Ein Mann mit Schirmmütze steht in einer Küche und tippt etwas auf einem Tablet ein. Im Vordergrund steht eine Tasche mit Werkzeug.
Digitalisierung

Digitalisierung im Handwerk: Herausforderungen & Trends

Die Bestellung von Material noch am Auftragsort, die Videobesprechung mit Kolleg:innen bei einer anspruchsvollen Reparatur und smarte Geräte in der Werkstatt – die Digitalisierung macht auch vor dem Handwerk nicht halt. Vernetzte Maschinen und digitalisierte Arbeitsprozesse beschleunigen immer häufiger auch die Abläufe in kleinen und kleinsten Handwerksbetrieben. Dadurch sinkt der Verwaltungsaufwand, und Effizienz steigt deutlich.

Mittlerweile nutzen laut dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Handwerksbetriebe in Deutschland digitale Technologien. Die Pandemie der vergangenen Jahre erwies sich dabei als Innovationstreiber, denn die Zahl lag im Jahr 2020 noch bei 53 Prozent. Dennoch hinken viele Betriebe noch immer modernen Anforderungen hinterher – und müssen aus diesem Grund zum Beispiel viel mehr Arbeitszeit für ihre Auftragsabwicklungen aufwenden, als es nötig wäre.

Welches Potenzial die Digitalisierung trotz gewisser Herausforderungen auch für kleine Handwerksbetriebe bereithält und welche Zukunftschancen in diesem Trend liegen, erfahren Sie hier.

Inhaltsverzeichnis

Digitalisierung im Handwerk – eine Bestandsaufnahme

Mehr als die Hälfte der deutschen Handwerksbetriebe sind der Ansicht, dass die Digitalisierung entscheidend zu ihrer Existenzsicherung beiträgt. Sie fühlen sich dadurch gut für die Zukunft aufgestellt und sehen eine konkrete Chance für Ihren Betrieb, auch in Zukunft konkurrenzfähig und ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Doch bei vollen Auftragsbüchern und (zu) wenig Personal kommen viele Handwerksbetriebe nicht dazu, ihre bislang vorwiegend analoge Verwaltung zu modernisieren.
Zwar haben fast alle Betriebe heutzutage eine Webseite und sind auch in den Online-Verzeichnissen ihrer Branchen vertreten. Eine umfassendere Digitalisierung fällt ihnen dennoch schwer. Gründe sind oft die Angst vor den Kosten und die bürokratischen Hürden beim Antrag von Fördermitteln. Vor allem aber die mangelnde Kapazität für eine Umstellung in Zeiten von Personalmangel und vollen Auftragsbüchern halten viele Handwerksbetriebe davon ab, die Digitalisierung voranzutreiben.

Mangelnde Digitalisierung kann Nachwuchssorgen verschärfen

Arbeitsplätze in Handwerksberufen bieten in der aktuellen Zeit sehr gute Aussichten auf eine sichere Arbeitsstelle und Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung, beispielsweise durch die Spezialisierung auf bestimmte Fachgebiete oder die Erlangung des Meistergrads. 360.000 Personen absolvierten im Jahr 2022 eine Ausbildung in einem Handwerksbetrieb (Quelle: ZDH). Handwerksberufe üben also durchaus noch Anziehungskraft auf viele Schüler:innen aus, die sich zu einer Ausbildung in einem der rund 130 Fachberufe entschließen.
Dennoch gibt es oft Nachwuchssorgen – im Gegensatz zu früheren Jahren können die Betriebe längst nicht jeden freien Ausbildungsplatz besetzen. Im Herbst 2022 waren rund 25.000 Ausbildungsplätze im Handwerk laut ZDH in Deutschland noch unbesetzt. Durch die jährlichen Lücken zwischen angebotenen und besetzten Ausbildungsplätzen verschärft sich in Deutschland der Fachkräftemangel im Handwerk von Jahr zu Jahr weiter. Gehört auch Ihr Betrieb dazu?
Neben dem demographischen Wandel wurzeln die Nachwuchssorgen möglicherweise in weiteren Dingen: Gerade für kleine Handwerksbetriebe steht das Thema Digitalisierung bislang nicht weit oben auf der Prioritätenliste.
Ein Beispiel: Viele Bewerber:innen finden heutzutage bereits das Versenden von Bewerbungsunterlagen in Papierform befremdlich. Zudem möchten sie gerne in ihren Lehrjahren mit aktuellen und zukünftigen Technologien in Berührung kommen – selbst, wenn sie den Ausbildungsweg in einem traditionellen Handwerksberuf anstreben. Gehen Sie und Ihr Betrieb hier voraus und profitieren von den Möglichkeiten, die die Digitalisierung selbst Kleinstbetrieben bietet.
Geschäftsmann nutzt im Homeoffice Tablet

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Erreichbarkeit und digitaler Service: Das erwarten Kund:innen

Auch Ihre Kund:innen erwarten wie in anderen Lebensbereichen eine digitale Erreichbarkeit Ihres Betriebs. Sie möchten nicht tagelang hinter den gewünschten Handwerksleistungen hinterhertelefonieren oder unnötig viel Papierkram bearbeiten. Bieten Sie diese Möglichkeiten nicht an, kann es zum Beispiel in schlechten Bewertungen Ihres Betriebs auf Portalen wie Google My Business resultieren.
Zu einem zeitgemäßen Service gegenüber Kund:innen gehören unter anderem:
  • Kontaktmöglichkeiten per E-Mail, Messenger wie WhatsApp, Webformular und/oder sozialen Medien zur Auftragsanbahnung
  • Elektronische Benachrichtigungen bei Terminverzögerungen oder -verschiebungen
  • Erstellung von Kostenvoranschlägen auf Basis digitaler Dateien (zum Beispiel im PDF-Format)
  • Dokumentation oder Nachweise von bearbeiteten Aufträgen, unter anderem in Form von Digitalfotos
  • Einbeziehung in die Planung bei größeren Aufträgen wie einem Neubau oder einer Renovierung durch beispielhafte Bilder, 3D-Modelle und sogar Augmented-Reality-Applikationen (AR)
  • Digitale Rechnungsstellung zum Beispiel in Form einer PDF-Datei

Handwerk 4.0 – So profitieren Kleinbetriebe von der Digitalisierung

Natürlich können Sie gerade als kleinerer Handwerksbetrieb meist keine größeren Summen in die Digitalisierung Ihrer betrieblichen Prozesse stecken. Im Vordergrund muss nach wie vor die Kerntätigkeit stehen, die auch in Zeiten steigender Energiepreise und einer schwierigen Personalsituation gewährleistet sein muss.
Die Digitalisierung ermöglicht es Ihnen allerdings, mit dem gleichen oder sogar einem geringeren Personalbestand effizienter zu arbeiten. Sie müssen weniger Zeit abseits der eigentlichen Auftragserfüllung aufwenden.

Mehr Effizienz durch Mobilgeräte

Eine Telefonanlage, die sämtliche Anrufe in Ihrem Betrieb auf Wunsch automatisiert an Festnetz- und Mobilgeräte weiterleitet, kann dabei als Zentrum Ihrer zentralen Kommunikationslösung (Unified Communications = UC) dienen. Gewöhnlich unterstützt die Anlage Voice-over-IP und den Versand von Sprachnachrichten (Virtual Voicemail). So erreichen Kund:innen immer die richtigen Ansprechpartner:innen, auch wenn Ihr Büro nicht besetzt ist.
Mit einer guten mobilen Erreichbarkeit sowie dem Einsatz von Smartphones und Tablets am Arbeitsort ist darüber hinaus zumindest ein erster Schritt getan. Dank leistungsstarker Servicepartner wie Vodafone und guter Tarifangebote können Sie es sich auch als kleiner Betrieb erlauben, Ihren Mitarbeiter:innen Smartphones zu stellen.
Tablets hingegen können Sie anstelle von Papier und Klemmbrettern als Arbeitsgerät und zur Dokumentation der geleisteten Arbeit sowohl im Betrieb als auch vor Ort bei den Kund:innen einsetzen.
Bildschirm eines Tablets zeigt Ergebnisse einer technischen Auswertung

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Mehr Geschwindigkeit durch Cloud-Services

Zeitverzögerungen kosten Geld. Verbinden Sie die Umstellung auf smarte Mobilgeräte mit Cloud-Services, verbessern Sie nicht nur den Ablauf Ihrer Geschäftsprozesse – Ihnen gehen darüber hinaus auch keine Informationen auf losen Blättern mehr verloren. Nachweise über bearbeitete Aufträge, Fotos, Schadensmeldungen und sonstige Notizen liegen bereits in der Verwaltung der Firma vor, während Ihre Handwerker:innen noch am Auftragsort sind.
Auf diese Weise können Sie ohne Zeitverzug eine digitale Kopie von Dokumenten an alle Beteiligten weiterleiten, zum Beispiel an Kund:innen, Ämter, Immobilienverwaltungen und Versicherungen. Die jahrzehntelang benutzten Scanner und Faxgeräte in vielen Handwerkerbüros haben damit endgültig ausgedient.
Ein andere Einsatzmöglichkeit ist die Verknüpfung von smarten Geräten in Ihrer Betriebsstätte mit der Cloud: Das Internet Of Things (IoT) ermöglicht Ihnen beispielsweise die Verknüpfung von Maschinen und sogar Werkstoffen mit der Datenwolke. Sensoren geben Auskunft über den Status der Fertigung oder weisen auf Probleme hin, auf die Sie von überall zugreifen können.
Auch die Lagerhaltung vereinfacht sich enorm: Bestände, Warenein- und -ausgänge können Sie auf diese Weise in Echtzeit verfolgen, um Engpässe oder unnötige Nachbestellungen beim Material zu vermeiden.
Dies sind nur einige Beispiele dafür, wie Sie Cloud-Services konkret für die Vereinfachung ihrer Geschäftsprozesse einsetzen können. Egal, wo Sie die Cloud nutzen möchten, unsere Expert:innen von Vodafone unterstützen Sie gerne bei der Wahl der für Ihr Unternehmen passenden Lösung.
Übrigens: Wenn Sie auf der Suche nach Fördermitteln sind, schauen Sie doch bei der Vodafone Business Fördersuche vorbei. Mithilfe unserer KI-unterstützten Fördermittelsuche können Sie unter rund 250 verifizierte Förder- und Finanzierungsoptionen Ihr perfektes Unterstützungsprogramm zur Umsetzung Ihres Digitalisierungsvorhabens finden.
Das Bild zeigt eine Hand unter einer symbolischen Wolke

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Innovation durch neue Werkstoffe

„Handwerker:innen mit Smartphone” sollten allerdings erst der Anfang sein. Letztlich erwarten vor allem junge Mitarbeiter:innen, dass sie in Ihrem Betrieb auch Kenntnisse in modernen Arbeitsmethoden und mit aktuellen Geräten erwerben können. Dazu können unter anderem 3D-Drucker, der Einsatz von Augmented Reality am Arbeitsplatz und Auftragsort gehören. Daneben beinhaltet es aber auch vernetzte Automatisierungsfunktionen im Betrieb, beispielsweise zwischen Auftragsannahme in der Buchhaltung und der Ausführung in der Werkstatt.
Für das Handwerk ergeben sich gerade aus den Möglichkeiten, die sich durch den 3D-Druck eröffnen, zahlreiche Chancen: Ob nun im Bauwesen, dem Innenausbau, dem Feinhandwerk oder der Medizintechnik – durch den flexiblen Druck im eigenen Betrieb und den Einsatz neuer Werkstoffe am Auftragsort sind individuelle Spezialanfertigungen viel einfacher umzusetzen als in der Vergangenheit.
Kleine Handwerksbetriebe stehen hier jedoch mitunter vor Aufgaben, die nicht allein mit entsprechenden Fortbildungen oder Unterricht in den Berufsschulen zu bewältigen sind. Durch genossenschaftliche Zusammenschlüsse und Kooperationen auf der lokalen Ebene der Berufsverbände können Sie als Unternehmen allerdings Synergieeffekte erzielen. Davon profitieren im Idealfall viele unterschiedliche Betriebe gleichermaßen, etwa durch die Einrichtung gemeinsamer Maschinen-Pools oder die Nutzung von 3D-Druck-Kapazitäten.
Ein Mann steht in Arbeitskleidung in einer Werkstatt und gibt etwas in ein Tablet ein
Smartphones und Tablets sollten nur der erste Schritt zu schnelleren und effizienteren Geschäftsprozessen in Handwerksbetrieben sein.

Software für das Handwerk: Das bieten die besten Anwendungen

Handwerksbetriebe können heute auf viele spezialisierte Anwendungen für ihre Branche zurückgreifen. Sie sollen einerseits die Büroarbeit effizienter und komfortabler machen, andererseits aber auch konkrete Funktionen für die Projektplanung und -durchführung inklusive Aufmaß und Kostenkalkulation bieten.
Idealerweise handelt es sich bei leistungsfähiger Handwerkersoftware um eine einzelne Programmsuite, die die unterschiedlichen Abteilungen Ihres Betriebs miteinander vernetzt. Der Vorteil dabei ist, dass Sie nicht mehrere Lizenzen erwerben und zwischen unterschiedlichen Programmen wechseln müssen. Je nach Wunsch können Sie manche Anwendungen auch speziell auf ihre Gewerke zuschneiden.
Handwerkersoftware kann als lokal auf Ihren Rechnern installiertes Programmpaket (sogenannte „On-premises-Lösung“) oder aus der Cloud als Software-as-a-Service zum Einsatz kommen. Hierbei stellt der Softwareanbieter alle Funktionen zur Verfügung, kümmert sich um Rechenkapazitäten, Wartung und Updates. Sie können mit Ihrem Rechner oder Mobilgerät jederzeit auf die Anwendungen zugreifen – egal ob aus dem Büro, dem Homeoffice, der Werkstatt oder von der Baustelle.
Leistungsfähige Software für Handwerksbetriebe kann Ihren Geschäftsprozess unter anderem mit folgenden Funktionen unterstützen:
  • Projektmanagement (u. a. Auftragsbuch und -dokumentation, Plantafel)
  • Terminplaner
  • Teamchat bzw. Messenger
  • Baustellendokumentation mit Tagebuch
  • Arbeitszeiterfassung
  • Werkzeug-, Maschinen- und Materialverwaltung
  • Kundenkommunikation zur Auftragsannahme, -abwicklung und Rechnungsstellung
  • Finanzverwaltung
  • Abnahmeprotokolle
Alle nachfolgend genannten Softwarepakete sind mindestens in der Lage, Betriebe bei der Angebots- und Auftragsabwicklung zu unterstützen. Hinzu kommen weitere nützliche Funktionen, die je nach Schwerpunkt besonders wichtig oder weniger wichtig sein können:
  • Hero bietet u.a. die Verwaltung von Mitarbeiter:innen, Teamkommunikation, einen Baustellenplaner, Zeiterfassung, Baudokumentation, Schnittstellen zu Großhändlern und Buchhaltungsanwendungen.
  • Meisterbüro Standard ermöglicht u. a. die Kostenkalkulation, Material- und Lohnausweise, die Verwaltung von Mitarbeiter:innen und Kund:innen, ein Rechnungsbuch, Schnittstellen zu Großhändlern sowie eine Anbindung an Microsoft Outlook.
  • Sage 50 Handwerk kommt u.a. bei der Kostenkalkulation, Material- und Lohnausweisen, der Verwaltung von Kund:innen, beim Thema Rechnungsbuch, sowie für Schnittstellen zu Großhändlern zum Einsatz.
  • Lexware Handwerk plus beinhaltet u. a. Material- und Lohnausweise, die Verwaltung von Kund:innen, ein Rechnungsbuch, sowie eine Anbindung an Microsoft Outlook.
  • ToolTime können Betriebe u.a. für die Personalverwaltung, als Baustellenplaner, zur Zeiterfassung, Baudokumentation und als Schnittstellen zu Großhändlern verwenden.
Junger Mann mit Headset am Smartphone

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Handwerk digital: Die Tischlerei Voss macht es vor

Viele Handwerksbetriebe integrieren digitale Technologien längst wie selbstverständlich in ihre täglichen Arbeitsabläufe – auch wenn weiterhin die Arbeit von Hand im Mittelpunkt ihrer Tätigkeiten steht. Ein beeindruckendes Beispiel dafür ist Tischlermeister Christian Voss: Im nordrhein-westfälischen Havixbeck upcycelt er alte Gerüstbohlen zu neuen Möbeln. In seinen Arbeitsabläufen vertraut er auf moderne Technik, denn Christian Voss und sein Team planen und überwachen einen Großteil ihrer Projekte digital. Sein Ziel: Zukünftig will er das Aufmaß beim Kunden schon digital erfassen und das neue Projekt direkt vor Ort anlegen.

So sieht die Tischlerei von morgen aus

Schon vor zehn Jahren, als Voss seine Tischlerei „Charakterstück“ gegründet hat, bewies er Innovationsfreude. Sein Betrieb im Münsterland widmet sich dem sogenannten Upcycling: Aus alten Gerüstbohlen entstehen dabei neue handgefertigte Möbel, deren Optik den Einsatz der Bretter auf Baustellengerüsten noch erahnen lässt. Aus dem Bauholz fertigt der Tischler mit seinem Team unter anderem Betten, Schränke, Tische und Garderoben.
Seit der Gründung vollzieht Christian Voss den Spagat zwischen Digitalisierung und Tradition: Die ersten Schritte hatte er schon vollzogen, als andere noch Rechnungen per Post verschickten. Heute läuft von der Anfrage bis zum Kundenfeedback der Großteil der Projektplanung und -überwachung über digitale Wege. Mitarbeiter:innen und Kund:innen sind längst daran gewöhnt und schätzen die verkürzten Zeiten der Auftragsabwicklung.
Einzig die Handarbeit am Holz kann und soll keine Maschine übernehmen – hier ist nach wie Fingerspitzengefühl gefragt, die kein Gerät ersetzen kann. Allerdings: Die Balance zwischen einer 3D-Zeichnung und der Handskizze sowie zwischen Zollstock und Smartphone macht die Arbeit erst richtig spannend.

Vernetzter Arbeitsalltag braucht perfekte Organisation

Christian Voss ist ständig auf Achse. Die Zahlen im Blick haben, mit den Lieferanten und Kund:innen vernetzen, die Mitarbeiter:innen motivieren, in der Werkstatt den Überblick behalten, neue Projekte entwerfen und alte abschließen. Die Grundlage seiner Selbstständigkeit bilden eine gute Organisation und eine realistische Planung. „Zum Glück kann ich auf digitale Tools zurückgreifen“, so der Unternehmer. Schon seit Jahren läuft der Großteil der Kommunikation in seiner Tischlerei über Smartphone und Tablet.
Zukünftig sollen die Mitarbeiter:innen das Aufmaß bei den Kund:innen schon digital erfassen und das Projekt direkt vor Ort anlegen. Da der Digitalfan immer mehr Zeit unterwegs statt im Büro verbringt, kann er so auch von dort auf alle wichtigen Projektdetails zugreifen und Zeit sparen.

Eine moderne Telefonanlage für das digitale Handwerk

Früher sind wichtige Anfragen und Rückrufe auf dem Anrufbeantworter gelandet, während Christian Voss von Baustelle zu Baustelle unterwegs war. Termine bei Kund:innen, Materialauswahl, Messen und Montage: Es gibt viele Gründe, warum man ihn nicht in der Werkstatt antrifft.
Inzwischen vertraut er auf eine virtuelle Telefonanlage, die sich gänzlich in der Cloud befindet. Sie sorgt dafür, dass er immer und überall über seine Festnetznummer erreichbar ist. Wenn dies einmal nicht der Fall sein sollte, kann er Anrufe an Kolleg:innen, die Mailbox oder in eine Warteschlange weiterreichen.
Die Digitalisierung vereinfacht Prozesse auch hier: Egal wie sich die Größe des Unternehmens verändert, die Telefonanlage passt sich durch ein paar Mausklicks an. Dadurch kann die Tischlerei Voss lassen sich auch Mitarbeiter:innen im Außeneinsatz jederzeit einbinden. Selbst im Urlaub oder unterwegs lässt sich die Festnetznummer nutzen.
Telefonanlage

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  • TK-Anlage weiterhin selbst verwalten

Das Handwerk der Zukunft braucht die zettellose Werkstatt

Die Digitalisierung bietet die Voraussetzungen, um sich weitere Ziele zu setzen. Christian Voss wünscht sich die Zukunft auch in seinem Betrieb papierlos: „Durch den digitalen Wandel ist die zettellose Werkstatt schon fast greifbar.“
Nicht nur aus ökologischer Sicht lohnt sich das Umdenken. Es erleichtert den Büroalltag, wenn Informationen einfach per Mausklick gesucht, geteilt oder kopiert werden können. Christian Voss nennt die Mittel, mit denen er seinen Arbeitsalltag unterwegs organisiert:
  • Stabile Internetverbindung: Die Grundlage für mobiles Arbeiten
  • Smartphone und Tablet: Das Büro für die Hosentasche ermöglicht telefonieren, fotografieren, notieren, diktieren.
  • Headset: Hände frei beim Telefonieren
  • Powerbank: Zusätzliche Energie für unterwegs
  • Faltbare Tastatur: Spart Platz und beschleunigt das Tippen auf dem Tablet
  • Mobiler Drucker: Für den schnellen Ausdruck auf der Baustelle
  • Taschenprojektor: 3D-Modelle beim Kunden direkt auf die Wand projiziere
  • Papier und Stift: Manchmal geht nichts über die flotte Handskizze
So ganz ohne Papier kann sich Christian Voss seine Arbeit nämlich nicht vorstellen: „Wenn es mal hektisch zugeht und ich Mitarbeiter:innen oder Kund:innen schnell etwas erklären möchte, greife ich doch manchmal auf die gute alte Handskizze zurück.“ Aber das passt ja zu seinem Upcycling-Konzept: Altes nehmen, neu interpretieren und modern umsetzen.

So nutzen Sie die Vorteile der Digitalisierung

Der Einsatz von moderner Technik, ob nun die Automatisierung in den Verwaltungsabläufen von Betrieben, der 3D-Druck von Ersatzteilen in der Produktion oder Spezialanfertigungen in Feldern wie der Mikromechanik und der Orthopädie: smarte Geräte innerhalb des betrieblichen IoT, Lasercutter, Roboter und mehr werden den Alltag zunehmend auch in kleinen Handwerksbetrieben beeinflussen.
Lassen Sie sich von der Entwicklung nicht überrollen, sondern handeln Sie rechtzeitig, um die positiven Effekte der Digitalisierung zu Ihrem Vorteil zu nutzen. Denn mit digitalen Technologien können Sie letztlich
  • Kund:innen leichter finden und binden,
  • Mitarbeiter:innen einfacher gewinnen, qualifizieren und binden,
  • individuelle Wünsche von Kund:innen kostengünstig und flexibel erfüllen,
  • Geschäftsprozesse optimieren und effizienter kontrollieren,
  • innovative Angebote entwickeln, mit denen Sie sich vom Wettbewerb abheben können
  • und Kosten in der Administration und Auftragsabwicklung senken.
Ein Handwerker steht auf einer Baustelle im Innenausbau an einem Tisch und gibt etwas in sein Notebook ein.
Die Vernetzung von Planung, Kalkulation und Dokumentation schon am Auftragsort reduziert den Verwaltungsaufwand.

Fördermittel für die Digitalisierung im Handwerk

Das Thema Digitalisierung im Mittelstand steht auch für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie auf der Prioritätenliste. Entsprechend gibt es einen eigenen Förderschwerpunkt: Auf der Internetseite www.mittelstand-digital.de erhalten Sie Tipps und Hinweise zu Fördermöglichkeiten sowie die Gelegenheit, sich darüber hinaus in regionalen Kompetenzzentren zu vernetzen.
Folgende Fördermittel gibt es aktuell für Digitalisierungsvorhaben im Handwerk:
  • Go-Digital: Förderprogramm für Handwerksbetriebe, die bestimmte Bereiche digitalisieren möchten, ohne den Geschäftsbetrieb währenddessen auszusetzen. Dafür erhalten Sie nicht nur finanzielle Förderung, sondern auch fachliche Beratung. Kriterien dafür sind: Firmensitz in Deutschland, weniger als 100 Mitarbeiter:innen, Jahresumsatz unter 20 Millionen Euro. Dazu müssen Sie zudem eine „De-Minimis-Erklärung“ abgeben, die nachweist, dass Sie in den vergangenen drei Jahren keine 200.000 Euro Beihilfen an De-Minimis-Fördergeldern erhalten haben.
  • Digital Jetzt: Dieses Programm richtet sich an kleine und mittlere Betriebe. Für Ihre Digitalisierungsvorhaben können Sie hier bis zu 50.000 Euro erhalten. Auch hier müssen Sie einige Voraussetzungen erfüllen, um an die Gelder zu kommen: Investition in Betriebsstätten in Deutschland, zwischen drei und 499 Beschäftigten. Konzept zu Ihrem Digitalisierungsvorhaben, Umsetzung des Digitalisierungsvorhabens innerhalb von zwölf Monaten nach Förderbeginn, Nachweis über zweckgebundene Geldverwendung.
  • Fördermittel der Bundesländer: Einige Bundesländer unterstützen ebenfalls die Digitalisierung des Handwerks mit Förderprogrammen. Beispiele hierfür sind die Innovationsfinanzierung 4.0 des Landes Baden-Württemberg und das Programm DigiBonus II in Schleswig-Holstein. Weitere Informationen zu länderspezifischen Fördermitten erhalten Sie auf den Seiten der Wirtschaftsministerien Ihres Bundeslandes.
  • BAFA-Förderung für Fortbildungsstätten: Auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellt Zuschüsse zur allgemeinen Digitalisierung im Handwerk bereit. Dies gilt jedoch nur für Einrichtungen, die eine überbetriebliche Fortbildung für Handwerker:innen im Digitalbereich anbieten, also zum Beispiel Berufsschulen und Fachakademien. Damit sollen die digitalen Kompetenzen von Handwerker:innen gestärkt werden, die diese dann in ihre jeweiligen Betriebe tragen.

Das Wichtigste zur Digitalisierung im Handwerk in Kürze

  • Mehr als zwei Drittel der Handwerksbetriebe nutzen heute digitale Technik. Viele kleinere Unternehmen haben aber noch erheblichen Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung.
  • Um Nachwuchs im Handwerk für die traditionellen Berufe zu begeistern, sollten auch Betriebe in klassischen Gewerken moderne Technik nutzen. Kund:innen erwarten digitale Geschäftsprozesse, während Auszubildene gerne mit modernen Verfahren und Werkstoffen arbeiten möchten.
  • Eine gute Erreichbarkeit ist hierbei der Startpunkt: Eine moderne VoIP-Telefonanlage in der Betriebsstätte leitet Anrufe an die Mobilgeräte von Ihnen und Ihren Mitarbeiter:innen weiter. Online-Kontaktmöglichkeiten erleichtern die Auftragsanbahnung und den Service gegenüber Kund:innen.
  • Die Cloud-Anbindung Ihrer Rechner und Mobilgeräte sorgt für einen Datenaustausch ohne Zeitverzug zwischen allen Abteilungen und Personen Ihres Betriebs sowie nach Bedarf auch mit externen Personen.
  • Um die Digitalisierung in Ihrem Betrieb voranzubringen, gibt es Förderprogramme des Bundes und der Länder, die eine Beratung sowie die Bereitstellung finanzieller Unterstützung umfassen.
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Eine Hand, die den Stecker eines Netzwerkkabels an einem Server-Rack anschließt.

DSL oder Kabel? Unterschiede erklärt – So treffen Sie die richtige Wahl

Was ist für Ihre Bedürfnisse besser geeignet: ein Kabel- oder ein DSL-Internetanschluss? Im Laufe der Jahre hat sich sowohl beim ehemaligen Telefonkabel als auch bei der Koaxialtechnik viel getan. Was hinter den Technologien steckt und wo die jeweiligen Vor- und Nachteile sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede liegen, erfahren Sie hier. Beim Festnetz-Internetanschluss via Koaxialkabel sind inzwischen bis zu einem Gigabit pro Sekunde im Download möglich – bis zu zehn Gigabit sind hier in Planung. Im DSL-Bereich dagegen sind aktuell maximal 250 Megabit pro Sekunde möglich. Für viele Anwendungsfälle ist das ausreichend, doch mit wachsendem Datenaufkommen kommt die Technologie langsam an ihre Grenzen. Laut statista nutzten in Deutschland 2023 ganze 24,3 Millionen Teilnehmer:innen insgesamt DSL-Technik für ihren Internetanschluss. 8,7 Millionen setzten auf Kabel-Internet; und 4,2 Millionen Anschlüsse laufen bereits über Glasfaser. DSL hat also immer noch den höchsten Marktanteil, was nicht zuletzt an der breiten Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Technologie liegt. Trotzdem gibt es gute Gründe, wo möglich auf Glasfaser oder Kabel umzurüsten.

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