Für Firmen bietet ein Cloud-based Back-up zahlreiche Vorteile. Deswegen nimmt der Anteil der Unternehmen, die es nutzen, seit vielen Jahren stetig zu. Die wichtigsten Vorteile sind:
Einfachere Handhabung
Cloud-Speicher kennt keine Obergrenzen und ist sehr einfach skalierbar. So können Sie selbst größere Firmennetze auf einmal in der Cloud sichern. Bei der lokalen Datensicherung sind hingegen oft mehrere Laufwerke notwendig, oder es wird aus Platzgründen nur ein Teil des Firmennetzes gesichert. Insgesamt ist die Handhabung von cloudbasierten Back-ups oft einfacher.
Besserer Schutz gegen Verlust und Ausfall von Datenträgern
Viele Datenträger für lokale Back-ups haben nur eine sehr begrenzte Lebenserwartung von einigen Jahren. Das gilt beispielsweise für die häufig bei Back-ups verwendeten SSD-Laufwerke, die hierfür eigentlich nicht gedacht sind.
Rechenzentren nutzen hingegen meist spezielle Festplatten, die auf Langlebigkeit und 24-Stunden-Betrieb ausgelegt sind. Cloud-Betreiber ersetzen ihre Datenträger außerdem in vorgegebenen Zyklen oder nutzen Predictive Maintenance, um Ausfälle vorherzusagen. Außerdem lassen sich Daten auf cloudnativen Speichern im laufenden Betrieb viel leichter auf andere Datenträger spiegeln (mehrfach speichern) oder verschieben. Das macht Sicherungen in der Cloud sehr zuverlässig.
Besserer Schutz vor Ransomware
Bei einer Ransomware-Attacke führen Cyberkriminelle Schadsoftware im Firmennetz aus, die alle Firmendaten verschlüsselt. Anschließend fordern sie Lösegeld für ein Passwort zum Entschlüsseln der Daten. Eine Studie der Enterprise Strategy Group (ESG) belegt, dass Ransomware gezielt auch Back-ups infiziert. So verschlüsselt die Schadsoftware auch diese, sobald sie zurückgespielt werden. Das bestätigten in der ESG-Studie 96 % der von Ransomware-Angriffen betroffenen Unternehmen.
Mit einem Back-up in der Cloud können sich Firmen besser vor Ransomware schützen. Das hat verschiedene Gründe:
Betreiber mit Spezialwissen: Große Betreiber von externen Clouds verwenden besonders leistungsfähige Systeme zum Erkennen und Entfernen von versteckter Ransomware in Back-ups. Sie haben dafür eigene Spezialist:innen, die die technische Entwicklung bei Ransomware laufend beobachten. Ein KMU, das seine Back-ups selbst lokal erstellt, hat diese Erfahrung in der Regel nicht.
Keine „Hintertüren“ in der Cloud: Viele Ransomware-Programme kommunizieren über eine „Hintertür“ im Firmennetzwerk mit ihren Programmierer:innen. Bei einem Back-up in der Cloud gibt es keine Hintertür ins Cloud-Rechenzentrum, weil die Angreifer:innen nur auf das befallene Firmennetz zugreifen können. Das macht die Rettung und Wiederherstellung des Firmennetzes einfacher.
Bessere Wiederherstellungsmöglichkeiten: Selbst bei infizierten Cloud-based Back-ups ist die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Wiederherstellung höher als bei infizierten lokalen Back-ups. Cyber-Spezialist:innen können das cloudbasierte Back-up beispielsweise zu Analysezwecken auf virtuellen Computern mit stark eingeschränkten Rechten wiederherstellen. Auf solchen Geräten kann die Ransomware keine Daten verschlüsseln, weil ihr dort die Rechte fehlen. So können die Expert:innen die Ransomware untersuchen und unschädlich machen.
Kaum Betriebsstillstand: Unternehmen verlieren durch eine erfolgreiche Ransomware-Attacke im Schnitt fünf Arbeitstage. Allein das Zurückspielen von lokalen Back-ups kann je nach Software und verwendeten Datenträgern ganze Tage dauern. Viele Firmen arbeiten deshalb mit sogenannten Hot Back-ups in der Cloud: Dabei werden alle Firmendaten laufend in ein weiteres Rechenzentrum gespiegelt. Beim Verlust eines Datenbestands, etwa durch Ransomware, kann in Echtzeit auf den zweiten Datenbestand umgeschaltet werden. Ihre Mitarbeitenden bemerken dies im Idealfall gar nicht.