Risikobewertung via App: Neue Optionen für Versicherer

Digitale Vorreiter

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Datum 07.05.2019
Lesezeit 4 Min.

Risikobewertung via App: Neue Optionen für Versicherer

Vernetzung bringt viele Vorteile, denn im sogenannten Internet der Dinge (IoT) kommunizieren Geräte, Fahrzeuge und Maschinen miteinander und geben Informationen über ihren jeweiligen Standort oder Zustand weiter. Doch auch außerhalb „echter” IoT-Anwendungen sorgt die digitale Vernetzung für spannende Möglichkeiten. Telematik-Apps von Vodafone Automotive ermöglichen Kfz-Versicherern die maßgeschneiderte Risikobewertung ihrer Kunden. Die Württembergische Versicherung setzt diese bereits ein, um insbesondere jungen Kunden günstigere Tarife bieten zu können. 

Eine günstige Versicherung für das erste Auto bleibt für junge Fahranfänger in der Regel ein unerfüllter Wunsch. Für die Einstufung in eine niedrige Schadenfreiheitsklasse müssen Versicherer das Risikoprofil der Kunden möglichst genau einschätzen können, was gerade bei jüngeren Fahrern schwer möglich ist. Wichtige Faktoren hierbei sind sowohl das Fahrverhalten als auch die Aufenthaltsorte. Beides kann von Hardware wie dem Vodafone Car & Van Tracker übermittelt werden – jedoch gibt es auch eine Alternativlösung über die Smartphone-App Vodafone Driving Academy, die ohne feste Installation im Fahrzeug auskommt. Diese wurde in ersten Tests bereits im Sommer 2017 von der Württembergischen Versicherung für die Fahranalyse und Risikobewertung eingesetzt und Ende 2018 mit weiteren Features ausgestattet und verbessert. Die innovative Lösung von Vodafone Automotive macht den Wunsch nach personalisierten Versicherungsangeboten möglich.

 

Telematik-App: Wegweisende Lösung für Kfz-Versicherer

Mit der Telematik-Lösung im Rahmen des Pkw-Tarifs haben Fahranfänger unter 30 Jahren bei der Württembergischen die Chance auf eine Sondereinstufung und eine besonders günstige Versicherungsprämie. Vodafone unterstützt das Traditionsunternehmen bei der automatisierten Fahrdaten-Erfassung und -Analyse. So kann der Kfz-Versicherer auf fest installierte Hardware in den Fahrzeugen verzichten. Moderne Smartphones sind mit einer Vielzahl integrierter Sensoren ausgestattet und verfügen über GPS, so dass sie alle Voraussetzungen für die intelligente Telematik-Lösung mitbringen.

Auf dem Android- oder iOS-Gerät erfasst die App Parameter zur Fahrweise und erkennt zum Beispiel, wenn der Nutzer während der Fahrt das Smartphone nutzt. Riskantes Fahrverhalten, extreme Beschleunigungen oder eben auch die verbotene Nutzung des Smartphones am Steuer können sich negativ auf die Tarifeinstufung auswirken – angepasstes Fahren und digitale Abstinenz während der Fahrt dagegen können belohnt werden.

Die Württembergische setzt bereits konsequent auf diese innovative Unterstützung – Franz Bergmüller vom Vorstand der Württembergischen Versicherung zeigt sich überzeugt von der Performance und Zuverlässigkeit der App: „Das Internet der Dinge und die zunehmende Vernetzung werden in Zukunft viele Chancen für Versicherungen bieten und großen Einfluss auf die Produktgestaltung und -Preise haben. Unser Ziel ist, in Zukunft noch tiefer in diese Thematik einzusteigen.“

 

Digitalisierung der Versicherungsbranche: Intelligente Fahrstil-Analyse dank Machine Learning

Start und Ende der Fahrt erkennt die Software völlig automatisch. Dank Machine Learning kann die App nach kurzer Zeit ebenso unterscheiden, ob der Anwender selbst am Steuer sitzt, mitfährt oder mit anderen Verkehrsmitteln wie Fahrrad, Bus oder Bahn unterwegs ist. Am Ziel werden die zwischengespeicherten Daten an einen zentralen Telematik-Server von Vodafone übertragen. Den Upload der geringen Datenmengen kann der Nutzer bei Bedarf auf WLAN-Netze beschränken. Auf der Telematik-Plattform werten selbstlernende Algorithmen die erfassten Parameter aus und ermitteln für das Fahrverhalten einen persönlichen Score von 0 bis 100. Die Verknüpfung des Scores und der Nutzerdaten erfolgt erst in den Systemen des Versicherungsanbieters. Sinkt der Score für längere Zeit unter 50, kann die Württembergische die Sondervereinbarung mit dem Kunden beenden.

 

Video: YouTube / Vodafone Deutschland

 

Mit Tipps und Gamification zu mehr Sicherheit auf den Straßen

Die Telematik-Lösung unterstützt den Versicherungskonzern nicht nur bei der Risikoeinstufung, sondern soll auch das Unfallrisiko verringern. Neben individuellen Bewertungen und Fahrtstatisten gibt die App Tipps, wie der Nutzer seinen Fahrstil verbessern kann. Zusätzlich motiviert die App mit einem Gamification-Ansatz zu einem umsichtigen, regelkonformen Fahrverhalten. Die erzielten Scores können in einem Ranking mit anderen anonymen Verkehrsteilnehmern verglichen werden, die unter einem selbst gewählten Pseudonym auftreten – ähnlich wie in Videospielen. Vorbildliche Leistungen werden mit virtuellen Medaillen ausgezeichnet. So fördert die Smartphone-App auf spielerische Art eine umsichtige Fahrweise. Mittel- bis langfristig hofft der Versicherer auch auf eine erhöhte Sicherheit im Straßenverkehr.

Zudem kann die App von Unternehmen eingesetzt werden, um die Nutzer eines Firmenfuhrparks zu defensiverem, rücksichtsvollerem Fahrverhalten zu animieren.

 

Versicherungen im digitalen Zeitalter

Bei der technischen Umsetzung der smarten Analyse-Lösung erwies sich Vodafone für die Württembergische als idealer Partner, um das Produkt-Portfolio um ein personalisiertes Angebot erweitern. Roberto Polli, Global Head of Telematics Services Sales bei Vodafone, fasst zusammen: „Mit unserer app-basierten Lösung für Versicherer ermöglichen wir einen einfachen und schnellen Einstieg in den Markt der Telematik-Tarife.“

Für den Einsatz bei privaten Versicherten ist die Vodafone Driving Academy ein unkompliziertes Modell für jeden Kfz-Versicherer. Im Zusammenhang mit Flottenmanagement und größeren Versicherungsobjekten empfehlen sich andere Produkte aus dem Bereich der Fahrzeug-Telematik, wie beispielsweise der Vodafone Assets & Products Tracker.

 

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