IoT in der Cloud: Diese Trends werden wichtig

Digitaler Ausblick

Digitaler Ausblick

Datum 23.08.2018
Lesezeit 5 Min.

IoT in der Cloud: Diese Trends werden wichtig

  • Die Vernetzung von Geräten mittels IoT-Technologie findet derzeit vor allem in großen Industrieunternehmen konsequent statt.
  • Aspekte wie Investitionssicherheit, Flexibilität und niedrige Kosten sind Schlüsselfaktoren auf dem Weg hin zu einer weiteren Verbreitung der existierenden IoT-Lösungen.
  • Das Auslagern von Datenbeständen und ganzen Infrastrukturen in die Cloud bildet die Grundlage für immer mehr vernetzte Anwendungen.
  • Für den Mittelstand bietet IoT jede Menge Potenzial für Einsparungen und für neue Produkte.
  • Durch neue Technologien wie Narrowband-IoT und Künstliche Intelligenz können Sie auch komplizierte Vernetzungen kostengünstig durchführen und die zugehörigen Daten effizient auswerten.

Vernetzte Landwirtschaft, intelligente Logistiksteuerung und vereinfachte Parkplatzsuche: Die Anwendungsfelder für das Internet der Dinge („Internet of Things”) werden immer vielfältiger. Doch während bislang vor allem Großunternehmen und einige Behörden auf die intelligente Vernetzung von Gütern und Gerätschaften setzen, halten IoT-Lösungen nach und nach auch im Mittelstand Einzug.

Flexible Lösungen, etablierte Standards und niedrige Kosten: Wenn Sie als Mittelständler IoT-Lösungen nutzen wollen, müssen Sie sich auf Investitionsentscheidungen dauerhaft verlassen können. Schließlich kann Sie die Anschaffung von IoT-Hardware, die innerhalb weniger Jahre veraltet sein wird oder nicht mehr unterstützt wird, teuer zu stehen kommen. Außerdem war bis vor kurzem nicht wirklich klar, welche Standards sich im IoT-Umfeld durchsetzen werden. Wir haben für Sie die wichtigsten Trends der vernetzten Gerätewelt für das laufende Jahr 2018 und darüber hinaus zusammengetragen und zeigen auf, wo die Reise zukünftig vermutlich hingeht.

Das Internet of Things erreicht den Mainstream

Wenn Sie wettbewerbsfähig bleiben wollen, müssen Sie am Puls der Zeit sein. Das gilt auch für Ihre Aktivitäten im IoT-Umfeld – doch wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Investitionsentscheidung gekommen? Während große Unternehmen vor allem die sachliche Notwendigkeit von IoT-Lösungen in den Vordergrund stellen und Synergievorteile auch hausintern erzeugen, wartet der Mittelstand noch weitgehend ab. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich dies in absehbarer Zeit ändern wird, da die notwendigen Investitionskosten stetig fallen und die Zuverlässigkeit der zugrunde liegenden Technologien weiter wächst.

Video: YouTube / it-novum GmbH

Kommt bald die Plattformkonsolidierung?

Amazon Web Services, Microsoft, Google, Siemens sowie weitere kleinere Player: Sie alle haben derzeit so genannte Industrial Internet of Things (IioT)-Plattformen im Angebot. Eine solche Plattform stellt quasi das Betriebssystem für IoT-Anwendungen dar.

Wie so häufig bei der Einführung neuer Technologien etabliert sich zunächst eine Vielzahl an Playern am Markt, die jeweils unter enormem Wachstums- und später Konsolidierungsdruck stehen. Nach einiger Zeit bleibt dann nur noch eine Handvoll Anbieter übrig, die den „Kuchen” dann unter sich aufteilen. Sobald dies geschieht, steigt die Investitionssicherheit für Unternehmen an und immer mehr Betriebe springen auf den so wichtigen Zug der Gerätevernetzung unter Verwendung einer Cloud-Plattform auf.

Apropos Cloud: IT-Anforderungen werden immer öfter ausgelagert

Heutzutage betreiben nur noch wenige Unternehmen eigene Datenzentren. Die meisten Daten befinden sich mittlerweile in der Cloud und werden von den entsprechenden Anbietern flexibel mit Speicherplatz und den notwendigen Wartungsarbeiten versorgt. Die Vorteile dieses Vorgehens liegen auf der Hand:

  • Daten in der Cloud sind in der Regel besser vor Verlust geschützt.
  • Bislang notwendige IT-Kosten können auf ein Mindestmaß reduziert werden.
  • Der benötigte Speicherplatz kann beliebig skaliert werden.
  • Anfallende Kosten sind deutlich leichter kalkulierbar und erhöhen somit die Investitionssicherheit.
  • Die IoT-Gerätevernetzung findet ohne Anschaffung eigener Hard- und Software im Serverbereich statt.

Dadurch, dass Sie selbst entscheiden, welches Level an Cloud-Anbindung Sie wählen, bleiben Sie bei den eigenen Angeboten weiterhin flexibel:

  • Das „Infrastructure as a Service“-Modell (IaaS) zielt in erster Linie darauf ab, mögliche Kosten für den Betrieb von Datenzentren zu minimieren. Dabei mietet der Kunde je nach Bedarf einen oder gar mehrere Server und kann diese flexibel für eigene Anwendungen nutzen. Einer der Vorreiter dieser Technologie ist Amazon mit den Amazon Web Services.
  • Beim „Platform as a Service“-Modell stellt der Cloud-Anbieter in erster Linie eine Plattform bereit, auf der anschließend Anwendungen erzeugt werden. Der Kunde muss sich dabei nicht um Themen wie Betriebssystem, Software-Schnittstellen und Laufzeitumgebung kümmern, wie es beispielsweise bei IaaS der Fall ist.
  • Im „Software as a Service“-Modell nutzen Sie Software-Pakete als Dienstleistung und stellen so sicher, dass sie stets auf dem neuesten Stand sind. Außerdem bieten diese Pakete Kollaborationsmechanismen, die ohne Cloud kaum denkbar wären. Ein Beispiel für ein SaaS-Produkt ist Office 365 von Vodafone.

Inzwischen können Sie sogar Ihr komplettes Firmennetzwerk auslagern: Möglich machen dies sogenannte SD-WANs (Software-definierte Wide-Area-Netzwerke), bei denen die einzelnen Standorte ganz einfach als gemeinsames Netzwerk definiert und vom übrigen Internet abgeschirmt werden. So lassen sich jederzeit weitere Standorte hinzufügen, ohne dass hierfür herkömmliche Technologien wie VPNs (Virtuelle private Netzwerke) und teure Standleitungen zum Einsatz kommen müssen.

Narrowband-IoT setzt sich immer mehr durch

Bis zur Einführung des neuesten Mobilfunkstandards und LTE-Nachfolgers 5G stellt Narrowband-IoT eine kostengünstige und besonders leistungsstarke Alternative zur Standortvernetzung mittels Mobilfunk dar. Der inzwischen weitgehend anerkannte Standard zur LTE-Gerätevernetzung im Schmalband ermöglicht schon jetzt die Vernetzung auch schwierig zu erreichender Standorte innerhalb von Gebäuden und hinter dicken Mauern. Mit dem Narrowband-IoT Development Kit [ARTIKEL-LINK] können Sie mögliche Standorte bereits jetzt problemlos überprüfen, bevor Sie sie in Ihre IoT-Infrastruktur einbinden.

Video: YouTube / Vodafone Deutschland

Die künstliche Intelligenz macht auch beim Thema IoT Riesenfortschritte

Je mehr Daten in die digitale Cloud ausgelagert und je mehr Geräte untereinander vernetzt werden, umso mehr Daten fallen an. Diese sinnvoll zu strukturieren und auszuwerten, ist mit herkömmlichen Algorithmen oft kaum noch möglich. Um also dem sogenannten „Big Data”-Phänomen gerecht zu werden, kommen immer mehr Verfahren der künstlichen Intelligenz zum Einsatz. Die KI ermöglicht es Maschinen, sich flexibel an Situationen anzupassen, aus Fehlern zu lernen und so am Ende bei Ihnen im Betrieb für deutliche Effizienzgewinne zu sorgen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Serversystemen und Datenbankanwendungen „freut” sich künstliche Intelligenz geradezu über riesige Datenmengen, da diese ein enormes Lernpotenzial darstellen.

Ist Ihr Unternehmen IoT-ready? Machen Sie den Selbstcheck

Die Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH betreibt zusammen mit dem Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) e.V. an der RWTH Aachen eine Website zur Industrie-4.0-Readiness. Dort können Sie herausfinden, wie weit Ihr Unternehmen auf dem Weg zum IoT-Konzern bereits gekommen ist und welche Hürden eventuell noch zu nehmen sind. Beantworten Sie einfach den Fragebogen und finden Sie so heraus, auf welcher Stufe der Automatisierung Sie sich befinden und welche Herausforderung Ihnen wahrscheinlich als Nächstes bevorsteht.

Hier gelangen Sie zum Industrial Internet of Things (IIoT)-Selbstcheck.

Zusammenfassung

  • Die Internet of Things-Technologie stellt eine der größten Innovationen der letzten Jahre im Bereich vernetzter Systeme dar.
  • Während sich bis vor einiger Zeit vor allem Großunternehmen und Behörden mit dem Einsatz von IoT-Technologie beschäftigt haben, erreicht das Thema mehr und mehr auch den Mittelstand.
  • Wesentlicher Bestandteil von IoT-Lösungen sind industrielle Plattformen (IIoT). Hier gibt es eine Vielzahl von Anbietern und es ist mit einer baldigen Marktkonsolidierung zu rechnen.
  • Immer mehr Unternehmen lagern ihre Daten oder gar ihr komplettes Firmennetzwerk in die Cloud aus und profitieren so von mehr Flexibilität, Ausfallsicherheit und besserer Zusammenarbeit untereinander. Dies bildet gleichzeitig die Grundlage für viele IoT-Anwendungen.
  • Mit können Standorte vernetzt werden, die bislang nicht oder nur sehr schwierig über Mobilfunk versorgt werden konnten.
  • Mechanismen der künstlichen Intelligenz helfen immer mehr, die riesigen Datenmengen zu verarbeiten und Entscheidungshilfen durch computergestütztes Lernen abzuleiten.

 

Sie wollen mehr zu IoT erfahren? Wir beraten Sie gern telefonisch: 0800 5053515

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