Digitalisierung in der Baubranche: Herausforderungen & Trends

Digitales Business

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Datum 11.05.2020
Lesezeit 7 Min.

Digitalisierung in der Baubranche: Herausforderungen & Trends

Ganz gleich ob 3D-Drucker für Baustoffe oder Entwürfe, Baustellenroboter oder smarter Fuhrpark: Die Baubranche steht vor einem Umbruch. Doch trotz voller Auftragsbücher setzt sich eine zunehmend digitalisierte Arbeitsumgebung hier nur zögerlich durch. Dabei ist das Einsparpotenzial enorm.


Die Baubranche boomt dank anhaltend niedriger Zinsen für Kredite und bekommt mit der fortschreitenden Digitalisierung genau wie andere Branchen auch immer neue Möglichkeiten geboten. Egal ob im Bereich der Planung, der Qualitätssicherung, der Durchführung von Klein- und Großprojekten oder bei der Überwachung von Baustellen: Wie Sie ohne großen Aufwand schnell von den neuen Möglichkeiten im digitalen Zeitalter profitieren können, erfahren Sie hier.

Die Baubranche zwischen vollen Auftragsbüchern und der notwendigen Digitalisierung

Vermutlich bleibt Ihnen kaum Zeit, sich neben dem Alltagsgeschäft noch mit den Möglichkeiten und Chancen der Digitalisierung zu beschäftigen, wenn Sie als Bauunternehmer jede Menge Baustellen zu betreuen haben. Dabei gibt es gerade in der Baubranche so viele Dinge, die mit Unterstützung der Technik des Gigabit-Zeitalters ganz oder in Teilen automatisiert werden können. So können Sie beispielsweise durch intelligente Vernetzung Ihrer Geräte, Maschinen und Ihres Fuhrparks unnötige Fahrten zu Baustellen vermeiden und vor Ort für einen reibungsloseren Betrieb sorgen. Aber auch die innerbetrieblichen Abläufe profitieren beispielsweise von digitaler Dokumentenverwaltung. Die Zeit, die Sie hier sparen können, lohnt allemal die Beschäftigung mit den neuen Möglichkeiten.

Laut einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey aus dem Jahr 2018 liegt die deutsche Baubranche bei der Digitalisierung nur auf dem vorletzten Platz – was eigentlich verwundern sollte. Denn immerhin verbringt ein durchschnittlicher Bauarbeiter bis zu 70 Prozent seiner Zeit nicht mit seiner eigentlichen Aufgabe, sondern vor allem mit Wege- und Transportarbeiten, Auf- und Umräumtätigkeiten, oder er ist auf der Suche nach Material und Geräten. Hier können digitale Lösungen erhebliche Effizienzgewinne bringen.

 

Die vier Hebel der digitalen Transformation

Laut der von Berger vorgelegten Studie wird die digitale Transformation im Wesentlichen durch vier Hebel beeinflusst:

  • Digitale Daten: Die elektronische Erhebung von Daten ist Grundvoraussetzung für eine funktionierende Digitalisierung.
  • Automation: Durch den Einsatz neuer Technologien entstehen autonome Systeme, die sich selbst organisieren können.
  • Netzwerke: Bislang voneinander getrennt betrachtete Tätigkeiten und Abläufe werden in Verbindung gebracht und intelligent vernetzt.
  • Digitaler Zugang: Grundvoraussetzung für das Funktionieren dieses Zusammenspiels ist eine zuverlässige Datenübertragung auf mobilem Wege.

Dies bedeutet konkret: Nur wenn Daten überhaupt auf digitalem Wege erfasst werden – beispielsweise durch Sensoren, Kameras oder durch manuelle Eingabe – und über das (mobile) Internet an eine zentrale Stelle gelangen, können Sie Vorgänge sinnvoll automatisieren und Ihre Gerätschaften und Prozesse intelligent vernetzen. Unternehmen, die sich hier rechtzeitig und konsequent positionieren, profitieren von deutlichen Wettbewerbsvorteilen, was die Effizienz ihrer betrieblichen Abläufe angeht.

 

Mehr Effizienz in allen Bereichen am digitalisierten Bau

Doch nicht nur die direkte Bauausführung kann von mehr Digitalisierung profitieren:

  • Planung und Produktion: Spezialisierte 3D-Drucker können schon jetzt nicht nur Modelle und Entwürfe eines geplanten Vorhabens dreidimensional ausdrucken, sondern auch zur Produktion von Fertigteilen und passgenauen Baustoffen verwendet werden.
  • Mobiles Arbeiten: Die Verfügbarkeit von internetfähigen Tablets, die über das Mobilfunknetz an zentrale Systeme im Unternehmen angebunden sind, ermöglichen eine Erfassung und Übermittlung von Aufmaßen in Echtzeit und helfen bei der Einhaltung gesetzlicher Dokumentierungspflichten.
  • Digitale Workflows: Belege, die vor Ort erstellt werden, können mit digitaler Unterstützung ganz einfach eingescannt werden und liegen sofort in der Unternehmenszentrale als Scan zur Prüfung vor. Das spart Zeit und sorgt im Rahmen digitaler Dokumenten-Management-Systeme (DMS) für mehr Liquidität bei den beteiligten Baubetrieben.
  • Prozessoptimierung: Eine große Herausforderung in der Baubranche sind häufig lange Zeiten zwischen Angebotserstellung, Ausführung und Rechnungsfreigabe. Das sogenannte „Building Information Modelling” kann hier helfen, Mengen und Bauzeiten am Modell weitgehend exakt zu planen. Eine aufwändige Mengenerfassung vor Ort entfällt.
  • Digitale Positionsbestimmung und Telemetriedaten: Gerade bei großen Bauvorhaben kann es vorkommen, dass nicht klar ist, wo sich benötigte Materialien oder Baufahrzeuge gerade befinden. Moderne Trackingsysteme wie der Vodafone Utility Vehicle Tracker und der Assets & Products Tracker sorgen hier jederzeit für vollen Durchblick, auch was den Zustand Ihrer Betriebsgüter angeht.
  • Bauausführung: Smarte Roboter können beispielsweise dabei helfen, schweres oder unhandliches Material von A nach B zu bringen, sodass es vor Ort nur noch von einer entsprechenden Fachkraft verbaut werden muss. Das spart Wege, körperliche Belastungen und Arbeitszeit – und somit bares Geld. Langfristig können Krankenstände sinken und gut ausgebildete Fachkräfte länger im Berufsleben aktiv bleiben.
  • Online-Handel: Vor allem Baustoffhändler können sich über zusätzlichen Absatz freuen, wenn sie ihre Produkte auch digital anbieten – eventuell zusammen mit einem bestimmten Mehrwert, wie beispielsweise einer Einsparberechnung.

 

Smarte Planung und Realisierung: Mit Building Information Modeling (BIM)

Building Information Modeling (kurz: BIM und zu Deutsch in etwa: Gebäude-Informations-Modell) ist ein zentrales, digitales Element der modernen Baubranche. Dieser Modellierungsansatz  dient mithilfe von passender Software als digitales Projektmanagement-Tool und bildet sämtliche Aspekte von Bauprojekten aller Art ab.

Sämtliche Projektbeteiligten greifen hierbei auf ein und dieselbe Datenquelle zu und bekommen die für sie relevanten Informationen. Egal ob Planer, Architekt, Ingenieur, Genehmigungsbehörde, Baufirma oder (Anlagen-) Betreiber.

 

Der digitale Weg mit BIM

Mit Gebäude-Informations-Modellen lassen sich gleich mehrere sonst zeit- und kostenintensive Prozessanteile digitalisieren, darunter:

  • Die virtuelle Modell-Darstellung eines realen Gebäudes als digitaler Zwilling („Digital Twin”) erlaubt experimentelle Anpassungen vor, während und nach der Bauphase.
  • Der Informationsaustausch aller Beteiligten geschieht in einem einzigen, offenen Format.
  • Der stets gleiche Informationsstand aller Akteure fördert eine effiziente und fehlerfreie Zusammenarbeit.
  • Der aktuelle Bau-Status ist durch stetige Synchronisation der Software jederzeit einsehbar und nachvollziehbar.
  • Die öffentliche Akzeptanz steigt durch Einhaltung von Terminzusagen und Kostenrahmen.
  • Auch nach Beendigung des Bauprozess erfolgt eine kontinuierliche Datenaufbereitung und -analyse.

 

Der herkömmliche Weg ohne BIM

Noch bis vor einigen Jahren geschah fast die gesamte Gebäudeplanung mehr oder weniger händisch und mit Hilfe von jeder Menge Papierzeichnungen. Diese ließen jedoch oft genug Raum für Interpretationen, Missverständnisse und Fehler. Die können bei größeren Bauvorhaben jedoch enorm kostspielig sein: Der vorgegebene Zeit- und Kostenrahmen gerät durch Planungs- und Ausführungsfehler schnell in Gefahr – was mögliche Investitionen in geeignete Planungssoftware schnell aufwiegt.

 

Digitalisierung in der Praxis: Herr Schulz und das Unterlagen-Problem

Aus heutiger Sicht wirkt unser Beispiel des Herrn Schulz, der in einem klassischen Bauunternehmen ohne nennenswerte Digitalisierung arbeitet, fast schon antiquiert. Es zeigt aber eindrucksvoll, welche Effizienzgewinne durch den Einsatz digitaler Tools und Prozesse erzielbar sind:

Herr Schulz arbeitet für ein Bauunternehmen. Er möchte zu einem Termin auf die Baustelle zu fahren. Von seinem Schreibtisch nimmt er die notwendigen Unterlagen mit und steigt in den Firmen-PKW, den er auch privat nutzen darf. Kurz nachdem er losgefahren ist, stellt eine Kollegin fest, dass er einige Unterlagen vergessen hat. Sie ruft Herrn Schulz auf seinem Handy an und informiert ihn darüber. Herr Schulz fährt also zurück, um die Unterlagen zu holen.

Während Herr Schulz zu seinem Schreibtisch eilt, wird er von seiner Kollegin daran erinnert, das Fahrtenbuch abzuschließen und der Buchhaltung zu bringen. Ebenso fehlen noch Angaben zum Erstellen einer Rechnung für ein anderes abgeschlossenes Projekt.

Sichtlich gestresst steigt Herr Schulz wieder in sein Auto. Während der Fahrt versucht der Bauherr, ihn im Büro zu erreichen, um ihm mitzuteilen, dass dieser sich um ein paar Minuten verspätet. Die Sekretärin, die das Gespräch in seiner Abwesenheit angenommen hat, ruft den Mitarbeiter auf seinem Handy an, um ihn darüber in Kenntnis zu setzen.

Die Lösung: Digitale Akten und Unterlagen

Vergessene Unterlagen stellen durch digitalisierte Akten in Verbindung mit Dokumenten-Management-Systemen (DMS) bzw. Enterprise Content Management-Systemen (EMS) in der heutigen Zeit kein Problem mehr dar. Zahlreiche Anbieter liefern Lösungen, welche digitalisierte Unterlagen auch über das Smartphone oder das Tablet jederzeit abrufbar machen. Das physische Mitführen von Papieren entfällt dadurch weitestgehend. Gleiches gilt prinzipiell auch für Baupläne oder Ähnliches, die vor Ort zum Beispiel über ein Tablett oder Laptop aufgerufen werden können. Einige DMS/EMS bieten darüber hinaus Schnittstellen zu Diensten wie Microsoft 365 oder SharePoint, mit denen im Kontext von Kollaborationslösungen weitere Optionen für digitale Prozesse entwickelt werden können.

Durch den Einsatz eines DMS-/EMS-Systems muss Herr Schulz die Unterlagen nicht händisch zusammensuchen oder gar umkehren, wenn er einen Teil von ihnen im Büro vergessen hat. Er hat alles digital abrufbar auf seinem Handy, Tablet oder Laptop dabei.

Weiterer Vorteil: Digitale Zusammenarbeit und Abstimmung

Betriebsinterne Prozesse, die abseits der BIM-Struktur abgebildet werden müssen, können durch moderne Kollaborationslösungen stark vereinfacht werden. Planungen, Projekte, Termine, Aufgabenüberwachungen, Informationsaustausch – jederzeit und überall anwendbar. Egal ob mit Laptop, Smartphone oder Tablet: Gemeinsames Teilen oder die zeitgleiche Zusammenarbeit an einem Dokument, egal von wo oder mit welchem Device. Mit Blick auf die aktuelle COVID-Situation und verstärktem (notwendigem) mobilen Arbeiten oder Homeoffice ist dies wichtiger denn je.

Durch kurze Abstimmung in organisierten Gruppen (beispielsweise via Slack oder Teamwire), sowie die Übermittlung des aktuellen Aufenthaltsorts wird allen Mitarbeitern sofort der Status der Kollegen und des Projekts mitgeteilt. Die zentral gespeicherten Dokumente und Informationen können dabei von mehreren Kollegen gleichzeitig bearbeitet werden, ohne dass Informationen verloren gehen können. Das aufwändige Verteilen sowie Hin- und Herschicken von relevanten Dokumenten und Informationen entfällt und vereinfacht dadurch die Abstimmung und die tägliche Zusammenarbeit.

Ein routinierter Blick in die betriebsinterne Kollaborationslösung zeigt Herrn Schulz seine persönlichen offenen To-dos.

Digitale Lösungen, die den Alltag erleichtern – das digitale Fahrtenbuch

Abrechnungs- und/oder steuerrechtliche Nebenschauplätze, wie beispielsweise das Fahrtenbuch, lassen sich über sehr einfache, voll digitale Lösungen optimieren. Und zwar ohne, dass jemand tatsächlich einen Kugelschreiber in die Hand nehmen muss oder den Kilometerstand des Fahrzeugs richtig abzulesen hat – automatisiert und Finanzamt-konform. Insbesondere dann, wenn die Lösung in Kombination mit einem einfachen OBD-II-Stecker im Fahrzeug arbeitet. Der Mitarbeiter erfasst seine Fahrten via App und kann diese ganz einfach als privat oder dienstlich deklarieren. Gleichzeitig kann die Buchhaltung im Büro das Fahrtenbuch mit nur wenigen Klicks Finanzamt-konform ausgeben lassen.

Herr Schulz braucht nichts weiter zu tun, als die Fahrt bei Fahrtantritt über eine App zu dokumentieren. Nach der Ankunft kennzeichnet er die Fahrt als dienstlich oder privat und schließt den Vorgang digital ab. Kilometerstände, Datum, Uhrzeit und so weiter werden automatisch ermittelt. Und über eine Weboberfläche holt sich die Buchhaltung die entsprechenden Infos, fertig aufgearbeitet für das Finanzamt. 

Kollaboration und Telekommunikation zusammenführen

Moderne Telekommunikationslösungen werden inzwischen auf einer Plattform zusammengefasst. Die klassische Trennung zwischen Mobilfunk und Festnetz wird dabei aufgehoben. Dabei ist es unerheblich, mit welchem Gerät der Anwender arbeiten möchte: Tischtelefon, Smartphone, Laptop oder Tablet. Funktionen wie zum Beispiel Web und/oder Video Conferencing, Messaging erweitern die Möglichkeiten. Das Verwenden vieler unterschiedlicher Anwendungen entfällt dadurch, ebenso das Nutzen von potenziell unsicheren Apps (z.B. WhatsApp).

Die verschiedenen Anbieter verfolgen meist das gleiche Prinzip: Erreichbarkeit über eine Rufnummer, auf dem Gerät der Wahl des Anwenders. Ergänzt um eine App oder Anwendung, die zusätzliche Funktionen und Statusinformationen der Kollegen*innen liefert. Die Möglichkeiten der intelligenten Anrufsteuerung runden das ganze ab.

So wird im Arbeitsalltag sichergestellt, dass alle Mitarbeiter trotz unterschiedlicher Einsatzorte gemeinsam arbeiten können – egal ob aus dem Homeoffice, aus der Filiale heraus oder auf Reisen. Es gilt das Motto: „Anytime, anywhere”. Viele Unternehmen nutzen die aktuell laufende Umstellung von ISDN auf All-IP, um ihre Telekommunikationskonzepte rechtzeitig zu prüfen und gegebenenfalls zu optimieren.

Herr Schulz ist ständig über seine Festnetznummer bzw. Durchwahl erreichbar. Egal ob er gerade im Büro ist oder unterwegs. Ein interner Anruf bleibt ein interner Anruf. Sollte er z.B. während seines Termines nicht gestört werden wollen, kann er z.B. über sein Smartphone eine Umleitung auf einen Kollegen oder auf eine Mailbox aktivieren.

IP-Telefonie: Voraussetzungen und IT-Infrastruktur

Die IP-Telefonie huscht nicht selten als Schreckgespenst durch den Mittelstand. Begründet durch Geschichten aus dem direkten Umfeld mit Schlagwörtern wie „unausgereift”, „Gesprächsabbrüche”, „abgehackte Gespräche”. Hinterfragt man die Geschichten, liegt es bei den allermeisten Fällen nicht an den IP-Lösungen selber. Sondern daran, dass nicht immer darauf geachtet wird, welche Voraussetzungen die eigene Infrastruktur mit sich bringt.

Auf Folgendes ist zu achten:

  • Eine aktuelle, zeitgemäße Netzwerkverkabelung,
  • aktuelle Netzwerk-Hardware, sowie eine
  • korrekte Konfiguration dieser Hardware inkl. dem Aussteuern oder Priorisieren der IP-Telefonie im eigenen Netzwerk.

Eine saubere, durchgehende Priorisierung oder Trennung der IP-Telefonie vom restlichen Datenverkehr ist somit sehr wichtig. Entsprechende Vodafone Business-Internet-Anbindungen leiten so wenig IP-Telefonie wie möglich über das „offene” Internet, was Verzögerungen und Paketverluste weitgehend ausschließt. Bei reinen Service Providern kann dies nicht immer sichergestellt werden.

Genügend Bandbreite ist in diesem Zusammenhang zwar wichtig, aber nicht immer der Schlüssel für reibungslose IP-Telefonie. Im Durchschnitt werden nur 100 Kilobit pro Sekunde im Up- und Downstream pro Gespräch veranschlagt. Das gilt sowohl im eigenen Firmen-Netzwerk als auch über das Internet.

Während im ISDN-Zeitalter die Telefonie eigenständig „vor sich hin existierte”, erfordert die IP-Telefonie mehr Mitwirkung durch die IT-Abteilung eines Unternehmens. Netzbetreiber oder Provider stellen hierfür entsprechende Lösungen und Plattformen zur Verfügung. Die Integration in die eigene Infrastruktur sollte oder muss hier allerdings weiterhin durch die IT des Unternehmens erfolgen. Know-how über Priorisierungsmechanismen, Kenntnisse und Konfiguration der eigenen Netzwerk-Hardware und -Infrastruktur, aber auch von IP-fähigen Telefonanlagen ist heutzutage essentiell wichtig.

Unternehmen ohne kompetente IT- oder TK-Betreuung werden es somit zukünftig immer schwerer haben, bei der fortschreitenden Entwicklung mitzuhalten. Das gilt sowohl für IP-Telefonie als auch für alle anderen digitalen Lösungen. Und hier zeigt sich auch aus der Erfahrung, dass es noch viel Nachholbedarf gibt, um die passenden Grundlagen für eine konsequente Digitalisierung zu schaffen.

 

Video: YouTube / Vodafone Deutschland

 

Thema Cloud – und warum sie eben doch sicher ist

Neben den Unsicherheiten bei der IP-Telefonie gibt es in der Baubranche weiterhin auch gemischte Einstellungen zum Thema Cloud – gerade in Bezug auf die Sicherheit. Viele der bestehenden Unsicherheiten entstehen allerdings vor allem durch fehlende Information und Aufklärung. Unklar sind häufig die Fragen: Was, wer und wo ist Cloud überhaupt?

Bezogen auf Leistungen deutscher Anbieter mit echten Rechenzentren in Deutschland sollte es diese eigentlich nicht geben!

Warum? 

Cloud-Lösungen sind grundsätzlich Lösungen, die in einem Rechenzentrum zur Verfügung gestellt werden. Das bedeutet, dass diese als eine Software-Lösung auf einem physischen Server in einem physischen Rechenzentrum gespeichert sind beziehungsweise laufen. Rechenzentren unterliegen internationalen und europäischen sowie deutschen Normen (beispielsweise DIN EN 50600, ISO 27001, TIA942) und müssen daher entsprechende Standards erfüllen. Diese umfassen unter anderem die folgenden Themen:

  • Standortwahl (Hochwasserschutz, keine Einflugschneise, geringe Kriminalitätsrate und so weiter),
  • Stromversorgung,
  • Klimaanlagen,
  • Brandschutz,
  • Gebäudesicherheit wie Einbruch- und Diebstahlsicherung beziehungsweise Zugangssicherung,
  • Akkreditierungsverfahren,
  • Wachpersonal,
  • hochverfügbare Internetanbindungen,
  • Sicherheitsmaßnahmen gegen Zugriffe von außen, DDoS Attacken und vieles mehr.

Wenn man diese Sicherheitsstandards mit den üblichen Serverräumen des Mittelstands vergleicht, fällt es schwer zu glauben, dass die Daten im eigenen Unternehmen sicherer sind, als in einem deutschen Rechenzentrum, sprich in der Cloud. Auch das Schaffen oder Anpassen einer eigenen IT-Sicherheitsrichtlinien, um unbefugte Zugriffe auf Daten durch die eigenen Mitarbeiter auf das Notwendigste zu begrenzen, wird häufig außer Acht gelassen.

Der meiste Datendiebstahl und die meisten Fälle von Industriespionage erfolgen „aus dem Inneren” heraus: Durch zu einfache Passwörter, durch fehlende 2-Faktor Authentifizierung, durch Phishing-E-Mails, Keylogger usw. – und weil es keine oder nur unzureichende Sicherheitsrichtlinien gibt oder diese nicht konsequent eingehalten werden.

Einziges Manko beim Thema Cloud: Eine solche Lösung ersetzt in puncto Backup nicht die bekannte „3-2-1 Regel” (3 Datenkopien, 2 Medien, 1 externes Backup). Hier lassen sich jedoch mit wenig Aufwand regelmäßige, lokale Daten-Backups oder solche in einem Cloud-System eines anderen Anbieters erstellen.

Die Verwaltung mobiler Endgeräte

Zum Thema Organisation und Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien kann man auch die Steuerung und Verwaltung mobiler Endgeräte zählen. Laptops werden beispielsweise durch die hauseigene IT-Sicherheitsrichtline abgedeckt bzw. durch die jeweiligen Verfahren, wie Benutzerauthentifizierung, gesicherte VPN-Anbindungen und so weiter.

Bei Smartphones, die gegebenenfalls auch privat genutzt werden dürfen, wird dies oft vernachlässigt. Dabei gibt es zahlreiche einfache Lösungen, die unternehmenseigene Smartphones einer gemeinsamen Sicherheitsrichtlinie und Verwaltung ermöglichen, auch wenn diese privat genutzt werden dürfen.

Eine Trennung von privaten und geschäftlichen Umgebungen auf einem Smartphone ist somit zeitgemäß. WhatsApp und vergleichbare Anwendungen gehören nicht in ein geschäftliches Umfeld, allein schon aus Sicherheitsaspekten. Hier gibt es jede Menge Messenger-Alternativen und interessante Collaboration Tools für den geschäftlichen Alltag.

 

Moderne Telemetrie: So werden Baumaschinen und Güter intelligent aus der Ferne überwacht

Mit dem Vodafone Utility Vehicle Tracker können Sie Ihrem Unternehmensfuhrpark zu optimierten Einsatzzeiten und weniger Ausfällen verhelfen. Er bietet Ihnen in nur einem Gerät eine integrierte Lösung bestehend aus GPS-Positionsbestimmung, Mobilfunkanbindung und Softwarelösung für die Auswertung im Unternehmen. So können Sie im Grunde alle Baufahrzeuge Ihres Unternehmens wie beispielsweise Bagger, fahrbare Hebebühnen, Gabelstapler und vieles mehr mit einer einheitlichen Tracking-Lösung ausstatten, die gleichzeitig die wichtigsten Betriebsparameter überwacht:

  • Aktuelle Position: Erfahren Sie zu jeder Zeit, wo sich Ihre Bagger, Kräne, Walzen und andere Baufahrzeuge befinden.
  • Geschwindigkeit und Route: Analysieren Sie die zurückgelegten Fahrstrecken und Routen und optimieren Sie diese gegebenenfalls durch neue Vorgaben an die Fahrer.
  • Sitzbelegungserkennung: Stellen Sie zu jeder Zeit fest, wie häufig ein bestimmtes Arbeitsgerät benutzt wird oder leer „herumsteht”, um die Einsatzeffizienz zu verbessern.
  • Sensorauswertung: Erfahren Sie umgehend, wenn es Probleme mit einer Maschine gibt und woran dies liegen könnte, ohne vor Ort sein zu müssen.

Wenn Sie für jedes einzelne Arbeitsgerät wissen, wo und in welchem Zustand es sich befindet, können Sie es nicht nur vorausschauend warten, sondern auch unnötige Standzeiten vermeiden und Ihren Fuhrpark mit maximaler Effizienz einsetzen.

Passiv bewegliche Betriebsgüter wiederum lassen sich mit dem Vodafone Assets & Products Tracker überwachen: Durch seinen Einsatz können Sie beispielsweise Angaben zur Position und zum Füllstand von Containern erhalten. Außerdem erfahren Sie so im Idealfall rechtzeitig, wenn Ihr Eigentum Opfer eines Diebstahls wird. Ein am Objekt angebrachter Tracker mit eigener Stromversorgung über Batterie oder Solarzellen macht es möglich.

 

Ausklappbare Informationsgrafik
Ganz gleich ob Fahrzeuge, Baumaschinen oder bewegliche Güter: Vodafone bietet Tracking-Lösungen für jeden Zweck.

 

Digitalisierung in der Baubranche – das Wichtigste in Kürze

  • Die Digitalisierung bietet der Baubranche umfangreiche Möglichkeiten zur Steigerung der betrieblichen Effizienz.
  • Bislang werden diese Möglichkeiten häufig nur eingeschränkt genutzt, obwohl sie echte Wettbewerbsvorteile bringen können.
  • Mit dem Vodafone Utility Vehicle Tracker wissen Sie zu jeder Zeit, wo sich Ihre Baumaschinen befinden und ob diese gerade im Einsatz sind, stillstehen oder gar ausgefallen sind.
  • Der Vodafone Assets & Products Tracker verrät Ihnen auf Wunsch alles Mögliche über den Zustand Ihrer beweglichen Güter wie Baucontainer, Materialpaletten und Fertigteile.

 

Wie weit ist die Digitalisierung in Ihrem Baubetrieb schon fortgeschritten? Wo beginnt und wo endet aus Ihrer Sicht der sinnvolle Einsatz digitaler Technik in der Baubranche? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.

 


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Sie haben Fragen? Gerne sind wir kostenlos in unserem V-Hub Chat
oder telefonisch unter 0800 107 1006 für Sie da.

 

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