Hinter dem Begriff „Cloud“ (englisch für „Wolke“) steckt eine einfache Idee: Sie nutzen IT-Leistungen über das Internet, statt sie auf eigenen Geräten vorzuhalten. Sie mieten Speicherplatz, Rechenleistung oder fertige Software bei einem Anbieter und greifen über das Internet darauf zu. Sie zahlen dabei meist nach tatsächlicher Nutzung. Der eigentliche Fachbegriff dafür lautet Cloud Computing. Die Bezeichnung stammt aus der Netzwerktechnik: In Schaubildern stellen Fachleute das Internet und fremde Netze seit Jahrzehnten als Wolke dar. Die Wolke markiert dort einen Bereich, dessen Innenleben für die Planung keine Rolle spielt – eine Art Blackbox. Dasselbe Prinzip steckt hinter einer Cloud: Sie nutzen eine Leistung, ohne sich um die Technik dahinter kümmern zu müssen.
Ein Beispiel aus dem Alltag ist die Cloud auf dem Smartphone. Wenn Ihr Handy Fotos und Kontakte automatisch bei iCloud oder Google Cloud sichert, liegen diese Daten nicht nur auf dem Gerät, sondern zusätzlich auf den Servern des Anbieters. Geht das Handy verloren, bleiben die Daten erhalten und lassen sich auf einem neuen Gerät wiederherstellen.
Cloud oder eigenes Rechenzentrum?
Für Unternehmen sind vor allem die Unterschiede der Cloud im Vergleich zur klassisch selbst betriebenen IT wichtig. Betreiben Sie Ihre IT On-Premises, laufen Ihre Anwendungen auf eigenen Servern auf Ihrem Firmengelände oder in gemieteten Räumen. Dann kaufen, warten und sichern Sie die gesamte Hardware selbst. Das bedeutet hohe Anfangsinvestitionen und dauerhaften Personalaufwand, gibt Ihnen aber die volle physische Kontrolle.
Mieten Sie dagegen Cloud-Dienste bei einem Anbieter, übernimmt dieser den Betrieb der Hardware. Sie buchen nur die Leistung, die Sie brauchen, und passen sie jederzeit an. So sparen Sie die Anschaffung eigener Server und reagieren schneller auf Veränderungen.