Business Basics: Wofür eine feste IP-Adresse?

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Datum 28.02.2019
Lesezeit 3 Min.

Business Basics: Wofür eine feste IP-Adresse?

Ein Computer ohne IP-Adresse ist wie ein Telefon ohne Telefonnummer. Ohne eindeutige Anschrift würde der Datenverkehr im Internet schlichtweg nicht funktionieren. Für Unternehmen ist eine statische IP-Adresse aber nicht nur Basis für professionelle Onlinepräsenz und webbasierten Service, sondern auch für flexible Arbeitsmodelle. Wir klären, was eine feste IP-Adresse ist und wofür Unternehmen eine solche statische IP-Adresse gebrauchen können. 

Ob PC, Notebook oder Drucker, netzwerkfähige Monitore, Repeater oder NAS-Stationen: In modernen Unternehmen sammeln sich eine ganze Reihe digitaler Geräte an. Wer regelmäßig unterwegs oder im Home Office auf Daten, Systeme und Services dieser Geräte zugreifen möchte, kommt an einer festen IP-Adresse kaum vorbei.

 

Was ist eine IP-Adresse?

Jedes Gerät, das über das Internet kommuniziert, benötigt eine weltweit eindeutige Anschrift. Egal ob PC, virtuelle Telefonanlage, Router oder Mail-Server: Nur über eine IP-Adresse kann der Empfänger eindeutig identifiziert werden, damit der Web-Server weiß, wohin die Datenpakete im globalen Netz transportiert werden sollen. Eine Ausnahme bilden lokale, also auf ein bestimmtes Gebäude, eine Wohnung oder ein Büro beschränkte Netzwerke: Innerhalb dieser werden meist sogenannte lokale IP-Adressen verwendet. Diese sind nicht weltweit eindeutig und beginnen meist mit „192.168.”.

Die IP-Adresse (Internet Protocol Address) ist ursprünglich nach dem IPv4-Standard aufgebaut. Da dieses System jedoch nur begrenzte Zahlenkombinationen erlaubt, finden sich seit 2012 häufiger IP-Adressen in der IPv6-Version. Diese bestehen aus acht statt bislang vier Zeichenblöcken und enthalten neben Zahlen auch Buchstaben. Damit sich Nutzer diese kryptischen Zeichenmuster nicht merken müssen, werden den IP-Nummern zitierfähige Domains zugeordnet (z.B. www.vodafone.de). Wird eine Domain aufgerufen, wandelt das Domain Name System (DNS) den Namen in eine IP-Adresse um. So kann der Client (Router oder Browser) immer den richtigen Server ansprechen, auf dem die gesuchte Domain gehostet ist.

 


Was ist eine dynamische IP-Adresse?

Standardmäßig sind die meisten Router so konfiguriert, dass sie automatisch eine IP-Adresse vom DHCP-Server (Dynamic Host Configuration Protocol) beziehen. Dieser vergibt dynamische IP-Adressen, die sich bei jeder Internetsitzung ändern. Zugleich definiert der DHCP-Server einen Adressbereich, aus dem die IP‘s für interne (lokale) Netzwerkgeräte (Drucker, Laptops, Tablets etc.) automatisch vom Router verteilt werden. So stellt der Internet Service Provider eine häufig (beispielsweise alle 24 Stunden) wechselnde, aber eindeutige IP-Adresse zur Verfügung, die zu diesem Zeitpunkt niemand anderes in der Welt nutzt. Hinter ihr „verbergen” sich dann die verschiedenen angeschlossenen Netzwerkgeräte im lokalen Netz.

 

Was ist eine feste IP-Adresse?

Es gibt allerdings auch statische IP-Adressen, die bei jedem Internetbesuch genutzt und übertragen werden. Mit so einer festen beziehungsweise statischen IP sind Endgeräte stets unter derselben „Anschrift” erreichbar. Auch die feste IP-Adresse wird zunächst automatisch vergeben, ist jedoch dann beim Internetanbieter fest registriert und kann auf Wunsch zu einem späteren Zeitpunkt neu festgelegt werden.

 

Wofür braucht ein Unternehmen eine feste/statische IP?

Für die meisten Privat-Nutzer ist die Zufalls-Vergabe einer IP-Adresse durch den DHCP-Server praktisch und ermöglicht es ihnen, anonymer im Netz zu surfen. Für den professionellen Online-Auftritt und mehrere Netzwerk-Geräte im Unternehmen, die von außen erreichbar sein müssen, ist eine ständig wechselnde IP-Adresse jedoch nicht sinnvoll.

Da feste beziehungsweise statische IP-Adressen sofort einem Datennetzwerk zugeordnet werden können, erleichtern sie die Ansprache und Administration von Webservern sowie VPN-Zugängen. Vor allem aber lassen sich angeschlossene Netzwerkkomponenten auch von außen problemlos über das Internet erreichen. Das heißt, nicht nur im Büro, sondern auch im Home Office oder auf Dienstreise können Sie über den Browser oder Ihren Windows-Explorer direkt auf Laufwerke, Konfigurations-Oberflächen, Server und (freigegebene) Daten des Firmennetzwerks zugreifen.

Das ist nicht nur für die Tele-Kollaboration bei modernen Beschäftigungsmodellen vorteilhaft, sondern auch bei mehreren Firmenstandorten oder Außendienststellen. Auch Fehleranalysen und Remote-Control-Verbindungen lassen sich bei einer gleichbleibenden Anschrift leichter überblicken. Nahezu unverzichtbar ist eine feste IP-Adresse generell für Server, über die Unternehmen ihre Website oder Service-Portale für Kunden und Geschäftspartner anbieten. Hier sollten Sie allerdings zwingend darauf achten, genügend Upstream-Geschwindigkeit zu buchen, damit Besucher Ihres Servers nicht unnötig lange auf Webseiten oder Downloads warten müssen.

Bei Internetprovidern wie Vodafone können Unternehmen ganz einfach eine feste IP-Adresse beauftragen und zugleich erweiterte Services nutzen. So sind Sie zum Beispiel mit der modularen Komplett-Lösung GigaKombi Business jederzeit erreichbar und haben Daten, Dokumente und Arbeitsprogramme überall zur Hand.

Zusammenfassung

  • Eine IP-Adresse ist eine Zahlenkombination, unter der ein bestimmter Rechner oder ein Rechnerverbund erreichbar ist.
  • Auch Drucker und Smartphones besitzen eine IP-Adresse, um lokal oder via Internet erreichbar zu sein.
  • Dynamische IP-Adressen können sich im Laufe der Zeit ändern (meist alle 24 Stunden).
  • Feste beziehungsweise statische IP-Adressen hingegen ändern sich nicht.
  • Mit einer statischen IP-Adresse können Sie Büro- und Homeserver betreiben und VPN-Zugänge ermöglichen.

 

Haben Sie bereits eine feste IP-Adresse im Einsatz? Wofür nutzen Sie diese vorwiegend? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.

 

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