Digitalisierung in der Baubranche: Herausforderungen & Trends

Digitales Business

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Datum 11.12.2018
Lesezeit 6 Min.

Digitalisierung in der Baubranche: Herausforderungen & Trends

Ganz gleich ob 3D-Drucker für Baustoffe oder Entwürfe, Baustellenroboter oder smarter Fuhrpark: Die Baubranche steht vor einem Umbruch. Doch trotz voller Auftragsbücher setzt sich eine zunehmend digitalisierte Arbeitsumgebung hier nur zögerlich durch. Dabei ist das Einsparpotenzial enorm.

Die Baubranche boomt dank anhaltend niedriger Zinsen für Kredite und bekommt mit der fortschreitenden Digitalisierung genau wie andere Branchen auch immer neue Möglichkeiten geboten. Egal ob im Bereich der Planung, der Qualitätssicherung oder bei der Überwachung von Baustellen: Wie Sie ohne großen Aufwand schnell von den neuen Möglichkeiten im digitalen Zeitalter profitieren können, erfahren Sie hier.

 

Die Baubranche zwischen vollen Auftragsbüchern und der notwendigen Digitalisierung

Vermutlich bleibt Ihnen kaum Zeit, sich neben dem Alltagsgeschäft noch mit den Möglichkeiten und Chancen der Digitalisierung zu beschäftigen, wenn Sie als Bauunternehmer jede Menge Baustellen zu betreuen haben. Dabei gibt es gerade in der Baubranche so viele Dinge, die mit Unterstützung der Technik des Gigabit-Zeitalters ganz oder in Teilen automatisiert werden können. So können Sie beispielsweise durch intelligente Vernetzung Ihrer Geräte, Maschinen und Ihres Fuhrparks unnötige Fahrten zu Baustellen vermeiden und vor Ort für einen reibungsloseren Betrieb sorgen. Aber auch die innerbetrieblichen Abläufe profitieren beispielsweise von digitaler Dokumentenverwaltung.

Laut einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey aus dem Jahr 2018 liegt die deutsche Baubranche bei der Digitalisierung nur auf dem vorletzten Platz – was eigentlich verwundern sollte. Denn immerhin verbringt ein durchschnittlicher Bauarbeiter bis zu 70 Prozent seiner Zeit nicht mit seiner eigentlichen Aufgabe, sondern vor allem mit Wege- und Transportarbeiten, Auf- und Umräumtätigkeiten, oder er ist auf der Suche nach Material und Geräten. Hier können digitale Lösungen erhebliche Effizienzgewinne bringen.

 

Mehr Effizienz in allen Bereichen am digitalisierten Bau

Doch nicht nur die direkte Bauausführung kann von mehr Digitalisierung profitieren:

  • Planung und Produktion: Spezialisierte 3D-Drucker können schon jetzt nicht nur Modelle und Entwürfe eines geplanten Vorhabens dreidimensional ausdrucken, sondern auch zur Produktion von Fertigteilen und passgenauen Baustoffen verwendet werden.
  • Mobiles Arbeiten: Die Verfügbarkeit von internetfähigen Tablets, die über das Mobilfunknetz an zentrale Systeme im Unternehmen angebunden sind, ermöglichen eine Erfassung und Übermittlung von Aufmaßen in Echtzeit und helfen bei der Einhaltung gesetzlicher Dokumentierungspflichten.
  • Digitale Workflows: Belege, die vor Ort erstellt werden, können mit digitaler Unterstützung ganz einfach eingescannt werden und liegen sofort in der Unternehmenszentrale als Scan zur Prüfung vor. Das spart Zeit und sorgt im Rahmen digitaler Dokumenten-Management-Systeme (DMS) für mehr Liquidität bei den beteiligten Baubetrieben.
  • Prozessoptimierung: Eine große Herausforderung in der Baubranche sind häufig lange Zeiten zwischen Angebotserstellung, Ausführung und Rechnungsfreigabe. Das sogenannte „Building Information Modelling” kann hier helfen, Mengen und Bauzeiten am Modell weitgehend exakt zu planen. Eine aufwändige Mengenerfassung vor Ort entfällt.
  • Digitale Positionsbestimmung und Telemetriedaten: Gerade bei großen Bauvorhaben kann es vorkommen, dass nicht klar ist, wo sich benötigte Materialien oder Baufahrzeuge gerade befinden. Moderne Trackingsysteme wie der Vodafone Utility Vehicle Tracker und der Assets & Products Tracker sorgen hier jederzeit für vollen Durchblick, auch was den Zustand Ihrer Betriebsgüter angeht.
  • Bauausführung: Smarte Roboter können beispielsweise dabei helfen, schweres oder unhandliches Material von A nach B zu bringen, sodass es vor Ort nur noch von einer entsprechenden Fachkraft verbaut werden muss. Das spart Wege, körperliche Belastungen und Arbeitszeit – und somit bares Geld. Langfristig können Krankenstände sinken und gut ausgebildete Fachkräfte länger im Berufsleben aktiv bleiben.
  • Online-Handel: Vor allem Baustoffhändler können sich über zusätzlichen Absatz freuen, wenn sie ihre Produkte auch digital anbieten – eventuell zusammen mit einem bestimmten Mehrwert, wie beispielsweise einer Einsparberechnung.

 

Die vier Hebel der digitalen Transformation

Laut der von Berger vorgelegten Studie wird die digitale Transformation im Wesentlichen durch vier Hebel beeinflusst:

  • Digitale Daten: Die elektronische Erhebung von Daten ist Grundvoraussetzung für eine funktionierende Digitalisierung.
  • Automation: Durch den Einsatz neuer Technologien entstehen autonome Systeme, die sich selbst organisieren können.
  • Netzwerke: Bislang voneinander getrennt betrachtete Tätigkeiten und Abläufe werden in Verbindung gebracht und intelligent vernetzt.
  • Digitaler Zugang: Grundvoraussetzung für das Funktionieren dieses Zusammenspiels ist eine zuverlässige Datenübertragung auf mobilem Wege.

Dies bedeutet konkret: Erst wenn Daten überhaupt auf digitalem Wege erfasst werden – beispielsweise durch Sensoren, Kameras oder durch manuelle Eingabe – und über das (mobile) Internet an eine zentrale Stelle gelangen, können Sie Vorgänge sinnvoll automatisieren und Ihre Gerätschaften und Prozesse intelligent vernetzen. Unternehmen, die sich hier rechtzeitig und konsequent positionieren, profitieren von deutlichen Wettbewerbsvorteilen, was die Effizienz ihrer betrieblichen Abläufe angeht.

 

Moderne Telemetrie: So werden Baumaschinen und Güter intelligent aus der Ferne überwacht

Mit dem Vodafone Utility Vehicle Tracker können Sie Ihrem Unternehmensfuhrpark zu optimierten Einsatzzeiten und weniger Ausfällen verhelfen. Er bietet Ihnen in nur einem Gerät eine integrierte Lösung bestehend aus GPS-Positionsbestimmung, Mobilfunkanbindung und Softwarelösung für die Auswertung im Unternehmen. So können Sie im Grunde alle Baufahrzeuge Ihres Unternehmens wie beispielsweise Bagger, fahrbare Hebebühnen, Gabelstapler und vieles mehr mit einer einheitlichen Tracking-Lösung ausstatten, die gleichzeitig die wichtigsten Betriebsparameter überwacht:

  • Aktuelle Position: Erfahren Sie zu jeder Zeit, wo sich Ihre Bagger, Kräne, Walzen und andere Baufahrzeuge befinden.
  • Geschwindigkeit und Route: Analysieren Sie die zurückgelegten Fahrstrecken und Routen und optimieren Sie diese gegebenenfalls durch neue Vorgaben an die Fahrer.
  • Sitzbelegungserkennung: Stellen Sie zu jeder Zeit fest, wie häufig ein bestimmtes Arbeitsgerät benutzt wird oder leer „herumsteht”, um die Einsatzeffizienz zu verbessern.
  • Sensorauswertung: Erfahren Sie umgehend, wenn es Probleme mit einer Maschine gibt und woran dies liegen könnte, ohne vor Ort sein zu müssen.

Wenn Sie für jedes einzelne Arbeitsgerät wissen, wo und in welchem Zustand es sich befindet, können Sie es nicht nur vorausschauend warten, sondern auch unnötige Standzeiten vermeiden und Ihren Fuhrpark mit maximaler Effizienz einsetzen.

Passiv bewegliche Betriebsgüter wiederum lassen sich mit dem Vodafone Assets & Products Tracker überwachen: Durch seinen Einsatz können Sie beispielsweise Angaben zur Position und zum Füllstand von Containern erhalten. Außerdem erfahren Sie so im Idealfall rechtzeitig, wenn Ihr Eigentum Opfer eines Diebstahls wird. Ein am Objekt angebrachter Tracker mit eigener Stromversorgung über Batterie oder Solarzellen macht es möglich.

 

Ausklappbare Informationsgrafik
Ganz gleich ob Fahrzeuge, Baumaschinen oder bewegliche Güter: Vodafone bietet Tracking-Lösungen für jeden Zweck.

 

Zusammenfassung

  • Die Digitalisierung bietet der Baubranche umfangreiche Möglichkeiten zur Steigerung der betrieblichen Effizienz.
  • Bislang werden diese Möglichkeiten häufig nur eingeschränkt genutzt, obwohl sie echte Wettbewerbsvorteile bringen können.
  • Mit dem Vodafone Utility Vehicle Tracker wissen Sie zu jeder Zeit, wo sich Ihre Baumaschinen befinden und ob diese gerade im Einsatz sind, stillstehen oder gar ausgefallen sind.
  • Der Vodafone Assets & Products Tracker verrät Ihnen auf Wunsch alles Mögliche über den Zustand Ihrer beweglichen Güter wie Baucontainer, Materialpaletten und Fertigteile.

 

Wie weit ist die Digitalisierung in Ihrem Baubetrieb schon fortgeschritten? Wo beginnt und wo endet aus Ihrer Sicht der sinnvolle Einsatz digitaler Technik in der Baubranche? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.

 

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