Glasfaser-Ausbau: Wie Highspeed-Internet auch zu Ihnen kommt

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Datum 18.09.2019
Lesezeit 7 Min.

Glasfaser-Ausbau: Wie Highspeed-Internet auch zu Ihnen kommt

Der Glasfaser-Ausbau schreitet mit großen Schritten voran: Wer große Datenmengen schnell und stabil empfangen und versenden muss, kommt um eine Glasfaser-Anbindung kaum herum. Damit das Netz zügig ausgebaut werden kann, setzt Vodafone auf verschiedene Ausbauverfahren, die sich in klassische und mindertiefe Bauverfahren einteilen lassen. Wie Vodafone Firmen, Haushalte und ganze Gemeinden vernetzt, lesen Sie hier. 

Egal, ob für Firmengründer, etablierte Betriebe, wachsende Unternehmen oder Städte und Gemeinden mit Gigabit-Ambitionen: Der Zugang zu schnellem Internet verschafft entscheidende Wettbewerbs- und Standortvorteile. Die Erkenntnis, bei der Digitalisierung „irgendwie den Anschluss verloren“ zu haben, frustriert nicht nur Anwohner, sondern schmälert auch die Attraktivität ländlicher Regionen als Wirtschaftsstandort. An leistungsstarkem Breitband-Internet führt auf dem Weg in die Gigabit-Gesellschaft also nichts vorbei. Mit seiner Gigabit-Offensive ermöglicht Vodafone Gemeinden und Städten sowie Firmen auch im ländlichen Bereich den Anschluss an das Highspeed-Zeitalter.

Je nach baulicher Gegebenheit lassen sich dabei verschiedene Verfahren einsetzen. In den klassischen Ausbauverfahren setzt man entweder auf konventionellen Tiefbau oder das Pressbohrverfahren. Zu den mindertiefen Verfahren gehören sowohl das Micro-, als auch das Nano-Trenching. Wie auch Sie an Glasfaser-Internet kommen und welche Ausbauverfahren dabei in Frage kommen, erfahren Sie hier.

Glasfaser für Ihr Unternehmen verlegen lassen: So gehen Sie vor

Im Rahmen der Gigabit-Offensive bringt Vodafone Städte, Kommunen und Wirtschaftsstandorte im ganzen Land auf die digitale Überholspur. Bis zum Jahr 2021 sollen bundesweit rund 100.000 Firmen Anschluss an die Breitbandautobahn finden. Dabei haben Sie mehrere Möglichkeiten, Glasfaser zu beantragen. In vielen Regionen nimmt Vodafone zu den ansässigen Kunden Kontakt auf, um Sie auf Ihre Chancen und Vertragsvorteile im Rahmen der Gigabit-Offensive aufmerksam zu machen. Möchten Sie selbst die Initiative ergreifen, können Sie online über das Kontaktformular eine Anfrage stellen. Weitere Informationen erhalten Sie außerdem auf unserer Glasfaser-Übersichtsseite.

Glasfaser im Gewerbegebiet: Die GigaGewerbe-Initiative

Für die Initiative GigaGewerbe bewertet Vodafone den Ausbaubedarf einzelner Gebiete entsprechend der Wirtschaftlichkeit und dem Interesse der dort ansässigen Kunden. Nach einer zwei- bis dreimonatigen Nachfragebündelungsphase prüft der Netzausrüster, ob sich die Anfragen für eine zusammenhängende Versorgungsfläche häufen. Entscheiden sich mindestens 30 Prozent aller Unternehmen in einem Gewerbegebiet für Glasfaser, beginnt Vodafone mit der Bauplanung. Mit Ihrer Unterschrift tragen Sie also dazu bei, dass an Ihrem Gewerbestandort die Gigabit-Zukunft beginnt. Im Zuge dessen hat jedes Unternehmen die Möglichkeit, Glasfaser zu besonders günstigen Konditionen zu bestellen. Schließen Sie innerhalb des Aktionszeitraums einen Vorvertrag ab, übernimmt Vodafone sämtliche Bau- und Bereitstellungskosten für die Erdarbeiten sowie den Netzanschluss zu Ihrem Firmengebäude. So sparen Sie mehrere Tausend Euro im Vergleich zu einer Einzelanbindung.

Wie lange dauert es vom Glasfaser-Antrag bis zur Baumaßnahme?

Sind die Antragsprüfung und Bauplanungen abgeschlossen, beginnt Vodafone damit, Glasfaser zu verlegen. Den Start und die Fortschritte der Baumaßnahmen beeinflussen jedoch eine Reihe externer Faktoren. Neben den Witterungsbedingungen sowie den notwendigen Baugenehmigungen entscheidet auch der Umfang der Arbeiten entsprechend der geplanten Versorgungsfläche, wann Sie an Ihrem Firmensitz mit Lichtgeschwindigkeit arbeiten können. Sind die Gigabit-Kabel erst einmal verlegt, können dort ansässige Unternehmen jederzeit von DSL auf Glasfaser wechseln. Auch Firmengründer und Betriebe, die während des Aktionszeitraums keinen Glasfaser-Vertrag abgeschlossen haben, können dies jederzeit zu normalen Tarifkonditionen nachholen.

Video: YouTube / Vodafone Deutschland

Mit dem Ausbau seines Glasfasernetzes treibt der Gigabit-Pionier übrigens nicht nur die Digitalisierung voran, sondern bietet auch rund 100.000 Unternehmen eine technische Existenzgrundlage. Denn in den kommenden vier Jahren sollen bis zu 2.000 Gewerbeparks eine direkte Glasfaseranbindung erhalten.

Glasfaser für Städte, Gemeinden und den Mittelstand: Die GigaGemeinde-Initiative

Von den rund 25 Millionen neuen Breitband-Anschlüssen sollen nicht nur Unternehmen in Gewerbeparks profitieren, sondern auch Einzelunternehmer und Mittelständler ländlicher Regionen. Mit „GigaKabel” rüstet Vodafone zunächst sein bundesweites Kabelnetz für 21 Millionen Haushalte mit Glasfaser-Power auf. Dieses ambitionierte Ziel setzt der Düsseldorfer Telekommunikationsexperte beim Ausbau der kommunalen Infrastruktur fort.

Konkret sollen künftig rund eine Millionen Haushalte im ländlichen Raum über die neuen Gigabit-Anschlüsse surfen. Mit seinem „GigaGemeinde“-Modell unterstützt Vodafone Städte, Landkreise und Kommunen dabei, den Zugang an die Glasfaser-Autobahn technisch und finanziell zu realisieren. Dafür mietet der Telko-Konzern die lokale Infrastruktur und rüstet sie zum leistungsstarken Breitband-Netz auf. Mit dieser zukunftssicheren Technologie können Städte und Gemeinden ihre digitale Zukunft dann selber in die Hand nehmen.

Highspeed-Zukunft für Mensch und Wirtschaft

Gerade für kleinere Kommunen birgt das GigaGemeinde-Programm Chancen: Sie können ihre Infrastruktur für Innovation stärken, sich als Wirtschaftsstandort erhalten oder erneuern und nicht zuletzt die Lebensqualität ihrer Anwohner erhöhen. Denn auch der private Datenverbrauch steigt unter anderem durch netzbasierte Kommunikation und Streaming-Dienste kontinuierlich an. Klassische Übertragungstechniken über Kupferleitungen sind dem zunehmenden Bedarf schon heute kaum mehr gewachsen. Hier schafft Glasfaser nicht nur die notwendigen Kapazitäten, sondern garantiert auch eine zuverlässigere Netzqualität. Mit symmetrischen Bandbreiten im Up- und Download sowie einer deutlich höheren Ausfallsicherheit wird das Highspeed-Netz auch für Urenkel-Generationen zur zukunftssicheren Lösung.

In vielen Städten schreitet der Glasfaser-Ausbau bereits in großen Schritten voran. Ebenso wie in den Gewerbeparks entscheidet hier die Art des Anschlusses, in welchem Umfang Firmen und Privatkunden von den Vorteilen der Glasfaser-Technik profitieren können.

Da das Risiko mindertiefer Bauverfahren bei Vodafone liegt, gibt es kein finanzielles Risiko für die öffentliche Hand. Die Vodafone Gigabit-Offensive widmet sich sowohl dem Breitbandausbau für Gemeinden, als auch dem Ausbau für Gewerbegebiete und setzt damit auch künftig auf Deutschland als Wirtschaftsstandort.

Die Glasfaser-Ausbauverfahren im Überblick

Insgesamt vier Ausbauverfahren bieten sich besonders für die Glasfaser-Verlegung an. Diese sind im Einzelnen:

Der Klassiker: Konventioneller Tiefbau

Das wahrscheinlich bekannteste Verfahren zum Glasfaser-Ausbau ist der konventionelle Tiefbau, bei dem Gräben für die Rohre ausgehoben werden. Die Glasfaserkabel werden später durch diese Rohre verlegt. Der größte Vorteil: Auch mehrere Kabel können durch eines dieser Rohre geführt werden.

Für Querungen und kurze Abschnitte: Das Pressbohrverfahren

Kleinere Abschnitte wie zum Beispiel Straßenquerungen können mithilfe des Pressbohrverfahrens vorgenommen werden. Dabei wird eine Pressbohrmaschine eingesetzt, die das Erdreich verdrängt, so dass im nächsten Schritt ein Leerrohr verlegt werden kann, in welches die Kabel gelegt werden.

Video: YouTube / Vodafone Deutschland

Glasfaser neben Straße und Gehweg verlegen: Mit Micro-Trenching

Beim sogenannten Micro-Trenching verlegt man die Glasfaserkabel in einer Tiefe von 40 Zentimentern. Dabei werden zum Beispiel die Platten eines Bürgersteigs entfernt, die Glasfaserkabel direkt in der Erde verlegt und die Hohlräume wieder so verdichtet, dass die entnommenen Platten wiederverwendet werden können.

Video: YouTube / Vodafone Deutschland

Minimalinvasive Verlegung ohne große Baustelle: Das Nano-Trenching-Verfahren

Beim Nano-Trenching wiederum arbeitet man sogar in einer Tiefe von acht bis zehn Zentimetern. Dabei wird in die der Straße abgewandten Seite eines Gehwegs ein Schlitz gefräst. Bei dieser Methode muss lediglich ein kleiner Teil einer Straße für die Fräsmaschine abgesperrt werden. Diese fräst dann einen Spalt mit einer kleineren Vertiefung in den Belag. In diese Vertiefung kann dann das Kabel direkt verlegt werden. Der entstandene Schlitz wird anschließend mit Epoxidharz verschlossen.

Beim Nano-Trenching lassen sich 300 Meter Verkabelung an einem Tag fertig stellen. Dadurch sind neben der Beeinträchtigung für den Verkehr auch die Schmutz- und Lärmbelästigung wesentlich geringer. Das zeigt sich besonders beeindruckend beim CO2-Austoß: Hier punktet vor allem das Nano-Trenching-Verfahren mit hohem Einsparpotenzial.

Video: YouTube / Vodafone Deutschland

In der Praxis werden mehrere Ausbau-Verfahren miteinander kombiniert

Je nach örtlicher Gegebenheit muss man auf verschiedene Verfahren beim Glasfaser-Ausbau setzen. Bei den konventionellen Verfahren wie dem Tiefbau und dem Pressbohrverfahren lassen sich Leitungen spurlos in Gebäude verlegen und Hindernisse wie Straßenquerungen umgehen. Wo es die baulichen Gegebenheiten hergeben, greift Vodafone heute auch auf Verfahren wie Micro- oder Nano-Trenching zurück. Diese Techniken finden vor allem über weitere Strecken, in Ortschaften und entlang bestehender Wege Verwendung.

Die sogenannte „letzte Meile” überbrücken: Volle Glasfaser-Power bis zum Arbeitsplatz

Bei der derzeit weit verbreiteten Hybrid-Variante VDSL werden die letzten Meter von der Verteilstation bis zum Gebäude mit der vorhandenen Kupferleitung überbrückt, was die Übertragungsleistung mindert. Im Zuge der Gigabit-Offensive haben Vodafone-Kunden die Möglichkeit, bis zum Keller oder Erdgeschoss Ihres Firmengebäudes Glasfaser verlegen zu lassen (FTTB, Fiber To The Building). Alternativ besteht die Möglichkeit, hier auf Kabel-Internet in Kombination mit Glasfaser zu setzen. Übertragungsraten von bis zu einem Gigabit im Downstream pro Anschluss sind mit dieser Variante kein Problem mehr.

FTTB, FTTH und FTTD: Das steckt hinter den Begriffen

Aktuell sind Hybrid-Lösungen aus Glasfaser und DSL oder Glasfaser und Kabel-Internet weit verbreitet. Bei diesen VDSL-Anschlüssen endet die Glasfaserleitung am Verteilerkasten auf der Straße, auch FTTC, also Fiber to the curb, genannt. Vom Verteiler werden die Daten dann via Kupferkabel weitergeleitet. Mit voller Bandbreite gelangen die Wellen also nur bis zum Verteiler, nicht bis direkt ins Haus.

FTTB ist schon einen Schritt weiter: Fiber to the building (englisch für: „Glasfaser bis zum Gebäude”) bedeutet, dass eine Glasfaserleitung direkt bis in den Keller Ihres Gebäudes verlegt wird. Ideal ist die dritte Variante: Bei FTTH (Fiber to the house) oder FTTD (Fiber to the desk) wird die Glasfaserleitung direkt bis ins Büro verlegt. Das bedeutet dann: Gigabit-Power ohne Verluste und mit allen Vorzügen an Ihrem Firmenstandort.

Beim FTTB-Netz wird nur noch eine sehr kurze Distanz im Gebäude mit Kupferleitungen überbrückt, nämlich vom Keller bis zum Arbeitsplatz. So können Unternehmen schon heute mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde im Breitband-Netz surfen. Von Bedeutung ist diese Leistung insbesondere mit Blick in die nahe Zukunft.

In der Summe all dieser Eigenschaften ist Glasfaser nicht nur für Gewerbetreibende eine lohnenswerte Investition, sondern die zukunftssichere Basis für das Netz der Gigabit-Zukunft.

Ausklappbare Informationsgrafik

Bei FTTB-Glasfaser-Anschlüssen erhält jedes Gebäude einen eigenen Anschluss.

Um tatsächlich ungebremste Breitband-Qualität bis zum Arbeitsplatz nutzen zu können, realisieren auf Wunsch spezialisierte Dienstleister wie der Vodafone-Partner Axians sogar die fachgerechte Inhouse-Installation (FTTD, Fiber To The Desk, also Glasfaser bis zum Schreibtisch). Dem Wachstum und der digitalen Reichweite Ihres Unternehmens sind somit technisch keine Grenzen gesetzt.

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