So schützen Sie sich vor gängigen Corona-Betrugsmaschen

Digitales Business

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Datum 02.08.2020
Lesezeit 4 Min.

So schützen Sie sich vor gängigen Corona-Betrugsmaschen

Online-Betrüger beziehungsweise Cyber-Kriminelle suchen immer wieder nach Möglichkeiten, um Unternehmen lahmzulegen und nach Schwachstellen oder Unsicherheiten, die sie für die persönliche Bereicherung ausnutzen können. Die COVID-19-Pandemie ist dabei keine Ausnahme. Langfristige Störungen der normalen Geschäftsabläufe und Ausfälle wichtiger Systeme, aber auch erhebliche finanzielle Schäden können die Folge sein.

Zum Glück ist es möglich, sich vor den drei häufigsten Online-Betrügereien zu schützen, die im Rahmen von COVID-19 vermehrt auftauchen. Wie das geht, erfahren Sie hier:

 

Corona-Masche #1: Fake-Websites

Sogenannte Fake-Websites, also betrügerische und für den Datenmissbrauch angelegte Websites, sind oft schwer zu erkennen. Diese werden immer raffinierter gestaltet, um den Eindruck zu erwecken, es handle sich behördliche Angebote oder Seiten des Gesundheitsamts. Diese Websites sehen den Original-Websites zum Verwechseln ähnlich, sodass persönliche oder unternehmerische Daten wie beispielsweise die Bankverbindung guten Gewissens eingegeben werden.


Dennoch gibt es bei fast allen Websites Anzeichen, an denen man den Betrug entlarven kann. Achten Sie beispielsweise auf Folgendes:

  • Überprüfen Sie den Domänennamen nochmals: Betrügerische Websites verwenden einen Domänennamen, der sich auf bekannte Regierungsbehörden, Marken oder Produktnamen bezieht, sich jedoch in wesentlichen Punkten von der „kopierten”, offiziellen Website unterscheidet. Überprüfen Sie also die Schreibweise der Internetadresse beim kleinsten Verdacht zunächst sehr genau. Betrüger nutzen oftmals Änderungen in der Schreibweise, nutzen Bindestriche statt Punkten, sowie ähnlich aussehende Buchstaben oder Ziffern. Sie ersetzen beispielsweise den Buchstaben „O“ durch die Ziffer „0“, oder fügen einen Bindestrich ein, wo eigentlich ein Punkt hingehört.
  • Das Vorhängeschloss-Symbol ist Pflicht: Ein kleines, stilisiertes Vorhängeschloss neben der URL der Website weist darauf hin, dass die Seite eine integrierte Verschlüsselung bietet. Auf solchen Websites können ohne erheblichen Aufwand keine Daten oder Zahlungsinformationen abgefangen werden. Die meisten seriösen Websites nutzen diese Funktion und liefern ihre Daten über eine verschlüsselte Verbindung aus (Sie erkennen das normalerweise auch am Zusatz „https” vor dem Domainnamen). Wenn das Schloss nicht vorhanden ist und die Domain mit http:// beginnt (ohne „s”), sollten Sie vorsichtig sein.
  • Rufen Sie die Website direkt auf: Falls Sie unsicher sind, geben Sie den Namen des Unternehmens in korrekter Schreibweise in eine Suchmaschine ein und besuchen Sie die Seite direkt über den (meist ersten) Link, der hier angezeigt wird. Überprüfen Sie anschließend dennoch die oben genannten Punkte nochmals.

 

Corona-Masche #2: Betrügerische Anrufe

Da seit Anfang 2020 deutlich mehr Menschen im Homeoffice arbeiten, ist das Telefon ein wichtiges Kommunikationsmittel geworden, um mit Mitarbeitern, Partnern und Kunden in Kontakt zu bleiben. Daher ist es nicht verwunderlich, dass auch Betrüger Anrufe für ihre Zwecke nutzen.


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Sie geben sich meist als Behördenmitarbeiter, Unternehmensberater der Regierung, Mitarbeiter Ihrer Bank oder sogar als Angestellte des örtlichen Krankenhauses aus. Bei solchen Anrufen werden Sie ziemlich schnell darum gebeten, Geld zu überweisen oder vertrauliche Geschäftsdaten mitzuteilen. Meist erkennen Sie die Betrüger an ihrer aufdringlichen Vorgehensweise oder mangelnder Professionalität. Dennoch handeln sie oftmals raffiniert und sind dadurch schwierig zu erkennen.

Wenn Sie einen verdächtigen Anruf erhalten, gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Legen Sie auf und rufen Sie den Anrufer zurück: Auf diese Art lassen Sie eine gewisse Vorsicht im Umgang mit Anrufen aller Art von Unternehmen oder Organisationen walten, die Sie um persönliche Daten bitten. Wenn Sie beispielsweise einen verdächtigen Anruf Ihrer Bank erhalten, legen Sie auf und rufen Sie Ihre Bank über die Telefonnummer des Kundenservice an, die auf der Website veröffentlicht ist. Fragen Sie dort zunächst nach, ob man tatsächlich versucht hat, Sie zu erreichen.
  • Entfernen Sie Organisationen aus Ihrem Adressbuch: Betrüger können Ihnen ganz einfach unter Missbrauch vertrauenswürdiger Servicerufnummern Nachrichten zusenden oder Sie anrufen, um vertrauliche Daten über Sie oder Ihr Unternehmen zu erhalten. Um dies zu vermeiden, sollten Sie keine Telefonnummern von Serviceanbietern in Ihrem Adressbuch speichern. Dadurch gehen Sie nicht automatisch davon aus, dass es sich wirklich um eine legitime Kontaktaufnahme handelt, sondern reagieren naturgemäß skeptischer.
  • Bleiben Sie im gesunden Maße misstrauisch: Begegnen Sie unerwarteten Anrufen und E-Mails mit dringenden Anliegen ebenfalls mit äußerster Skepsis; besonders dann, wenn Sie um die Mitteilung persönlicher oder finanzieller Daten gebeten werden oder sofortige Zahlungen tätigen sollen.

 

Junger Mann im Homeoffice mit Laptop

Gerade im Homeoffice fehlt oft der direkte Austausch mit Kollegen. Bei verdächtigen E-Mails und Anrufen kann das ein Problem sein.

 

Corona-Masche #3: Falsche Textnachrichten und E-Mails

Betrügerische E-Mail- und SMS-Nachrichten mit offiziellem Erscheinungsbild sind unter dem Namen „Phishing-Mails“ bekannt (bei SMS-Nachrichten ist auch von „Smishing“ die Rede). Sie stammen beispielsweise von angeblichen Behörden, die Ihnen finanzielle Unterstützung anbieten oder Geldstrafen eintreiben wollen, weil Sie angeblich aktuell geltende Verordnungen nicht eingehalten haben. Die Nachrichten enthalten üblicherweise Links, über die persönliche und finanzielle Daten gestohlen werden sollen.

Was machen Sie also, wenn Sie vermuten, dass es sich bei einer Nachricht/E-Mail um einen Betrugsversuch handelt?

  • Nichts: Sie unternehmen tatsächlich erst einmal gar nichts. Phishing-Nachrichten werden vor allem mit dem Ziel entwickelt, Sie in Panik zu versetzen und dazu zu bringen, unüberlegt zu handeln. Es wird beispielsweise behauptet, dass Sie eine Geldstrafe bezahlen müssten, weil Sie gegen die aktuellen Pandemieverordnungen verstoßen haben, sind sich aber keines Vergehens bewusst.
  • Besuchen Sie den angegebenen Absender im Web und fragen Sie nach: Wie bereits oben erwähnt, ist der sicherste Weg, die Website der Absenderinstitution über eine zuverlässige Suchmaschine zu öffnen und dort gegebenenfalls nachzufragen.
  • Blockieren Sie den Absender: Blockieren Sie den Absender auf Ihrem Telefon, sodass Sie keine weiteren betrügerischen Texte erhalten können. Wenn es sich um einen Phishing-Angriff per E-Mail handelt, können Sie die Spam-Funktionen Ihres E-Mail-Anbieters nutzen, um den Betrugsversuch zu melden oder solche Nachrichten in Zukunft automatisch wegsortieren zu lassen.

 


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