Cloud & Hosting

Sovereign Cloud

Digitale Souveränität für Unternehmen

Ob zum Ablegen von Daten oder als Plattform für rechenintensive Aufgaben: Die Cloud ist für Unternehmen eine günstige Alternative zum eigenen Rechenzentrum. Doch bei der Nutzung müssen Sie mitunter viele rechtliche Aspekte beachten – besonders wenn Sie sensible Daten verarbeiten. Dabei soll die Sovereign Cloud helfen: mit zugriffssicherem Speicher und höheren Compliance-Anforderungen. Erfahren Sie hier, was eine Sovereign Cloud genau ist und was sie für Ihr Unternehmen leisten sollte.

Inhaltsverzeichnis

Sovereign Cloud: Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Sovereign Cloud ist eine Cloud-Computing-Plattform, die auf die Einhaltung von Gesetzen und Verordnungen eines bestimmten Landes ausgerichtet ist.
  • Üblicherweise wird eine Sovereign Cloud in einem bestimmten Land oder einer bestimmten Weltregion betrieben, um Konflikte wegen unterschiedlicher Rechtsnormen zu vermeiden.
  • Unternehmen und Behörden können mit einer Sovereign Cloud Compliance-Standards leichter umsetzen und das Risiko von Datenschutzverstößen reduzieren.
  • Sie können eine Sovereign Cloud als Public Cloud, aber auch als Private Cloud oder als Mischform aus beiden (Hybrid Cloud) betreiben.
  • Neben großen Cloud-Anbietern wie Microsoft, Amazon und Oracle gibt es weitere Anbieter von Sovereign Clouds auf dem europäischen Markt.

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Was ist eine Sovereign Cloud?

Viele Anbieter hosten ihre Clouds im Ausland oder verteilen deren Daten sogar auf mehrere Rechenzentren in unterschiedlichen Ländern. Das kann für das Cloud Computing viele Vorteile haben. Aber aus datenrechtlicher Sicht können solche internationalen Clouds ein Problem sein. Anbieter und Unternehmenskunden müssen das nationale Recht an allen Standorten einer verteilten Cloud einhalten. In der Praxis kann es sogar gegen nationales Recht verstoßen, bestimmte Daten im Ausland zu speichern (Stichwort EU-DSGVO).
Eine Sovereign Cloud wird hingegen ausschließlich in einer Weltregion oder einem bestimmten Land betrieben und erfüllt die dortigen Gesetzesnormen idealerweise bereits durch ihr Design.

Eigenschaften der Sovereign Cloud

Der Begriff „Sovereign Cloud“ bedeutet im Englischen so viel wie „souveräne“ oder „Hoheits-Cloud“. Sie ist durch folgende Eigenschaften definiert:
  • Wahl des Datenspeicherorts: Unternehmenskunden entscheiden selbst, in welchen Ländern oder Weltregionen ihre Daten gespeichert werden – üblicherweise dort, wo der Unternehmenssitz ist. So müssen sie nur die Rechtsnormen eines einzelnen Landes erfüllen und verstoßen nicht gegen Gesetze, die ein Hosting von Daten im Ausland verbieten.
  • Rechtskonformität/Rechtssicherheit: Der Cloud-Anbieter trifft die notwendigen Maßnahmen, damit die Cloud das jeweilige nationale Recht am Unternehmenssitz bzw. am Speicherort der Cloud-Daten bestmöglich erfüllt.
  • Datensouveränität: Alle Datenverbindungen zur Cloud sowie der Cloud-Speicher selbst sind mit geeigneten Mitteln gesichert, sodass die Daten gegen Mitlesen oder Manipulation durch Dritte wirksam geschützt sind. Dabei liegen die Schlüssel zum Lesen der Daten allein bei den Unternehmenskunden (je nach Anbieter „External Key Management“ oder „External Key Service“ genannt). Auch der Cloud-Anbieter selbst bzw. nationale Aufsichts- oder Ermittlungsbehörden können die Cloud-Daten somit nicht entschlüsseln.
  • Software-Souveränität: Die Unternehmen erhalten weitgehende technische Hoheit über ihre Cloud. Sie können sehr einfach den Cloud-Anbieter wechseln und mit allen Daten dorthin umziehen.
Auch andere Cloud-Produkte erfüllen einige der oben genannten Punkte. So sind die freie Wahl des Cloud-Standorts sowie die kundenseitige Verschlüsselung mittels eigener Keys mittlerweile Standard bei vielen Cloud-Anbietern.
Doch in der Praxis sind diese Leistungen oft lückenhaft. Beispielsweise sind die verwendeten Verschlüsselungs- und Authentifizierungsmechanismen nicht in den Zielländern zertifiziert. Oder Länder-Clouds sind nicht ausreichend von der übrigen Cloud-Infrastruktur eines Anbieters getrennt. So landen Geschäftsdaten am Ende trotz angeblich regionalem Hosting in einer anderen Weltregion. Genau dies verhindert eine vollumfänglich durchgeplante Sovereign Cloud.

Architektur einer Sovereign Cloud

Die Einordnung als Sovereign Cloud sagt allerdings nichts über den Typ der Cloud aus. Eine Sovereign Cloud kann eine Private Cloud sowohl am Unternehmensstandort als auch in einem Rechenzentrum des Cloud-Anbieters sein. Sie kann aber auch eine Public Cloud oder als Hybrid Cloud eine Mischform aus beiden Modellen sein.
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Rechtsnormen für die Cloud-Nutzung

Bei Betrieb und Hosting einer Cloud gibt es für Unternehmen eine Vielzahl unterschiedlicher Rechtsnormen zu beachten. Dazu gehören:
  • Das geltende Datenschutzrecht wie die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die den Umgang mit persönlichen Daten etwa von Kund:innen und Mitarbeiter:innen reguliert.
  • Patente, Urheberrechte, Markenrechte und Geschmacksmuster, die den Besitz, das Speichern oder die Nutzung geschützter Daten in einzelnen Ländern betreffen.
  • Das Waffenexportrecht, das die Ausfuhr bestimmter, als militärisch relevant klassifizierter Verschlüsselungsalgorithmen regelt. Als Ausfuhr kann bereits die Nutzung dieser Algorithmen im Ausland gelten. So war in den USA bis in die 2000er-Jahre starke Kryptografie rechtlich mit Munition gleichgesetzt.
  • Das Straf- und Telekommunikationsrecht, das beispielsweise das Hosting von extremistischen oder beleidigenden Social-Media-Beiträgen betrifft oder Auflagen zur Zugangsdatenspeicherung macht.
  • Das Außenwirtschaftsrecht, das die Ausfuhr strategisch wichtiger Wirtschaftsgüter und Technologien in bestimmte Drittländer verbietet (was auch digitale Baupläne oder Digital Twins betreffen kann).
  • Sonstige Normen, die beispielsweise den Zugang zu bestimmten persönlichen oder sicherheitskritischen Daten in einer Cloud nur für entsprechend ausgebildetes, zertifiziertes und sicherheitsüberprüftes Personal erlauben.

Sonderfall kritische Infrastrukturen

In einigen Ländern kommen weitere Normen für bestimmte Branchen oder Sektoren hinzu. Zu den kritischen Infrastrukturen (KRITIS) gehören in Deutschland laut der NIS2-Richtlinie der EU wichtige und besonders wichtige Einrichtung der Energie- und Wasserwirtschaft, des Finanzwesens, der digitalen Infrastruktur sowie der öffentlichen Verwaltung.
Für Betreiber dieser kritischen Infrastrukturen gelten besondere gesetzliche Regelungen, etwa eine erweiterte Meldepflicht bei IT-Störungen oder festgestellten Cyberattacken. Außerdem wird darüber diskutiert, für KRITIS-Organisationen Sovereign Clouds als einzige zulässige Cloud-Form vorzuschreiben.
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So wird eine Cloud zur Sovereign Cloud

Nach europäischem Recht sind Cloud-Anbieter sogenannte Auftragsverarbeiter, die im Rahmen eines Auftragsverarbeitungsvertrages (AVV) den Cloud-Speicher für ihre Kunden bereitstellen. Über ein Service Level Agreement (SLA) regeln Anbieter und Kunden einzelne Vertragsbestandteile, darunter:
  • Architektur der Cloud (z.B. Infrastructure-as-a-Service oder Platform-as-a-Service)
  • Physischer Bereitstellungsort der Cloud
  • Gewünschte Anbindungsart an das Firmennetz des Unternehmens
  • Verteilung von Zuständigkeiten
  • Bereitstellung von Software und Schnittstellen für Einrichtung, Betrieb und Wartung
  • Umfang und Verfügbarkeit des Supports bei Störungen und Rückfragen (vor Ort im Rechenzentrum sowie über das Internet)
  • Garantierte Mindestverfügbarkeit und weitere Qualitätskriterien wie Fehlerraten, Hot-Back-up-Option oder die Anbindung an bestimmte Backbones
  • Anbieterseitige Bereitstellung von Back-ups und Cloud Disaster Recovery
  • Vertragsstrafen bei Minderleistung
  • Vertragsdauer und Kündigungsfristen
  • Kosten für die Skalierung von Cloud-Diensten
  • Datensicherheit und Datenschutz

Technische Voraussetzungen für eine souveräne Cloud-Architektur

Über entsprechende SLAs können bereits viele Kriterien einer sicheren Sovereign Cloud erfüllt sein. Hinzu kommen weitere Punkte, die eine Cloud zur Sovereign Cloud machen. Werden sie alle nativ, also auf technischer Ebene umgesetzt, spricht man auch von Sovereign-by-Design. Das Souveränitätsprinzip ist somit direkt in der Cloud-Architektur verankert. Dabei gelten insbesondere folgende Eigenschaften als essenziell:
  • Komplettverschlüsselung der gespeicherten Daten (Encryption at Rest) sowie aller Anmeldevorgänge und eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit sicheren Algorithmen (Konformität zur Technischen Richtlinie „Kryptographische Verfahren“ des BSI)
  • Auswahl des Wartungs-Personals am Cloud-Standort nach vorab vereinbarten Kriterien
  • Zugang am Cloud-Standort über eine geloggte Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)
  • Keine Fernwartung aus dem Ausland bzw. aus einer Region mit anderen Rechtsnormen
  • Optionales Geofencing für alle Daten, um sicherzustellen, dass diese den vereinbarten Datenstandort im Rechenzentrum nicht verlassen
  • Auswahl von nicht proprietären Applikationen und Open-Source-Software, um einen leichteren Umzug der Cloud-Daten zu einem anderen Anbieter zu gewährleisten
  • Keine Verwendung von Software, die Cloud-Daten während der Bearbeitung in einer Hersteller-Cloud oder an einem anderen, potenziell nicht gewünschten Ort zwischenspeichert
  • Regelmäßige Audits zur Einhaltung nationalen Rechts sowie zu anstehenden Gesetzesänderungen, die das Hosting der Daten betreffen
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Compliance und Nachweisbarkeit souveräner Cloud-Lösungen

Souveräne Cloud‑Umgebungen müssen nachweisen können, dass sie regulatorische, technische und organisatorische Anforderungen nachvollziehbar, überprüfbar und dauerhaft erfüllen. Dazu gehören folgende Punkte:

Compliance: Einhaltung von Regeln, Gesetzen und Standards

Souveräne Clouds müssen in Europa Vorgaben wie DSGVO, NIS2, DORA (Digital Operational Resilience Act), Data Act und AI Act erfüllen. Das EU Cloud Sovereignty Framework definiert hierfür verbindliche Souveränitäts‑ und Sicherheitsziele, die Anbieter erreichen müssen. Dazu gehört auch, dass Daten und Systeme vollständig innerhalb definierter Regionen verbleiben.

Schutz vor ausländischem Zugriff

Ein zentraler Compliance‑Aspekt ist die Unabhängigkeit von extraterritorialen Gesetzen, etwa dem US Cloud Act, der zu Konflikten mit der DSGVO führen kann. Souveräne Clouds müssen nachweisen, dass beispielsweise Zugriffe durch US-Behörden ausgeschlossen sind.

Nachweisbarkeit durch Standards und Zertifizierungen

Nachweisbare Souveränität entsteht durch prüfbare, standardisierte Anforderungen. Dazu gehören:
  • SEAL-Stufen (Sovereignty Effectiveness Assurance Levels) aus dem EU‑Framework, die Mindestschutzniveaus vorschreiben
  • Sovereign-Cloud-Stack‑Zertifizierungen (SCS-Zertifikate), die offene Schnittstellen, Interoperabilität und transparente Prozesse garantieren

Vollständige Auditierbarkeit

Souveräne Clouds müssen transparent und technisch überprüfbar sein – inklusive sämtlicher Prozesse, Technologien und Lieferketten. Dieses sogenannte Sovereign‑by‑Design-Prinzip fordert Auditfähigkeit und technologische Offenheit, um langfristige Kontrolle sicherzustellen.

Vorteile einer Sovereign Cloud

Für Unternehmen bietet die Sovereign Cloud trotz der rechtlichen Auflagen erhebliche Vorteile:

Compliance-Faktor Sovereign Cloud

Compliance ist für Unternehmen nicht nur Selbstzweck. Sie minimiert Risiken, schützt das Image eines Unternehmens und kann dessen Wettbewerbsfähigkeit steigern.
Umgekehrt berücksichtigen Auftraggeber Unternehmen mit einem fragwürdigen Ansehen oder nachgewiesenen Datenschutzverstößen bei Ausschreibungen und direkten Auftragsvergaben seltener. Die Verwendung einer sicheren und rechtskonformen Cloud kann somit ein wichtiger Baustein der Compliance-Strategie eines Unternehmens sein und zum Geschäftserfolg beitragen.

Garantierte DSGVO-Konformität

Die Datenschutz-Grundverordnung hat die Auflagen zum Schutz persönlicher Daten innerhalb der EU in vielen Punkten noch einmal verschärft. Für Unternehmen drohen inzwischen hohe Geldstrafen (bis zu 20 Millionen Euro oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes), wenn persönliche Daten gestohlen werden oder durch eine Datenpanne in den Besitz Dritter gelangen.
Bereits die nachgewiesene Verwendung nicht mehr zeitgemäßer Verschlüsselungsverfahren kann im Einzelfall zu einer höheren Geldstrafe führen. Die Verwendung einer DSGVO-konformen Sovereign Cloud minimiert das Risiko von Datendiebstählen und Datenverlusten. Damit schützt sie nicht nur wertvolle persönliche Daten, sondern auch die Unternehmensreputation.

Schutz vor Spionage

Durch einen Cloud-Standort innerhalb der EU oder in einem sicheren Drittland sind Unternehmensdaten insgesamt besser geschützt. Das verhindert beispielsweise, dass ausländische Wettbewerber oder Nachrichtendienste in den Besitz sensibler Daten gelangen.

Ausschreibungsbedingung Sovereign Cloud

Behörden und Kunden aus sicherheitskritischen Sektoren verlangen bei Ausschreibungen zunehmend die Nutzung von sicheren Cloud-Produkten für die gesamte Auftragsabwicklung. Unternehmen, die bereits eine sichere Sovereign Cloud einsetzen, haben somit einen Vorteil gegenüber Wettbewerbern, die hierfür erst den Cloud-Anbieter wechseln müssen.

Niedrigere Versicherungsprämien durch Risikominimierung

Cyberattacken verursachen in Deutschland jedes Jahr Schäden in Milliardenhöhe. Zwar gibt es inzwischen einschlägige Cyberversicherungen, die sogar Reputationsverluste abdecken. Doch bei einem grob fahrlässig herbeigeführten Schaden zahlen viele Versicherungen nicht. Außerdem verlangen einige Anbieter höhere Jahresbeiträge, wenn bestimmte Branchen oder einzelne Unternehmen besonders gefährdet sind. Die Verwendung einer nachweislich sicheren Sovereign Cloud könnte also zukünftig auch Einfluss auf die Höhe der Versicherungsbeiträge haben.

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Nutzergruppen der Sovereign Cloud

Die Sovereign Cloud kommt für unterschiedliche Nutzergruppen in Betracht, die strikte rechtliche Vorgaben einhalten müssen. Dazu gehören:
  • Öffentlicher Sektor und Behörden: z.B. staatliche Einrichtungen, Verwaltungen und Organisationen mit hohen Anforderungen an Datenhoheit
  • Betreiber kritischer Infrastrukturen: Unternehmen und andere Organisationen aus den Bereichen Energie, Transport, Gesundheit und Kommunikation
  • Regulierte Branchen: Unternehmen mit streng regulierten und sensiblen Daten wie Finanzdienstleister und Akteure des Gesundheitswesens
  • Unternehmen mit hohen Compliance-Anforderungen: Unternehmen mit digitaler Souveränität als Teil des Geschäftsprozesses oder als strategisches Ziel, z.B. wegen globaler Lieferketten, dem Schutz geistigen Eigentums oder geopolitischer Risiken
  • Non-Profit-Organisationen: z.B. soziale Einrichtungen und NGOs, die mit personenbezogenen Daten arbeiten

Globale Cloud vs. Sovereign Cloud: Das sollten Sie wissen

Wenn Sie eine globale statt einer Sovereign Cloud nutzen, ist das mit verschiedenen Risiken verbunden. Die wichtigsten finden Sie im Folgenden:

1. Konflikte mit ausländischen Gesetzen

Globale Cloud-Anbieter unterliegen oft extraterritorialen Regelungen wie dem US Cloud Act, der Behörden Zugriff auf weltweit gespeicherte Daten ermöglicht. Dies ist ein direkter Konflikt mit europäischen Datenschutz- und Souveränitätsanforderungen.

2. Fehlende Kontrolle über Daten und Infrastruktur

Bei globalen Clouds liegen Management‑Instanzen, Betriebsprozesse und Support-Strukturen häufig außerhalb der eigenen Rechtsordnung. Das erschwert die vollständige Kontrolle, Auditierbarkeit und Transparenz über Sicherheitsmaßnahmen und Datenflüsse.

3. Geopolitische Abhängigkeiten & Risiken

Globale Cloud-Modelle können von politischen Spannungen, Handelskonflikten oder regulatorischen Änderungen betroffen sein – auch kurzfristig und unerwartet. Souveräne Clouds reduzieren solche geopolitischen Risiken erheblich und schützen vor ungewollter staatlicher Einflussnahme.

4. Einschränkungen bei Compliance & Zertifizierungen

Viele regulatorische Vorgaben verlangen, dass sensible Daten lokal verarbeitet, getrennt gehostet und nachweisbar geschützt werden, etwa im öffentlichen Sektor oder KRITIS-Organisationen. Globale Angebote erfüllen diese Anforderungen oft nur teilweise oder gar nicht.

5. Risiko von Vendor-Lock‑in

Proprietäre Technologien globaler Hyperscaler erschweren meist den Wechsel zu einem anderen Cloud-Anbieter oder den Parallelbetrieb mehrerer Cloud-Modelle. Souveräne Clouds setzen hingegen stärker auf offene Standards und Portabilität, um Abhängigkeiten zu reduzieren.
Zusammengefasst: Globale Cloud-Dienste bieten zwar eine einfache Skalierung und großer Flexibilität, stehen aber häufig im Konflikt mit Anforderungen an nationale Kontrolle, Compliance und Unabhängigkeit. Souveräne Clouds adressieren diese Risiken durch lokale Datenspeicherung, strikte Zugriffsmodelle und transparente, auditierbare Betriebsmodelle.
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Unser Fazit: Die Sovereign Cloud macht Unternehmen wettbewerbsfähiger

Die Sovereign Cloud kann für eine bessere Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen sorgen. Sie reduziert zentrale wirtschaftliche Risiken und stärkt gleichzeitig Vertrauen, Sicherheit und Compliance. Durch rechtskonformes Hosting innerhalb eines Landes und den Schutz sensibler Daten sinkt das Risiko von Datenschutzverstößen, hohen Bußgeldern und Reputationsschäden deutlich – etwa durch vollständige Verschlüsselung und exklusive Schlüsselhoheit.
Zudem schützt die souveräne Datenhaltung vor Wirtschaftsspionage und ungewolltem Zugriff ausländischer Akteure, was besonders für innovationsstarke Branchen essenziell ist. Unternehmen profitieren daneben von einem Wettbewerbsvorteil bei Ausschreibungen, da viele Behörden und sicherheitskritische Sektoren den Einsatz souveräner Clouds inzwischen voraussetzen.
Insgesamt stärkt eine souveräne Cloud so die Rechts- und Planungssicherheit. Zudem macht sie Unternehmen attraktiver für Fachkräfte, denn sie unterstreicht eine verantwortungsbewusste Compliance‑Kultur.

Mit Cloud-Souveränität zur Wettbewerbsfähigkeit

Für Unternehmen wird Daten-Souveränität zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Doch wie können Sie die Vorteile von Cloud-Lösungen mit dem Anspruch auf volle Daten-Hoheit behalten – technisch, rechtlich und organisatorisch?

Unser Whitepaper zeigt praxisnahe Strategien und gibt mittelständischen Unternehmen konkrete Handlungsempfehlungen inklusive Checkliste an die Hand – für die optimale Balance zwischen Daten-Sicherheit, Compliance und Innovationskraft.

Sovereign Cloud: Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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