Unified Communication

New Work

So gestalten Sie die Arbeitswelt von morgen

New Work bezeichnet flexible, selbstbestimmte und sinnstiftende Formen der Arbeit, die klassische Hierarchien und starre Arbeitszeiten ablösen. Homeoffice ist dabei nur der sichtbarste Teil eines deutlich größeren Wandels.

Ist hybrides Arbeiten bereits das Arbeitsmodell der Zukunft? Erfahren Sie, welche Merkmale und Ansätze hinter New Work stecken – und welche Vorteile das Konzept für die Arbeit in Ihrem Unternehmen bereithält.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste zu New Work in Kürze

  • New Work bezeichnet flexible, selbstbestimmte Arbeitsformen, die klassische Hierarchien und starre Strukturen ablösen.
  • Der Begriff geht auf den Philosophen Frithjof Bergmann zurück, der Erwerbsarbeit, Selbstversorgung und Selbstverwirklichung als drei Säulen des Konzepts beschrieb.
  • Zu den zentralen Merkmalen zählen Flexibilität, flache Hierarchien, Sinn, Partizipation, Work-Life-Balance und Sharing-Culture.
  • Praktische Ansätze reichen von Desk-Sharing und Homeoffice bis zu agilen Methoden wie Scrum und Kanban.
  • New Work steigert Motivation und Produktivität, stellt Unternehmen aber auch vor organisatorische und technische Herausforderungen.
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Was ist New Work?

New Work: Definition auf einen Blick

„New Work“ gilt als Sammelbegriff für flexible, selbstbestimmte Arbeitsformen. Sie legen flache Hierarchien zugrunde und stellen unter anderem orts- und zeitunabhängiges Arbeiten in den Mittelpunkt. Im Zentrum stehen drei Kernwerte: Freiheit, Selbstverwirklichung und Sinn.

„New Work“ ist ein Sammelbegriff für neue, flexible Arbeitsformen, die klassische Strukturen wie feste Arbeitszeiten, Arbeitsorte und Hierarchien auflösen. Im Mittelpunkt stehen Freiheit, Eigenverantwortung und die Sinnhaftigkeit der eigenen Tätigkeit. Arbeit soll dabei weniger der reinen Existenzsicherung dienen, sondern der Selbstverwirklichung durch die geleistete Tätigkeit.
Im Zusammenhang mit der Digitalisierung fällt oft auch der Begriff „Arbeit 4.0“. Er bezeichnet hybride Arbeitsmodelle, die sich weniger nach Zeit und Ort richten und stattdessen flexible Formen der Arbeitsorganisation ermöglichen. Diese neue Arbeitswelt benötigt und nutzt moderne digitale Technologien:
  • Homeoffice-Arbeitsplätze mit Zugang zum Unternehmensnetzwerk
  • Moderne Lösungen für Unified Communications & Collaboration (UCC)
  • Künstliche Intelligenz (KI) zur Vereinfachung von Arbeitsprozessen
New Work verändert die Arbeitswelt seit Jahren grundlegend. Während viele Start-ups von Beginn an auf diese Prinzipien setzen, etablieren sie sich zunehmend auch in traditionellen Unternehmen und sorgen dort für mehr Flexibilität und Produktivität.
Ermöglicht wird dieser Wandel durch einen modernen Digital Workplace und neue Formen des mobilen Arbeitens, die Mitarbeitende zunehmend orts- und zeitunabhängig machen.

New Work nach Frithjof Bergmann: Ursprung und Philosophie

Der Begriff „New Work“ (deutsch: „Neue Arbeit“) geht auf den 2021 verstorbenen Philosophen Frithjof Bergmann zurück. Ausgangspunkt war die zunehmende Automatisierung in der US-amerikanischen Automobilindustrie, die Bergmann in den 1980er-Jahren in Michigan hautnah miterlebte. Statt Beschäftigte zu entlassen, schlug er vor, alle Mitarbeitenden bei halbierter Arbeitszeit zu halten. Die gewonnene freie Zeit sollten sie für Selbstverwirklichung und Selbstversorgung nutzen.
Bergmann sah drei Säulen, auf denen Menschen ihr Leben aufbauen können:
  • Erwerbsarbeit: als finanzielle Basis für den Lebensunterhalt
  • Selbstversorgung: etwa durch selbst erzeugte Güter und gemeinschaftliche Projekte
  • Selbstverwirklichung: die Arbeit, „die man wirklich, wirklich will“
„Nicht wir sollten der Arbeit dienen, sondern die Arbeit sollte uns dienen.“ (Frithjof Bergmann)
Viele Prinzipien dieser Philosophie finden sich heute im Remote-Arbeiten wieder: beispielsweise mehr Eigenverantwortung und mehr Freiheit bei der Wahl von Ort und Zeit für die Arbeit.
Das Foto zeigt einen Mann und einen Hund, die ein Notebook betrachten

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Die wichtigsten Merkmale von New Work

New Work lässt sich an sechs zentralen Merkmalen festmachen, die sich in unterschiedlicher Ausprägung in vielen modernen Unternehmen finden:
  • Flexibilität (Zeit und Ort): Mitarbeitende bestimmen mit, wann und wo sie arbeiten, etwa im Homeoffice, im Büro oder unterwegs.
  • Flache Hierarchien: Entscheidungswege verkürzen sich, Führungskräfte teilen Verantwortung stärker mit ihren Teams.
  • Sinn und Selbstverwirklichung: Mitarbeitende suchen Tätigkeiten, die ihren Fähigkeiten und Wünschen entsprechen.
  • Partizipation: Die Belegschaft wird aktiv in Entscheidungsprozesse und Unternehmensstrategien einbezogen.
  • Work-Life-Balance: Arbeit und Privatleben lassen sich flexibel miteinander vereinbaren.
  • Sharing-Culture: Wissen, Ressourcen und Arbeitsplätze werden geteilt statt exklusiv beansprucht.
Grafische Darstellung der Merkmale von New Work
Das Konzept New Work besteht aus unterschiedlichen organisatorischen und technischen Elementen.
Eine gute Work-Life-Balance zählt für viele Mitarbeitende zu den wichtigsten Kriterien bei der Arbeitgeberwahl. Die Sharing-Culture wiederum lebt von geeigneten Collaboration-Tools, die Wissen und Ressourcen teamübergreifend zugänglich machen.

New-Work-Ansätze und -Methoden für die Praxis

Ein wirksamer New-Work-Ansatz verbindet Organisation und Technik konsequent miteinander:
  • Desk-Sharing und Co-Working: Mitarbeitende teilen sich Arbeitsplätze im Büro oder nutzen externe Gemeinschaftsbüros.
  • Job-Sharing: Zwei oder mehr Personen teilen sich eine Stelle und bringen unterschiedliche Perspektiven ein.
  • Flache Hierarchien: Aufgabenbezogene statt starrer Positions-Hierarchien fördern eigenverantwortliches Handeln.
  • Homeoffice und Remote Work: Der Fokus verschiebt sich von Anwesenheitszeit auf Arbeitsergebnisse.
  • Flexible Wahl des Arbeitsorts: Digitale Nomad:innen arbeiten von nahezu jedem Ort aus.
Ergänzend setzen viele Unternehmen auf agile Methoden wie Scrum, Kanban oder Design Thinking, um Projekte flexibler und Schritt für Schritt (iterativ) umzusetzen. Auch New Leadership gehört zur Praxis: Führungskräfte moderieren und coachen ihre Teams, statt ausschließlich Anweisungen zu erteilen. Ein virtuelles Büro bildet dabei häufig die technische Grundlage für verteilte Teams.
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Warum New Work wichtig ist: Vor- und Nachteile

Der digitale Wandel hat Arbeits- und Geschäftsprozesse grundlegend verändert. Für viele Unternehmen ist es dadurch schwieriger geworden, Fachkräfte zu gewinnen – der Fachkräftemangel ist spürbar. Gute Bezahlung allein reicht längst nicht mehr: Bewerber:innen achten zunehmend auf das Arbeitsethos und die Unternehmenskultur.
Laut einer DESTATIS-Analyse nutzten 2025 rund 25 % der Beschäftigten in Deutschland die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten. Naturgemäß liegen hier Branchen mit einem hohen Anteil von informationsverarbeitenden Tätigkeiten deutlich vor z.B. dem Einzelhandel oder der Gastronomie. New Work ist damit längst Realität, aber noch lange nicht überall angekommen – und wird auch in absehbarer Zeit nicht jede Branche prägen.
Außerdem zeichnet sich laut Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichem Institut (WSI) im Jahr 2026 ein weiterer Trend ab: Unter dem Stichwort „Return to Office“ (RTO) sehen sich etwa 34 % der Erwerbstätigen aktuell mit dem Arbeitgeberwunsch konfrontiert, künftig wieder öfter in Präsenz zu arbeiten. Wird dieser Wunsch nicht oder nicht ausreichend begründet, wirkt sich das gerade in Nicht-Führungspositionen und bei entsprechender privater Situation (z.B. mit Kinderbetreuung) eher negativ auf die Arbeitszufriedenheit aus.
Vorteile von New Work
  • Höhere Motivation und Kreativität
  • Kostenersparnis durch weniger Bürofläche
  • Weniger Pendelverkehr, weniger CO2-Ausstoß
  • Effizientere Nutzung der Arbeitszeit
Nachteile von New Work
  • Mehr Aufwand für Führung und Organisation
  • Höhere Anforderungen an IT und Datenschutz
  • Mehr Selbstdisziplin bei Mitarbeitenden gefordert
  • Schwierigere Abgrenzung von Beruf und Privatem
  • Arbeitsschutz im Homeoffice schwer kontrollierbar
Gut zu wissen: Homeoffice ist nicht gleich Telearbeit. Warum das so ist, erfahren Sie im verlinkten Beitrag.

New Work im Unternehmen umsetzen: Praxis und Technik

New Work bedeutet für Unternehmen eine grundlegende Veränderung, die nahezu alle Prozesse betrifft. Nicht nur Sie als Arbeitgeber:in müssen bereit für den Wandel sein, auch Ihre Belegschaft sollte bereit sein, neue Strukturen mitzutragen.
Der erste Schritt zu New Work ist es also, den Kulturwandel durch Zielfestlegung und frühe Kommunikation zunächst grundsätzlich einzuleiten. Außerdem sollten Sie Führung neu denken: Weniger Kontrolle und mehr Vertrauen sowie umfassendere Coaching-Angebote sind in diesem Zusammenhang besonders wichtig.
Anschließend steht Ihre IT-Infrastruktur auf dem Prüfstand: Technisch bildet meist eine Kombination aus Cloud Computing, Unified Communications & Collaboration und künstlicher Intelligenz das Fundament für virtuelle Zusammenarbeit und New Work. Diese Technologien ermöglichen erst die orts- und zeitunabhängige Zusammenarbeit hybrider Teams.
Sobald das organisatorische und kulturelle Set-up sowie die technische Infrastruktur stehen, geht es darum, die neue Arbeitsweise einzuüben und zu schauen, wo es Verbesserungsbedarf gibt. Passen Sie die New-Work-Prozesse fortlaufend an sich ändernde Anforderungen an.
Tipp: Beziehen Sie Expert:innen aus verschiedenen Abteilungen aktiv in den Transformationsprozess ein. Wer mitgestalten darf, identifiziert sich stärker mit den neuen Prinzipien und setzt sie im Alltag eher um.
Prozessgrafik mit vier Schritten: Kulturwandel anstoßen, Führung neu denken, IT-Infrastruktur schaffen, im Team verankern.
Berücksichtigen Sie diese vier Schritte, wenn Sie New Work in Ihrem Unternehmen einführen.

Unser Fazit: New Work macht Unternehmen in der Summe erfolgreicher

New Work steht für flexible, sinnstiftende und selbstbestimmte Arbeit und verändert nachhaltig, wie Unternehmen und Belegschaft zusammenarbeiten. Von den Prinzipien nach Frithjof Bergmann bis zu modernen Ansätzen wie Desk-Sharing oder agilen Methoden: Die konkrete Umsetzung sollten Sie an Ihr Unternehmen anpassen. Nicht überall lassen sich Arbeiten remote durchführen. Doch Bergmanns Ideen sind zu einer Art Leitkultur geworden, die sich mehr oder weniger stark ausgeprägt in fast alle Arbeitsfelder übertragen lässt.
Gehen Sie jetzt den ersten Schritt: Mit Microsoft 365 Business von Vodafone schaffen Sie die technische Basis, damit Ihr Office-Team New Work im Alltag leben kann.
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New Work: Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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