Server-Infrastruktur zur Miete

Buchen Sie eine Cloud als Infrastructure as a Service, mieten Sie Speicher und Rechenleistung (Infrastruktur) bei Ihrem Anbieter. Dafür zahlen Sie pro Zeiteinheit und je nach gewünschtem Leistungsumfang eine Nutzungsgebühr.

Auf dieser Hardware können Sie beispielsweise eigene virtuelle Rechner (Virtual Machines) aufsetzen. Über eine passende API, also eine Programmierschnittstelle, greifen Sie über ein WAN (Wide Area Network) auf die gemietete Infrastruktur zu und installieren darauf dann Betriebssysteme und Anwendungen. Alles, was Sie an Software benötigen, richten Sie somit selber ein: vom Betriebssystem über die Middleware, die intern Zugriffe auf Ressourcen reguliert, bis zur Programmiersprache oder der Entwicklungsumgebung. Aufgaben wie der Virenschutz können je nach Vertragsmodell vom Anbieter bereitgestellt werden oder in Ihren Händen liegen.

IaaS entspricht damit der technischen Ebene, auf der auch Ihre unternehmenseigene IT arbeitet, wenn sie neue Infrastruktur an Ihrem Firmensitz aufsetzt. Bekannte Anbieter von IaaS sind Amazon Web Services (AWS) und Google Cloud Platform (GCP).

 

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Die drei typischen Cloud-Anwendungen IaaS, PaaS und SaaS bauen aufeinander auf.

 

PaaS: Plattformangebote im Cloud-Mietmodell

Beim Platform-as-a-Service-Modell stellt der Cloud-Anbieter Ihnen Rechenleistung und Arbeitsspeicher wie beim IaaS-Modell zur Verfügung. PaaS bietet aber zusätzlich Software, beispielsweise Betriebssysteme, Middleware, Entwicklertools oder Programme zur Verwaltung von Datenbanken. Dies ist die Ebene, auf der üblicherweise Entwickler arbeiten, wenn sie neue Software programmieren und testen. Je nach gewähltem Vertragsmodell kümmert sich der Dienstleister auch um regelmäßige Backups Ihrer Daten sowie um einen aktuellen Virenschutz und eine Firewall. Auch die Anbindung ans Internet oder andere Netzwerke übernimmt der Cloud-Anbieter hier in der Regel für Sie.

Über Monitoring- und Management-Tools, die der Anbieter installiert, steuern Sie den Zugriff auf die einzelnen Ressourcen. Wie beim IaaS-Modell können Sie bei Bedarf Rechenleistung und Arbeitsspeicher kurzfristig dazubuchen, wenn Ihre Anforderungen temporär oder dauerhaft ansteigen.

Das Cloud-Modell PaaS ist beispielsweise dann für Sie sinnvoll, wenn Sie eine Entwicklungsumgebung für ein temporäres Projekt benötigen, auf der Entwickler direkt arbeiten können.

Natürlich können Sie auf dieser Ebene auch wiederum eigene Anwendungen für Ihre Kunden installieren. Das kann beispielsweise eine von Ihnen selbst entwickelte Webshop-Software sein, die Ihre Kunden dann wiederum bei Ihnen als Software as a Service anmieten. Auch viele Webhosting-Angebote laufen als PaaS-Modell. Namhafte PaaS-Anbieter sind Google mit seiner App Engine Plattform, Microsoft Azure und Salesforce mit force.com.

 

Youtube / MichlFranken

 

SaaS: Softwarelösungen aus der Cloud

Software as a Service (SaaS) bedeutet, dass Sie eine einzelne Softwarelösung oder ein Software-Paket bei Ihrem Cloud-Anbieter auf Zeit mieten, anstatt regelmäßig neue Lizenzen der aktuellen Programmversionen zu kaufen. Während der Nutzung der Software sind Ihre Arbeitsplatz-Rechner oder Ihr Firmennetzwerk in der Regel über das Internet mit der Cloud des Anbieters verbunden.


Je nach Konfiguration liegen auch Produktionsdaten, die Sie mit der Software erstellt haben (beispielsweise 3D-Modelle oder Artikellisten) nicht mehr lokal in Ihrem Netzwerk, sondern ebenfalls in der Cloud des Software-Anbieters. Möchten Sie diese Daten mit anderen Programmen anderer Hersteller weiter bearbeiten, müssen Sie sie aus der Cloud exportieren und auf Ihren Arbeitsplatz-Rechner herunterladen.

Um Rechenzeit zu sparen, werden besonders zeitintensive Aufgaben der Software auf Ihrem lokalen Rechner ausgeführt. Dazu gehören beispielsweise das Berechnen von 3D-Grafiken oder das Sortieren umfangreicher Datenbestände. Andere Funktionen der Software werden auf die Cloud Ihres Anbieters ausgelagert. Auch hier kümmert sich der Cloud-Anbieter, der in erster Linie ein Software-Anbieter ist, um Back-ups und Virenschutz.

SaaS dient nicht in erster Linie dazu, in Ihrem eigenen Netzwerk Hardware-Kapazitäten einzusparen. Stattdessen  ist das Modell häufig Ersatz für frühere Lizenzmodelle, bei denen Sie lokale Kopien Ihrer benötigten Programme beim Hersteller dauerhaft erworben haben. Der Vorteil für Sie: Es fallen bei Ihnen keine Kosten für ungenutzte oder veraltete Lizenzen an. Sie mieten tatsächlich nur das, was Sie aktuell wirklich brauchen. Der Anbieter kümmert sich um die regelmäßige Weiterentwicklung der Software und Sie haben immer Zugriff auf die neueste Programmversion, die in der Cloud automatisch eingespielt wird.

Da SaaS auch für die Software-Hersteller erhebliche Vorteile mit sich bringt, gibt es gerade im Business-Bereich viele Programme gar nicht mehr als herkömmliche Kauf-Lizenzen. Bekannte Beispiele für SaaS sind Microsoft 365 oder die Adobe Creative Cloud. Auch ein fertiger Webshop, den Sie selbst nur noch mit Ihren Artikeln befüllen, ist ein typisches SaaS-Angebot.

 

Vodafone ist Ihr idealer Cloud-Partner

Ob IaaS, PaaS oder SaaS – mit dem richtigen Cloud-Modell können Sie für Ihr Unternehmen Zeit und Geld sparen, indem Sie IT-Aufgaben und den damit verbundenen Aufwand an Ihren Cloud-Dienstleister auslagern. Und für die Vernetzung Ihrer Standorte bietet Ihnen Vodafone als Vertriebspartner die Alibaba Public Cloud an. So reduzieren Sie Kosten und halten Ihre Infrastruktur schlank.

 

Welches Cloud-Modell nutzen Sie bereits in Ihrem Unternehmen? Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

 


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