Digital Experience-Plattformen: Details & Tipps für mehr Erfolg

Digitales Business

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Datum 01.06.2018
Lesezeit 4 Min.

Digital Experience-Plattformen: Details & Tipps für mehr Erfolg

Auftraggeber werden immer anspruchsvoller. Deshalb ist häufig eine immer kundenzentriertere Herangehensweise vonnöten, um diese von einem Konzept zu überzeugen. Um ein entsprechendes System mit größtmöglichem Erfolg zu verkaufen, gibt es so genannte Digital Experience-Platformen, kurz DXP.

Für einen Kunden ist längst nicht mehr nur das Produkt als solches interessant, sondern viel mehr der wirklich auf ihn zugeschnittene Inhalt. Das kann beispielsweise eine Website sein, die auf allen Kanälen optimal an die Bedürfnisse angepasst ist und eine Vielzahl personalisierter Inhalte bereitstellt. Digital Experience-Plattformen (DXP) helfen bei der Umsetzung eben dieser Inhalte. Kurz gefasst sind es CMS-, Portal- und E-Commerce-Produkte, die unter einem geänderten Namen samt einer geänderten Aufmachung vermarktet werden. Wie sie genau funktionieren und für wen sie geeignet sind, erklären wir Ihnen im Folgenden.

Was kann eine DXP leisten?

Eine DXP ist eine Enterprise-Software, die Ihnen bei der Umsetzung Ihrer digitalen Ziele hilft. Alternativ kann sie auch als Weiterentwicklung von herkömmlichen Content-Management-Systemen, Portalen oder E-Commerce-Servern betrachtet werden. Die DXP ist so aufgebaut, dass sie über Jahre hinweg gesammelte Daten zusammenführt und diese nach und integriert. Die Vorteile für Sie als Anwender liegen dabei auf der Hand.

  • Sie vereint Content, Commerce und Community in einer Lösung.
  • Es existieren spezifische Personalisierungs- und Automatisierungswerkzeuge, mit deren Hilfe Sie Ihre Inhalte zielgruppengerecht aufbereiten können.
  • Sie können mehrere Kanäle und digitale Touchpoints integrieren.
  • Intelligente Verknüpfung von Inhalten und damit verbundene individuell ausgerichtete Customer Experience.

Der Kunde im Zentrum

Heutzutage ist es in der Geschäftswelt von größter Wichtigkeit, dass Unternehmen im Detail auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden eingehen, und keine allgemeingültigen Aussagen ohne Interessensbezug treffen. Der geforderte Content muss auf das Interesse Ihres Kunden abgestimmt und darüber hinaus jederzeit für ihn zugänglich sein. Über klassische Softwares und Content-Management-Systeme ist die Darstellung dieser Inhalte in der Regel nur eingeschränkt möglich. Sie werden zwar für ihre Offenheit und Stabilität geschätzt, bieten aber nur selten besondere Elemente und mit ihnen ist es nur schwer möglich, dem Ganzen eine persönliche Note zu verleihen.

Welchen Herausforderungen muss sich eine Digital Experience-Plattform also stellen?

Um Ihren Kunden zufriedenzustellen, müssen Sie dafür sorgen, dass er jederzeit und von überall Zugriff auf die für ihn relevanten Informationen hat. Verschaffen Sie ihm einzigartige Erlebnisse, die in dieser Form nur Sie bieten können – Personalisierung lautet dabei das Zauberwort. Folgende Faktoren beinhaltet eine maximale Kundenorientierung:

  • Kommunikation über alle digitalen Kanäle (Web, Social Media).
  • Kunden erwarten außergewöhnliche Ergebnisse, vergleichbar mit Global Playern wie Google und Apple.
  • Durch mobile Endgeräte stehen die Kunden jederzeit mit Ihnen in Kontakt.
  • Kunden erwarten eine permanente Dateneinsicht.
Video: YouTube / Osudio

Welche DXP ist die Richtige?

Um den gesamten Markt und insbesondere den Kunden bestmöglich zu verstehen, muss klar sein, dass eine DXP auf einem CMS, einem Portal- oder einem Commerce-Server fußen kann und somit jede eine besondere Ausrichtung hat. Welche dabei die Richtige ist, hängt von Ihren Intentionen ab.

Auf CMS basierenden DXPs haben die Bedürfnisse von Marketingabteilungen und kreativen Content-Agenturen im Fokus. Das kann den Handel, Mode, Werbung und Medien umfassen. Ein beispielhafter Anbieter ist neben dem Adobe Experience Manager noch die Sitecore Experience Platform. Das System sammelt Kundendaten und nutzt diese zur verbesserten Zielgruppendefinition. Darüber hinaus soll es bei der Akquise potenzieller Neukunden helfen. Besonders geeignet sind sie für B2C-Szenarien mit kurzen Umsatzzyklen.

Portal-basierte DXPs können Sie besonders gut für die Pflege langfristiger Kundenbeziehungen im Bereich B2B und B2C nutzen. Dort sind die Daten oft sehr spezifisch und werden sicher verwaltet. Ein Anbieter wäre die Backbase Customer Experience Platform. Die Besonderheit der DXP ist hierbei, dass sie Ihrem Unternehmen hilft, eine Kundenbindung aufzubauen, die später zu Neukäufen führt. Zu den Anwendungsbranchen zählen Versicherungen, Handel, Banken und Produktionsunternehmen.

Sind Sie im Bereich Onlineshopping tätig, ist eine E-Commerce-basierte DXP empfehlenswert. Sie bekommen eine produktbezogene Content-Bereitstellung auf einer attraktiven Web-Oberfläche. Oftmals beinhaltet die DXP auch Funktionen rund um das Warenbestands-Management, den Warenkorb und die Zahlungsintegration. Besonders in den Bereichen Handel, Mode, Gastgewerbe und Telekommunikation ist eine E-Commerce-basierte DXP ratsam. Als Anbieter fungieren beispielsweise Demandware oder Broadleaf Commerce.

Bei der Entscheidung, welche DXP für Ihr Unternehmen die beste ist, müssen Sie für Sich entscheiden, was bei Ihnen im Fokus steht. Wollen Sie sich auf Marketing oder Markenbekanntheit konzentrieren? In welche Richtung wollen Sie die Customer Experience steigern? Ein persönliches Gespräch ist hier in der Regel am hilfreichsten.

Video: YouTube / Riverbed

Zusammenfassung

  • Unter Digital Experience-Platform (DXP) versteht man eine auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnittene Software.
  • DXPs führen gesammelte Daten zusammen.
  • Die jeweilige Software macht eine zielgruppengerechte Aufbereitung der Inhalte möglich.
  • DXPs können CMS-, Portal- oder E-Commerce-basiert sein.

Für welche Art von Business würden Sie eine Digital Experience-Platform nutzen? Berichten Sie uns gern in den Kommentaren davon.

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