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Digitalisierung

Digitalisierung im Handwerk

So machen Sie Ihren Betrieb fit für die Zukunft

Die Online-Materialbestellung direkt von der Baustelle aus, die automatisierte Rechnungslegung über eine smarte Buchhaltungs-Software oder die Videokonferenz mit einem wichtigen Zulieferer – die Digitalisierung hat längst auch das Handwerk erreicht. Vernetzte Technik und digitalisierte Prozesse beschleunigen auch in kleinen Betrieben viele Abläufe.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste zur Digitalisierung im Handwerk in Kürze

  • Mehr als zwei Drittel der Handwerksbetriebe nutzen heute digitale Technik; kleinere Betriebe haben aber oft noch Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung.
  • Moderne VoIP-Telefonanlagen als Teil der Digitalisierung leiten Anrufe an Mobilgeräte weiter und bieten zahlreiche Komfortfunktionen für die tägliche Arbeit.
  • Handwerksbetriebe nutzen Cloud-Speicher, um ihre Geschäftsdaten zentral zu erfassen und z.B. Entwürfe oder Baupläne mit ihren Lieferanten und Kund:innen zu teilen.
  • Für die Digitalisierung im Handwerk gibt es Förderprogramme von EU, Bund und Ländern.

Was ist Digitalisierung im Handwerk?

Die Digitalisierung im Handwerk umfasst alle Technologien und Werkzeuge, mit denen Handwerksbetriebe …
  • bestehende Prozesse und Arbeitsabläufe computerisieren.
  • Daten elektronisch erfassen und weiterverarbeiten.
  • Maschinen und Anlagen digital steuern und vernetzen.
Somit zählen zur Digitalisierung im Handwerk etwa die Einführung einer Buchhaltungs-Software oder auch die Anschaffung einer vernetzten CNC-Fräse, die komplexe Zuschnitte und Abbünde in einem Zimmereibetrieb übernimmt.
Wichtige Ziele der Digitalisierung sind:
  • Vereinfachung und Verschlankung von Prozessen, z.B. der Rechnungslegung
  • Automatisierung zeitraubender und oft monotoner Tätigkeiten, beispielsweise des Bestellwesens
  • Einsparung teurer Ressourcen, etwa von Material, Verschleißartikeln oder Energie
  • Verbesserung der Arbeits- und Produktqualität, z.B. durch den Einsatz digitaler Präzisionsmaschinen anstelle händischer Bearbeitung
  • Vermeidung oder Reduzierung gesundheitsschädlicher oder gefährlicher Arbeiten, etwa durch den Einsatz von Drohnen beim Ausmessen in großen Höhen
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Möglichkeiten der Digitalisierung im Handwerk: Beispiele aus der Praxis

Laut der vom Branchenverband Bitkom in Auftrag gegebenen Studie „Handwerk 2025“ sehen 89 % aller Handwerksbetriebe in Deutschland die Digitalisierung grundsätzlich positiv. Befragt wurden 504 Handwerksunternehmen in Deutschland, von kleinen Betrieben bis hin zu größeren Handwerksfirmen.
Bei der Umsetzung gibt es allerdings große Unterschiede. Wie weit die Digitalisierung in einem Handwerksbetrieb bereits fortgeschritten ist, hängt vor allem von der Unternehmensgröße ab. So ermittelt eine von Hero Software 2026 in Auftrag gegebene Studie zur Digitalisierung im deutschen Handwerk, dass 100 % aller großen Handwerksbetriebe (mehr als 50 Mitarbeiter:innen) in den vergangenen fünf Jahren in Digitalisierung investiert haben.
Bei den Betrieben mit sechs bis neun Mitarbeitenden waren es nur 57 % und bei Betrieben mit zwei bis fünf Mitarbeiter:innen nur 16 %. Gerade bei den kleinen und mittleren Betrieben besteht also noch erheblicher Nachholbedarf.

Beispiele aus der Praxis

Digitalisierung im Handwerk geht heute weit über die Nutzung von Buchhaltungsprogrammen hinaus. Die Anzahl möglicher Anwendungen und Einsatzgebiete wächst stetig.
Der Schornsteinfegermeister Eric Scherer aus dem Saarland nutzt Drohnen zur Untersuchung von Dächern und Abgasanlagen. Die Aufnahmen helfen ihm, Risse, auffällige Verfärbungen und mögliche Mängel zu erkennen. Zugleich vermisst er Abstände zwischen Abgasanlagen und benachbarten Gebäuden, ohne dafür selbst aufs Dach steigen zu müssen.
Das Unternehmen reha team Bayreuth Gesundheits-Technik hat seine Hilfsmittelfertigung digitalisiert. Der Betrieb kombiniert 3D-Scanning, Scansoftware, 3D-Druck und eine 3D-Fräse. So werden wichtige Fertigungsschritte für Prothesen, Orthesen und Einlagen automatisiert. Die digitale Erfassung kann die für Patient:innen unangenehme klassische Abformung mit Gips zum Teil ersetzen.

Allgemeine Beispiele aus verschiedenen Handwerkszweigen

  • Im Elektro- und SHK-Handwerk (Sanitär, Heizung, Klima) spielen intelligente Messsysteme eine immer wichtigere Rolle. Vernetzte Heizungsanlagen, Wärmepumpen und Lüftungssysteme liefern über das Internet laufend Betriebsdaten, die sich aus der Ferne auswerten lassen.
  • Installationsbetriebe erkennen dadurch mögliche Störungen frühzeitig und können Wartungstermine gezielter planen. Bei einem auffälligen Energieverbrauch lässt sich beispielsweise prüfen, ob eine Heizungsanlage ineffizient arbeitet. Das reduziert unnötige Vor-Ort-Einsätze.
  • Tischlereien, Metallbaubetriebe und Kfz-Werkstätten profitieren von vernetzten Maschinen. Sensoren erfassen z.B. Betriebsstunden, Temperatur und Vibrationen. Überschreiten die Messwerte bestimmte Grenzwerte, können automatisch Wartungshinweise ausgelöst werden. Dieses Prinzip der vorausschauenden Wartung (Predictive Maintenance) hilft, Maschinenausfälle zu vermeiden. Vernetzte Werkzeugverwaltungssysteme zeigen außerdem, wo sich hochwertige Geräte befinden und wann sie gewartet werden müssen.
  • Bei der Handwerkskammer Trier simulieren Auszubildende im Rahmen des Projekts „Digitale Lehr- und Bildungsformate im Handwerk“ das Lackieren von Kraftfahrzeugen mit einer Virtual-Reality-Brille und einer Handlackierpistole an einer sogenannten Virtual-Paint-Station. Das System gibt z.B. Rückmeldung zur Arbeitsweise, zur Lackiergeschwindigkeit, dem Lackverbrauch, der Farbabdeckung und zur Gleichmäßigkeit des Auftrags.

Mehr Effizienz durch Mobilgeräte

Eine Telefonanlage, die sämtliche Anrufe im Betrieb automatisiert an Festnetz- und Mobilgeräte weiterleitet, kann als zentrale Kommunikationslösung dienen. Gewöhnlich unterstützt eine solche Anlage Voice-over-IP und den Versand von Sprachnachrichten (Virtual Voicemail). Und sie sorgt dafür, dass Kund:innen die richtigen Ansprechpartner:innen erreichen, auch wenn das Büro gerade nicht besetzt ist.
Smartphones und Tablets am Arbeitsort sind ein weiterer Schritt hin zur Digitalisierung im Handwerk. Tablets ersetzen Papier und Klemmbretter und dienen zur Dokumentation der geleisteten Arbeit sowohl im Betrieb als auch vor Ort bei den Kund:innen.
Dank leistungsstarker Servicepartner wie Vodafone und guter Tarifangebote können auch kleine Betriebe allen Mitarbeiter:innen Smartphones stellen.
Telefonanlage

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Mehr Geschwindigkeit durch Cloud-Services

Handwerksbetriebe sollten die Umstellung auf smarte Mobilgeräte mit Cloud-Services verbinden. Das kann den Ablauf von Geschäftsprozessen verbessern. Es gehen beispielsweise keine Informationen auf losen Blättern mehr verloren. Und Nachweise über bearbeitete Aufträge, Fotos, Schadensmeldungen und sonstige Notizen liegen bereits digital in der Firmen-Cloud, während die Mitarbeiter:innen noch auf der Baustelle sind.
So können Firmen Daten schneller weiterleiten, z.B. an Kund:innen, Ämter, Immobilienverwaltungen und Versicherungen. Die jahrzehntelang benutzten Scanner und Faxgeräte in vielen Handwerkerbüros sind damit nicht mehr erforderlich.
Eine andere Einsatzmöglichkeit ist die Verknüpfung von Geräten und Anlagen über die Cloud: Das Internet of Things (IoT) vernetzt Arbeitsgeräte mit der Datenwolke. Dann behalten beispielsweise Sensoren an vollautomatischen Arbeitsgeräten auch langwierige Prozesse digital im Blick (etwa das Zuschneiden oder Fräsen vieler Gleichteile in der Werkstatt oder Abbundhalle). Sie melden sich bei möglichen Problemen direkt auf dem Smartphone der zuständigen Person.
Auch die Lagerhaltung vereinfacht sich durch die Digitalisierung im Handwerk: Sensoren im IoT erfassen Bestände, Warenein- und -ausgänge in Echtzeit und übermitteln die Daten an eine zentrale Cloud-Plattform. So können Betriebe mögliche Engpässe oder auch unnötige Nachbestellungen schneller erkennen bzw. vermeiden.

Praxisbeispiel: Digitales Handwerk in der Tischlerei

Ein Beispiel für Digitalisierung im Handwerk bietet Tischlermeister Christian Voss: Im nordrhein-westfälischen Havixbeck upcycelt er alte Gerüstbohlen zu neuen Möbeln. In seinen Arbeitsabläufen vertraut er auf moderne Technik, denn Christian Voss und sein Team planen und überwachen einen Großteil ihrer Projekte digital.
Einzig die Handarbeit am Holz kann und soll keine Maschine übernehmen – hier ist nach wie vor Fingerspitzengefühl gefragt, das kein Gerät ersetzen kann. Allerdings: Das Zusammenspiel einer 3D-Zeichnung und einer Handskizze sowie eines Zollstocks und eines Smartphones macht die Arbeit erst richtig spannend.
Vernetzter Arbeitsalltag braucht perfekte Organisation
Die Grundlage seiner Selbständigkeit bilden für Voss eine gute Organisation und eine realistische Planung. „Zum Glück kann ich auf digitale Tools zurückgreifen“, so der Unternehmer. Schon seit Jahren läuft der Großteil der Kommunikation in seiner Tischlerei über Smartphone und Tablet.
Zukünftig sollen die Mitarbeiter:innen das Aufmaß bereits bei den Kund:innen digital erfassen und das Projekt direkt vor Ort anlegen. Da der Digital-Fan immer mehr Zeit unterwegs statt im Büro verbringt, kann er so von überall aus auf alle wichtigen Projektdetails zugreifen.
Eine moderne Telefonanlage für das digitale Handwerk
Früher sind wichtige Anfragen und Rückrufe auf dem Anrufbeantworter gelandet, während Christian Voss von Baustelle zu Baustelle unterwegs war. Inzwischen vertraut er auf eine virtuelle Telefonanlage. Sie sorgt dafür, dass er auch unterwegs über seine Festnetznummer erreichbar ist. Wenn dies einmal nicht der Fall sein sollte, kann er Anrufe an Kolleg:innen, die Mailbox oder in eine Warteschlange weiterreichen.
Die Digitalisierung vereinfacht Prozesse auch hier: Egal wie sich die Größe des Unternehmens verändert, die Telefonanlage passt sich durch ein paar Mausklicks an.
Papierloses Büro
Christian Voss wünscht sich die Zukunft auch in seinem Betrieb papierlos. Es erleichtert den Büroalltag, wenn Informationen per Mausklick gesucht, geteilt oder kopiert werden können. Christian Voss nennt die Mittel, mit denen er seinen Arbeitsalltag unterwegs organisiert:
  • Stabile Internet-Verbindung: die Grundlage für mobiles Arbeiten
  • Smartphone und Tablet: das Büro für die Hosentasche, ermöglicht Telefonieren, Fotografieren, Notieren, Diktieren
  • Headset: Hände frei beim Telefonieren
  • Powerbank: zusätzliche Energie für Smartphone und Tablet unterwegs
  • Faltbare Tastatur: spart Platz und beschleunigt das Tippen auf dem Tablet
  • Mobiler Drucker: für den schnellen Ausdruck auf der Baustelle
  • Taschenprojektor: projiziert 3D-Modelle bei Kund:innen direkt auf die Wand
  • Papier und Stift: manchmal geht nichts über die flotte Handskizze
Frau telefoniert mit Headset

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Vorteile und Herausforderungen der Digitalisierung im Handwerk

Vorteile der digitalen Transformation

Mit digitalen Technologien können Handwerksbetriebe …
  • leichter Neukund:innen gewinnen und bestehende Geschäftsbeziehungen vertiefen.
  • einfacher Mitarbeiter:innen anwerben, qualifizieren und an das Unternehmen binden.
  • individuelle Wünsche von Kund:innen kostengünstiger und flexibel umsetzen.
  • Geschäftsprozesse optimieren und effizienter überwachen.
  • innovative Angebote entwickeln, mit denen sie sich vom Wettbewerb abheben können.
  • Kosten in der Administration und Auftragsabwicklung reduzieren.

Herausforderungen der Digitalisierung

Den vielen Vorteilen der Digitalisierung im Handwerk stehen aber auch Herausforderungen und Hemmnisse gegenüber.
Unternehmenskulturelle Vorbehalte: Viele Handwerksbetriebe sind Familienunternehmen, in denen Handarbeit und manuelle Präzision einen hohen Stellenwert haben. Die in der Ausbildung einmal erlernten Abläufe gehören zur Unternehmens-DNA dieser Betriebe. Hier ist oft Überzeugungsarbeit notwendig, damit lange ausgeübte Tätigkeiten mechanisiert oder digitalisiert und Handwerkzeuge durch moderne Maschinen ersetzt werden können.
Finanzierungsprobleme: Insbesondere kleine Handwerksbetriebe können meist keine großen Summen in die Digitalisierung ihrer Prozesse investieren. Öffentliche Förderprogramme setzen genau hier an: Sie übernehmen einen Teil der Kosten oder bieten langlaufende, zinsgünstige Kredite.
Zeitmangel: Bei vollen Auftragsbüchern und (zu) wenig Personal kommen viele Handwerksbetriebe nicht dazu, ihre analogen Prozesse zu modernisieren. Obwohl die Bereitschaft dazu grundsätzlich vorhanden ist.
Unzureichendes Wissen zu Digitalisierungspotenzialen: In vielen Handwerksbetrieben fehlt im Tagesgeschäft die Zeit, um Branchenlösungen zu vergleichen oder Handwerksmessen zu besuchen, wo neue Technologien vorgestellt werden. Auch hier setzt die Fördermittelberatung an. Sie vermittelt beispielsweise Expert:innen, die Unternehmen konkrete Lösungen vorstellen und individuelle Digitalisierungskonzepte entwickeln.

Hindernisse bei der Digitalisierung

Die vom Branchenverband Bitkom in Auftrag gegebene Studie „Handwerk 2025“ nennt unterschiedliche Digitalisierungshindernisse.
Häufigste Hindernisse bei der Digitalisierung im Handwerk
Hemmnis
Anteil der Betriebe
Bedenken bei IT- und Datensicherheit sowie Datenschutz
96 %
Zu wenig Zeit für die Digitalisierung
72 %
Hohe Investitionskosten
69 %
Fehlende Digitalisierung von Behörden und Verwaltung
63 %
Mangelnde Digitalkompetenz der Mitarbeitenden
58 %
Unzureichende Internet-Versorgung
49 %
Fehlender Überblick über digitale Technologien und Einsatzmöglichkeiten
58 %
Größte Hemmnisse sind Bedenken bei Datensicherheit & -schutz (96 %), Zeitmangel (72 %) und hohe Investitionen (69 %).
Agrarwirtin arbeitet am Tablet. Im Hintergrund sind Erntemaschinen zu sehen.

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Handwerker-Software und digitale Tools im Überblick

Handwerksbetriebe können heute auf viele spezialisierte Anwendungen für ihre Branche zurückgreifen. Viele sollen die Büroarbeit effizienter und komfortabler machen. Andere bieten konkrete Funktionen für die Projektplanung und -durchführung inklusive Aufmaß und Kostenkalkulation. Idealerweise handelt es sich bei leistungsfähiger Handwerker-Software um eine zentrale Programmsuite, die die unterschiedlichen Abteilungen eines Betriebs vernetzt.
Betriebe können Handwerker-Software als lokal installiertes Programmpaket nutzen (sogenannte On-Premises-Lösung) oder aus der Cloud beziehen, als Software-as-a-Service. Bei einer Cloud-Lösung stellt der Software-Anbieter alle Funktionen zur Verfügung, kümmert sich um Rechenkapazitäten, Wartung und Updates. Die Betriebe können mit ihren Rechnern und Mobilgeräten jederzeit auf die Anwendungen zugreifen – egal ob aus dem Büro, dem Homeoffice, der Werkstatt oder von der Baustelle.
Leistungsfähige Handwerker-Software bietet üblicherweise eine Auswahl oder ein Komplettpaket aus folgenden Funktionen:
  • Projektmanagement, z.B. Auftragsbuch und -dokumentation, Plantafel
  • Terminplaner
  • Teamchat bzw. Messenger
  • Baustellendokumentation mit Tagebuch
  • Arbeitszeiterfassung
  • Werkzeug-, Maschinen- und Materialverwaltung
  • Kundenkommunikation zur Auftragsannahme, -abwicklung und Rechnungsstellung
  • Finanzverwaltung
  • Abnahmeprotokolle
Alle nachfolgend genannten Software-Pakete sind mindestens in der Lage, Betriebe bei der Angebots- und Auftragsabwicklung zu unterstützen. Hinzu kommen weitere nützliche Funktionen, die je nach Schwerpunkt besonders wichtig oder weniger wichtig sein können.
  • Hero als cloudbasiertes ERP-System unterstützt die digitale Erfassung und Verwaltung von Personaldaten, bietet Werkzeuge für die Teamkommunikation, einen Baustellenplaner, eine integrierte Zeiterfassung, eine Baudokumentation, eine integrierte Buchhaltung sowie Online-Schnittstellen zu Großhändlern.
  • smarthandwerk & smarthandwerk pro (ehemals: Meisterbüro Standard) ermöglichen unter anderem die Kostenkalkulation, die Erstellung von Material- und Lohnausweisen und eine digitale Personal- und Kundenverwaltung. Sie erstellen Rechnungsbücher und bieten Online-Schnittstellen zu Großhändlern sowie eine Anbindung an Microsoft Outlook.
  • Sage 50 Handwerk enthält Werkzeuge für Kostenkalkulation, Materialverwaltung, Lohnbuchhaltung und die Verwaltung von Kundendaten. Hinzu kommen integrierte Rechnungsbücher und Online-Schnittstellen zu Großhändlern.
  • Lexware handwerk plus ist eine Bürosoftware und Branchenlösung für das Handwerk. Sie unterstützt Material- und Lohnausweise sowie die Verwaltung von Kundendaten und stellt Rechnungsbücher zur Verfügung. Die Software kann mit Microsoft Outlook gekoppelt werden.
  • ToolTime ist konzipiert für Handwerksbetriebe, die ihre Personalverwaltung, Baustellenplanung, Zeiterfassung und Baudokumentation automatisieren möchten. Auch ToolTime liefert für die Materialbestellung und -verwaltung integrierte Online-Schnittstellen zu wichtigen Großhändlern.
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Digitalisierung im Handwerk umsetzen: Erste Schritte und Fördermittel

Die Digitalisierung im Handwerk basiert auf vier Schritten.
  1. Die Digitalisierung beginnt mit einer Bestandsaufnahme: Welche Arbeitsabläufe kosten besonders viel Zeit, und wo entstehen Fehler durch manuelle Prozesse? Welche Tätigkeiten sind besonders gefährlich und gesundheitsschädlich?
  2. Legen Sie konkrete Ziele fest und klären Sie Zuständigkeiten: Definieren Sie genau, welche Aufgaben Sie automatisieren oder welche möglichen Fehlerquellen oder monotonen Tätigkeiten Sie dadurch künftig vermeiden wollen. Bestimmen Sie anschließend, wer sich um welchen Bereich kümmert.
  3. Wählen Sie die passende Software aus: Wichtig ist, dass die Lösungen zum Betriebsalltag passen und sich mit vorhandenen Systemen verbinden lassen. Die bekannteste Software muss nicht zwingend die richtige sein.
  4. Digitale Lösungen einführen und verbinden: Starten Sie mit einem überschaubaren Prozess, den Sie digitalisieren. Läuft nach mehreren Wochen alles gut, weiten Sie das Projekt aus und verbinden die digitalisierten Prozesse schlussendlich miteinander.
Wichtig bei allen Schritten: Binden Sie alle Mitarbeiter:innen frühzeitig ein und schulen Sie sie im Umgang mit den neuen Werkzeugen umfassend.

Fördermittel für die Digitalisierung im Handwerk

Folgende Fördermittel gibt es aktuell für Digitalisierungsvorhaben im Handwerk (Auswahl):
  • ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit: Mit günstigen Krediten unterstützt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Digitalisierung in Handwerk und Industrie. Die Förderhöhe beträgt zwischen 25.000 und 25 Millionen Euro. Zudem gibt es einen Tilgungszuschuss in Höhe von 3 % des Kreditbetrages, maximal 200.000 Euro. Die Förderquote für Digitalisierungsmaßnahmen liegt bei bis zu 100 % der förderfähigen Investitions- und Betriebsmittelkosten.
  • Mittelstand Digital: Dieses Programm richtet sich an kleine und mittlere Betriebe. Sie können für Digitalisierungsvorhaben bis zu 50.000 Euro erhalten. Förderfähig sind Firmen mit Betriebsstätten in Deutschland und zwischen drei und 499 Beschäftigten. Förderbedingungen sind die Vorlage eines Projektkonzeptes und die Umsetzung des Digitalisierungsvorhabens innerhalb von zwölf Monaten nach Förderbeginn. Die zweckgebundene Geldverwendung muss nachgewiesen werden.
  • Fördermittel der Bundesländer: Einige Bundesländer unterstützen ebenfalls die Digitalisierung des Handwerks mit Förderprogrammen. Beispiele hierfür sind die Programme „Innovationsfinanzierung und Digitalisierungsfinanzierung“ des Landes Baden-Württemberg und das DKU-Programm („Digitalisierungsmaßnahmen in kleinen Unternehmen“) in Schleswig-Holstein. Weitere Informationen zu länderspezifischen Fördermitteln erhalten Sie auf den Seiten der Wirtschaftsministerien der Bundesländer.
  • BAFA-Förderung für Fortbildungsstätten: Auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellt Zuschüsse für die allgemeine Digitalisierung im Handwerk bereit. Dies gilt jedoch nur für Einrichtungen, die eine überbetriebliche Fortbildung für Handwerker:innen im Digitalbereich anbieten, also z.B. Berufsschulen und Fachakademien. Damit sollen die digitalen Kompetenzen von Handwerker:innen gestärkt werden, die diese dann in ihre jeweiligen Betriebe tragen.

Unser Fazit: Durch Digitalisierung wird Ihr Handwerksbetrieb flexibler und wettbewerbsfähiger

Gerade bei kleineren und mittleren Handwerksbetrieben besteht erhebliches Digitalisierungspotenzial, weil Prozesse vielfach noch händisch und analog umgesetzt werden. Dabei kann Digitalisierung im besten Fall Kosten sparen und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern sowie Unternehmen attraktiver für Fachkräfte machen.
Die Beispiele in diesem Beitrag zeigen die große Bandbreite an Digitalisierungsmöglichkeiten im Handwerk – von der automatisierten Rechnungserstellung aus der Cloud über den 3D-Druck in der Werkstatt und den Drohneneinsatz auf der Baustelle bis zur Nutzung komfortabler VoIP-Telefonanlagen.
Doch oft fehlen in Handwerksbetrieben die nötigen Kapazitäten und das Wissen über aktuelle Digitalisierungslösungen. Gerade kleine Betriebe haben oft auch nicht die finanziellen Mittel, um in Digitalisierung zu investieren. Hier können Förderprogramme helfen.
Wenn Sie auf der Suche nach Fördermitteln sind, kann Ihnen die Vodafone Business Fördersuche helfen. Mithilfe einer KI-unterstützten Fördermittelrecherche können Sie aus über 250 verifizierten Förder- und Finanzierungsoptionen das perfekte Unterstützungsprogramm für Ihr Digitalisierungsvorhaben finden.
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Digitalisierung im Handwerk: Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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