Cloud-Daten sicher speichern und vor unbefugtem Zugriff schützen: Darauf kommt es an

Digitales Business

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Datum 24.02.2021
Lesezeit 4 Min.

Cloud-Daten sicher speichern und vor unbefugtem Zugriff schützen: Darauf kommt es an

Die Cloud hat die Art und Weise, wie wir mit Daten arbeiten und diese speichern, revolutioniert. Derartige Cloud-Dienste sind jedoch mit Risiken verbunden, wenn Sie sie nicht ordnungsgemäß sichern. Betrachten Sie Ihr Unternehmen und dessen Daten am besten genauso wie Ihre private Fotosammlung – und machen Sie es Cyberkriminellen nicht allzu leicht. Daheim würden Sie die Schlüssel ja auch nicht im Schloss stecken lassen, während Sie auf Reisen sind.

Viele Unternehmen würden heutzutage ohne den Komfort von Microsoft 365 oder Googles G Suite für den Zugriff auf Dokumente oder Buchhaltungssoftware wie QuickBooks oder Xero, die jederzeit und überall verfügbar sind, kaum noch effizient wirtschaften können.

Umso wichtiger und wertvoller sind vor diesem Hintergrund unsere sechs Tipps, mit denen Sie Ihre Cloud-Lösungen sicherer machen:

 

1. Wählen Sie ein sicheres Passwort

Wenn Sie die üblichen Regeln für sichere Passwörter und die Vorgaben des Anbieters ernst nehmen, ist dies der erste Schritt zur Verbesserung Ihrer Datensicherheit.

Achten Sie darauf, dass Sie und Ihre Kollegen sichere Kennwörter einstellen und alle paar Monate Erinnerungen aktivieren, um diese regelmäßig zu ändern. Um ein sicheres Passwort zu erstellen, sollten Sie auf eine Kombination aus Buchstaben – sowohl Groß- als auch Kleinbuchstaben – und Zahlen setzen. Es ist am besten, mehr als 8 Zeichen zu wählen und sich nicht auf persönliche Informationen wie Geburtstage zu beziehen. Machen Sie es niemandem zu leicht, Ihre Zugangsdaten zu erraten.

Zusätzlich zu einem sicheren Passwort können Sie noch einen Schritt weiter gehen und eine Zwei-Faktor-Authentifizierung als zusätzliche Sicherheitsebene hinzufügen. Dadurch wird etwas, das Sie kennen (Ihr Passwort), mit etwas, das Sie besitzen (etwa Ihrem Smartphone, das einen Code generiert) kombiniert.




Video: YouTube / it-zeugs.de

 

2. Halten Sie Ihre Antivirensoftware stets aktuell

Nach der Erstellung eines soliden Kennworts nebst Zwei-Faktor-Authentifizierung ist es für den Schutz Ihrer Daten von entscheidender Bedeutung, dass Sie Ihre Antivirensoftware stets aktuell halten. Diese sollte idealerweise einmal am Tag automatisch nach Updates suchen. Es ist jedoch ebenso wichtig, das Sicherheitssystem Ihres Computers regelmäßig manuell zu überprüfen. Nur so stellen Sie sicher, dass Sie gegen zukünftige Viren-Angriffe weitgehend abgesichert sind.

Und vergessen Sie nicht, das neueste Betriebssystem auf Ihrem Laptop oder Smart-Gerät zu installieren und dieses ebenfalls aktuell zu halten – solche Patches sind für die Sicherheit Ihres digitalen Lebens von entscheidender Bedeutung.

 

3. Sichern Sie Ihre Daten

Obwohl die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Cloud-Anbieter Ihre Daten „verliert”, sehr gering ist, besteht immer noch die Möglichkeit menschlicher Fehler oder eines Angriffs. Daher ist es immer eine gute Idee, ein Daten-Backup zu erstellen.

Eine besonders sichere und elegante Lösung ist die sogenannte Cloud-zu-Cloud-Sicherung (C2C). C2C-Sicherung bedeutet, dass Ihre Informationen in zwei separaten Clouds gespeichert werden und Sie sich nicht auf einen einzelnen Anbieter verlassen müssen – wenn also ein System ausfällt, sollten Sie in der Lage sein, Ihre Daten aus der zweiten Cloud wiederherzustellen.

 

4. Seien Sie vorsichtig mit vertraulichen Informationen

Seit Mai 2018 unterliegen das Vereinigte Königreich und die gesamte EU der allgemeinen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Diese Gesetzgebung hat Endanwendern mehr Kontrolle über ihre Daten eingeräumt und umfangreiche Regelungen zum Online-Datenschutz eingeführt. Während die Gesetzgebung in einer zunehmend digitalen Welt grundsätzlich begrüßt wird, bedeutet dies, dass Unternehmen jetzt mit Geldstrafen rechnen müssen, sollten sie nicht die geeigneten Maßnahmen zum Schutz von Kundendaten ergreifen.

Vermeiden Sie es, vertrauliche Informationen in der Cloud zu speichern (beispielsweise Kopien der persönlichen Daten von Mitarbeitern). Wenn Sie Kundendaten in einem SaaS-basierten Cloud-Dienst speichern, stellen Sie sicher, dass Sie auf seriöse Anbieter vertrauen. Ergreifen Sie außerdem zusätzliche Maßnahmen, um diese Informationen zu schützen, etwa durch Beschränkung der Anzahl an Personen, die hierauf Zugriff haben.

 




Video: YouTube / Masterplan.com

 

5. Verschlüsselung ist unerlässlich

Vertrauen Sie nur auf Cloud-Anbieter, die Ihre Daten verschlüsseln, vorzugsweise sowohl lokal (auf Ihrem Computer) als auch in der Cloud – dies bietet Ihnen eine zusätzliche Sicherheitsebene.

Wenn Sie vertrauliche Informationen in die Cloud hochladen, müssen Sie diese Daten zunächst selbst verschlüsseln, indem Sie einen Verschlüsselungssoftware-Anbieter wie AxCrypt und Folder Lock verwenden, der Ihnen einen eindeutigen Schlüssel zur Verfügung stellt.

 

6. Testen Sie Ihre Sicherheitsmaßnahmen

Kontrollieren Sie regelmäßig, wer auf die Plattformen zugreifen kann, die Ihr Unternehmen verwendet und stellen Sie sicher, dass Sie Regeln festlegen, was das Hochladen von Daten in die Cloud angeht. Darüber hinaus ist die Schulung der Mitarbeiter in Bezug auf grundlegende Cybersicherheit von entscheidender Bedeutung.

Wenn Sie all diese Maßnahmen getroffen haben, stellen Sie sicher, dass Sie diese ausgiebig testen, um Schwachstellen in Ihrem Datenschutzkonzept zu identifizieren.

 

Welche Cloud-Sicherheitsrichtlinien gelten bei Ihnen im Unternehmen? Welche Art von Backups führen Sie durch? Wir sind gespannt auf Ihren Kommentar.

 

 


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