Dr. Teo Pham über das Metaverse und Influencer-Marketing

Digitale Vorreiter

Digitale Vorreiter

Datum 11.05.2022
Lesezeit 4 Min.

Dr. Teo Pham über das Metaverse und Influencer-Marketing

Dr. Teo Pham ist Experte für das Web3, NFTs und das Metaverse. Er ist Gründer der größten deutschen NFT-Community sowie der Web3-Konferenz. In seinem Podcast „Trends“ berichtet er regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen im Metaverse.

Mit der Delta School bietet er Weiterbildungsformate an, um Unternehmen für das Web3 fit zu machen. Weiterhin ist er ein internationaler Keynote Speaker und wurde von LinkedIn als Top-Voice ausgezeichnet. Davor war er als Professor für E-Commerce und Onlinemarketing tätig, als E-Commerce-Gründer und im Bereich Media & Venture Capital.

Auf den Vodafone eleVation DIGITAL DAYS, dem Streaming-Event vom OMR Festival (17. und 18. Mai 2022), ging Dr. Pham in seiner Keynote auf das Trendthema Metaverse ein und stand Moderatorin Sarah Elßer mit seiner Expertise auch zum Thema Influencer-Marketing zur Seite. Hier im Interview beantwortet er spannende Fragen zu diesen Themen.

 

Auf das mobile Internet folgt das Metaverse. Was genau können wir darunter verstehen?

Es ist die nächste Stufe des Internets: digitale Welten, virtuelle Avatare, virtuelle Güter und Grundstücke, NFTs und Kryptowährungen.

 

Wozu benötigen wir das Metaverse? Bietet die reale Welt nicht mehr genug Möglichkeiten für uns?

Auch heute verbringen wir schon einen beträchtlichen Teil unserer Zeit in der virtuellen Welt, sei es mit Remote Work, Gaming oder auf Social Media. Das Metaverse soll diese Erfahrungen noch realistischer und immersiver machen.

 

Wie können Unternehmen das Metaverse strategisch für ihr Business nutzen?

Jede gute Metaverse-Strategie beinhaltet drei Komponenten: digitale Experiences wie Roblox oder Sandbox, digitale Güter wie NFTs und digitale Communities wie auf Discord. Im Metaverse kann man neue Geschäftsmodelle unheimlich schnell skalieren, da sie meist rein digitaler Natur sind.

 

Gibt es schon bekannte Unternehmen, die dort aktiv sind? Womit?

Fashion- und Luxusunternehmen wie Adidas, Nike und Gucci sind hier Vorreiter. Sie wissen, dass man dort eine hochattraktive Zielgruppe antreffen kann: Millennials und Gen-Z mit einem überdurchschnittlichen Einkommen.

 

Habe ich als Unternehmer:in schon verloren, wenn ich nicht im Metaverse aktiv bin?

Stand heute „muss“ man noch nicht im Metaverse aktiv sein. Es zahlt sich aber aus, hier ein Early Mover zu sein, genauso wie man im Web2 einen großen Vorteil hatte, wenn man zuerst Instagram und TikTok besetzt hat.


Der Digitalexperte Dr. Teo Pham erklärt in dieser Folge von Digitale Vorreiter:innen, ob wirklich jedes Unternehmen eine Strategie für Marketing im sogenannten Metaverse benötigt. Wie verkaufen Firmen digitale Güter und bauen eine Online-Community auf? Welche Barrieren können den Einstig ins Metaverse erschweren? Diese und weitere Fragen beantwortet Dr. Teo Pham in dieser Podcastfolge:

 

Im Metaverse können Unternehmen ohne hierarchisches Management auskommen, sogenannte DAOs. Es gibt also keine Chefs. Was steckt dahinter?

DAO steht für Decentralized Autonomous Organization. Es sind Online-Communities für gemeinsame Hobbies, Non-Profit-Projekte oder auch Start-ups. Oft haben sie eine gemeinsame Crypto-Wallet, mit der Ausgaben oder Investments getätigt werden. DAOs geben oft auch Governance Token – eine Art Stimmrecht – an ihre Mitglieder, die zur Abstimmung über die Ausrichtung des DAOs berechtigen.

 

Warum soll das die Zukunft sein?

Web3-Companies, Online-Communities und DAOs können sehr schnell und flexibel agieren, da alles rein virtuell stattfindet. Die Teilnehmer:innen arbeiten meist für mehrere DAOs gleichzeitig und die Entlohnung in Form von Token – bestimmten digitalen Vermögenswerten – kann unter Umständen deutlich attraktiver sein als Aktienoptionen bei herkömmlichen Start-ups.

 

Ist das Metaverse nicht noch unpersönlicher als es das aktuelle Internet schon ist?

Jein. Auf der einen Seite ist die Interaktion über Plattformen wie Discord deutlich intensiver, auf der anderen Seite findet es meist unter Verwendung von Pseudonymen und Avataren statt. Man weiß oftmals also gar nicht, mit wem man da wirklich interagiert.


OMR-Gründer Philipp Westermeyer blickt in dieser Folge von Digitale Vorreiter:innen zurück auf das vergangene OMR-Festival 2022. Mehr als 1.000 Aussteller:innen und über 800 Speaker:innen auf 10 Bühnen lockten über 70.000 Besucher:innen auf das Festival.

Was war für Philipp Westermeyer das persönliche Festival-Highlight? Welche Sorgen hatte er vor dem Start des Events? Wie hat er eine Veranstaltung organisiert, die wirklich allen Besucher:innen Spaß macht – vom CEO bis zu Marketing-Einsteiger:innen? Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten Sie in der aktuellen Podcastfolge mit Christoph Burseg:

Was genau sind NFTs und wozu benötige ich die im Metaverse?

NFT steht für Non Fungible Token. Das sind einzigartige, digitale Güter auf der Blockchain. Dadurch können digitale Güter klar einem:einer Besitzer:in zugeordnet und auch gehandelt werden. Anwendungen von NFTs findet man überall: digitale Kunst, digitale Communities, Avatare, digitale Fashion und Grundstücke, sowie Blockchain-basierte Online-Games.

 

Was nützt mir ein NFT in der realen Welt?

NFTs haben oftmals eine Utility, also einen konkreten Nutzen: Die Besitzer:innen sind Teil einer Community und erhalten exklusiven Zugang zu besonderen Produkten und Events.

 

Wenn im Metaverse alles nicht real ist, sind dann Influencer:innen dort reine Fiktion?

Es gibt im Web3/Metaverse eine eigene Welt der Influencer:innen: Real-Life-Personalities wie Gary Vee, pseudonyme Influencer:innen mit NFT-Avataren, aber auch komplett computergenerierte virtuelle Influencer:innen.

 

Wie soll ich eine fiktive Person für mein Unternehmen nutzen können?

Das Spannende an fiktiven Influencer:innen ist, dass sie 24/7 für das Unternehmen „arbeiten“ können und das in vielen verschiedenen Sprachen. Sie sind aber definitiv unpersönlicher.

 

Bisher war ich für mein Unternehmen mein:e eigene:r Influencer:in. Geht das noch im Web3?

Auf jeden Fall: So viele Menschen interessieren sich für das Web3. Wenn man selbst glaubwürdig über seine eigenen Projekte im Metaverse berichtet, kann man sich dadurch sehr glaubwürdig als Thought Leader etablieren.

 

Ist Influencer-Marketing im Metaverse überhaupt nötig?

Es ist definitiv relevant, man muss aber die richtigen authentischen Influencer:innen finden. Noch wichtiger sind allerdings gute Community-Manager:innen, die auf Twitter und Discord in Echtzeit mit der Community kommunizieren und diese aufbauen.

 

Herr Pham, vielen Dank für das Interview.

 


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