IoT-Plattformen: So funktionieren sie, das steckt dahinter

Digitales Business

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Datum 11.08.2021
Lesezeit 7 Min.

IoT-Plattformen: So funktionieren sie, das steckt dahinter

Sogenannte IoT-Plattformen steuern den Datenaustausch zwischen Sensoren, Aktoren und Anwendungen und ermöglichen die intelligente Koordination sämtlicher Bestandteile einer vernetzten Gerätewelt. Welche Plattformen es gibt, wie diese funktionieren und welche Schnittstellen es gibt, erfahren Sie hier.

Eine Maschine ist nur so intelligent wie die Logik, die sie steuert. Diese alte Weisheit aus der Informatik trifft umso mehr auf die moderne Welt des Internet der Dinge (IoT) zu. Wann immer also Geräte miteinander arbeiten sollen, ist eine geeignete IoT-Plattform vonnöten. Diese kann im einfachsten Fall direkt auf einem Kleinstcomputer untergebracht sein – oder mit Hilfe der Cloud Geräte aus der Ferne steuern und überwachen. Ein Vorteil solcher Plattformen: Mögliche Ausfälle und Probleme können früh erkannt werden. Außerdem lassen sich mit Hilfe von Big-Data-Analyseverfahren Energiekosten senken, was wiederum Kosten spart.

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Wie funktionieren IoT-Plattformen?

IoT Spotlight Report 2020

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Im Vodafone IoT Spotlight Report 2020 erfahren Sie im Detail, wie Sie das Potential des Internet of Things für Ihr Unternehmen nutzen können.

Das Internet der Dinge (IoT) verfolgt – allgemein gesprochen – das Ziel, physische und sogar virtuelle Gegenstände (wie beispielsweise virtuelle Rechenzentren) zu vernetzen und miteinander arbeiten zu lassen. Zu diesem Zweck kommen in der Informationstechnik sogenannte IoT-Plattformen zum Einsatz. Sie fungieren ähnlich wie bei einem Computer das Betriebssystem als Schnittstelle zu den Anwendungsprogrammen. Ein Beispiel hierfür aus dem Heimbereich ist das Smart-Home-System Philips Hue. Hier lassen sich mehrere Geräte mit bestimmten Einzelfunktionen (wie Glühbirnen, Schalter oder Thermostate) so miteinander vernetzen, dass ein Gesamtkonzept auf Basis von Abhängigkeiten und Bedingungen abgebildet und gesteuert wird. Finden solche Anwendungen hingegen in der Industrie statt, ist häufig auch von IIoT (Industrial IoT) beziehungsweise IIoT-Plattformen die Rede.

Es handelt sich bei diesen IoT-Plattformen um einheitliche Grundlagen, auf deren Basis Anwendungen entwickelt und ausgeführt werden können. Derartige Plattformen können im gewerblichen Umfeld sowohl vor Ort in einem Unternehmen („On premises”) oder in der Cloud installiert und betrieben werden. Einen Spezialfall bildet hierbei das sogenannte Edge Computing, bei dem die IoT-Plattform am Ort oder örtlich nahe an der Datenerhebung installiert wird, die Verarbeitung der Daten hingegen in der Cloud erfolgt. Die Art der Datenübertragung ist hierbei häufig zweitrangig – inzwischen werden hier auch das 5G-Echtzeitnetz und der IPv6-Adressraum mit einbezogen.

Ein sogenannter IoT-Hub sorgt dabei für die Koordination des eigentlichen Datenaustauschs zwischen den Geräten. Hier hat sich der sogenannte Message Queuing Telemetry Transport (MQTT) als De-facto-Standard etabliert. Er ist als offenes Netzwerkprotokoll in fast allen IoT-Hubs implementiert. Um im industriellen Bereich die Kommunikation auf Basis der verbreiteten Feldbus-Systeme (beispielsweise CAN-Bus) zu ermöglichen, werden sogenannte Feldbus-Koppler verwendet. Sie sorgen für die notwendige Übersetzung zwischen den einzelnen Kommunikationsarchitekturen. Der oder die Anwender:in beziehungsweise Enwickler:innen bekommen in der Praxis von diesen Mechanismen meist nicht allzu viel mit – die IoT-Plattform setzt schließlich auf höherer Abstraktionsebene an. Dennoch ist dieses Prinzip bei der Realisierung von komplexen IoT-Vorhaben von besonderer Bedeutung.

 

Ausklappbare Informationsgrafik

Eine IoT-Plattform stellt das Bindeglied zwischen Hard- und Software im IoT-Umfeld dar.

 

Die wichtigsten IoT-Plattformanbieter im Überblick

Das Thema IoT-Plattformen hat längst die breite Öffentlichkeit erreicht. So bieten neben den „großen Drei” (Amazon, Microsoft und Google) diverse Hersteller spezialisierte Plattformen unter anderem für ihre eigenen Maschinen und Geräte an. Doch auch im Nischenumfeld gibt es für fast jeden Bedarf eine passende Plattform. Zu den bekanntesten Plattformen zählen:

Die bekanntesten und beliebtesten IoT-Plattformen im Industriesektor sind:

  • Siemens Mindsphere: Cloudbasiertes, offenes IoT-Betriebssystem für Siemens-Produkte und darüber hinaus
  • ABB Ability Platform: Basiert auf Microsoft Azure, unterstützt unter anderem Profibus, OPC UA und Modbus
  • SAP Leonardo: Sowohl Industriekunden als auch Handel und Logistik nutzen hier Maschinenlernsysteme, Big-Data-Auswertungen und vieles mehr
  • Bosch IoT Suite: Basiert auf Open-Source-Systemen, ist jedoch vor allem für Bosch-IoT-Kunden konzipiert
  • IBM Watson IoT: Unterstützt das Gebäude- und Anlagenmanagement, bietet KI-gestützte Analysen und Echtzeitauswertungen
  • PTC Thingworx: Ein Kooperationsprojekt mit Microsoft, verknüpft IoT und Augmented Reality (AR) über neuronale Netzwerke
  • A1 Digital IoT: Besonders herstellerunabhängige Plattform, die verschiedenste Geräte in einfache bis komplexe IoT-Anwendungen überführt

 

Mit Vodafone heben Sie Ihr Gerätemanagement auf eine völlig neue Ebene

Auch Vodafone bietet eine eigene IoT-Plattform. Der wesentlicher Vorteil gegenüber dem Wettbewerb: Wir liefern die notwendige Konnektivität auf Wunsch gleich mit dazu. In einer einzigen IoT-Plattform verwalten Sie sämtliche SIM-Karten, Verbindungen und Dienste. Realisieren Sie Anwendungen der vorausschauenden Wartung („Predictive Maintenance”), erhöhen Sie Ihre Maschinenauslastung und nehmen Sie Geräte ohne große Verzögerungen in Betrieb. Durch die globale Ausrichtung der Plattform haben Sie an jedem Ort der Welt den vollen Überblick.

 




Video: YouTube / Vodafone Deutschland

 

Vorteile bei der Verwendung von IoT-Plattformen aus der Praxis

Wie bereits erwähnt, heben IoT-Plattformen das Thema Geräteverwaltung je nach Art und Umfang auf eine völlig neue Ebene. Allen gemein ist die intelligente Verknüpfung von Sensordaten mit der zugrunde liegenden Geschäftslogik und die darauffolgende teil- oder vollautomatische Auslösung von Entscheidungen:

  • Maschinen, die sich selbst überwachen, fallen nicht so leicht aus oder reparieren sich sogar selbst.
  • Die Fernwartung von Maschinen und Anlagen spart Reisekosten und schont das Klima.
  • Vernetzte Produktions- und Logistikumgebungen optimieren sich selbst mit Hilfe von künstlicher Intelligenz und sorgen für enorme Energieeinsparungen.
  • Die vollständige und fortlaufende Überwachung von Kühlketten führt zu weniger verdorbener Ware und besseren Lebensmitteln.
  • Intelligente Straßenbeleuchtung und smarte Verkehrsleitsysteme sorgen für eine verbesserte Infrastruktur in der Smart City von morgen.
  • Modernes Edge Computing rückt die Datenverarbeitung näher an den Ort des Geschehens und sorgt für maximale Sicherheit.

Die Kommunikation zwischen den einzelnen Geräten und der IoT-Plattform erfolgt auf Wunsch komplett standortübergreifend und in Echtzeit: Möglich machen dies sogenannte SD-WANs (Software-definierte Wide-Area-Netzwerke). Hier die einzelnen Standorte ganz einfach als gemeinsames Netzwerk definiert und vom übrigen Internet abgeschirmt. So lassen sich jederzeit weitere Standorte hinzufügen, ohne dass hierfür herkömmliche Technologien wie VPNs (Virtuelle private Netzwerke) und Standleitungen zum Einsatz kommen müssen.

 

Narrowband-IoT und LTE-M ergänzen 5G

Parallel zum neuen Mobilfunkstandard und LTE-Nachfolger 5G sind auch Narrowband-IoT sowie LTE-M optimale Standards zur Gerätevernetzung über Mobilfunk. Die Gerätevernetzung im Schmalband- beziehungsweise 4G-Netz ermöglicht schon jetzt die Verknüpfung auch schwierig zu erreichender Standorte innerhalb von Gebäuden und hinter dicken Mauern und sogar Sprachübertragung. Mit dem Narrowband-IoT Development Kit können Sie mögliche Standorte problemlos überprüfen, bevor Sie sie in Ihre IoT-Infrastruktur einbinden.

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Narrowband-IoT und LTE-M: Konnektivität im IoT-Umfeld

Narrowband-IoT und LTE-M: Konnektivität im IoT-Umfeld

Ganz gleich, wo Sie sich aufhalten: Mit Narrowband-IoT und LTE-M gelingt Maschinenkommunikation auch unter schwierigen Bedingungen. Und das bei besonders geringem Stromverbrauch und somit langen Akkulaufzeiten.

  • Narrowband-IoT sorgt für beste M2M-Netzabdeckung
  • Über LTE-M lassen sich auch Sprachdaten übertragen
  • Auch in Kellern oder entlegenen Gebieten einsetzbar

Der IoT-ready-Selbstcheck

Die Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH betreibt zusammen mit dem Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) e.V. an der RWTH Aachen eine Webseite zur Industrie-4.0-Readiness. Dort können Sie herausfinden, wie weit Ihr Unternehmen auf dem Weg zum IoT-Profi bereits gekommen ist und welche Hürden eventuell noch zu nehmen sind.

Füllen Sie hierzu den Fragebogen aus und finden Sie so heraus, auf welcher Stufe der Automatisierung Sie sich befinden und welche Herausforderung Ihnen wahrscheinlich als Nächstes bevorsteht. Die Vodafone IoT News halten Sie dabei regelmäßig zu Trends und Produkten rund um IoT auf dem Laufenden.

Diving Deeper ist das Videoformat von Vodafone Business und OMR. Wir verbinden MyMüsli Co-Founder Max Wittrock mit spannenden digitalen Startups und sprechen über ihre Geschichte, Business-Modelle und Erfolgsgeheimnisse. Inspirierende, wertvolle Einblicke und ein Blick hinter die Kulissen von Foodboom, Ecosia, Appinio, Independesk und tonies und ihren Gründer:innen.

In der fünften Folge der Reihe trifft Max Wittrock auf die tonies®, beziehungsweise die Gründer des überaus erfolgreichen Start-ups dahinter aus Düsseldorf. Ihr Ziel: Weltweit Kinderherzen mit Hörspielen als clevere Audiosysteme im Spielzeugformat höher schlagen zu lassen. Und nicht nur jetzt, sondern auch noch in vielen Jahren am Markt erfolgreich zu sein:




Video: YouTube / Vodafone Deutschland

 

Welche IoT-Plattform nutzen Sie zur Gerätevernetzung beziehungsweise welche ist Ihr Favorit? Wir sind gespannt auf Ihren Kommentar.

 


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