Cloud & Hosting

Cloud-based Back-up

Für maximale Datensicherheit

Neben vielen anderen Cloud-Services wird auch die Datensicherung in der Cloud gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen immer beliebter. Warum Firmen vermehrt Cloud-based Back-ups wählen und was die wachsende Verbreitung von Schadprogrammen wie Ransomware damit zu tun hat, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Inhaltsverzeichnis

Cloud-based Back-up: Das Wichtigste in Kürze

  • Bei der Datensicherung wird unterschieden zwischen cloudbasierten Back-ups, lokalen Back-ups auf physischen Datenträgern und Hybrid-Lösungen.
  • Mit einem Cloud-based Back-up sichern Sie Ihre Firmendaten in der Cloud eines externen Anbieters oder im eigenen Cloud-Speicher auf dem Unternehmensgelände.
  • Viele kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) setzen auf Cloud-based Back-ups – und damit auch auf die Erfahrung von Cyberschutz-Expert:innen in den Rechenzentren der Anbieter.

Was ist ein Cloud-based Back-up? Definition und Funktionsweise

Der Begriff „Cloud-based Back-up“ bezeichnet das Sichern von Daten in einem Cloud-Speicher – meist über eine Internet-Verbindung zwischen dem jeweiligen Firmen-Computer und dem Back-up-Standort. Weitere Bezeichnungen hierfür sind cloudbasiertes Back-up oder kurz Cloud-Back-up.
Ein Cloud-Speicher ist ein Datenspeicher, der in einem größeren Verbund aus Server-Computern bereitgestellt wird – üblicherweise in einem Rechenzentrum. Man spricht hierbei auch von virtualisiertem Speicher, weil die einzelnen Datenträger mithilfe einer Virtualisierungs-Software zu einem größeren, virtuellen Speicher verbunden werden.
Wenn ein externer Dienstleister die Datensicherung in der Cloud als beauftragte Serviceleistung managt und überwacht, spricht man auch von einem Cloud-based Back-up Service. Viele Firmen nutzen mittlerweile diese Dienstleistung und reduzieren so den internen Aufwand für die Sicherung ihrer Daten.
Das Cloud-based Back-up gilt als Nachfolger der klassischen Datensicherung auf lokalen Speichermedien. Eine lokale Sicherung erfolgt häufig auf physischen Datenträgern wie:
  • USB-Stick
  • Wechselfestplatte
  • NAS-Speicher
  • Bandlaufwerk
Daneben gibt es kombinierte Back-up-Strategien mit wechselweiser Sicherung in der Cloud und auf physischen Datenträgern. Ein solches Verfahren wird auch als Hybrid-Back-up bezeichnet.
Technisch gesehen gehört auch das Speichern in einer firmeneigenen Cloud auf dem Unternehmensgelände (On-Premises) zu den Cloud-Sicherungen. Entscheidend ist hierfür, dass die Daten in einem virtualisierten Cloud-Speicher abgelegt werden – und nicht wie beim lokalen Back-up auf einem physischen Datenträger (etwa Wechselfestplatte).
Eine Erhebung des Datenrettungs-Dienstleisters Data Reverse aus dem Jahr 2025 hat ergeben: 59 % aller befragten kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland setzen inzwischen auf solche hybriden Back-ups. Dem stehen rund 29 % gegenüber, die ausschließlich in der Cloud sichern, und 12 %, die allein lokale Back-ups nutzen.
Gegenüberstellung: Cloud-based Back-up vs. lokales Back-up
Cloud-based Back-up
Lokales Back-up
Standort
Meist in einem externen Rechenzentrum
Am Unternehmensstandort
Verwendete Datenträger
Virtualisierter Speicher in einer Cloud
Physische Datenträger, beispielsweise Wechsellaufwerke
Automatisierbarkeit
+++
+
Schutz gegenüber Stromausfällen oder anderen Schadensereignissen am Unternehmensstandort
+++
-
Möglichkeit zur Auslagerung an Dienstleister
+++
+
Realisierbarkeit eines Hot Back-ups
+++
-
Kontrolle über die physischen Datenspeicher
-
++
Was ist der Unterschied zwischen cloudbasiertem Back-up und Cloud-Speicher?

Cloud-Speicher wird für viele unterschiedliche Aufgaben genutzt, beispielsweise für Big-Data-Analytics oder zum Simulieren von Arbeitscomputern. Ein weiteres Einsatzgebiet für Cloud-Speicher ist die Verwendung von abonnierter Software aus der Cloud heraus (Software-as-a-Service), wie viele Unternehmen es mit Office-Programmen wie Microsoft 365 praktizieren.

Die Nutzung speziell für ein Cloud-based Back-up ist also nur eine von vielen möglichen Verwendungsarten für Cloud-Speicher.

Gut gelaunter Mann mit einem Headset vor einem Notebook.

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Wichtige Kriterien für Ihre Back-up-Lösung

Für Unternehmen spielen bei der Auswahl einer Cloud-based Back-up-Lösung viele Kriterien eine wichtige Rolle. Erstellen Sie deshalb zuerst einen Kriterienkatalog. Dieser sollte die Besonderheiten Ihres Unternehmens berücksichtigen. Denn: Es gibt nicht das eine beste System für ein Cloud-based Back-up. Es kommt immer darauf an, was Ihr Unternehmen braucht.
Diese Punkte sollten Sie berücksichtigen:
  • Wirtschaftlichkeit: Wie teuer sind regelmäßige Back-ups unter Betrachtung aller Kosten wie Back-up-Hardware, Back-up-Software, Personalkosten, Datenträger, Archivierung und ggfs. sichere Einlagerung von Datenträgern an einem externen Standort.
  • Zuverlässigkeit: Wie zuverlässig sind die gemachten Back-ups? Wie lange behalten die verwendeten Datenträger die gespeicherten Daten? Wie oft müssen die Datenträger kontrolliert werden?
  • Aufwand für Wiederherstellung: Im Fall eines Datenverlusts oder Ausfalls sollen wichtige Dateien schnell wieder zurückgespielt werden. Müssen dafür erst Datenträger von einem sicheren, externen Standort geholt werden? Wie viele Datenträger müssen durchsucht oder bei einem inkrementellen Back-up nacheinander eingespielt werden, um eine bestimmte, verlorene Datei zurückzuerhalten?
  • Praktikabilität: Wie aufwendig sind die regelmäßige Datensicherung und der Umgang mit der Back-up-Software? Können Mitarbeitende selbst eine Datensicherung aktivieren oder ist das Back-up-Management im Unternehmen zentral organisiert?
  • Sicherheit: Wie gut sind die Back-ups gegen Cyberkriminalität und Datenverlust geschützt? Sind die Anbindung an das Internet und die genutzte Cloud sicher?
  • Flexibilität und Kompatibilität: Wie einfach können neue Datenquellen und Endgeräte in die Back-up-Systeme im Unternehmen eingebunden werden? Können beispielsweise auch Datenbestände von Industriemaschinen zuverlässig gesichert werden (CNC-Fertigungsmuster, Nähmaschinen-Programmierungen, Positionsdaten eines Hochregallagers)?
  • Datenstandort: Speziell bei Cloud-based Back-ups ist auch der Datenstandort wichtig. Mit Blick auf die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sollten Back-ups, die personenbezogene Daten enthalten, nur innerhalb der EU oder in einem sicheren Drittstaat verwahrt werden.
Das Bild zeigt eine Hand unter einer symbolischen Wolke

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Vorteile von Cloud-based Back-ups für Unternehmen

Für Firmen bietet ein Cloud-based Back-up zahlreiche Vorteile. Deswegen nimmt der Anteil der Unternehmen, die es nutzen, seit vielen Jahren stetig zu. Die wichtigsten Vorteile sind:
Einfachere Handhabung
Cloud-Speicher kennt keine Obergrenzen und ist sehr einfach skalierbar. So können Sie selbst größere Firmennetze auf einmal in der Cloud sichern. Bei der lokalen Datensicherung sind hingegen oft mehrere Laufwerke notwendig, oder es wird aus Platzgründen nur ein Teil des Firmennetzes gesichert. Insgesamt ist die Handhabung von cloudbasierten Back-ups oft einfacher.
Besserer Schutz gegen Verlust und Ausfall von Datenträgern
Viele Datenträger für lokale Back-ups haben nur eine sehr begrenzte Lebenserwartung von einigen Jahren. Das gilt beispielsweise für die häufig bei Back-ups verwendeten SSD-Laufwerke, die hierfür eigentlich nicht gedacht sind.
Rechenzentren nutzen hingegen meist spezielle Festplatten, die auf Langlebigkeit und 24-Stunden-Betrieb ausgelegt sind. Cloud-Betreiber ersetzen ihre Datenträger außerdem in vorgegebenen Zyklen oder nutzen Predictive Maintenance, um Ausfälle vorherzusagen. Außerdem lassen sich Daten auf cloudnativen Speichern im laufenden Betrieb viel leichter auf andere Datenträger spiegeln (mehrfach speichern) oder verschieben. Das macht Sicherungen in der Cloud sehr zuverlässig.
Besserer Schutz vor Ransomware
Bei einer Ransomware-Attacke führen Cyberkriminelle Schadsoftware im Firmennetz aus, die alle Firmendaten verschlüsselt. Anschließend fordern sie Lösegeld für ein Passwort zum Entschlüsseln der Daten.
Eine Studie der Enterprise Strategy Group (ESG) belegt, dass Ransomware gezielt auch Back-ups infiziert. So verschlüsselt die Schadsoftware auch diese, sobald sie zurückgespielt werden. Das bestätigten in der ESG-Studie 96 % der von Ransomware-Angriffen betroffenen Unternehmen.
Mit einem Back-up in der Cloud können sich Firmen besser vor Ransomware schützen. Das hat verschiedene Gründe:
  • Betreiber mit Spezialwissen: Große Betreiber von externen Clouds verwenden besonders leistungsfähige Systeme zum Erkennen und Entfernen von versteckter Ransomware in Back-ups. Sie haben dafür eigene Spezialist:innen, die die technische Entwicklung bei Ransomware laufend beobachten. Ein KMU, das seine Back-ups selbst lokal erstellt, hat diese Erfahrung in der Regel nicht.
  • Keine „Hintertüren“ in der Cloud: Viele Ransomware-Programme kommunizieren über eine „Hintertür“ im Firmennetzwerk mit ihren Programmierer:innen. Bei einem Back-up in der Cloud gibt es keine Hintertür ins Cloud-Rechenzentrum, weil die Angreifer:innen nur auf das befallene Firmennetz zugreifen können. Das macht die Rettung und Wiederherstellung des Firmennetzes einfacher.
  • Bessere Wiederherstellungsmöglichkeiten: Selbst bei infizierten Cloud-based Back-ups ist die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Wiederherstellung höher als bei infizierten lokalen Back-ups. Cyber-Spezialist:innen können das cloudbasierte Back-up beispielsweise zu Analysezwecken auf virtuellen Computern mit stark eingeschränkten Rechten wiederherstellen. Auf solchen Geräten kann die Ransomware keine Daten verschlüsseln, weil ihr dort die Rechte fehlen. So können die Expert:innen die Ransomware untersuchen und unschädlich machen.
  • Kaum Betriebsstillstand: Unternehmen verlieren durch eine erfolgreiche Ransomware-Attacke im Schnitt fünf Arbeitstage. Allein das Zurückspielen von lokalen Back-ups kann je nach Software und verwendeten Datenträgern ganze Tage dauern. Viele Firmen arbeiten deshalb mit sogenannten Hot Back-ups in der Cloud: Dabei werden alle Firmendaten laufend in ein weiteres Rechenzentrum gespiegelt. Beim Verlust eines Datenbestands, etwa durch Ransomware, kann in Echtzeit auf den zweiten Datenbestand umgeschaltet werden. Ihre Mitarbeitenden bemerken dies im Idealfall gar nicht.
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Lösungen für Unternehmen: Bereitstellungsmodelle und Anbieterüberblick

Es gibt verschiedene Anbieter von Cloud-based Back-up-Services, die je nach Ihrem Geschäftsmodell, Ihrer Unternehmensgröße und Ihren Geschäftsprozessen unterschiedlich gut passen.
Dabei bieten die einzelnen Firmen unterschiedliche Cloud-Infrastrukturen, Zugangsverfahren und Arten von Cloud-Speicher an. Hier sollten Sie also genau vergleichen. Beim Cloud-Speicher haben Sie beispielsweise die Auswahl zwischen:
  • Public Cloud: Hier sichern Sie Ihre Daten in einem passwortgeschützten Bereich einer größeren Cloud, in der auch andere Firmen Daten sichern. Vorteil: Besonders günstig.
  • Private Cloud: Hier errichtet der Anbieter eine eigene Cloud nur für Ihr Unternehmen. Vorteil: Besonders sicher, dafür etwas teurer als Speicherplatz in einer Public Cloud.
  • Hybrid-Cloud: Mit einer Hybrid-Cloud kombinieren Sie eine Private und eine Public Cloud. Dabei können Sie beispielsweise hochsensible Daten in der besonders sicheren Private Cloud ablegen und gleichzeitig die Kostenvorteile einer Public Cloud nutzen.
  • Multi-Cloud: Eine Multi-Cloud verbindet Speicherplatz oder Rechenleistung verschiedener Cloud-Anbieter zu einer größeren virtuellen Firmen-Cloud. Damit können Sie Produkte unterschiedlicher Cloud-Provider passend kombinieren. So sichern Sie Ihre Daten beispielsweise bei Anbieter A und nutzten zugleich SaaS-Produkte von Anbieter B.
Bei folgenden Anbietern erhalten Sie Cloud-Speicher für ein Cloud-based Back-up
Anbieter
Eignung für KMU
Schwerpunkte des Anbieters
Microsoft
Sehr gut
1. Enge Integration mit Microsoft 365, Windows Server und Microsoft Entra ID. 2. Funktionen wie Immutable Storage (unveränderbarer Speicher) zum Schutz vor Ransomware.
Google (Google Cloud)
Sehr gut
1. Globale Infrastruktur mit hoher Verfügbarkeit und automatischer Datenreplikation. 2. Besonders geeignet für die Verknüpfung von Back-ups mit Datenanalyse und KI-Diensten innerhalb der Cloud-Plattform.
Amazon Web Services (AWS)
Sehr gut
1. Unterschiedliche Speicherklassen für individuelle Archivierungsanforderungen. 2. Sehr umfangreiche Cloud-Disaster-Recovery-Lösungen mit hoher Skalierbarkeit.
IBM
Gut
1. Starker Fokus auf hybride Cloud-Lösungen, die lokale und Cloud-Systeme kombinieren. 2. Besonders geeignet für Unternehmen mit hohen Anforderungen an Compliance, Datenschutz und verschlüsselte Datenspeicherung.
Vodafone
Sehr Gut
1. Cloud-based Back-ups und Telekommunikations- sowie Netzwerklösungen aus einer Hand. 2. Deutschsprachiger Support sowie Angebote mit Rechenzentren in Deutschland bzw. Europa (wichtig für den Datenschutz gemäß DSGVO).
Apple (iCloud)
Je nach verwendeter Hardware
1. Konzipiert für Back-ups von Apple-Geräten (Mac, iPhone, iPad). 2. Deutlich weniger Funktionen für klassische Unternehmens-Back-ups von Servern und gemischten IT-Umgebungen als bei Lösungen der großen Cloud-Anbieter.

Unser Fazit: So schützen Sie mit Cloud-based Back-ups Ihre Daten vor Verlust und Cyberattacken

Immer mehr KMU entscheiden sich für ein Cloud-based Back-up anstelle eines herkömmlichen Back-ups auf lokalen Datenträgern. Die Datensicherung in der Cloud bietet Ihnen nicht nur mehr Komfort und eine einfache Bedienung. Sie greifen damit auch auf das Wissen von ausgewiesenen Expert:innen zurück, die Ihre Daten in der Cloud bestmöglich vor Ransomware-Attacken, Datenverlust und anderen Gefahren schützen.
Mit einem Cloud-based Back-up erhalten Sie außerdem ein einfach skalierbares Speichersystem, das mit Ihren Anforderungen jederzeit mitwächst und nicht so schnell an Grenzen stößt wie eine herkömmliche SSD oder ein NAS-Laufwerk an Ihrem Firmenstandort.
Mit dem Cloud Back-up von Microsoft und Vodafone erhalten Sie eine flexible und praktische Speicherlösung für Ihre Datensicherung. Auf Wunsch können Sie diese an die Azure-Cloud von Microsoft und an andere cloudbasierte Services anbinden, etwa die Office-Produkte von Microsoft 365.
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Cloud-based Back-up: Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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