Ausbauverfahren fürs Glasfasernetz: Wie die Glasfaser unter die Erde kommt

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Datum 18.09.2018
Lesezeit 3 Min.

Ausbauverfahren fürs Glasfasernetz: Wie die Glasfaser unter die Erde kommt

Wer im Unternehmen große Datenmengen schnell und stabil empfangen und versenden muss, kommt um ein Glasfasernetz nicht herum. Damit dieses zügig ausgebaut werden kann, setzt Vodafone auf verschiedene Ausbauverfahren, die sich in klassische und mindertiefe Bauverfahren einteilen lassen.

Je nach baulicher Gegebenheit lassen sich verschiedene Verfahren einsetzen. In den klassischen Ausbauverfahren setzt man entweder auf konventionellen Tiefbau oder das Pressbohrverfahren. Zu den mindertiefen Verfahren gehören sowohl das Micro-, als auch das Nano-Trenching.

Die Ausbauverfahren im Überblick

  • Das wahrscheinlich bekannteste Verfahren ist der konventionelle Tiefbau, bei dem Gräben für die Rohre ausgehoben werden. Die Glasfaserkabel werden später durch diese Rohre verlegt. Der größte Vorteil: Auch mehrere Kabel können durch eines dieser Rohre geführt werden.
  • Kleinere Abschnitte wie zum Beispiel Straßenquerungen können mithilfe des Pressbohrverfahrens vorgenommen werden. Dabei wird eine Pressbohrmaschine eingesetzt, die das Erdreich verdrängt, so dass im nächsten Schritt ein Leerrohr verlegt werden kann, in welches die Kabel gelegt werden.

Minimal-invasiv auch beim Glasfaser-Ausbau: Die neuen Trenching-Verfahren

Neben den oben beschriebenen, klassischen Verfahren verwendet Vodafone für den mindertiefen Bau das Micro- oder Nano-Trenching.

  • Beim Micro-Trenching verlegt man die Glasfaserkabel in einer Tiefe von 40 Zentimentern. Dabei werden zum Beispiel die Platten eines Bürgersteigs entfernt, die Glasfaserkabel direkt in der Erde verlegt und die Hohlräume wieder so verdichtet, dass die entnommenen Platten wiederverwendet werden können
  • Beim Nano-Trenching arbeitet man sogar in einer Tiefe von acht bis zehn Zentimetern. Dabei wird in die der Straße abgewandten Seite eines Gehwegs ein Schlitz gefräst. Bei dieser Methode muss lediglich ein kleiner Teil einer Straße für die Fräsmaschine abgesperrt werden. Diese fräst dann einen Spalt mit einer kleineren Vertiefung in den Belag. In diese Vertiefung kann dann das Kabel direkt verlegt werden. Der entstandene Schlitz wird anschließend mit Epoxidharz verschlossen.

96 Prozent weniger CO2: Mindertiefe Bauverfahren punkten beim Umweltschutz

Beim Nano-Trenching lassen sich 300 Meter Verkabelung an einem Tag fertig stellen. Dadurch sind neben der Beeinträchtigung für den Verkehr auch die Schmutz- und Lärmbelästigung wesentlich geringer. Das zeigt sich besonders beeindruckend beim CO2-Austoß: Hier punktet vor allem das Nano-Trenching-Verfahren mit hohem Einsparpotenzial.

Finanzielle Entlastung für Kommunen

Da das Risiko mindertiefer Bauverfahren bei Vodafone liegt, gibt es kein finanzielles Risiko für die öffentliche Hand. Die Vodafone Gigabit-Offensive widmet sich sowohl dem Breitbandausbau für Gemeinden, als auch dem Ausbau für Gewerbegebiete und setzt damit auch künftig auf Deutschland als Wirtschaftsstandort.

Wohin geht die Reise?

Je nach örtlicher Gegebenheit muss man auf verschiedene Verfahren beim Glasfaser-Ausbau setzen. Bei den konventionellen Verfahren wie dem Tiefbau und dem Pressbohrverfahren lassen sich Leitungen spurlos in Gebäude verlegen und Hindernisse wie Straßenquerungen umgehen. Wo es die baulichen Gegebenheiten hergeben, greift Vodafone heute auch auf Verfahren wie Micro- oder Nano-Trenching zurück. Diese Techniken finden vor allem über weitere Strecken, in Ortschaften und entlang bestehender Wege Verwendung.

 

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