Immer wieder gelingt es Cyberkriminellen, ihre Opfer auf von ihnen gefälschte Internet-Seiten zu locken. Dort sollen die Betroffenen persönliche Daten eingeben. Darunter fallen etwa Bankdaten, Informationen zu Kreditkarten, Passwörter, Telefonnummern und Privatadressen.
Es gibt jedoch einige Punkte, an denen Sie häufig erkennen können, ob Angreifende Sie mit einer gefälschten Webseite aufs sprichwörtliche Glatteis führen wollen. Zwar muss nicht jeder Hinweis ein Zeichen für eine gefälschte Internet-Seite sein, aber es lohnt sich, aufmerksam zu bleiben. Folgende Punkte können Anzeichen sein, dass Angreifende Sie auf eine falsche Internet-Seite gelockt haben:
Fehler in der URL
Die Adressen kompromittierter bzw. gefälschter Webseiten enthalten häufig veränderte Schreibweisen des Originalnamens. Oft sind sie gut getarnt und erst auf den zweiten Blick sichtbar. Ein Beispiel wäre „paypall.com“ statt „paypal.com“. Häufig ersetzen die Kriminellen auch Buchstaben durch Zahlen, etwa „Amaz0n“ statt „Amazon“.
Qualität der Inhalte mangelhaft
Die Original-Webseite ist in den meisten Fällen frei von Grammatik-, Interpunktions- und Rechtschreibfehlern. Viele gefälschte Websites enthalten jedoch Fehler, Bilder in schlechter Auflösung oder in merkwürdiger Anordnung. Teilweise fehlen auf Phishing-Seiten das Impressum und andere Kontaktmöglichkeiten zu den Betreibern.
Abfrage persönlicher Daten
Manchmal erscheint nach dem Anklicken eines Links anstatt einer Webseite schlicht ein Pop-up-Fenster mit einer Aufforderung. Hier sollen Sie sofort Ihre persönlichen Daten wie Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Kennwort, Wohnanschrift, Bankverbindung, Ausweisnummer und so weiter eingeben.
Vermeintliche Sicherheit
Fragt Sie eine potenziell verdächtige Webseite nach einem Passwort, geben Sie einfach ein falsches ein. Gewährt Ihnen die Webseite trotzdem Zutritt (bzw. bestätigt Ihr Log-in), handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine gefälschte Internet-Seite.
Zahlungsmethoden
Wenn eine vorgeblich kommerzielle Webseite nur direkte Überweisungen als Zahlungsmethode akzeptiert, aber nicht Kreditkarten, Debitkarten oder etwa PayPal, sollten Sie vorsichtig sein. Dies bedeutet, dass keine Bank für diese Seite eine Kreditkartenzahlung oder Vergleichbares eingerichtet hat.
Doch selbst bei größter Aufmerksamkeit lassen sich professionell gestaltete Phishing-Webseiten nicht immer eindeutig erkennen. Deshalb sollte neben der Sensibilisierung Ihrer Mitarbeitenden auch der technische Schutz von Firmengeräten Teil Ihrer Sicherheitsstrategie sein.