Zoom: So funktioniert die Videokonferenz-Alternative

Digitales Business

Digitales Business

Datum 26.07.2019
Lesezeit 5 Min.

Zoom: So funktioniert die Videokonferenz-Alternative

Mit Zoom bietet das US-amerikanische Unternehmen Zoom Video Communications, Inc. eine Videokonferenz-Lösung, die für Geschäftskunden in weiten Teilen kostenlos nutzbar ist. In Zeiten von Home-Office, Flex-Work und mobilen Arbeitsmodellen ist die Nachfrage nach Online-Meeting-Lösungen so groß wie nie zuvor. Was kann Zoom Cloud Meetings und wo liegen die Grenzen?

Mit Zoom ist der Markt für Videokonferenz-Software bereits seit 2011 um einen Vertreter reicher. Doch erst in Zeiten von Home-Office und Co. und vor dem Hintergrund der aktuellen Situation hat Zoom eine Art Durchbruch geschafft. Die Aktie des Unternehmens kletterte Anfang 2020 innerhalb kurzer Zeit um etwa 20 Prozent. Es liegt auf der Hand, dass derartige Lösungen derzeit einen Boom erfahren – insbesondere, wenn ein Großteil der Funktionen kostenlos angeboten wird. Nach Unternehmensangaben nutzten 2019 bereits 750.000 Unternehmen und Organisationen das Zoom-System. Doch wie schneidet der Freemium-Anbieter aus den USA gegenüber seinen Konkurrenten Microsoft Teams, Skype for Business und Google Meet ab? Wir haben uns das System einmal näher angeschaut.


So starten Sie eine Videokonferenz mit Zoom Cloud Meetings

Wenn Sie Zoom nutzen möchten, brauchen Sie wie bei anderen Genre-Vertretern auch zunächst einen Computer mit Mikrofon und Webcam oder ein aktuelles Smartphone. Während Mikrofon und (Front-)Kamera bei Laptop und Smartphone normalerweise bereits vorhanden sind, müssen Sie am stationären Rechner beides häufig zunächst nachrüsten. Mit der entsprechenden Hardware ausgestattet geht es frisch ans Werk für Ihre erste Zoom-Konferenz:

So nutzen Sie Zoom unter Windows und Mac

Besuchen Sie zunächst die Zoom-Website. Klicken Sie dort rechts oben auf den blauen Anmelde-Button. Dort werden Sie nach Ihrer geschäftlichen Mail-Adresse gefragt, die Sie zunächst eingeben. Alternativ können Sie sich auch mit einem Google-Konto oder Facebook-Account anmelden. Nachdem Sie bei der Variante „E-Mail” auf den Bestätigungs-Link geklickt haben, geht es an die Installation des passenden Desktop-Clients. Dieses wird zunächst auf Ihren Rechner heruntergeladen und anschließend installiert. Nach Abschluss der Installation sind Sie beinahe schon bereit für Ihre erste Videokonferenz. Geben Sie noch einige Daten über sich selbst an und laden Sie optional Kollegen via E-Mail ein. Starten Sie anschließend die Konferenz mit oder ohne Video-Unterstützung.

Zoom auf dem Smartphone: Als App für Android und iOS verfügbar

Um ein Zoom-Meeting via Smartphone zu starten oder einem beizutreten, brauchen Sie die entsprechende App für Android oder iOS. Vor dem Beginn müssen Sie diese also herunterladen und installieren. Nach dem Start der App wählen Sie aus drei Möglichkeiten: Treten Sie einem Meeting bei, indem Sie dessen Meeting-ID eingeben. Alternativ können Sie sich über die App auch zunächst registrieren oder sich als Meeting-Moderator anmelden. Für die bloße Teilnahme an einem Zoom-Meeting ist keine Registrierung notwendig.

 

Video: YouTube / Melanie Haux

 

Diese Vorteile bietet Zoom

Nutzen Sie Zoom, indem Sie lediglich Ihre Mailadresse und Ihren Namen eingeben. Als Freemium-Tool können Sie so zügig loslegen, ohne sich erst umfangreich zu registrieren und Daten preiszugeben. Während einer Zoom-Konferenz haben Sie vielfältige Möglichkeiten, Informationen mit anderen zu teilen. Neben der normalen Unterhaltung mit und ohne Kamera-Unterstützung bietet Zoom unter anderem diese Features:

  • Betreiben Sie hochauflösende Videokonferenzen in HD-Qualität.
  • Nutzen Sie ein integriertes, digitales Whiteboard, um Ideen während der Konferenz grafisch zu visualisieren.
  • Geben Sie die Kontrolle über Maus und Tastatur an andere Teilnehmer ab: So kann jeder aktiv zum Gelingen der Konferenz beitragen.
  • Laden Sie Teilnehmer einfach mit einer E-Mail ein.
  • Die Teilnahme ist sowohl über den Webbrowser als auch mit einem VoIP-Telefon möglich.
  • Gerade für Vereine und Interessengruppen ist die Teilnahme an kurzen Absprache-Meetings problemlos möglich.
  • Teilen Sie Dateien und textbasierte Infos während der Konferenz mit Hilfe der integrierten Chatfunktion.
  • Die Inhalte der Konferenz können im MP4- oder M4A-Format aufgezeichnet werden. Hier sollten Sie allerdings zwingend zuvor die Zustimmung aller Teilnehmer einholen.

Im Premium-Modell bietet Zoom viele weitere Features wie beispielsweise eine Webinar-Funktion, deutlich mehr Teilnehmer und eigene Meeting-IDs. Zudem ist die Dauer der Konferenz in der Premium-Version nicht begrenzt.

 

Freemium ist nicht kostenlos: Wesentliche Einschränkungen der Gratis-Version

Auch die Macher von Zoom sind an Gewinn interessiert und Videokonferenzen sind recht bandbreitenintensiv. Aus diesem Grund hat die Gratis-Variante einige Einschränkungen, die Sie nur durch den Abschluss eines Abo-Modells beseitigen können:

  • Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 100 Personen und einen Organisator begrenzt.
  • Nehmen mehr als zwei Personen insgesamt an einer Konferenz teil, ist deren Länge auf 40 Minuten begrenzt.
  • Die angebotenen Einwahlnummern für die Teilnahme per Telefon sind in Deutschland kostenpflichtig.

 

Vergleichen lohnt sich: Unser Fazit zu Zoom

Möchten Sie schnell und unkompliziert ein kurzes Meeting abhalten, dann ist Zoom bereits in der kostenlosen Variante ein tolles Angebot. Insbesondere Vereine und Privatpersonen können sich in der Gratis-Version über HD-Video und eine Menge Funktionen freuen, die ein aktuelles Videokonferenz-System bieten sollte. Allerdings sind die Möglichkeiten für den professionellen Einsatz fast ausschließlich der Premium-Variante vorbehalten. Ein Monatsabo für Zoom gibt es ab EUR 13,99 (Stand: März 2020), was ein Gigabyte Cloud-Recording (in der Gratisversion wird die Aufzeichnung lokal gespeichert) beinhaltet sowie Meetings von bis zu 24 Stunden Länge.

Für Features wie Konferenzgrößen bis zu 300 Teilnehmern, technische Integration mit Konferenzräumen und anderen Systemen werden teils erhebliche Aufpreise im Abo-Modell fällig, die sich summieren können. Hier ist Google Meet mindestens ebenso gut aufgestellt wie die Videokonferenz-Lösung von Zoom – und im Microsoft Office 365-Paket ist Microsoft Teams mit Skype for Business bereits integriert.

Es lohnt sich also, auf Ihren tatsächlichen Bedarf im geschäftlichen Alltag zu schauen. Jeder Anbieter setzt hier eigene Schwerpunkte, doch für eine umfassende Business-Integration bietet Microsoft Teams derzeit wohl das beste Angebot.

Für das private Umfeld hingegen bieten sich auch die gängigen Messenger-Dienste wie WhatsApp, Skype für Endkunden und Google Hangouts an. Welche Tools Sie nutzen können, wenn Sie einfach nur privat mit der Familie in Kontakt bleiben wollen, haben wir für Sie in unserem featured-Magazin für Consumer zusammengetragen.

 

Welche Videokonferenz-Software nutzen Sie derzeit? Welcher Anbieter ist Ihr Favorit und wo liegen dessen Stärken? Wir sind gespannt auf Ihren Kommentar.

 


Kontakt aufnehmen

Sie haben Fragen zu unseren Produkten und Angeboten?
Dann rufen Sie unter 0800 5054515 an.

 

Titelbild: Eigenkreation / Zoom Video Communications, Inc.

 

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Facebook Twitter WhatsApp LinkedIn Xing E-Mail