Ortsunabhängig arbeiten: So sind Digitale Nomaden richtig ausgestattet

Digitales Business

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Datum 16.04.2015
Lesezeit 3 Min.

Ortsunabhängig arbeiten: So sind Digitale Nomaden richtig ausgestattet

Viele träumen davon, bei der Arbeit nicht abhängig zu sein von einem bestimmten Ort und vielleicht sogar etwas von der Welt zu sehen, ohne dafür Urlaub nehmen zu müssen. Dank des Internets und zahlreicher Tools und Apps kann man sich als Freelancer den Traum vom Nomadenleben heute erfüllen. Allerdings sollten mobile Arbeiter dazu gut ausgerüstet sein.

Ganz klar: Die Arbeitswelt hat sich insbesondere mit dem Internet und der Digitalisierung in den letzten Jahren stärker verändert als im gesamten Jahrhundert davor. Was früher noch undenkbar war, außer vielleicht für den Zimmermann auf der Walz, ist ortsunabhängiges Arbeiten. Das fängt bei Unternehmen an, die ihren Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, im Home Office zu arbeiten, und geht bis zu den Digitalen Nomaden, die ihr mobiles Büro auch schon mal unter Palmen haben können. Zumeist sind die Digitalen Nomaden Freelancer aus Bereichen wie dem Online-Marketing, E-Commerce oder der Webentwicklung. Aber auch Grafikdesigner, Autoren und Fotografen sind als mobile Arbeiter in der Weltgeschichte unterwegs.

 

Grundvoraussetzung ist funktionierendes Netz

Dank des Internets kann der Arbeitsplatz eines mobilen Arbeiters überall da sein, wo es WiFi gibt. Also im Hotel, in Cafés, öffentlichen Bibliotheken oder Coworking Spaces. Oder aber sie nutzen das mobile Internet. Darum sind logischerweise Länder mit einer gut ausgebauten technischen Infrastruktur und somit der Verfügbarkeit eines guten Mobilfunknetzes die bevorzugten Reiseziele Digitaler Nomaden. Aber es muss nicht gleich Südostasien sein. Immer mehr Lehrer zum Beispiel nutzen das mobile Büro, um ihren Unterricht dort vorzubereiten, wo sie sich gerade am wohlsten fühlen.

 

Welches Equipment ist sinnvoll?

Von unterwegs zu arbeiten heißt auch, nicht immer alles und jeden Kram mit sich herumzuschleppen. Ein bisschen sollte man schon einen Hang zum Minimalismus haben, denn – wie bei so vielem – gilt gerade beim Reisen: weniger ist mehr. Aber es gibt eine Vielzahl praktischer Tools, die dem ortsunabhängigen Freelancer bei seiner täglichen Arbeit hilfreich sind.

Dass man für eine ortsunabhängige Tätigkeit ein Notebook benötigt, muss eigentlich nicht erwähnt werden. Beliebt ist hier das Macbook Air, da es trotz seiner geringen Abmessungen leistungsfähig ist. Natürlich kommt man auch nicht ohne E-Mails aus und ebenfalls zu den Basics gehören anständige Büroanwendungen wie Microsoft Office 365 oder iWork, das Office-Äquivalent von Apple. Um Projekte in Online-Meetings zu besprechen oder gemeinsam an Dingen zu arbeiten, verwenden viele Freelancer TeamViewer. Mit der Software ist auch ein Fernzugriff auf andere Rechner möglich.

 

Um die eigene Arbeit korrekt abrechnen zu können, ist die Arbeitszeiterfassung wichtig. Auch hierzu können Freiberufler diverse Apps wie mite oder Harvest verwenden. Damit es auch mit dem Projektmanagement klappt, empfehlen sich To-Do-Apps. Mit Wunderlist oder Trello behält man die Aufgaben und Deadlines stets im Auge. Für das Erstellen und Teilen von Dokumenten oder Präsentationen verwenden viele das cloud-basierte Google Drive. So sind Dateien immer auf dem aktuellen Stand – egal von welchem Ort und welchem Rechner man darauf zugreift. Darüber hinaus empfiehlt es sich, Daten in der Cloud zu speichern, zum Beispiel über Dropbox. Einzelne Dateien können so auch per Link mit anderen geteilt werden. Das erspart das Versenden größerer Datenmengen via E-Mail. Insbesondere bei sensiblen Daten sollte man aber darauf achten, sie verschlüsselt hochzuladen. Wenn man einem Auftraggeber doch einmal beim Gespräch gegenüber sitzen möchte, eignet sich Skype für Videoanrufe über das Internet. Auch Gruppen-Videoanrufe und das Austauschen von Daten sind per Skype möglich.

 

Happy blonde sitting on hammock using laptop at the beach

Und wie wird man jetzt Digitaler Nomade?

Diese kleine Auswahl an nützlichen Tools ist natürlich nur ein Teil von dem, worüber man sich Gedanken machen sollte, wenn man vorhat als mobiler Arbeiter um die Welt zu ziehen. Zunächst sollte man schauen, ob die eigene Geschäftsidee mit dem Reisen vereinbar ist oder ob man nicht doch zumindest hin und wieder vor Ort sein muss.

Wen die Reiselust jetzt gepackt hat, der kann sich auf einer Reihe von Blogs schlau machen und nachlesen, wie andere ihr Business betreiben. Eine davon ist zum Beispiel Conni Biesalski, die nicht nur den Blog Planet Backpack betreibt, sondern auch ein Buch über die Kunst überall zu leben und zu arbeiten geschrieben hat. Anfang Mai wird Conni übrigens auch eine Keynote auf der DNX, der Digitalen Nomaden Konferenz, halten und über ihre Erfahrungen, Tipps und Tools sprechen.

Bilder: iStockphoto

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