Handwerk digital: Innovation in der Tischlerei

Digitales Business

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Datum 25.02.2020
Lesezeit 4 Min.

Handwerk digital: Innovation in der Tischlerei

Tischlermeister Christian Voss mag Innovationen: Im nordrhein-westfälischen Havixbeck upcycelt er alte Gerüstbohlen zu neuen Möbeln. Auch in seinen Arbeitsabläufen vertraut er auf frische Ideen und moderne Technik – seine Tischlerei ist voll digitalisiert. 

Christian Voss und sein Team planen und überwachen einen Großteil ihrer Projekte digital. Sein Ziel: Zukünftig soll das Aufmaß beim Kunden schon digital erfasst und das neue Projekt direkt vor Ort angelegt werden können.

 

So sieht die Tischlerei von morgen aus

Wer glaubt, dass der Chef einer Tischlerei nur etwas von seinem Handwerk verstehen muss, irrt gewaltig: „Eine Menge Mut, Durchhaltevermögen und Kraft“ sind laut Christian Voss, selbstständiger Schreiner, noch viel wichtiger.


Schon vor zehn Jahren, als er seine Tischlerei „Charakterstück“ gegründet hat, bewies Tischlermeister Voss Innovationsfreude. Seitdem widmet sich sein Betrieb in Havixbeck im Münsterland dem Upcycling: Aus alten Gerüstbohlen entstehen neue handgefertigte Möbel, deren Optik den Einsatz der Bretter auf Baustellengerüsten noch erahnen lässt. Aus diesem Bauholz fertigt der selbstständige Tischler gerade mit seinem Team Möbel wie Betten, Schränke, Tische und Garderoben.

In seinem Betrieb macht er den Spagat zwischen Digitalisierung und Tradition: Die ersten Schritte hatte er schon gewagt, als andere noch Rechnungen per Post verschickten. Heute läuft von der Anfrage bis zum Kundenfeedback der Großteil der Projektplanung und -überwachung über digitale Wege. Nur die Handarbeit am Holz kann und soll keine Maschine übernehmen – hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Die Balance zwischen 3D-Zeichnung und Handskizze und zwischen Zollstock und Smartphone macht die Arbeit erst richtig spannend.

 

Vernetzter Arbeitsalltag braucht perfekte Organisation 

Christian Voss ist ständig auf Achse. Die Zahlen im Blick haben, mit den Lieferanten und Kunden vernetzen, die Mitarbeiter motivieren, in der Werkstatt den Überblick behalten, neue Projekte entwerfen und alte abschließen. Die Grundlage seiner Selbstständigkeit bilden eine gute Organisation und eine realistische Planung. „Zum Glück kann ich da auf digitale Tools zurückgreifen“, so der Unternehmer. Schon seit Jahren läuft der Großteil der Kommunikation bei Charakterstück über Smartphone und Tablet.

Christian Voss geht noch einen Schritt weiter: Zukünftig sollen die Mitarbeiter das Aufmaß beim Kunden schon digital erfassen und das Projekt direkt vor Ort anlegen. Da der Digitalfan immer mehr Zeit im Auto statt im Büro verbringt, kann er so auch von unterwegs auf alle wichtigen Projektdetails zugreifen und Zeit sparen.

 

Video: YouTube / Unitymedia Business

 

Eine moderne Telefonanlage für das digitale Handwerk 

Früher sind wichtige Kundenanfragen und Rückrufe auf dem Anrufbeantworter gelandet, während Christian Voss von Baustelle zu Baustelle unterwegs war. Kundentermine, Materialauswahl, Messen und Montage: Es gibt viele Gründe, warum man ihn nicht in der Werkstatt antrifft. 

„Die Autofahrten von und zu Terminen nutze ich, um in Ruhe Telefonate zu führen.“
Tischlermeister Christian Voss

Inzwischen vertraut er auf eine virtuelle Telefonanlage, die sich gänzlich in der Cloud befindet und dafür sorgt, dass er immer und überall über seine Festnetznummer erreichbar ist. Wenn dies einmal nicht der Fall sein sollte, kann er Anrufe an Kollegen, die Mailbox oder in eine Warteschlange weiterreichen. Über die moderne Telefonanlage läuft beim digitalen Tischler quasi alles und von überall.

Der Tischlermeister erzählt: „Ich kenne die alte analoge Welt noch sehr gut und erinnere mich gerne an das erste Modem mit dem lustigen Piepsgeräusch beim Einwählen zurück.“ Das fiepende Modem, an das sich Christian Voss erinnert, war ehemals eine kleine Revolution und wurde 1989 von „Integrated Services Digital Network“ abgelöst. Die damalige Sensation, kurz ISDN genannt, brachte einen enormen Fortschritt: Man konnte zeitgleich Telefon und Internet nutzen – und zwar doppelt so schnell wie vorher.

Aber auch ISDN ist heute längst nicht mehr der letzte Stand der Technik. ISDN wird nach und nach abgeschaltet und durch IP-Telefonie ersetzt, die der Tischlermeister ja bereits nutzt. 

Die Digitalisierung vereinfacht Prozesse auch hier: Egal wie sich die Größe des Unternehmens verändert, die Telefonanlage passt sich durch ein paar Mausklicks an. Weitere Standorte oder Mitarbeiter im Außeneinsatz können eingebunden werden, im Urlaub oder unterwegs lässt sich die Festnetznummer nutzen – flexibles Arbeiten wie es Tischler Christian Voss schon längst praktiziert.


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Das Handwerk der Zukunft braucht die zettellose Werkstatt

Die Digitalisierung bietet die Voraussetzungen, um sich weitere Ziele zu setzen. Christian Voss wünscht sich die Zukunft auch in seinem Betrieb papierlos: „Durch den digitalen Wandel ist die zettellose Werkstatt schon fast greifbar.“

Nicht nur aus ökologischer Sicht lohnt sich das Umdenken. Es erleichtert den Büroalltag, wenn Informationen einfach per Mausklick gesucht, geteilt oder kopiert werden können. Christian Voss verrät, mit welchen Mitteln er seinen Arbeitsalltag unterwegs organisiert:

  • Stabile Internetverbindung: Das A und O für mobiles Arbeiten
  • Smartphone und Tablet: Das Büro für die Hosentasche ermöglicht telefonieren, fotografieren, notieren, diktieren
  • Headset: Hände frei beim Telefonieren
  • Powerbank: Zusätzliche Energie für unterwegs
  • Faltbare Tastatur: Spart Platz und beschleunigt das Tippen auf dem Tablet
  • Mobiler Drucker: Für den schnellen Ausdruck auf der Baustelle
  • Taschenprojektor: 3D-Modelle beim Kunden direkt auf die Wand projizieren
  • Papier und Stift: Manchmal geht nichts über die flotte Handskizze

So ganz ohne Papier kann sich Christian Voss seine Arbeit nämlich nicht vorstellen: „Wenn es mal hektisch zugeht und ich Mitarbeitern oder Kunden schnell etwas erklären möchte, greife ich doch manchmal auf die gute alte Handskizze zurück.“ Aber das passt ja zu seinem Upcycling-Konzept: Altes nehmen, neu interpretieren und modern umsetzen.

 

Diese Casestudy wurde ursprünglich von Unitymedia veröffentlicht. Unitymedia gehört seit 2019 zum Vodafone-Konzern.

 

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