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Connectivity

SD-WAN für Unternehmen

Funktionen, Nutzen und Wirtschaftlichkeit im Überblick

Produktionsdaten, Lagerbestände oder Videokonferenzen zwischen Standorten: Eine leistungsfähige Standortvernetzung ist heute entscheidend für effiziente Geschäftsprozesse. Genau hier setzt SD-WAN an. Die Technologie verbindet Unternehmensstandorte zentral, sicher und flexibel – bei hoher Performance und kalkulierbaren Kosten. Doch was steckt hinter SD-WAN und welchen Mehrwert bietet es konkret für Unternehmen?

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste zu SD-WAN in Kürze

  • SD-WAN ist eine sehr leistungsfähige und flexible Netzwerktechnologie, die besonders in heterogenen Netzen und bei Cloud-Services ihre Stärken ausspielt.
  • Mit einem SD-WAN transportieren Sie Ihre Daten über ein Hardware-Underlay, das Sie mit einem Software-Overlay komfortabel über einen sogenannten Orchestrator steuern und managen.
  • Neben SD-WAN gibt es weitere Netzwerktechnologien für WANs wie MPLS, SASE und VPN, die das klassische WAN ergänzen und aufwerten.
  • Gegenüber bestehenden MPLS-Netzen bietet Ihnen SD-WAN zahlreiche Vorteile, beispielsweise das einfache Einbinden von zusätzlichen Datenpfaden über das Mobilfunknetz.

Was ist SD-WAN?

SD-WAN ist eine auf Software basierende Netzwerktechnologie speziell für ein Wide-Area-Network (WAN), die mehrere Übertragungswege effizient bündelt.
In der Informationstechnik gibt es verschiedene Netzwerkkategorien und -größen. Ein lokales Netzwerk, auch Local-Area-Network (LAN) genannt, erstreckt sich meist nur über einen Firmenstandort oder ein einzelnes Gebäude. Der Abstand zwischen Geräten innerhalb eines LANs liegt in der Regel bei unter 100 Metern. Die technische Anbindung erfolgt üblicherweise per Ethernet-Datenkabel oder auf dem Funkweg via Wireless Local-Area-Network (WLAN).
Schließt man mehrere, weit voneinander entfernte Geräte oder lokale Netze zu einem größeren Netzwerk zusammen, bilden diese ein sogenanntes Wide-Area-Network, also ein Großbereichsnetzwerk. Auch das Internet ist technisch gesehen ein WAN.
Für ein WAN gibt es spezielle Netzwerktechnologien, da es mehrere Bedingungen erfüllen muss, um zuverlässig und sicher zu arbeiten. Ein WAN muss:
  • Datenverkehr verzögerungs- und verlustfrei über große Distanzen abwickeln
  • Gegen den unerlaubten Zugriff durch Dritte geschützt sein
  • Das wachsende Segment der Cloud-Lösungen effizient einbinden
  • Auf verschiedenen Leitungswegen mit unterschiedlichen Übertragungstechnologien funktionieren
Eine besonders leistungsfähige Form der Standortvernetzung per WAN ist das softwarebasierte bzw. Software-Defined WAN (SD-WAN). Hierbei sind die Netzwerk-Hardware und die Netzwerksteuerung technisch voneinander getrennt.

Unterschiede zwischen SD-WAN und WAN-Optimierung

Klassische Optimierungen in einem bestehenden WAN schaffen noch kein SD-WAN. Zwischen den beiden Ansätzen gibt es große Unterschiede.
  • Optimiertes WAN dient hauptsächlich der bestmöglichen Auslastung vorhandener Bandbreiten durch Kompression, Caching oder Duplikatvermeidung in der Datenübertragung. Dies ist jedoch nur in TCP-basierten Netzwerken sinnvoll, die nicht verzögerungssensibel sind, z.B. das Überspielen von Back-ups zwischen Standorten. Im Voice-over-IP-Bereich, also bei der Internet-Telefonie, können solche Optimierungsmaßnahmen sogar zu schlechter Tonqualität, Aussetzern und Gesprächsabbrüchen führen.
  • SD-WAN setzt auf der Ebene des Daten-Routings an. Die steuernde Software routet Daten automatisiert und dynamisch über den jeweils am besten geeigneten Verbindungsweg. Die Wahl der Verbindung ergibt sich aus den aktuellen Netzwerkbedingungen, den Sicherheitsanforderungen und den individuellen Transportkosten auf dem jeweiligen Datenpfad. Entsprechende Routing-Richtlinien gewährleisten, dass alle Datenformate, einschließlich übertragener Sprache, optimal und störungsfrei übermittelt werden.
Geschäftmann hält ein Tablet in den Händen

Standortvernetzung via SD-WAN

Mit SD-WAN vernetzen Sie Standorte schnell und zuverlässig. Legen Sie individuelle Regeln fest und nutzen Sie sämtliche verfügbaren Übertragungsmedien einschließlich Mobilfunk.

  • Automatisiert
  • Flexibel
  • Effizient

Wie funktioniert SD-WAN?

In einem SD-WAN steuert eine zentrale Stelle den Datenverkehr. Unternehmen können so netzweit einheitliche Regeln und Richtlinien definieren und durchsetzen – unabhängig von einzelnen Routern oder Gateways. Das vereinfacht den Betrieb deutlich und reduziert den administrativen Aufwand im Vergleich zu klassischen WAN-Strukturen.
Während die Hardware, im SD-WAN auch als „Underlay“ bezeichnet, den Datentransport abwickelt, managt eine Software das gesamte Netzwerk. Dieses „Overlay“ wählt immer den jeweils besten Übertragungsweg gemäß zuvor ausgewählten Präferenzen im sogenannten Orchestrator. Diese Präferenzen oder Qualitätsanforderungen bezeichnet man auch als Quality of Service (QoS).
Die Verbindungswege auf Basis der vorkonfigurierten Präferenzen können beispielsweise Breitband-Internet, MPLS-Tunnel (Multiprotocol-Label-Switching) oder 5G-Mobilfunk-Verbindungen sein. Dabei können Sie der Software auch verschiedene Ziele vorgeben: So leiten Sie beispielsweise bestimmte Daten über eine sehr sichere Verbindung und andere, weniger wichtige Daten über einen besonders kostengünstigen Datenpfad.
In der Regel erfolgt der Zugang zu den einzelnen Verbindungswegen per Virtual Private Network (VPN), um die Sicherheit der versendeten Daten zu gewährleisten.
Vier schwarze Punkte mit einem Haus-Icon in der Mitte und der Bezeichnung Firmenstandort sind über striche miteinander verbunden. In der Mitte eine rote Wolke mit dem Schriftzug SD-Wan, drumherum Icons für 5G/LTE, Kabel-Glasfaser und DSL.
SD-WAN kann viele Firmenstandorte miteinander vernetzen.

SD-WAN im Vergleich zu weiteren Netzwerktechnologien

Wide-Area-Networks können auf unterschiedlichen Technologien basieren. Die folgende Übersicht zeigt, wie sich SD-WAN im Vergleich zu klassischen und ergänzenden Netzwerklösungen einordnen lässt.
MPLS
Klassische Standortvernetzung über Festnetz
Hohe Stabilität, feste Pfade, geringe Latenz
Hohe Kosten, geringe Flexibilität, langsame Skalierung
Kann sinnvoll mit SD-WAN kombiniert werden
VPN
Sicherer Zugriff einzelner Nutzer:innen oder kleiner Standorte
Einfach, kostengünstig, verschlüsselt
Nicht für große Datenmengen oder viele Standorte
Ergänzt SD-WAN, ersetzt es nicht
IPsec-VPN
Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen Standorten
Hohe Sicherheit, standardisiert
Hoher Rechenaufwand, begrenzte Skalierbarkeit
Bei großen WANs ist SD-WAN klar überlegen
SASE
Cloudzentrierte Netze mit hohen Sicherheitsanforderungen
Netzwerk + Security aus der Cloud, hohe Flexibilität
Hohe Komplexität, Integrationsaufwand
Erweiterung von SD-WAN um Security-Funktionen
Typischer Einsatz
Stärken
Grenzen
Einordnung zu SD-WAN
Je nach Anforderungen an Performance, Sicherheit und Skalierbarkeit ergeben sich unterschiedliche Ausbaustufen für SD-WAN. Für Unternehmen mit starkem Cloud-Fokus und hohen Sicherheitsanforderungen kann SD-WAN zudem die Basis für ein SASE-Modell bilden, das Netzwerk- und Sicherheitsfunktionen zentral aus der Cloud bereitstellt.
Aufgrund der hohen technischen und organisatorischen Komplexität ist SASE jedoch in der Regel kein Plug-and-Play-Modell. Planen und implementieren Sie es am besten gemeinsam mit einem erfahrenen Dienstleister. Melden Sie sich gern bei den Expert:innen von Vodafone und vereinbaren Sie einen kostenlosen Beratungstermin.

Einsatzmöglichkeiten für SD-WAN – diese Varianten gibt es

Unternehmen setzen SD-WAN vor allem dort ein, wo unterschiedliche Standorte, Netzanbindungen und Anforderungen zusammenkommen. Typische Einsatzszenarien sind:
  • Filialnetze im Handel und Dienstleistungssektor:Unternehmen mit vielen Niederlassungen profitieren von der Möglichkeit, unterschiedliche Festnetz- und Mobilfunk-Anbindungen zu harmonisieren. SD-WAN schafft hier ein einheitliches Netzwerk – unabhängig von regional verfügbaren Zugangstechnologien.
  • Internationale Standortvernetzung: Global agierende Unternehmen nutzen SD-WAN, um Datenverkehr zwischen nationalen und internationalen Standorten effizient zu steuern, ohne auf starre Punkt-zu-Punkt-Verbindungen angewiesen zu sein.
  • Regulierte Branchen wie Banken und Versicherungen: Durch zentral definierte Richtlinien lassen sich Qualitäts- und Compliance-Anforderungen standortübergreifend umsetzen, etwa für sensible Daten oder geschäftskritische Anwendungen.
  • Unternehmen mit hohem Cloud-Anteil: SD-WAN eignet sich besonders für Organisationen, die Software-as-a-Service oder cloudbasierte IT-Services nutzen und eine stabile, performante Anbindung benötigen.

SD-WAN: Vorteile und Nachteile

SD-WAN bietet gegenüber einigen anderen Netzwerktechnologien im WAN erhebliche Vorteile. Doch auch die damit einhergehenden Herausforderungen sollten Sie im Blick haben, wenn Sie SD-WAN für Ihr Unternehmen in Betracht ziehen.

Vorteile von SD-WAN

  • Höhere Verfügbarkeit: Durch intelligente Datenverkehrssteuerung und automatische Ausweichpfade bleibt der Netzwerkbetrieb auch bei Störungen stabil.
  • Bessere Nutzung vorhandener Ressourcen: Unterschiedliche Leitungsarten lassen sich effizient bündeln und bedarfsgerecht einsetzen.
  • Geringerer Betriebsaufwand: Zentrale Steuerung und Automatisierung reduzieren manuelle Konfigurationen und entlasten IT-Teams.
  • Hohe Skalierbarkeit: Neue Standorte oder zusätzliche Bandbreiten lassen sich schnell integrieren, ohne bestehende Strukturen grundlegend zu verändern.
  • Zukunftssichere Architektur: SD-WAN bildet die Grundlage für moderne Netz- und Sicherheitskonzepte, etwa in Verbindung mit Cloud-Services oder SASE.

Herausforderungen bei SD-WAN

So leistungsfähig SD-WAN ist – bei der Planung und Einführung sollten Unternehmen einige wichtige Punkte berücksichtigen:
  • Planungsbedarf: Damit SD-WAN seine Stärken ausspielen kann, müssen Anforderungen an Performance, Sicherheit und Priorisierung sauber definiert werden. Eine unzureichende Planung kann die Vorteile deutlich schmälern.
  • Abhängigkeit von Konfiguration und Betrieb: Die Qualität eines SD-WANs steht und fällt mit der korrekten Einrichtung und dem laufenden Management. Fehlerhafte Richtlinien oder Updates können sich direkt auf die Netzwerkstabilität auswirken.
  • Zusätzlicher Sicherheitsbedarf: SD-WAN allein ersetzt keine umfassende Sicherheitsarchitektur. Für einen ganzheitlichen Schutz sind ergänzende Sicherheitskonzepte oder -lösungen erforderlich, etwa im Rahmen eines SASE-Ansatzes.
  • Qualität öffentlicher Netze: Da SD-WAN häufig auch auf Internet- und Mobilfunk-Verbindungen setzt, kann die Servicequalität je nach Region oder Land schwanken. Dies erfordert eine intelligente Steuerung und gegebenenfalls ein leistungsfähiges Backbone, wie es beispielsweise Vodafone anbietet.
Roman Mangold - Head of IT, PIMA Health Group

Die Erfolgsgeschichte PIMA Health Group

„Business SD-WAN ist eine rundum überzeugende Lösung, die zudem auch im Preis-Leistungs-Verhältnis punktet.“

Roman Mangold - Head of IT, PIMA Health Group

SD-WAN-Anbieter im Vergleich

Für SD-WAN gibt es verschiedene Dienstleister. Zu den wichtigsten Anbietern von SD-WAN gehören:

Cisco

Größter Anbieter auf dem weltweiten Markt für SD-WAN ist der Netzwerkausrüster Cisco, der sein Portfolio in der Vergangenheit durch zahlreiche Unternehmensübernahmen stetig erweitert hat (Meraki, Duo Security). Das Produkt Cisco Catalyst bietet Ihnen eine skalierbare Architektur, die SASE integriert und auf Wunsch weitere Technologien einbindet – etwa Cloud-Umgebungen von AWS, Google und Microsoft Azure sowie Software-as-a-Service-Lösungen wie Microsoft 365 Business.

VMware

Die Nummer zwei der globalen Dienstleister für SD-WAN ist VMware. Das US-Software-Unternehmen verfügt über langjährige Erfahrung mit Cloud-Computing und der Virtualisierung von Rechenzentrumsinfrastrukturen. Es gehört zu den führenden Anbietern von Netzwerk-Software: Das Vodafone-Produkt Business SD-WAN beispielsweise arbeitet mit Technologien von VMware. Es ist speziell für die Vernetzung von Standorten über unterschiedliche Access-Varianten konzipiert.

Vodafone Connected Business

Gemeinsam mit Cisco Meraki bietet Vodafone Ihnen mit Vodafone Connected Business eine Lösung, die die Cloud-Technologie des US-Netzwerkausrüsters mit dem Geschäftskundenservice von Vodafone kombiniert. Neben SD-WAN stellt Ihnen Connected Business viele weitere Funktionalitäten bereit: etwa den Betrieb Ihrer IT-Infrastruktur direkt durch Vodafone und die Integration smarter Kameras zur Überwachung Ihrer Unternehmensstandorte. Mit einem Mobilfunk-Gateway erhalten Sie außerdem eine separate Verbindung über das Mobilfunknetz und damit Verlässlichkeit bei sämtlichen geschäftlichen Vorgängen.
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Business Internet Connect: Anbindung für Profis

Business Internet Connect ist unser Gigabit-Internet-Zugang für große Standorte und höchste Ansprüche:

  • Bis zu 10 Gbit/s redundant
  • Garantierte Verfügbarkeit von 99,5%
  • LTE-Backup & Sicherheit

Versa

Der SD-WAN-Anbieter Versa hat sein SD-WAN-Produkt unter dem Namen Secure SD-WAN inzwischen zu einem SASE-Produkt weiterentwickelt, das zahlreiche Dienste für sicherheitskritische Anwendungen bereitstellt. Dazu gehören verschlüsselte und unverschlüsselte Overlays mit Generic Routing Encapsulation (GRE) für MPLS und Virtual Extensible LAN (VXLAN). Versa SASE gibt es in verschiedenen Bereitstellungsmodellen sowohl vor Ort als auch als Cloud-Lösung.

Oracle

Der texanische Hard- und Software-Hersteller Oracle, bekannt für seine gleichnamigen Datenbanken, bietet mit Oracle SD-WAN Edge eine Lösung, die sich besonders für Unternehmen eignet, die bereits auf Oracle-Technologien setzen. Die enge Verzahnung mit Cloud- und Plattformdiensten von Oracle kann den Netzwerkbetrieb vereinfachen und bestehende IT-Architekturen sinnvoll ergänzen.

Citrix

Mit seinem NetScaler hat das Software-Unternehmen Citrix aus Florida seit einigen Jahren eine eigene SD-WAN-Lösung im Programm. Diese bietet Funktionen wie bidirektionale QoS, cloudbasierte Sicherheitsfunktionen und eine zonenbasierte Segmentierung Ihres Netzwerks.
Eine Frau mit Warnweste steht in einer Lagerhalle vor einigen Kisten in einem Hochregal und schaut dabei auf ein Tablet in ihrer Hand.
SD-WAN ist gerade auch in der Warenlogistik sehr wertvoll.

Integration von SD-WAN

Grundsätzlich stehen der Administration von SD-WANs viele Sicherheits-Tools und Konfigurationsmöglichkeiten softwareseitig zur Verfügung. Dies macht die entsprechende Hardware überflüssig.
Das Stichwort lautet Network Functions Virtualization (NFV). Die Implementierung von Sicherheitsmechanismen und die explizite Wahl bestimmter Traffic-Routen erfolgen damit softwareseitig und erfordern in vielen Fällen keine dedizierte Hardware mehr. Auch Funktionen wie Load-Balancing und eine Software-Firewall als virtuelle Netzwerkfunktion lassen sich bei SD-WAN softwareseitig implementieren.
Ob Sie als zusätzlichen Schutz vor möglichen Attacken eigene hardwareseitige Mechanismen implementieren müssen, hängt vor allem von den Sicherheitsanforderungen Ihrer Netzwerkumgebung und Ihres Unternehmens ab. Bestehende Hardware-Komponenten können Sie problemlos in SD-WAN-Umgebungen betreiben und damit zugleich für ein zusätzliches Maß an Sicherheit sorgen.

Managed SD-WAN und SD-WAN-as-a-Service

SD-WAN-Anbieter stellen ihre softwaredefinierten Netzwerkfunktionen über unterschiedliche Geschäftsmodelle bereit. Vor einer Beauftragung sollten Sie genau prüfen, welches Modell am besten zu Ihrem Unternehmen und Ihren Anforderungen passt.

Managed SD-WAN

Bei einem sogenannten Managed SD-WAN geben Sie alle Aufgaben, die das Netzwerk betreffen, an Ihren Dienstleister ab. Dieser stellt Ihnen die gesamte Netzwerktechnik zur Verfügung, setzt das Software-Overlay auf und managt Ihr Netzwerk im laufenden Betrieb gemäß Ihren Anforderungen. Diese Anforderungen haben Sie zuvor in einem Service-Level-Agreement (SLA) definiert oder mit den Geschäftsbedingungen des Anbieters übernommen.
Bei diesem Geschäftsmodell haben Sie somit wenig Aufwand. Ihr Anbieter stellt das notwendige Spezialwissen sowie die benötigte Hardware für den Betrieb dauerhaft bereit und wartet die Technik. Allerdings geben Sie damit auch die Möglichkeit aus der Hand, eigene Einstellungen im Netzwerk vorzunehmen oder Ihren Datenverkehr selbst zu überwachen.

SD-WAN-as-a-Service

Mit einem SD-WAN-as-a-Service buchen Sie Ihr SD-WAN als monatlichen Service in Form einer Cloud-Lösung. Aber Ihre IT-Abteilung managt, überwacht und steuert das SD-WAN selbst. Auch die einzelnen Netzwerkverbindungen müssen Sie je nach vereinbarter Dienstleistung separat bei einzelnen Anbietern hinzubuchen.
Sie haben hier deutlich mehr Flexibilität als im Managed SD-WAN und können den Dienst bei Bedarf kurzfristig kündigen. Dafür müssen Sie allerdings Verträge mit mehreren Anbietern abschließen und verwalten. Bei Netzwerkproblemen können Sie deshalb häufig nicht sofort erkennen, ob eine Störung vom SD-WAN-as-a-Service bzw. dem Anbieter der jeweiligen Verbindung ausgeht – oder ob Ihre Technik von einer Störung betroffen ist.
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Kosten und Nutzen von SD-WAN im Überblick

Warum ein klarer Business Case entscheidend ist

Unternehmen führen SD-WAN selten aus reiner Technikbegeisterung ein. Entscheidend sind betriebswirtschaftliche Argumente: geringere Kosten,höhere Ausfallsicherheit, bessere Cloud-Performance und weniger Betriebsaufwand als bei anderen Netzwerktechnologien. Ein transparenter Business Case hilft Entscheider:innen, Investitionen zu bewerten, Budgets freizugeben und SD-WAN gegenüber klassischen WAN-Architekturen wie MPLS einzuordnen.

Diese Kostenfaktoren sollten Unternehmen berücksichtigen

Bei der Betrachtung der Total Cost of Ownership (TCO) sollten Unternehmen mehrere Kostenfaktoren berücksichtigen:
Netzanbindungen
Feste, dedizierte Leitungen (z.B. via MPLS)
Flexible Kombination aus Festnetz & LTE/5G
Skalierung
Langsam, standortgebunden
Schnell, standortunabhängig
Roll-out
Individualplanung, dadurch ggf. Verzögerungen
Nach Konzeption zügig, standardisiert
Betrieb
Manueller Aufwand bei Änderungen
Zentralisiert, automatisiert
Kostenstruktur
Vergleichsweise hoher Preis pro Anbindung
Als Gesamtkonzept besser planbar & skalierbar und oft günstiger
Klassische WAN-Strukturen
SD-WAN
Zusammengefasst entstehen bei klassischen WAN-Strukturen viele Kosten durch feste Leitungen, lange Bereitstellungszeiten und hohen manuellen Betriebsaufwand. SD-WAN verlagert diese Kosten hin zu flexibleren Verbindungen und automatisiertem Betrieb, was die Gesamtkosten meist besser planbar macht.
Übrigens: MPLS spielt in SD-WAN-Umgebungen häufig eine wichtige Rolle, beide Technologien ergänzen sich also. Wenn Sie SD-WAN im direkten Vergleich mit MPLS betrachten möchten, finden Sie eine ausführliche Einordnung im Artikel „SD-WAN oder MPLS: Unterschiede und Vorteile?“.

Wirtschaftliche Vorteile von SD-WAN

Der Wechsel auf eine SD-WAN-Umgebung bringt klare wirtschaftliche Vorteile, die den Return on Investment (ROI) beeinflussen:
  • Weniger Downtime: Intelligentes Routing und automatische Failover-Mechanismen für mehr Ausfallsicherheit erhöhen die Verfügbarkeit geschäftskritischer Anwendungen.
  • Bessere Anwendungs- und Cloud-Performance: SD-WAN priorisiert wichtige Applikationen und optimiert den Zugriff auf Cloud-Dienste – ein spürbarer Produktivitätsgewinn.
  • Schnelleres Onboarding neuer Standorte: Neue Filialen, aber auch temporäre Standorte lassen sich in Tagen statt Wochen anbinden.
  • Reduziertes Ticket- und Störungsvolumen: Zentrale Steuerung, Monitoring und automatisierte Policys entlasten IT-Teams und senken Betriebskosten.

Unser Fazit: SD-WAN als Grundlage moderner Standortvernetzung

SD-WAN hat sich als zukunftsfähige Lösung für die Standortvernetzung etabliert: Unternehmen profitieren von höherer Flexibilität, besserer Anwendungsperformance, mehr Ausfallsicherheit und klaren wirtschaftlichen Vorteilen. Gleichzeitig lässt sich die Technologie flexibel an bestehende Netzarchitekturen anbinden und bildet die Basis für weiterführende Konzepte wie SASE.
Entscheidend für den Erfolg ist jedoch eine passgenaue Planung, die Technik, Sicherheit und Betrieb zusammen denkt. Mit einer professionell gemanagten SD-WAN-Lösung unterstützt Vodafone Unternehmen dabei, ihre Netzwerkinfrastruktur zuverlässig, skalierbar und zukunftssicher auszurichten.
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SD-WAN: Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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