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F-LANE: Diese Frauen setzten sich mit ihren Tech-Startups durch

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Unter dem Namen „F-LANE“ hat das Vodafone-Institut gemeinsam mit Impact Hub Berlin und der Münchner Social Entrepreneurship Akademie erstmals eine Start-up Förderung (Accelerator) für innovative Tech-Start-ups mit einem Fokus auf Frauen entwickelt. F-LANE bietet in mindestens zwei jährlichen Durchläufen je fünf Gründer/innen, die eine technologische Innovation für Frauen entwickelt haben, ein sechswöchiges Förderprogramm an. Die Gewinnerinnen starteten jetzt im Februar im Impact Hub in Berlin.

 

Update vom 19.05.2017:

Die Bilanz der ersten F-LANE-Runde spricht für sich: Rund 150 Start-ups aus 50 Ländern hatten sich um einen Platz im Accelerator beworben. Jetzt geht der Accelerator in die nächste Runde. F-LANE sucht gemeinsam mit dem Impact Hub Berlin und der Social Entrepreneurship Akademie weltweit nach innovativen Tech-Start-ups. Der Fokus liegt dabei auf Frauen, die ein soziales Problem unternehmerisch lösen und die das Potential haben, eine breite Wirkung zu erzielen.

Ab dem 23. Mai bis zum 23. Juli 2017 kann man sich über www.f-lane.com/apply-now/ für das am 9. Oktober 2017 in Berlin startende sechswöchige Programm bewerben.

Ausgewählte Start-ups bekommen eine kleinere finanzielle Starthilfe in Höhe von bis zu 12.000 Euro und die Möglichkeit, Vodafone als weiteren Großinvestor zu gewinnen. Darüber hinaus stehen das F-LANE-Team und externe Experten den Unternehmen durch Beratung, Coachings und Mentorings zur Seite und die Gründer bekommen Zugang zu einem Netzwerk an Vodafone-Experten sowie möglichen Investoren.

 

Von VR-Brillen für bessere Augen bis zur Anti-AIDS-App

Die ersten fünf Start-ups, die beim ersten Programm-Durchgang im Februar 2017 mitmachen dürfen, sind ausgewählt. Alle Gewinner-Unternehmen haben technische Innovationen entwickelt, welche die Situation von Mädchen und Frauen mithilfe von Technologie verbessern – sei es durch eine VR-Brille, welche die Augen in Ostafrika langfristig verbessern soll, oder durch eine App die sexuell aufklärt und so AIDS-Ansteckungen verhindern kann. Wir stellen fünf spannende Unternehmen, die am ersten Programm-Durchlauf von F-LANE teilnehmen dürfen, hier vor:

Fünf spannenden Unternehmen dürfen am ersten Programm-Durchlauf von F-LANE teilnehmen.

Foto: Vodafone Institut

1. Ask Without Shame, Uganda

Ruth Nabembezi gründete ihr Unternehmen, nachdem sowohl ihre Eltern, als auch ihre Schwester an AIDS verstarben. In Ostafrika ist sexuelle Aufklärung ein tabuisiertes Thema, so dass Jugendliche und junge Erwachsene nicht ausreichend aufgeklärt werden und bei einer Erkrankung entsprechend zu spät medizinische Versorgung erfahren. Um dies zu ändern entwickelte Ruth eine App namens ‚Ask Without Shame‘, die sich bereits 35.000 User runtergeladen haben. Mithilfe der App werden Fragen beantwortet, aber auch – im Falle einer möglichen Erkrankung – direkt an entsprechende Ärzte und Kliniken vermittelt.

2. DigiSitter, Deutschland

Katharina Schiederig – selbst Mutter von zwei Kindern – möchte die Organisation von Kinder und Beruf erleichtern. Ad hoc-Termine und kurzfristige Ausfälle der Kinderbetreuung führen dazu, dass sie und ihr Partner viele Ressourcen aufbringen müssen, um die Kinderbetreuung, das Familienleben und den Beruf zu organisieren. Aus diesem Grund hat Katharina die App DigiSitter entwickelt. Mithilfe der App werden alle Informationen zu beruflichen und familiären Terminen auf einer Plattform miteinander verknüpft, sie identifiziert Betreuungsengpässe und verknüpft selbstständig zu alternativen Betreuungsmöglichkeiten. Erste Unternehmen und das Familienministerium sind bereits interessiert an der App.

3. Lensational, Hongkong

Gerade Frauen aus ärmeren Ländern haben weder Arbeitsmarktzugang, noch eine ‚Stimme‘, die in den Medien repräsentiert wird. Aus diesem Grund gründete Bonnie Chiu aus Hongkong ihr Unternehmen. Lensational soll zum einen weiterbilden, zum anderen soll es Frauen ermöglichen, kreativ ihre Perspektive auf ihre Umgebung und Leben zu präsentieren. Dafür stattet Bonnie Frauen aus ärmeren, ländlichen Gebieten in mehreren Ländern Asiens mit gebrauchten Digitalkameras aus und bringt ihnen mithilfe von Workshops digitales Know-How und Fotografie bei. Die Fotos der Frauen können werden einer e-commerce-Plattform zum Kauf angeboten. Die künstlerischen Bilder zeigen nicht nur das Leben und die Umgebung der Frauen, sondern ermöglichen ihnen auch erstmals ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen.

Das F-LANE-Team und externe Experten stehen den Unternehmen durch Beratung, Coachings und Mentorings zur Seite.

Foto: Vodafone Institut

4. Securella, Morocco

In Marokko – sowie in vielen weiteren Teilen der Welt – ist es nach wie vor sehr gefährlich für Frauen alleine durch die Straßen zu laufen. Um Frauen die Möglichkeit zu geben sich frei und sicher überall zu bewegen hat Samia Haimoura ihr Unternehmen Securella gegründet. Mithilfe einer App werden Frauen vor gefährlichen Straßen gewarnt, über sogenannten sichere ‚Securella Plätze‘ (teilnehmende Restaurants und Geschäfte) informiert, und können über ein Wearable direkt Hilfe rufen und per GPS gefunden werden.

5. Wazi Vision, Uganda

Da in Ostafrika Augentests und Brillen rund 300 Dollar kosten, können sich diese ärmere Familien in Ostafrika nicht leisten. Zusätzlich haben gerade Frauen oftmals keine Arbeit. Um diese beiden Probleme gemeinsam zu lösen hat Brenda Katwesigye ihr Unternehmen Wazi Vision gegründet. Sie bildet Frauen mit einer speziellen Virtual Reality Brille und App dafür aus, Sehtests mit Kindern durchzuführen. Anschließend stellen diese die benötigten Brillen aus recycelten Plastik her. Die Brillen kosten anschließend nur noch 20 statt 300 Dollar.

Mehr Informationen über den F-LANE Accelerator unter: www.f-lane.com

 

Headerfoto: Vodafone Institut
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