Refurbished-Handys: Das solltest Du beim Kauf beachten

Refurbished-Handys werden immer beliebter. Sie gelten als günstige Alternative zu Neugeräten und sind oft fast so gut wie neu. Doch nicht jedes Angebot ist vertrauenswürdig. In unserem Ratgeber mit praktischer Checkliste erfährst Du, worauf Du achten solltest, um ein seriöses Refurbished-Smartphone zu kaufen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Refurbished-Handys sind gebrauchte, professionell überholte Smartphones.
  • Seriöse Händler bieten mindestens 12 Monate Garantie und klare Zustandsangaben mit Fotos und Akkuwerten.
  • Achte darauf, dass das Gerät ohne SIM-Lock ist und noch Sicherheitsupdates vom Hersteller erhält.

Checkliste: So kaufst Du ein seriöses Refurbished-Handy

Seriosität des Händlers prüfen

  • Gibt es mindestens 12 Monate Garantie und ein Rückgaberecht von mindestens 14 Tagen (nach EU-Standard)?
  • Wird der Zustand des Smartphones klar und nachvollziehbar beschrieben?
  • Gibt der Händler konkrete Details zum Zustand und Beschädigungen an?
  • Gibt es Informationen darüber, ob Originalteile oder Ersatzteile von Drittanbietern verbaut wurden?
  • Hat der Händler gute Bewertungen auf unabhängigen Plattformen wie Trustpilot oder Google?

Echtheit und Zustand des Geräts prüfen

  • Zeigen die Produktbilder das echte Gerät und keine Herstellerfotos?
  • Stimmen Beschreibung und Fotos überein?
  • Wurde die IMEI angegeben und kannst Du sie online nachvollziehen?
  • Stimmen die IMEI auf Gerät und Verpackung überein?

Technische Details beachten

  • Wird der Akkuzustand in Prozent oder Milliamperestunden angegeben?
  • Liegt der Akkuwert bei mindestens 80 Prozent oder wurde er erneuert?
  • Erhält das Handy noch Sicherheits- und Softwareupdates vom Hersteller?
  • Ist das Smartphone ohne SIM-Lock und mit Deiner SIM-Karte nutzbar?

Lieferumfang und Preisbewertung

  • Ist ein passendes Ladekabel enthalten?
  • Ist der Preis realistisch im Vergleich zu ähnlichen Angeboten?

Sicherheit beim Kauf

  • Sind Impressum, Rücksendeadresse und Kontaktmöglichkeiten vollständig auf der Webseite des Händlers angegeben?
  • Hat der Händler seinen Firmensitz innerhalb der Europäischen Union (Verbraucherschutz, Gewährleistung, Rückgabe)?
  • Wird eine sichere Zahlungsmethode angeboten (PayPal, Kreditkarte, Klarna)?

Refurbished: Was bedeutet das überhaupt?

Das englische Wort „refurbished“ bedeutet auf Deutsch übersetzt „generalüberholt“.

Das heißt: Das Handy wurde schon einmal benutzt, aber von Fachleuten überprüft, gereinigt und repariert. Defekte Teile werden ausgetauscht, das Smartphone wird auf Werkseinstellungen zurückgesetzt und anschließend getestet. Danach wird es wieder verkauft – fast wie neu.

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Im Gegensatz zu gebrauchten Handys von Privatpersonen, die Du beispielsweise über Kleinanzeigen bekommst, kaufst Du bei seriösen Refurbished-Händlern ein kontrolliertes, geprüftes Smartphone mit Garantie.

Warum sich refurbished lohnt

Ein neues Top-Smartphone kostet schnell über 1.000 Euro. Ein vergleichbares Refurbished-Modell bekommst Du oft 30 bis 50 Prozent günstiger. Die Geräte haben meist wenige und kaum sichtbare Gebrauchsspuren. So sparst Du Geld und schonst gleichzeitig die Umwelt, denn:

  • Es werden weniger Rohstoffe verbraucht.
  • Die CO2-Bilanz verbessert sich.
  • Alte Smartphones landen nicht im Elektroschrott.

So erkennst Du seriöse Anbieter für Refurbished-Handys

Hier entscheidet sich, ob sich Dein Kauf wirklich lohnt. Achte genau darauf, welchem Händler Du vertraust. Manche Anbieter sind seriös und liefern geprüfte Qualität, andere nutzen das Thema „refurbished“ nur als Werbetrick. Achte daher auf die folgenden Punkte, um Ärger und Enttäuschung zu vermeiden.

1. Garantie und Rückgaberecht

Ein seriöser Händler bietet mindestens 12 Monate Garantie und ein Rückgaberecht von 14 Tagen oder länger. So hast Du die Sicherheit, das Handy in Ruhe zu testen und bei Problemen zurückzugeben. Fehlen diese Angaben, solltest Du misstrauisch werden. Vor allem bei Angeboten auf Kleinanzeigenplattformen oder unbekannten Online-Shops, bei denen oft keinerlei Gewährleistung besteht.

2. Transparente Zustandsangaben

Begriffe wie „wie neu“, „sehr gut“ oder „gut“ klingen auf den ersten Blick eindeutig, können aber je nach Händler etwas anderes bedeuten. Achte deshalb darauf, dass die Zustandsbeschreibung klar erklärt wird. Seriöse Anbieter nennen immer konkrete Details zum Smartphone.

Übliche Beispiele sind Formulierungen wie „leichte Kratzer am Rahmen“, „Akku mit über 85 Prozent Kapazität“ oder auch „Display ohne Beschädigungen“. So kannst Du Dir besser vorstellen, in welchem Zustand das Smartphone tatsächlich ist und ob der Preis wirklich gerechtfertigt ist.

3. Klare Angaben zu Ersatzteilen

Frage immer nach, ob Originalteile verbaut wurden oder ob der Händler Ersatzteile von Drittanbietern nutzt. Das ist wichtig, da billige Nachbauten zwar den Preis senken, aber oft Qualität und Lebensdauer beeinträchtigen.

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Besonders beim Display und beim Akku kann das spürbare Folgen haben: Fremdteile zeigen manchmal falsche Farben, sind weniger hell oder entladen sich deutlich schneller. Auch die Passgenauigkeit und die Reaktionsgeschwindigkeit des Touchscreens können darunter leiden.

4. Bewertungen und Ruf

Lies Dir immer die Kundenbewertungen genau durch. Am besten nicht nur auf der Webseite des Händlers, sondern auch auf unabhängigen Plattformen wie Trustpilot oder in Google-Bewertungen.

Achte besonders auf wiederkehrende Kritikpunkte wie Probleme mit der Garantie, mangelnde Akkuqualität oder schwierige Rückgaben. Solche Erfahrungen anderer Käufer:innen sind ein wichtiger Hinweis darauf, ob der Händler zuverlässig ist oder ob Du besser die Finger davon lässt.

Darauf solltest Du vor dem Kauf eines Refurbished-Smartphone achten

Ist das Handy echt und im angegebenen Zustand?

Bevor Du ein Refurbished-Smartphone kaufst, lohnt sich ein genauer Blick auf die Produktbilder und die Artikelbeschreibung. Achte darauf, ob auf den Bildern das echte Smartphone zu sehen ist oder nur ein allgemeines Produktfoto des Modells. Nur echte Fotos des angebotenen Geräts zeigen beschriebene Kratzer, Gebrauchsspuren oder kleine Macken aus der Artikelbeschreibung.

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Wenn Du unsicher bist, kannst Du die Bilder per Google Bilder-Rückwärtssuche prüfen. Tauchen sie auf mehreren Webseiten oder Kleinanzeigen auf, stammt das Foto möglicherweise nicht vom Händler selbst – dann ist Vorsicht geboten. Wer die Fotos ursprünglich erstellt hat, lässt sich in diesem Fall meist nicht oder nur mit viel Aufwand nachvollziehen.

Überprüfe die angegebene IMEI-Nummer

Ein Hinweis auf eine sichtbare Seriennummer (IMEI) ist ebenfalls wichtig: Sie bestätigt, dass das Smartphone echt ist und nicht manipuliert oder gestohlen wurde. Spätestens bei Erhalt des Handys solltest Du prüfen, ob die IMEI-Nummer auf dem Gerät mit der auf der Verpackung übereinstimmt.

Weichen die Zahlen voneinander ab, kann das auf eine Manipulation oder einen Teiletausch hinweisen. Dann solltest Du den Händler kontaktieren oder den Kauf reklamieren. Du kannst die IMEI außerdem online prüfen, um sicherzugehen, dass das Gerät echt ist.

Bei iPhones geht das direkt auf der Apple-Webseite. Bei anderen Marken kannst Du Dienste wie "imei.info" oder "imeicheck.com" nutzen, um Modell, Herstellungsland und weitere Gerätedetails zu überprüfen.

Wie ist der Akkuzustand?

Der Akku gehört zu den Teilen, die sich mit der Zeit am stärksten abnutzen. Seine Kapazität zeigt an, wie viel Energie er noch speichern kann. Ein neuer Akku hat also immer die volle Kapazität, während sie bei einem älteren oder Refurbished-Handy schon etwas geringer ist. Das ist normal, weil Akkus mit jedem Ladezyklus etwas an Leistung verlieren.

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Viele Händler geben diesen Wert als Prozentangabe an, beispielsweise mit Formulierungen wie „Akkukapazität mindestens 80 Prozent“. Das bedeutet, der Akku kann noch 80 Prozent der Energie speichern, die er im Neuzustand hatte. Liegt der Wert darunter, entlädt sich das Handy schneller und muss häufiger geladen werden.

Fehlt eine solche Prozentangabe, steht manchmal nur eine Zahl in Milliamperestunden (mAh) in der Beschreibung. Diesen Wert kannst Du mit den ursprünglichen Herstellerangaben vergleichen, um zu sehen, wie stark der Akku schon nachgelassen hat.

Ein neuer Akku ist zwar kein Muss, kann aber besonders bei älteren Geräten sinnvoll sein. Alte Akkus entladen sich oft schneller oder zeigen falsche Ladestände an. Wurde der Akku vom Händler bereits durch einen neuen ersetzt, steigert das zusätzlich die Langlebigkeit und Zukunftssicherheit des Handys.

Erhält das System noch Updates?

Gerade bei Android-Smartphones ist die Versorgung mit Sicherheitsupdates ein wichtiger Punkt. Diese Updates schließen regelmäßig Sicherheitslücken und sorgen dafür, dass Dein Handy vor Viren, Schadsoftware und Datenklau geschützt bleibt. Manche Android-Modelle erhalten jedoch nach zwei bis drei Jahren keine Updates mehr. Dadurch steigt das Risiko, dass das Smartphone unsicher wird oder Apps nicht mehr richtig funktionieren.

Prüfe daher immer, ob der Hersteller noch Software- und Sicherheitsupdates anbietet – diese Information findest Du meist auf der Webseite des Herstellers oder in Testberichten.

Gibt es eine Sperre durch Netz- oder SIM-Lock?

Achte darauf, dass das Smartphone entsperrt ist und mit jeder SIM-Karte genutzt werden kann. Manche Handys besitzen einen sogenannten SIM-Lock oder Net-Lock. Das bedeutet, sie funktionieren nur mit einer bestimmten SIM-Karte oder einem bestimmten Mobilfunkanbieter.

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Diese Sperre stammt meist von alten Vertragsgeräten, die subventioniert verkauft wurden. Wenn Du ein solches Handy kaufst, kannst Du es nicht frei mit Deiner eigenen Karte verwenden, bis die Sperre entfernt wird. Um Ärger zu vermeiden, prüfe in der Artikelbeschreibung oder beim Händler, ob das Gerät ohne SIM-Lock ist.

Was ist im Lieferumfang enthalten?

Bei einem Refurbished-Handy ist oft kein originales Ladegerät oder Kopfhörer dabei. Das liegt daran, dass Händler die Geräte meist in großen Mengen ohne Zubehör einkaufen. Es wäre viel zu teuer und aufwendig, für jedes Modell das passende Originalzubehör nachzukaufen.

Stattdessen legen viele Anbieter neutrales Zubehör bei, das technisch funktioniert, aber nicht vom Originalhersteller stammt. Achte deshalb darauf, dass zumindest ein passendes Ladekabel enthalten ist – so kannst Du das Smartphone direkt nutzen. Wenn Dir Originalzubehör wichtig ist, prüfe das vor dem Kauf in der Artikelbeschreibung oder frage beim Händler nach.

Wie realistisch ist der Preis?

Frag Dich immer, wie realistisch der Preis ist. Wenn ein Angebot deutlich günstiger als bei anderen Händlern ist und zu schön klingt, um wahr zu sein, ist das ein deutliches Warnsignal. Viele Billig-Plattformen aus dem Ausland locken mit extrem niedrigen Preisen, liefern aber oft defekte, gestohlene oder gefälschte Smartphones.

Prüfe deshalb immer das Impressum, die Rücksendeadresse und den Firmensitz des Händlers. Achte außerdem darauf, ob es eine richtige Telefonnummer und einen Kundendienst gibt, der erreichbar wirkt – nicht nur ein anonymes Kontaktformular.

Mit Android-Handy bezahlen: Diese Möglichkeiten hast Du

Schau Dir auch an, welche Zahlungsmethoden angeboten werden. Seriöse Anbieter haben in der Regel sichere Bezahloptionen wie PayPal, Kreditkarte oder Klarna. Fehlen diese Angaben oder liegt der Sitz außerhalb der Europäischen Union, ist Vorsicht geboten.

Du möchtest lieber ein günstiges Neugerät statt eines Refurbished-Smartphones? Es gibt auch brandneue Smartphones mit Top-Leistung zum kleinen Preis. Im folgenden Überblick zeigen wir Dir die besten Smartphones bis 400 Euro, die in puncto Kamera, Akku und Performance überzeugen:

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