Eine VPC besteht aus mehreren Bausteinen, die gemeinsam ein virtuelles Netzwerk formen. Diese Bausteine orientieren sich an Konzepten aus klassischen Hardwarenetzwerken, laufen aber vollständig softwarebasiert.
Subnetze
Subnetze teilen den IP-Adressraum Ihrer VPC in kleinere Segmente. Sie können Subnetze für verschiedene Aufgaben definieren, zum Beispiel für Webserver, Datenbanken oder interne Dienste. Öffentliche Subnetze ermöglichen Zugriff aus dem Internet; private Subnetze schützen interne Systeme vor direktem Zugriff.
Sie können Subnetze auch nach Verfügbarkeit oder Standort strukturieren. So verteilen Sie Systeme über mehrere Zonen und erhöhen die Ausfallsicherheit.
VLAN
Ein sogenanntes Virtuelles Local Area Network (VLAN) trennt Netzwerke innerhalb derselben Infrastruktur auf. In einer VPC erfüllen Subnetze und Sicherheitsgruppen ähnliche Aufgaben wie VLANs in einem physischen Netzwerk: Sie isolieren Bereiche voneinander und reduzieren das Risiko, dass ein Angriff auf ein System andere Systeme erreicht.
VPN
Ein Virtual Private Network (VPN) verbindet Ihre VPC mit Ihrem Unternehmensnetz oder mit anderen Cloud-Umgebungen. Sie können eine verschlüsselte Verbindung über das Internet aufbauen oder eine dedizierte Leitung nutzen. So greifen Ihre Mitarbeitenden und Systeme ebenso sicher auf Cloud-Ressourcen zu, als befänden sie sich im eigenen Rechenzentrum. Routing
Routing steuert den Datenverkehr innerhalb der VPC und nach außen. Routing-Tabellen definieren, welche Pakete wohin gehen. Sie können Internet-Gateways, NAT-Gateways oder virtuelle Appliances einsetzen. Damit kontrollieren Sie, welche Systeme mit dem Internet und welche Systeme nur intern kommunizieren. Nachdem Sie die technische Funktionsweise einer VPC kennen gelernt haben, stellt sich die Frage: Welche Vorteile bietet eine VPC speziell für Unternehmen? Diese klären wir im folgenden Abschnitt.