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Software Defined Data Center (SDDC) – Das steckt dahinter

Das Thema Virtualisierung spielt schon seit Ende der 1990er-Jahre eine wichtige Rolle in der Informationstechnik. Was als virtuelle Maschinen auf x86-Prozessoren anfing, wird inzwischen auf ganze Serverfarmen und Rechenzentren angewendet. Die Vorteile: Enorme Flexibilität und Effizienz beim Thema Auslastung.

Wenn Rechner im Verbund arbeiten sollen, werden bislang oft eigene Hardwaresysteme für die Steuerung oder Orchestrierung eingesetzt. Einen Schritt weiter geht das Software Defined Data Center (SDDC): Hier werden sowohl Rechenleistung, als auch Speicherplatz sowie die Netzwerkinfrastruktur virtualisiert und in ein sogenanntes virtuelles Datencenter (VDC) überführt. Das steckt dahinter.

Inhaltsverzeichnis

SDDC ähnelt von der Idee her IaaS, geht aber einen Schritt weiter

Bereits an anderer Stelle haben wir über verschiedene Aspekte der Virtualisierung von Hardware und Software, insbesondere im Cloud-Umfeld berichtet. Sogenannte IaaS („Infrastructure-as-a-Service”)-Angebote werben damit, Server-Infrastruktur im günstigen Mietmodell bereitzustellen. Die Anschaffung teurer, eigener Hardware sowie deren Wartung und Betrieb übernimmt dann ein Dienstleister.
Der wesentliche Unterschied zwischen SDDC und IaaS liegt darin, dass der/dem Anwender:in im IaaS-Modell meist nicht bewusst ist, auf welche Art die zugrundeliegende Hardware virtuell organisiert ist: Sie/Er mietet im Wesentlichen Rechenleistung und Speicherplatz an.
Beim SDDC ist das anders: Hier kann der/die Kund:in selbst entscheiden, wie das virtuelle Rechenzentrum aufgebaut und organisiert und wie es beispielsweise angebunden werden soll. In der Summe haben SDDC-Kund:innen also mehr Freiheiten und Möglichkeiten, was die genaue Ausgestaltung der gemieteten Dienstleistung angeht. Eine Grundvoraussetzung bei beiden Modellen ist allerdings, dass sämtliche physischen Komponenten einschließlich Servern, Routern und Storage-Komponenten komplett virtualisiert sind.
Die einzelnen Komponenten eines Software Defined Data Censters in verschiedenen Schichten
Das Software Defined Data Center (SDDC) fasst Rechenleistung, Speicherplatz und Netzwerkkomponenten softwareseitig zusammen.
Der Begriff selbst geht auf den einstigen CTO vom VMware, Steve Herrod, zurück, der den Begriff um das Jahr 2012 herum eingeführt hat. Alternative Begriffe für SDDC sind auch DCaaS („Datacenter as a Service”) oder ITaaS („Informationstechnologie as a Service”). 
Eine Frau steht vor einem Server-Schrank und führt Wartungsarbeiten durch.

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Die Vorteile von SDDC

Ein virtuelles anstelle eines physischen Rechenzentrums zu betreiben, bietet gleich eine ganze Reihe von Vorteilen:
  • Der Betrieb erfolgt normalerweise im flexiblen Mietmodell, wodurch virtuelle Rechenzentren bei Bedarf sowohl vergrößert als auch verkleinert werden können, ohne Ressourcen bereitstellen oder ungenutzt lassen zu müssen.
  • Die meisten solcher SDDC-Rechenzentren sind in der Lage sich selbst zu überwachen, zu diagnostizieren, zu skalieren und sogar selbst „instandzusetzen”. Das erhöht nicht nur die Ausfallsicherheit, sondern reduziert auch den Administrationsbedarf zu jeder Tages- und Nachtzeit.
  • Vorhandene Kapazitäten können insgesamt besser und schneller softwareseitig umverteilt werden.
  • Die gesamte Konfiguration erfolgt bequem von zentraler Stelle aus, ohne dass beispielsweise Eingriffe in die Hardware notwendig sind.
  • Sowohl Public-Cloud- als auch Private-Cloud- und Hybrid-Cloud-Umgebungen und sogar Multi-Clouds lassen sich mit SDDC bequem abbilden.
  • Das Monitoring verschiedener Parameter erfolgt deutlich komfortabler als wenn Rechner einzeln angesteuert werden müssen.
  • Die Virtualisierung macht den oder die Nutzer:innen unabhängig von eventuellen hardwaretechnischen Besonderheiten.
  • Der Einsatz von Mechanismen der künstlichen Intelligenz erlaubt es, den Energieverbrauch solcher Datencenter in der Realität dramatisch (um bis zu 40 Prozent laut Google-Angaben) zu reduzieren. Man spricht hier auch von Datacenter Predictive Modelling (DCPM).
 
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SDDC und SDI: Wesentliche Unterschiede

Mit DCIM alles im Blick

Wann immer ein SDDC zum Einsatz kommt, muss eine geeignete Infrastrukturverwaltung her. Der Fachbegriff hierfür lautet Datacenter Infrastructure Management (DCIM). Eine solche Software verwaltet die IT-Infrastruktur von zentraler Stelle aus und unterstützt IT-Administrator:innen bei der Kapazitätsplanung und beim Thema Energieeffizienz.

Die Begriffe Software Defined Data Center (SDDC, begründet durch VMware) und Software Defined Infrastructure (SDI, begründet durch Intel) werden gelegentlich synonym gebraucht. Doch es gibt einige wesentliche Unterschiede.
Während es bei SDDC vor allem um virtualisierte Rechenzentren und darauf basierende, verteilte Anwendungen geht, rückt SDI vor allem die Integration von Komponenten aus dem betrieblichen Umfeld beziehungsweise der Wirtschaft und der Umwelt insgesamt in den Fokus. 
Ein Beispiel für SDI-Anwendungen ist die sogenannte Smart City. Hier werden Ampeln, Verkehrsschilder, Fahrzeuge und andere Infrastruktur intelligent so miteinander vernetzt, dass ein optimales Zusammenspiel entsteht. In der Folge sinken die Staugefahr und die Emissionen der beteiligten Fahrzeuge.
Natürlich sind hierfür und für ähnliche Anwendungsfelder eines oder mehrere geeignete Rechenzentren erforderlich, die durch SDDC abgebildet werden können – das SDI-Konzept beschreibt aber mehr die Abstraktion von Umweltkomponenten und deren intelligente Vernetzung und ist somit sehr nah am IoT-Umfeld angesiedelt.
 
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