Online-Marketing-Strategie optimieren: Das sollten Sie beachten

Digitales Business

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Datum 08.09.2020
Lesezeit 7 Min.

Online-Marketing-Strategie optimieren: Das sollten Sie beachten

Online-Marketing ist weit mehr als das Betreiben einer funktionierenden und ansprechenden Website und deren Optimierung für Suchmaschinen. Erst wenn alle Faktoren sinnvoll zusammenspielen, funktioniert das Vermarktungssystem optimal.


Deckt Ihre Online-Marketing-Strategie sämtliche relevanten Kanäle ab? Bedienen Sie den Sales-Funnel optimal oder gibt es Schwachstellen, durch die Sie möglicherweise wichtiges Kundenpotenzial verschenken? Wir zeigen auf, wie Sie das Maximum aus Ihrem Potenzial im Internet herausholen können.

Online-Marketing-Strategie optimieren: Mehr als nur SEO

Viele Unternehmer denken beim Aufbau ihrer Online-Marketing-Strategie vorwiegend an ihre eigene Website beziehungsweise ihren Onlineshop. Doch Sie müssen mehr tun, als “nur” eine gute Webseite ins Netz zu stellen, damit Besucher auf Ihren Online-Auftritt aufmerksam werden. Eine optimal gestaltete Website mit klarer Aussage und Benutzerführung ist nur ein wichtiger Baustein einer sinnvollen Online-Strategie. Investitionen in Suchmaschinen- und Content-Marketing sind weitere Elemente eines strategisch wirksamen Marketing-Mixes.

Manch kleiner Anbieter verzichtet inzwischen gar komplett auf eine eigene Website: Gegen einen Umsatzanteil können Sie die Vermarktung und den Versand Ihrer Produkte auch großen Playern wie Amazon überlassen. Letztlich ist es ja Ihre Sache, wo Ihre eigentlichen Verkäufe stattfinden – ob auf Ihrer Website, einer Partner-Website oder in einem Ladenlokal vor Ort. Doch selbst bei einer rein lokalen Präsenz kommen Sie inzwischen nicht mehr um gutes Online-Marketing herum – denn sogar, wenn Sie selbst nicht online aktiv sein wollen: Ihre Kunden sind es auf jeden Fall.

Eigene Aktivitäten im Netz und gute Kommunikation zur Kundenbindung muss gar nicht schwer sein: Der Facebook-Experte Christian spricht in diesem Video-Tutorial darüber, wie Sie beispielsweise den Facebook Messenger zu Ihrem Vorteil einsetzen können.

Video: YouTube / Vodafone Deutschland

Gekonntes Online-Marketing bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, die Sie passend zu Ihrem Angebot und Ihren allgemeinen Zielen einsetzen sollten. Dazu gehört auch, den notwendigen Zeitaufwand und Budget einzuplanen. Doch nicht alles müssen oder sollten Sie selbst tun – schließlich gibt es Experten und Dienstleister, auf deren Hilfe Sie gegebenenfalls zurückgreifen können. 

Diese Bereiche spielen eine Rolle

Wenn Sie Produkte oder Dienstleistungen online vermarkten wollen, kommen verschiedene Marketingkanäle in Betracht. Zu ihnen gehören:

  • Ihre Website: Sie kann als zentrale Anlaufstelle dienen, beispielsweise damit Kunden in Ihrem Onlineshop Bestellungen durchführen oder Anfrageformulare ausfüllen. Neben einer übersichtlichen und einwandfreien Gestaltung sollten Sie hier auch die Möglichkeit bieten, Ihre Produkte bewerten zu lassen und Informationen über sie in verschiedenen Kanälen wie Facebook, Twitter oder via E-Mail zu teilen.
  • Social-Media-Präsenz: Haben Sie bereits eine eigene Facebook-Seite? Nutzen Sie die Instagram-Shopping-Funktion? Gerade jüngere Zielgruppen erreichen Sie heutzutage kaum noch über einen klassischen Web-Auftritt allein. Auch die Zusammenarbeit mit sogenannten Influencern, die Ihrer Zielgruppe als Vorbild dienen, kann beachtliche Erfolge erzielen und schärft Ihr Markenprofil.
  • Mediengestaltung: Bieten Sie beispielsweise Produktvideos an, die Ihre Leistungen potenziellen Kunden näher bringen? Wie sieht Ihre Bildsprache aus und welche Zielgruppen spricht diese an?
  • Bannerwerbung: Mit Bannern auf anderen Webseiten können Sie Kunden auf Ihr Angebot aufmerksam machen. Hier ist Retargeting besonders erfolgversprechend: Dabei wird Werbung solchen Internetnutzern eingeblendet, die Ihre Seite bereits besucht haben. So werden Ihre Kunden zu einem späteren Zeitpunkt beispielsweise in Google oder Facebook erneut an Ihr Angebot erinnert. Aber auch klassische Bannerwerbung spielt nach wie vor eine wichtige Rolle.
  • Suchmaschinenmarketing (SEM/SEA): Schalten Sie Werbung in Suchmaschinen? Und falls ja, wie tun Sie dies? Wie sieht Ihre Keyword-Performance aus? Die Beschäftigung mit SEA kann zu einem lohnenden Baustein Ihrer Online-Marketing-Strategie werden, wenn Sie richtig vorgehen.
  • Suchmaschinenoptimierung (SEO): Die Optimierung Ihrer Website auf Suchbegriffe – sogenannte Keywords – spielt eine wichtige Rolle für die Auffindbarkeit Ihrer Seite.
  • Content Marketing: Mit Hilfe von Content Marketing, also dem Bereitstellen von unterhaltsamen oder nützlichen Inhalten, können Sie Ihre Zielgruppe enger an Ihre Marke binden.
  • Google My Business: Mit einem Google-My-Business-Eintrag stärken Sie Ihre lokale Präsenz, sofern das relevant ist. Zudem stärken (positive) Kundenbewertungen Ihren guten Ruf und Ihr Suchmaschinenranking.
  • Affiliate-Marketing (CPA-Werbung): Sprechen Sie gezielt Betreiber von Angeboten an, die Ihre Zielgruppe bedienen oder nutzen Sie entsprechende Plattformen wie Zanox oder Affiliate. Diese Dienstleister setzen einen Link zu Ihrem Angebot. Nur, wenn jemand über solche Links zu Ihrer Seite kommt und etwas kauft, wird eine Provision fällig. Dieses Vermarktungsmodell ist auch unter dem Namen „Cost per Acquisition” (CPA) bekannt.
  • Mobile Advertising: Ein sehr hoher Anteil an (potenziellen) Kunden nutzt keine herkömmlichen PC- oder Laptop-Browser mehr, sondern surft ausschließlich am Smartphone. Bedienen Sie auch diese Zielgruppen optimal, indem Sie Ihre Inhalte für Mobilgeräte optimieren und vielleicht sogar eine Kontaktmöglichkeit per WhatsApp-Chat bereitstellen.
  • E-Mail-Advertising: Auch E-Mails sind immer noch ein Thema: Ein optimal gestalteter Newsletter mit relevanten Informationen, Rabatthinweisen und Sonderaktionen wird gern gelesen und sorgt für zusätzlichen Umsatz.

Wichtig ist bei diesen Marketingkanälen nicht nur, dass sie jeden von ihnen optimal bedienen, sofern der Kanal für Ihre Bemühungen relevant ist. Auch die Verzahnung zwischen diesen, wo sinnvoll, spielt eine wichtige Rolle. Außerdem gilt: Ein einheitliches Auftreten (Ihre „Corporate Identity”), sowohl was die Bildsprache als auch das geschriebene Wort angeht, ist ein nicht zu unterschätzender Erfolgsfaktor. Schließlich wollen Sie Ihre Markenbotschaft in den Köpfen der Kunden festsetzen und das funktioniert nun mal nur über ein wiedererkennbares, zielgruppenorientiertes und ansprechendes Auftreten über alle Kanäle hinweg.

 

Ausklappbare Informationsgrafik

Bild: Eigenkreation

 

Gestalten Sie den Funnel optimal und nutzen Sie das AIDA-Prinzip

Nachdem Sie Ihre Vermarktungsschwerpunkte je nach relevanter Zielgruppe identifiziert haben, geht es an die Priorisierung, Ausgestaltung und vor allem die Verzahnung dieser Bereiche. Denn häufig bietet nur eine nahtlose Customer Journey genügend Umsatzpotenzial, um die oft kostenintensiven Anfangsbemühungen im Online-Bereich zu rechtfertigen. Der sogenannte Sales Funnel filtert wie ein Trichter aus der großen Masse an potenziellen Kunden diejenigen, die zu Ihnen passen. Damit diese potentiellen Kunden tatsächlich etwas kaufen, verlangt jede „Station” unterschiedliche Maßnahmen für die Weiterführung des Kunden entlang seiner “Reise” zu Ihnen.

 

Schaubild zum Thema Sales Funnel

Auf jeder Stufe des sogenannten Sales Funnel müssen Sie die richtigen Schritte unternehmen, um einen Interessenten zu einem Käufer zu machen.

Eine sinnvolle und funktionierende Online-Marketing-Strategie holt Ihre Kunden also idealerweise immer genau dort ab, wo sie sich gerade befinden. Basierend auf dem AIDA-Prinzip (Attraction, Interest, Desire, Action) lassen sich Ihre Kunden dabei in verschiedene Kategorien einteilen:

  • Der Kunde kennt Sie noch nicht („Attraction”): Hier bieten sich Mechanismen wie SEO, SEM, Influencer-Marketing und ein eigener YouTube-Kanal mit nützlichen Informationen an. In dieser Verkaufsphase geht es vor allem darum, Aufmerksamkeit für Ihr Produkt, Ihre Dienstleistungen oder Ihre Marke zu erzeugen. Bannerwerbung kann hier ein wesentlicher Bestandteil sein.
  • Der Kunde soll sich für Ihr Angebot interessieren („Interest”): Nutzen Sie die gewonnene Aufmerksamkeit des Kunden, um Ihr Leistungsportfolio ins Spiel zu bringen. Wichtig sind hier vor allem eine funktionierende und leicht erreichbare Website sowie kurze Reaktionszeiten auf eingehende Anfragen.
  • Wecken Sie Begehrlichkeiten („Desire”): Welches Problem löst Ihr Angebot für den Kunden konkret? Wie erleichtert es seinen Alltag und inwieweit hebt es sich von Angeboten der Konkurrenz ab? Erklärvideos können helfen, Ihren Kunden auf plastische Art den konkreten Nutzen Ihres Angebots zu vermitteln.
  • Sorgen Sie für tatsächliche Käufe („Action”): Ist Ihr Shop auf allen Geräten funktionsfähig? Funktioniert der Bestellprozess schnell, einfach und unkompliziert? Wie leicht oder wie schwer machen Sie es Kunden, die sich für Ihr Angebot entscheiden, bei Ihnen zu kaufen? Viele Käufe werden wegen zu langer Warte- oder Lieferzeiten, unübersichtlicher Bestellprozesse oder fehlender Informationen im letzten Moment noch abgebrochen.

 

Video: YouTube / Online Business für Kreative

 

Nach dem Kauf ist vor dem Kauf: Retention im Online-Marketing

Einen Kunden einmal für Sie zu gewinnen, kann aufwändig und vergleichsweise teuer sein. Doch anschließend und bei entsprechender Begeisterung über Ihr Angebot kann es durchaus sein, dass Sie einen loyalen Stammkunden gewonnen haben. Diesen gilt es zu halten und immer wieder für Ihre Produkte und Dienstleistungen zu begeistern.

Nutzen Sie in dieser Phase sogenannte Retention-Mechanismen wie E-Mail-Newsletter, aber auch Ihre Social-Media-Kanäle und Ihre Website, um mit Ihren Kunden in Verbindung zu bleiben. Je nach Art Ihres Geschäfts können beispielsweise Sale- oder Gutschein-Aktionen wirkungsvoll sein, Wartungsangebote oder Freundschaftswerbeaktionen regen zufriedene Kunden zum Empfehlungsmarketing an. Was davon für Sie infrage kommt, ist auf jeden Fall eine Überlegung wert: Für die meisten Geschäftsfelder gilt, dass es leichter und günstiger ist, Kunden zu halten, als neue zu werben.


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Definieren Sie Ziele und überprüfen Sie deren Erreichung kontinuierlich

An separater Stelle in diesem Blog verraten wir Ihnen ausführlich, wie Sie Ihre Website optimal an bestimmten KPIs ausrichten.

Mit Hilfe von Big-Data-Auswertungen können Sie außerdem noch mehr über das Verhalten und die Wünsche Ihrer Zielgruppe herausfinden. Achten Sie zudem stets auf eine datenschutzkonforme Ausgestaltung Ihres Angebots und nutzen Sie digitales CRM, um Ihre Customer Journey noch weiter zu optimieren.

Bei der Messung Ihrer definierten KPIs unterstützen Sie unter anderem Tools wie Google Analytics und SISTRIX. Und wie bei vielen Dingen gilt: Die Unterstützung durch externe Experten, etwa durch eine Agentur und entsprechende Berater, zahlt sich oft als gute Investition aus. 

 

An welchen Stellen haben Sie Ihre Online-Strategie bereits angepasst? Nutzen Sie alle oder nur wenige der vorgestellten Marketingkanäle? Wir freuen uns auf eine angeregte Diskussion.

 

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