Mitarbeitermotivation steigern: Wie Sie gezielt vorgehen können

Digitales Business

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Datum 26.02.2018
Lesezeit 5 Min.

Mitarbeitermotivation steigern: Wie Sie gezielt vorgehen können

In Zeiten fehlender Fachkräfte, steigender Anforderungen an Bewerber sowie wachsender Vergleichbarkeit zwischen Arbeitgebern wird die Mitarbeitermotivation zum (mit-)entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Wir zeigen Ihnen, welche Motivationsfaktoren Sie beeinflussen können und sollten, um die Personalfluktuation möglichst gering zu halten – und wie das gelingt.

Kollegen, die sich mit ihrem Team und mit der Mission Ihres Unternehmens identifizieren, wechseln nicht so schnell den Arbeitgeber. Schließlich ist kaum etwas ärgerlicher, als wenn ein gerade eingearbeiteter Kollege oder eine Kollegin Sie schon nach kurzer Zeit wieder verlässt. Dabei spielen neben einer angemessenen Bezahlung vor allem der Teamzusammenhalt und das Betriebsklima eine Rolle.

 

Die Motivation Ihrer Mitarbeiter steigern: 5 einfache Maßnahmen

Ihre Mitarbeiter zu begeistern und dauerhaft intrinsisch zu motivieren, ist oftmals gar nicht schwer. Schon einfache (und finanziell durchaus erschwingliche) Mittel fördern die unternehmensinterne Kommunikation und steigern das Selbstwertgefühl Ihrer Beschäftigten:

  1. Bieten Sie regelmäßige Get-Togethers an, bei denen Sie eventuell kostenlose Getränke und/oder Snacks bereitstellen. So bleibt der eine oder andere vielleicht auch nach Feierabend noch im Büro und vernetzt sich mit abteilungsfremden Kollegen.
  2. Ein jährliches Teamevent, eventuell mit Musik, einer Mitarbeiter-Rallye oder anderen Aufgaben, sorgt unternehmens- oder teamübergreifend für mehr Zusammenhalt.
  3. Stellen Sie eine Tischtennisplatte, einen Kickertisch oder andere Sportgeräte auf. Damit lenken sich die Kollegen in Pausen ab und haben anschließend den Kopf wieder für die Arbeit frei.
  4. Schaffen Sie Besprechungsecken, in denen Mitarbeiter sich in Kleingruppen informell und auch spontan über laufende und anstehende Projekte austauschen können.
  5. Richten Sie einen Ruheraum ein. Sorgen Sie dort – genau wie in einem möglicherweise bereits vorhandenen Pausenraum – für ein gewisses Wohlfühlklima, indem Sie beispielsweise Pflanzen aufstellen oder diesen ansprechend dekorieren.

Generell gilt: Je wohler sich Ihre Angestellten fühlen, umso höher ist ihre Arbeitsmotivation. Dass das Arbeitspensum durch das Anbieten von Rückzugs- oder Ablenkungsmöglichkeiten leiden könnte, ist übrigens ein Mythos: Wer sich zwischendurch erholt, arbeitet anschließend konzentrierter. Im Zweifel können Sie die Aufenthaltszeiten in den Sozialbereichen immer noch einschränken, aber das Angebot an sich wird in jedem Fall gut ankommen.

Sorgen Sie also dafür, dass es neben der intrinsischen Mitarbeitermotivation genügend extrinsische Anreize für Ihre Kollegen gibt, (gerne) zur Arbeit zu erscheinen. Denn wer sich auf den bevorstehenden Arbeitstag freut, arbeitet normalerweise konzentrierter, liefert bessere Arbeitsergebnisse und ist am Erfolg der letztlich gemeinsamen Mission stärker interessiert.

 

Video: YouTube / FÜHRUNGS- und ORGANISATIONS-ENTWICKLER

 

Was die Motivation der Mitarbeiter für Ihr Unternehmen so wichtig macht

Aller Anfang ist schwer: Wenn Sie die gewünschte Neubesetzung für eine freie Stelle gefunden haben, stehen zunächst die Einarbeitung und die Probezeit an. Die meisten Mitarbeiter freuen sich zwar über den neuen Job und sind hochmotiviert. Aber vor allem hoch qualifizierte Mitarbeiter wollen während der Probezeit (Stichwort: kurze Kündigungsfrist) unter anderem herausfinden, ob der Job tatsächlich zu ihren Vorstellungen passt. Doch auch später kann sich Unzufriedenheit breitmachen und die Kündigungsraten in Ihrem Unternehmen steigen. In die Mitarbeitermotivation zu investieren, lohnt sich also zu jedem Zeitpunkt und für alle Mitarbeiter.

Abgesehen vom Arbeitspensum und der Entlohnung beeinflussen auch diese Faktoren die Arbeitszufriedenheit:

  • Willkommenskultur: Schaffen Sie ein Klima, in dem sich neue Mitarbeiter im Team willkommen fühlen. Eine Gleichgültigkeit gegenüber neuen Teammitgliedern oder gar eine Ablehnung kann von Anfang an Spuren bei der Arbeitsmotivation hinterlassen.
  • Aufgabenklarheit: Wer nicht weiß, was er tun soll, kann auch nicht gut arbeiten. Sorgen Sie dafür, dass der Mitarbeiter zu jeder Zeit weiß, was von ihm oder ihr innerhalb welcher Zeitvorgaben erwartet wird.
  • Über- oder Unterforderung: Mitarbeiter, die von Anfang an mit Aufgaben „zugeschüttet“ werden, werden genauso unzufrieden sein wie solche, die weit unter ihrem Leistungspotenzial arbeiten.
  • Kommunikationskultur: Geben Sie Ihren neuen und bestehenden Mitarbeitern möglichst einen festen Ansprechpartner an die Seite, der jederzeit mit Rat und Tat für sie da ist – und sei es nur per Mail oder per Telefon.
  • Flache Hierarchien: Die Zeiten mit harter Hand regierender Chefs sind endgültig vorbei. Moderne Unternehmen führen und lenken, ohne zu bevormunden, und verfügen über kollegial agierende Team- und Gruppenleiter, die auch sich selbst hinterfragen.
  • Vergessen Sie die Anerkennung nicht: Leisten Ihre Mitarbeiter gute Arbeit, dann sagen Sie ihnen das, denn angebrachtes Lob motiviert. Dabei sollte positives Feedback stets zielgerichtet, begründet und wohldosiert ausfallen, um nicht übertrieben zu wirken. Spätestens ein erfolgreicher Projektabschluss sollte hierfür Grund genug sein. Mangelnde oder stets schlechte Rückmeldung hingegen verringert den Ansporn.
  • Work-Life-Balance: Was bewegt Ihre Mitarbeiter privat? Haben diese Kinder, Tiere oder andere Verpflichtungen? Nehmen Sie Rücksicht auf Besonderheiten in der privaten Lebensführung und ermöglichen Sie gelegentliche Homeoffice-Tage, flexible Arbeitszeiten oder richten Sie eine Kinderbetreuung ein.

 

Extrinsische und intrinsische Motivation – Definition und Beispiele

Grundsätzlich gehen viele Unternehmen davon aus, dass Bewerber von sich aus über eine hohe sogenannte intrinsische Motivation verfügen. Das heißt, dass sie einen grundsätzlichen, inneren Ansporn für ihre Mitarbeit haben. Diese ist zunächst bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt. Sie können sie aber deutlich steigern, indem Sie in Ihrem Betrieb für ein angenehmes Klima sorgen, bei dem die betreffende Person „gerne” bei Ihnen erscheint – sei es, weil der Teamzusammenhalt groß ist, weil die Arbeitsbedingungen angenehm sind oder weil wichtige Aufgaben zu erledigen sind, für die der Mitarbeiter sich verantwortlich fühlt. Wer sich als Teil eines Ganzen sieht, ist logischerweise motivierter als jemand, der das Gefühl hat, weder gebraucht noch wertgeschätzt zu werden.

Durch extrinsische, also äußere Motivationsfaktoren (dazu zählen vor allem das Gehalt und mögliche Belohnungen für gute Arbeit) wiederum können Sie die Mitarbeiterzufriedenheit ebenfalls steigern – oder aber senken. Wenn in einem Unternehmen Angst und Schrecken aufgrund allzu vieler Zwänge und Kontrollmechanismen herrschen, dann steigt zwar kurzfristig die Arbeitsleistung. Aber viele Mitarbeiter werden sich dann schon bald nach einem neuen Job umsehen.

Auf zu viele negative Motivationsfaktoren folgt häufig dann die sogenannte „inneren Kündigung”. Ist diese erst einmal erfolgt, erscheint ein Mitarbeiter vielleicht nur noch des Geldes wegen bei der Arbeit – sofern er nicht in besonderem Maße intrinsisch motiviert ist. Dass die Arbeitsqualität unter solchen Situationen leidet, liegt auf der Hand.

Ein wesentlicher Nachteil von extrinsischen Motivationsfaktoren liegt außerdem darin, dass sie ständig wiederholt werden müssen, um zu wirken, wie nachstehendes Video verdeutlicht:

Video: YouTube / MARCUS HEIN – Akademie für Neurologische Führung

 

Zusammenfassung

  • In Zeiten immer härter werdenden Personalwettbewerbs ist Mitarbeitermotivation in modernen Unternehmen von entscheidender Bedeutung.
  • Reduzieren Sie Ihre Personalfluktuationsraten, indem Sie Ihre Angestellten geeignet motivieren.
  • Schaffen Sie eine Willkommens- und Kommunikationskultur, in der sich der Einzelne auch bei einfachen Tätigkeiten zu jeder Zeit wertgeschätzt fühlt.
  • Schon mit einfachen und kostengünstigen Mitteln lässt sich viel verändern. Ihre Mitarbeiter werden es Ihnen mit Loyalität, Weiterempfehlungen und Arbeitszufriedenheit danken.

 

Wie wird in Ihrem Unternehmen für mehr Mitarbeitermotivation gesorgt? Wir freuen uns auf Ihre Anregungen in den Kommentaren.

 

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