Malware gelangt heute auf sehr unterschiedlichen Wegen in Unternehmensnetzwerke. Neben klassischen Phishing-E-Mails nutzen Cyberkriminelle zunehmend auch kompromittierte Software, mobile Endgeräte oder externe Datenträger, um Schadprogramme einzuschleusen. Besonders problematisch: Viele Angriffe erfolgen inzwischen über vermeintlich vertrauenswürdige Systeme oder alltägliche Arbeitsabläufe. E-Mail und Phishing
E-Mails zählen weiterhin zu den häufigsten Verbreitungswegen für Malware. Angreifende versuchen dabei beispielsweise, Mitarbeitende über gefälschte Rechnungen, Bewerbungen oder angebliche Sicherheitswarnungen zum Öffnen schädlicher Anhänge oder Links zu bewegen.
Moderne Phishing-Angriffe wirken dabei oft täuschend echt. KI-gestützte Systeme ermöglichen inzwischen besonders glaubwürdige Nachrichten, die sich gezielt an Unternehmen, Abteilungen oder einzelne Personen anpassen lassen. Supply-Chain-Angriffe über Software und Dienstleister
Zunehmend verbreitet sich Malware auch über kompromittierte Software, externe Dienstleister oder manipulierte Updates. Fachleute sprechen dabei von sogenannten Supply-Chain-Angriffen.
Dabei greifen Cyberkriminelle nicht direkt das eigentliche Zielunternehmen an, sondern nutzen Schwachstellen bei Software-Anbietern, IT-Dienstleistern oder Drittanwendungen. Gelangt Schadsoftware auf diesem Weg in vertrauenswürdige Systeme, bleiben Angriffe häufig lange unentdeckt.
Gerade Unternehmen mit komplexen IT-Landschaften, Cloud-Diensten und vielen externen Schnittstellen sind davon betroffen.
USB-Sticks und externe Geräte
Auch externe Datenträger wie USB-Sticks können Malware verbreiten. Bereits das Anschließen eines infizierten Geräts kann ausreichen, um Schadsoftware auf ein System zu übertragen oder automatisierte Prozesse auszulösen.
Besonders riskant sind unbekannte oder privat genutzte Speichermedien sowie Geräte, die außerhalb der unternehmenseigenen Sicherheitsrichtlinien verwendet werden.
QR-Codes und mobile Geräte
Mit der zunehmenden mobilen Nutzung vieler Services und Dienste steigt auch die Gefahr durch manipulierte QR-Codes. Cyberkriminelle platzieren beispielsweise gefälschte QR-Codes auf Webseiten, in E-Mails oder sogar im öffentlichen Raum, um Nutzer:innen auf schädliche Webseiten oder gefälschte Log-in-Seiten umzuleiten.