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Cloud-Management einfach erklärt

Cloud-Management ist ein essenzieller Bestandteil der Cloud-Strategie von Unternehmen. Seitdem mehr als 80 Prozent der Unternehmen ihre Daten und Geschäftsprozesse zum Teil oder sogar komplett in die Cloud auslagern, sind auch die Anforderungen an die Verwaltung der mitunter komplexen Strukturen in der Datenwolke gewachsen. Nur ein gut funktionierendes Cloud-Management garantiert Unternehmen die effektive und effiziente Nutzung ihrer Cloud-Ressourcen.

Die meisten Unternehmen nutzen seit einigen Jahren unterschiedliche Cloud-Modelle: Private Clouds, Public Clouds sowie Hybrid oder Multi-Clouds. Cloud-Management-Plattformen verwalten deren Infrastruktur und sorgen dafür, dass die Sicherheit geschäftlicher Daten gewährleistet ist und diese allen Berechtigten zu jeder Zeit zur Verfügung stehen.

Wie Sie Ihr Cloud-Management im Rahmen Ihrer Cloud-Strategie effektiv organisieren und auf welche Dinge Sie beim Einsatz von Cloud-Management-Plattformen achten sollten, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Cloud-Management?

Cloud-Management umfasst die Verwaltung und Kontrolle sämtlicher Produkte und Services, die Unternehmen in der Cloud nutzen. Darunter fällt zunächst die Orchestrierung der gebuchten Cloud-Kapazitäten, beispielsweise im Rahmen einer Multi-Cloud-Strategie.
Dabei stellen sich zwei grundlegende Fragen:
  1. Wie sind Private Cloud und Public Cloud innerhalb einer Hybrid Cloud aufeinander abgestimmt?
  2. Wie können sie ihre unterschiedlichen Möglichkeiten am effektivsten miteinander kombinieren?
Aufgrund der Dynamik und Skalierbarkeit moderner Cloud-Umgebungen hilft Ihnen eine gut durchdachte Cloud-Management-Strategie dabei, die Infrastruktur und Prozesse anzupassen und die Kontrolle über diese Strukturen zu wahren.
Unterhalb dieser Ebene des Cloud-Managements verwalten Ihre Administrator:innen die konkreten Elemente, die in einer Cloud-Struktur miteinander interagieren: gespeicherte Daten, Nutzer:innen und deren Zugriffsrechte, ausgeführte Anwendungen sowie weitere Services. Cloud-Management-Tools organisieren sämtliche Cloud-Prozesse und automatisieren diese bei Bedarf.
Ein weiterer Aspekt von Cloud-Management ist die Überwachung der Cloud-Aktivitäten innerhalb und zwischen den verschiedenen Cloud-Modellen. Diese umfasst unter anderem:
  • Ressourcen-Deployment: Bereitstellung von Software und deren Funktionsüberwachung in der Cloud
  • Nutzungsverfolgung: Tracking des Verhaltens von Nutzer:innen in der Cloud
  • Datenintegration und -migration: Erfassung von Daten aus verschiedenen Quellen zur Weiterverarbeitung in anderen Abteilungen
  • Cloud Disaster Recovery: Replikation von Daten an einem externen Standort zur Wiederherstellung der Geschäftsprozesse im Notfall
  • Kubernetes: Automatisierte Container-Orchestrierung
Administrator:innen können durch ihre umfangreichen Zugriffsrechte auf die Ressourcen der Cloud jederzeit in laufende Prozesse eingreifen und gewährleisten somit deren größtmögliche Flexibilität und Skalierbarkeit. Beispielsweise können sie auf diese Weise Automatisierungen in Gang oder außer Kraft setzen. Neben der Fehlerprävention und -behebung geht damit auch eine Kostenkontrolle der geschäftlich genutzten Cloud-Ressourcen einher.
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Wie unterscheidet sich Cloud-Management von Cloud-Computing?

Häufig wird Cloud-Management mit dem ebenfalls weit verbreiteten Begriff des Cloud-Computings verwechselt. Diese beiden Begriffe sollten jedoch nicht synonym verwendet werden, denn sie bezeichnen zwei unterschiedliche Dinge:
  • Cloud-Management umfasst die Überwachung und Verwaltung der in Clouds vorgegebenen Regeln und stellt deren Ressourcen bedarfsgerecht zur Verfügung.
  • Cloud-Computing hingegen beschreibt die Bereitstellung von IT-Strukturen zur Nutzung über das Internet und beinhaltet sämtliche Komponenten einer Cloud, also Hardware, Software, Automatisierung, Richtlinien, Governance und Personen.

Warum Cloud-Management?

Nutzt ein Unternehmen verschiedene Cloud-Varianten und ineinander übergreifende Multi-Cloud-Strategien, ist ein gut abgestimmtes Cloud-Management unerlässlich. Cloud-Management ist also ein Baustein des IT-Kostenmanagements und verbessert sowohl die Performance von Cloud-Ressourcen als auch deren Kosteneffizienz.
Hierbei ist gut geschultes IT-Personal wichtig, denn ohne Expertise ist eine Cloud-Management-Strategie nur wenig erfolgreich. Eine Kenntnis von Cloud-Infrastruktur und ihrer Service-Modelle und -Dienste ist dabei unerlässlich.
Zudem ändern sich die Anforderungen an Cloud-Computing ständig. Die zunehmende Integration neuer Prinzipien wie Edge Computing und Kubernetes in das Cloud-Computing erfordert flexibles Management und die Anpassung bestehender Infrastrukturen an fortschrittliche Technologien und IT-Prozesse. Aktuelle Cloud-Management-Plattformen und entsprechend geschulte Mitarbeiter:innen gewährleisten die Umsetzung der Cloud-Strategie.
Eine junge Frau beim Cloud-Management mittels eines GUI
Erst mit effektivem Cloud-Management durch geschulte Mitarbeiter:innen entfaltet die Cloud den vollen Nutzen für Ihr Unternehmen.

So funktioniert Cloud-Management

Cloud-Management benötigt eine spezielle Software, die alle wichtigen Informationen über die Cloud liefert, die von Ihrem Unternehmen verwendet wird: die sogenannte Cloud-Management-Plattform (CMP). Diese spezialisierte Anwendung ist vor allem dafür nötig, um Daten zwischen dem privaten und öffentlichen Bereich einer Hybrid- oder Multi-Cloud-Umgebung zu verschieben. Daneben ermöglicht die Plattform unter anderem die Überwachung von Datenflüssen sowie andere sicherheitsrelevante Vorgänge.
Die Überwachung des Cloud-Managements auf Basis der Software obliegt in Ihrem Unternehmen dennoch einem oder mehreren spezialisierten Mitarbeiter:innen. Diese kontrollieren nicht nur die laufenden Prozesse und die Ergebnisse der Automatisierung, sondern nehmen Anpassungen vor und optimieren diese Abläufe ständig weiter.
Dazu bietet die Cloud-Management-Plattform gewöhnlich automatisierte Prozesse als virtuelle Maschine (VM) innerhalb einer bestehenden Cloud-Umgebung an. Diese enthält einen Server und eine Datenbank, um via Programmierschnittstellen (APIs) die unterschiedlichen Cloud-Ressourcen miteinander zu verbinden. Aufgrund der gesammelten Daten in der Datenbank analysieren Ihre Administrator:innen die Leistungsfähigkeit der Cloud. Gegebenenfalls schicken sie Befehle an diese, die mittels des virtuellen Servers umgesetzt werden.
In der Regel stellen Public-Cloud-Provider speziell auf ihre Cloud abgestimmte Enterprise-Software zur Verfügung. Diese sorgt für die Administration, die Überwachung und den Schutz der gebuchte Cloud-Services. Dennoch bieten die Anwendungen oft nur oberflächliche Funktionalitäten, wie zum Beispiel das Reporting über Log-Dateien. So bleiben Sie zu einem großen Teil von den Anbietern abhängig, ohne entscheidende Anpassungen vornehmen zu können.
Um eine bessere Kontrolle über die in Ihrem Unternehmen genutzten Cloud-Angebote zu erhalten, können Sie auf Tools von Drittanbietern zurückgreifen. Alternativ können Ihre Entwickler:innen auch eigene Programme für das Cloud-Management entwickeln. Vor allem, wenn Sie mehrere Clouds verschiedene Anbieter nutzen, ist eine individuelle Enterprise-Lösung für die Administration der unterschiedlichen Services unabdingbar.
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Anforderungen an Cloud-Management-Plattformen

Eine Cloud-Management-Plattform (CMP) ist die Grundlage von effektivem Cloud-Management. Um ihre optimale Funktionalität zu entfalten, muss sie jedoch bestimmte Anforderungen erfüllen. Darunter fallen:
  • Integration: Die Plattform sollte sich Ihren Bedürfnissen anpassen. Dazu zählt, dass sie allen Anforderungen gerecht wird: des Betriebssystems, der Anwendungen, der Provisionierung, der Sicherheit, des Storage-Frameworks sowie sämtlichen weiteren in der Cloud ausgeführten Komponenten.
  • Automatisierung: Ihre Administrator:innen können unmöglich sämtliche Cloud-Prozesse manuell steuern. Stattdessen sollte ihnen die CMP möglichst viele Aufgaben abnehmen. Durch automatisierte Workflows und Aufgaben arbeitet Ihre Cloud effizienter und verlässlicher.
  • Kostenvisualisierung: CMPs sollten Ihren Mitarbeiter:innen zu jeder Zeit den Überblick über den aktuellen Datenverbrauch liefern. Eine präzise Prognose benötigter Ressourcen ermöglicht ein effizientes Kostenmanagement, das vor unerwarteten Mehrausgaben schützt und Kosten einspart.
  • Zugänglichkeit: Die Services Ihrer Cloud sind gewöhnlich per Desktop-Client und/oder Browserportal sowie durch mobile Apps erreichbar. Dies sollte auch für die CMP gelten, damit Ihre Administrator:innen von jedem Ort zugreifen können.
  • Unterstützung von Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen: Unternehmen arbeiten heutzutage selten mit einer singulären Private oder Public Cloud. Stattdessen unterhalten sie flexible Hybrid- oder Multi-Cloud-Lösungen mit unterschiedlichen Anforderungen hinsichtlich Berechtigungen und Sicherheit. Eine CMP sollte diese hybriden Cloud-Modelle ohne Performanceeinschränkungen unterstützen.
  • Komplettverwaltung: Im Unterschied zu den Nutzer:innen Ihrer Unternehmens-Cloud sollten Ihre Administrator:innen auf sämtliche Funktionen der Cloud zugreifen können. Nur dadurch können sie flexibel auf Veränderungen reagieren und Anpassungen vornehmen. Ihr Cloud-Provider sollte Ihrer CMP also einen möglichst umfangreichen Zugriff auf die Cloud-Ressourcen gewähren, beispielsweise im Rahmen des Cloud-Modells Infrastructure-as-a-Service (IaaS).
  • Analyse und Reporting: Die Administrator:innen Ihres Unternehmens benötigen Informationen darüber, wann und in welcher Form die einzelnen Teile Ihrer Cloud-Infrastruktur genutzt werden. Dies verschafft ihnen Einblick in das Verhalten der Nutzer:innen und hilft unter anderem dabei, das Nutzungs- und Kaufverhalten (zum Beispiel bei einem Online-Shop) zu verstehen, Absprungraten zu ermitteln und Lastspitzen zu erkennen. Durch detaillierte Performance-Logs und Workload-Analysen spüren Ihre Mitarbeiter:innen zudem Schwachstellen in der Sicherheit der Cloud auf.
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Cloud-Management: Vorteile für die Industrie 4.0

Mit der passenden Cloud-Management-Strategie können sich vor allem für Unternehmen der Industrie 4.0 Vorteile hinsichtlich der Kosteneffizienz und Sicherheit ergeben. Viele Geschäfts- und Produktionsprozesse sind mittlerweile in Cloud-Strukturen eingebunden und es gibt einen permanenten Fluss von Big Data. Hier kann ein zielgerichtetes Cloud-Management Effektivität und Flexibilität der genutzten Cloud-Struktur erhöhen.
Vier-Felder-Matrix der Vorteile von Cloud-Management für die Industrie 4.0
Vier-Felder-Matrix der Vorteile von Cloud-Management für die Industrie 4.0
Optimierung der Cloud-Strategie: In den Prozessen der Industrie 4.0 sind die Geschäftsbereiche miteinander vernetzt. Die richtige Cloud-Strategie schafft weitere Synergieeffekte, angefangen beim Wareneinkauf, über die Produktion bis hin in den Vertrieb und die Verwaltung.
Cloud-Kostenmanagement: Aus der passenden Strategie geht ein optimiertes Kostenmanagement hervor. Cloud-Ressourcen können bedarfsgerechter genutzt werden, sodass Kosten nur an der Stelle entstehen, an der tatsächlich Leistungen bezogen werden.
Cloud-Security: Die Sicherheit von Unternehmensdaten, aber auch von vernetzten Anlagen und Produktionsprozessen in der Industrie 4.0 genießt einen besonderen Stellenwert. Effizientes Cloud-Management kann beispielsweise Schwachstellen oder Cyberangriffe rechtzeitig erkennen und somit die Sicherheit erhöhen.
Workflow-Automatisierung: Effizientes Cloud-Management kann die Vernetzung der Geschäfts- und Produktionsprozesse auf der Basis von Cloud-Computing automatisieren und optimieren.
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Was ist ein Cloud Service Broker (CSB)?

Ein Cloud Service Broker (CSB) ist ein spezialisierter Anbieter, der die Administration Ihrer Cloud-IT als Dienstleistung übernimmt. Dies kann dann notwendig sein, wenn Sie in Ihrem Unternehmen keine Spezialist:innen für das Cloud-Management beschäftigen möchten. Ein CSB bietet Ihnen mit seiner Expertise einen vollständigen Service rund um die Organisation der für Ihr Unternehmen relevanten Cloud-Modelle und -Prozesse.
Die Dienstleistung eines CSB beginnt mit der Auswahl des passenden Anbieters. Danach reicht sie von der Einrichtung einer auf Ihr Unternehmen abgestimmten Cloud-Infrastruktur bis hin zur täglichen Administration Ihrer Cloud. Wenn Ihre Cloud-Prozesse automatisch laufen und Sie nur selten Veränderungen daran vornehmen müssen, sparen Sie auf Dauer Geld durch den On-Demand-Service eines CSBs ein, da Sie keine eigenen Mitarbeiter:innen für die Cloud-Administration beschäftigen müssen.

Was sind Cloud-Management-Tools?

Cloud-Management-Plattformen integrieren unterschiedliche Anwendungen in ihr Portfolio. Mittels dieser Cloud-Management-Tools überwachen und verwalten Administrator:innen sämtliche Aktivitäten innerhalb Ihrer firmeneigenen Cloud-Infrastruktur. Dabei hängt es allerdings vom gewählten Cloud-Service ab, wie groß die Eingriffsmöglichkeiten tatsächlich sind: Bei Infrastructure-as-a-Service (IaaS) besitzen Sie als Kund:in naturgemäß mehr Kontrolle und Freiheit als bei Software-as-a-Sevice (SaaS).
Generell liefern die Provider von Public Clouds eher weniger Möglichkeiten für ihre Kunden, um Anpassungen vorzunehmen oder Prozesse zu steuern. Hier beschränkt sich der Umfang der Leistungen meist auf Workload-Management und Reporting-Funktionen.
Bei der Verwaltung von Private Clouds sind die Eingriffsmöglichkeiten meist besser: Neben umfangreicheren "In-House-Tools" der Anbieter bieten die Programme von Drittanbietern gewöhnlich flexiblere Lösungen. Der Einsatz von spezialisierten Tools wie OpenStack, Otixo, Lynsys Cloud Manager oder Scalr erfordert allerdings eine hohe Expertise Ihrer Mitarbeiter:innen – oder die Bedienung durch einen CSB.
Unabhängig von der Art und den Möglichkeiten der eingesetzten Cloud-Management-Tools sollten diese mindestens über diese beiden wichtigen Funktionen verfügen:
  1. Überwachung des Datenflusses: Die Überwachung ("Monitoring") aller Datenflüsse innerhalb Ihrer Cloud-Infrastruktur ist eines der wichtigsten Ziele des Cloud-Managements. Besonders Multi-Cloud-Lösungen sollten dabei eine übersichtliche Datenanalyse gewährleisten. Nur auf dieser Basis können Ihre Administrator:innen entscheiden, ob beispielsweise der Workflow zwischen Public und Private Cloud angepasst werden sollte.
  2. Sicherung der Daten: Cloud-Management-Tools sind daneben ein wesentlicher Faktor der Disaster-Recovery-Strategie. Durch die automatisierten Prozesse auf Basis der Tools erfolgt die Sicherung Ihrer Daten verlässlicher und effektiver. Bei Datenverlust aufgrund von Zwischenfällen (wie zum Beispiel Cyberangriffen oder Naturkatastrophen) kann Ihre komplette Firmen-IT gewöhnlich an einem externen Storage-Punkt wiederhergestellt werden.

Tools bekannter Cloud-Management-Anbieter

Wenn Sie eine Private Cloud managen, sollten Sie speziell darauf abgestimmte Tools von Drittanbietern nutzen. Auch die großen Public-Cloud-Provider bieten spezialisierte Tools für die Überwachung, Orchestrierung, Sicherheit oder das Kostenmanagement an. Dies beschränkt sich allerdings meist auf Logging- und Reporting-Tools. Doch manche Werkzeuge gehen darüber hinaus:
  • Amazon Web Services (AWS): Benutzer:innen können bei AWS tiefer in die Cloud-Instanzen eingreifen, indem sie einzelne Skripte und Befehle mittels einer Kommandozeile anpassen.
  • Microsoft Azure: Bei Microsoft ist vor allem das Tool "Azure Site Recovery" hervorzuheben, das die automatisierte Replikation von virtuellen Maschinen ermöglicht.
  • Google Cloud Platform (GCP): Das Tool Google "Stackdiver" bietet Funktionen zur Überwachung und Protokollierung für Anwendungen und virtuelle Maschinen auf der GCP und AWS.

Herausforderungen beim Cloud-Management

Das Cloud-Management sollte möglichst ganzheitlich betrachtet werden und einer übergreifenden Strategie folgen. Insbesondere bei der Verwaltung von Daten in Multi-Cloud-Umgebungen können die Komplexität und Datenintegration über unterschiedliche Plattformen hinweg sonst schnell zur Herausforderung werden. Generell sollte die Cloud-Verwaltung eine Hochverfügbarkeit für die Steuerungsebene ermöglichen und über Module für Disaster Recovery, Sicherung und Archivierung von Daten verfügen. Eine der wichtigsten Herausforderungen des Cloud-Managements ist die Frage der Datensicherheit.
 Sicherheit: Cloud-Anbieter bieten in der Regel verschiedene Maßnahmen an, um die Sicherheit der in der Cloud gespeicherten Daten zu gewährleisten. Dazu gehören die Verschlüsselung, Zugangskontrolle und Netzwerksicherheit. Letztlich bleibt es jedoch Aufgabe eines jeden Unternehmens, die Sicherheit der eigenen Daten und Anwendungen in der Cloud zu gewährleisten. Sie sollten ihre Cloud-Infrastruktur entsprechend sorgfältig konfigurieren. Implementieren Sie Sicherheitsprotokolle und –verfahren, um mögliche Bedrohungen zu identifizieren und kontinuierlich zu überwachen. Es ist auch wichtig, bei Mitarbeiter:innen ein Sicherheitsbewusstsein zu schaffen, damit Datenschutz- und Compliance-Vorschriften stets eingehalten werden. Aufgrund zunehmender Cyber-Risiken hat in den letzten Jahren das Zero-Trust-Sicherheitsmodell an Popularität gewonnen. Bei Zero-Trust wird keinem Akteur, der Zugang zu Ressourcen oder Diensten im Netz sucht, a priori vertraut.
 Kostenoptimierung: Das Cloud-Management erfordert die kontinuierliche Überwachung und Verwaltung der Cloud-Ressourcen, damit sichergestellt wird, dass sie auch effizient genutzt werden und nicht unnötige Kosten verursachen. Das Cloud-Management kann die Ausgaben turnusmäßig an die aktuellen Bedürfnisse des Unternehmens anpassen. Unterstützung hierfür bieten die Cloud-Management-Tools für die Kostenoptimierung.
 Komplexität: Es empfiehlt sich, die Anzahl der genutzten Cloud-Anbieter nach Möglichkeit zu konsolidieren. Ist dies nicht machbar, kann das Cloud-Management die Automatisierung und Orchestrierung von Cloud-Prozessen implementieren, z. B. durch Einsatz entsprechender Cloud-Management-Tools oder Cloud-Management-Plattformen. Andernfalls könnte das Cloud-Management aufgrund zu vieler verschiedener Cloud-Anbieter, Tools und Dienste sehr komplex und damit schwierig werden.
 Skalierbarkeit: Das Cloud-Management muss mit den Anforderungen des Unternehmens mitwachsen und schnell auf Änderungen der Nachfrage reagieren können. Dies lässt sich beispielsweise durch Automatisierung von Prozessen, durch die Verwendung leicht skalierbarer cloud-nativer Anwendungen, durch die horizontale Skalierung mehrerer Instanzen eines Systems auf verschiedenen Servern oder in verschiedenen Rechenzentren sowie durch den Einsatz von Containertechnologien wie Docker erreichen.
 Integration: Cloud-Ressourcen sollten durch das Cloud-Management nahtlos in bestehende IT-Systeme und -Prozesse integriert werden.
Alles in allem erfordern diese Herausforderungen ein umfassendes Verständnis der Cloud-Technologie und eine enge Zusammenarbeit zwischen IT-Teams und Geschäftsführung – sowohl für die Entwicklung einer sinnvollen Cloud-Strategie als auch für ihre erfolgreiche Umsetzung.

Das Wichtigste zum Cloud Management in Kürze

Egal, für welche Cloud-Strategie Sie sich in Ihrem Unternehmen entscheiden: Nur ein effizientes und auf Ihre Cloud-Ressourcen angepasstes Cloud-Management durch Fachpersonal sorgt für verbesserten Workflow, gesteigerte Kosteneffizienz und höhere Datensicherheit in Ihrem Unternehmen.
Greifen Sie zur Umsetzung auf geschulte Mitarbeiter:innen für die Administration sowie eine Cloud-Management-Plattform zurück, die zu Ihrem Unternehmen passt. Die Mindestvoraussetzung ist, dass die darin enthaltenen Tools die Datenflüsse innerhalb der Cloud überwachen können und eine automatisierte Backup-Funktion enthalten.
Verlassen Sie sich nicht auf die häufig oberflächlichen Funktionen von Public-Cloud-Anbietern, sondern definieren Sie präzise, welchen Anforderungen Ihr Cloud-Management gewachsen sein muss. Diverse Drittanbieter können Ihre Cloud-Management-Lösungen flexibel auf Ihre Unternehmensanforderungen anpassen. Hierbei können die Dienste eines Cloud Service Brokers hilfreich sein, um das volle Potenzial Ihrer Unternehmens-Cloud zu entfachen und dennoch Kosten zu sparen.
Unsere Expert:innen von Vodafone helfen Ihnen gerne bei der Wahl der richtigen Cloud-Strategie und deren Umsetzung in Ihrem Unternehmen.
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