Eine Hand bedient ein Tastentelefon, die andere Hand hält einen Telefonhörer
Unified Communication

0137-Nummern schalten: Darauf sollten Sie achten

0137-Servicenummern bieten neben attraktiven Verdienstmöglichkeiten viele neue Möglichkeiten der Kundenbindung und -gewinnung. Sie werden zum Beispiel bei Televotings oder Gewinnspielen mit großem Erfolg eingesetzt. Doch welche Abrechnungsmodelle gibt es hierbei? Lohnt sich eine solche Rufnummernschaltung überhaupt?

Die sogenannten 0137-Nummern wurden als als „Peak-Applikation“ für den Massenverkehrsdienst entwickelt. Dieser ermöglicht es, zu bestimmten Spitzenzeiten Tausende von Anrufen gleichzeitig anzunehmen und zu bearbeiten. Internetnutzer:innen, Zuschauer:innen, Hörer:innen oder auch Leser:innen werden dabei zum Mitmachen und Anrufen motiviert. Interaktivität stärkt die Bindung der Kund:innen an eine Marke oder zieht neue an.

Kostenpflichtige 0137-Nummern werden besonders von Medienunternehmen gern eingesetzt, etwa bei Casting-Shows, weshalb sie auch als „Televoting-Nummern“ bekannt sind. Hier bekommt jeder Casting-Star eine eigene Service-Rufnummer und kann von den Fans ins Finale gewählt werden. Die so generierten Einnahmen leisten bei privaten TV-Sendern einen erheblichen Beitrag zum Jahresgewinn und ermöglichen die Finanzierung der Programme. Für die Anrufer:innen liegt der Reiz neben möglichen Gewinnchancen in dem besonderen Mitmacherlebnis.

Inhaltsverzeichnis

Was sind 0137-Nummern?

Bei den 0137-Vorwahlen handelt es sich um sogenannte MABEZ-Rufnummern. Diese Abkürzung steht für „Massenverkehr zu bestimmten Zielen“. Die Hauptmerkmale der 0137-Nummern sind das hohe Verkehrsaufkommen in einem oder mehreren kurzen Zeitintervallen und die verhältnismäßig kurze Anrufdauer (auch „Belegungsdauer“). Die Gesprächszeit ist kurz, weil sie sich auf einen klar eingegrenzten Sachverhalt bezieht, etwa auf die reine Stimmabgabe oder die Meldung einer Teilnahme.
Ziel ist es, mit 0137-Nummern während eines bestimmten Zeitraums nicht nur Verkehrsspitzen zu bewältigen, sondern auch das Netz vor Überlastung zu schützen. Eine Verkehrsspitze liegt vor, wenn eine hohe Anzahl von Anrufen pro Sekunde an einer bestimmten Stelle oder in einem Bereich eingeht.
0137-Sonderrufnummern wurden speziell für Telefon-Marketing-Aktionen entwickelt. Die Anrufer:innen bezahlen pro Anruf eine bestimmte Gebühr. Der Vorteil für die Anbieter der Rufnummer ist, dass die Verbindung besonders schnell zustande kommt und ein schneller Service möglich ist.
Das System ist immer gleich, egal, ob es sich um ein Gewinnspiel, ein Voting oder um Meinungsumfragen handelt. Ein weiteres beliebtes Einsatzgebiet für 0137-Nummern sind Spendenaktionen. In der Regel existieren 0137-Servicenumern nur über einen begrenzten Zeitraum für eine bestimmte Kampagne.
Für eine Beratungs-Hotline sind 0137-Nummern dementsprechend ungeeignet, da sie pro Anruf abgerechnet werden, Telefonberatungen in der Regel aber mehrere Minuten dauern.
Junge Frau im Home Office telefoniert

Service-Rufnummern

Nutzen Sie die Vorteile unserer Service-Rufnummern für die Kommunikation mit Ihren Kund:innen. Wählen Sie, welche Art der Service-Rufnummer am besten zu Ihrem Business passt:

  • Kostenteilung: die Nummer mit geteilten Gesprächskosten
  • Nulltarif: die gebührenfreie Nummer für die Neukundenakquise
  • Premium: die Nummer zu selbst festgelegten Kosten
So funktionieren Ihre 0137-Nummern in der Praxis
Anrufer:innen bezahlen für den Anruf einer von Ihnen bereitgestellten 0137-Nummer einen einmaligen Fixbetrag. Massenverkehrs-Rufnummern müssen spätestens 90 Tage nach Erteilung tatsächlich genutzt werden. Eine fristgerechte Nutzung sollte vor der Beantragung also sichergestellt sein. Der Fix-Betrag für die Teilnahme wird über die Telefonrechnung der Anrufer:innen eingezogen. Die Höhe des Betrags wählen Sie aus einer Reihe von unterschiedlichen Tarifen aus.
Für ein 01379-Gewinnspiel beispielsweise sieht das in der praktischen Anwendung so aus: Bei Anruf der betreffenden Servicenummer erfolgt eine freundliche Begrüßung, die Gewinnfrage wird gestellt, die Antwort abgefragt und die Adresse aufgenommen. All dies läuft automatisch, Personal ist dafür nicht nötig. Die Ansagen und die Dialogstruktur werden individuell angepasst, Sprachdialogsteuerung und Spracherkennung basieren auf modernster Technik. Sie verdienen bei jedem Anruf.
Vorteile für Ihr MarketingGewinnspiele oder Meinungsumfragen sorgen für Aufmerksamkeit und machen Ihre Angebote und Produkte interessant. Die Speicherung und Auswertung von Anrufer-Daten erledigt das System. Die statistische Auswertung erfolgt über sekundengenaue Statistikdaten. Dadurch haben Sie Ihre Kampagnenverläufe und Teilnehmerquoten zu jeder Zeit im Blick. Reichweiten und die Effizienz Ihrer Werbung sind direkt messbar.
In vielen Umfragen zählt die Telefonie noch immer zu den von Kund:innen am meisten geschätzten Möglichkeiten, um Kontakt zu einem Unternehmen aufzunehmen. Auch „Mitmach-Telefonie“ hat Einfluss auf die Einstellung von Nutzern:innen zu Marken und Unternehmen.
Zu den weiteren Vorteilen der 0137-Servicerufnummern gehören die lückenlose Erreichbarkeit, kurze Response-Zeiten, sowie die einfache und schnelle Verrechnung. Sie erschließen sich einen leistungsstarken Kanal für Ihre Kundenkommunikation, mit dem Sie zugleich Ihre Ressourcen optimieren können und Ihren Kunden ein einzigartiges Mitmacherlebnis bieten. Dabei bestimmen Sie, was Ihre Anrufer bezahlen sollen und was Sie dabei verdienen wollen. Ihre Investitionskosten sind dafür im Verhältnis gering.
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Nutzen Sie eine Sprachdialogsteuerung mit moderner Spracherkennung. Verändern Sie Ansagen und Dialogstruktur online. Für eine optimale Auslastung und die automatische Verteilung von E-Mails, Faxen und Chat-Nachrichten. Unsere Optionen als flexible Cloud-Lösung:

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  • Outbound-Kampagnen-Management

01377, 01378, 01379 – Die Unterschiede im Überblick

Die Massenverkehrs-Rufnummern des Nummernbereichs 0137 sind immer zehnstellig und setzen sich aus der vierstelligen Dienstkennzahl (0137), der einstelligen Tarifkennung (1-9) und einer sechsstelligen Teilnehmerrufnummer zusammen. Die Tarife für Anrufe unterscheiden sich je nach Rufnummerngasse in den Bereichen 0137-1 bis 0137-9.
Die Anruferkosten für 0137-Nummern staffeln sich nach der Rufnummerngasse wie folgt:
Einnahmen erzielen Sie als Inhaber der geschalteten Rufnummern dementsprechend nur über die Rufnummerngassen 0137-6 bis 0137-9.
Bis Ende März 2022 wichen die 0137 Kosten fürs Handy noch vom Festnetz ab. Zum 1. April 2022 wurden sie jedoch angeglichen. Seitdem darf ein Anruf auf eine 0137-Nummer vom Mobiltelefon aus nicht mehr kosten als vom Festnetz.

01377 – ideal für den Bereich Unterhaltung

Über 01377-Rufnummern werden beispielsweise Quizspiele oder Horoskop-Ansagen angeboten. Diese Dienste sind mit höheren Kosten verbunden als reguläre Anrufe und können dennoch für Menschen, die Unterhaltung oder Ablenkung suchen, sehr attraktiv sein.

01378 – für Auskunftsdienste, Wetten, Lotterien

Die Kosten für Anrufe bei 01378-Rufnummern sind je nach Anbieter und Art des Dienstes sehr unterschiedlich. Übliche Beispiele für 01378-Rufnummern sind Wetten, Lotterien oder Auskunftsdienste – etwa für Telefonnummern oder Adressen. Wie bei allen 0137-Vorwahlen sind diese Rufnummern streng reguliert. Anbieter müssen stets sicherstellen, dass die Kosten für die Nutzer:innen transparent und klar erkennbar sind.

01379 – Vorwahl mit hohen Kosten

Die Sonderrufnummer 01379 gehört ebenfalls zur Gruppe der 0137-Nummern und wurde in der Vergangenheit häufig für „Dialer-Dienste“ genutzt. Dialer-Dienste ermöglichen den Zugang zu kostenpflichtigen Online-Inhalten oder -Diensten durch Einwahl über eine 01379-Nummer.
Die hohen Kosten für den Zugang werden dann über die Telefonrechnung abgerechnet. Verbraucher:innen verbinden mit dieser Vorwahl oft noch immer negative Erfahrungen. Inzwischen unterliegt die Nutzung von 0137-Servicenummern einschließlich der 01379-Nummern in Deutschland strengen gesetzlichen Bestimmungen.

0137-Sperre: Verbraucherschutz blockiert Kostenfalle

Ein Unterschied zwischen den 0137-Nummern und anderen Sonderrufnummern ist, dass nicht die Bundesnetzagentur, sondern der 0137-Anbieter sie direkt vergibt. Neben Unternehmen können auch Privatpersonen 0137-Sonderrufnummern aktivieren.
In der Vergangenheit wurden 0137-Nummern zum Teil zweckentfremdet. So machten Verbraucher:innen die Erfahrung, dass sie auf dem Handy Anrufe von einer unbekannten 0137-Nummer erhielten, aber sofort aufgelegt wurde. Wenn sie die Nummer nichtsahnend zurückriefen, verursachten sie damit unwissend Kosten. Es handelte sich um eine Kostenfalle. Auf Handys ist die kostenpflichtige 0137-Nummer häufig schlecht zu identifizieren, weil dort die deutsche Auslandskennzahl 49 vorangestellt ist (zum Beispiel +49137766 usw.).
Hier hat der Verbraucherschutz den Riegel vorgeschoben und eine Kostensperre eingerichtet. Seit dem 1. Dezember 2022 werden mit der Novelle des Telekommunikationsgesetzes hochpreisige 0137 Rufnummern gesperrt. Anbieter:innen von 0137-Rufnummern müssen stets sicherstellen, dass alle Informationen über ihren Dienst für Nutzer:innen transparent sind. Die Kosten müssen gut lesbar, deutlich sichtbar und im unmittelbaren Zusammenhang mit den Rufnummern angegeben werden.
Bei 0137-Vorwahlen muss vor dem Gesprächsbeginn eine Tarifansage geschaltet sein. Darüber hinaus ist die Zustimmung der Anrufer:innen zum Gespräch für einen mit Kosten verbundenen Verbindungsaufbau Voraussetzung. Versteckte Abo-Modelle sind unzulässig.
Die Einhaltung dieser Vorschriften wird von der Bundesnetzagentur überwacht. Bei Verstößen drohen Zwangsgelder und im schlimmsten Fall die Abschaltung der betreffenden Servicerufnummer, sodass diese technisch nicht mehr erreichbar ist. Dies betrifft auch die rechtswidrige Nutzung von Servicerufnummern. Die Bundesnetzagentur kann bei gegebenem Anlass, wie etwa Beschwerden, vom Anbieter einer 0137-Nummer einen Bericht einfordern.
Der seriöse Einsatz von 0137-Nummern wird von Nutzer:innen in vielen Einsatzgebieten sehr geschätzt. Mit diesem Instrument des Telefon-Marketing bewältigen Sie mit wenig Aufwand hohe Anrufzahlen in kurzer Zeit auf Basis moderner Infrastrukturen.
Servicenummern für den Kundendienst richten Sie dagegen besser über eine 0900-Nummer ein.
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0137-Rufnummern: Das Wichtigste in Kürze

Interaktive Formatergänzung: Die 0137-Servicenummern gehören zu den Massenverkehrsdiensten. Sie sind auch bekannt als Televoting-Nummern, da sie häufig von Fernsehsendern für Gewinnspiele oder Zuschauerabstimmungen verwendet werden. Die 0137-Sonderrufnummern kommen außerdem bei Meinungsumfragen oder Spendenaktionen zum Einsatz.
Peak-Entlastung: Ganz gleich für welches Einsatzgebiet sie genutzt werden: diese speziellen Rufnummern garantieren im Gegensatz zu anderen Rufnummern als „Peak-Applikationen“ eine hohe Durchsatzmenge von bis zu 2.000 Anrufen pro Sekunde und mehr. 0137-Nummern dienen nicht nur der Bewältigung von Verkehrsspitzen innerhalb eines begrenzten Zeitraums, sondern auch dem Schutz des Netzes vor Überlastung.
Flexible Tarifierung: Ihre Tarifierung wird entsprechend der Tarifkennziffern 0137-1 bis 0137-9 festgelegt. Die Nummernbereiche 0137-6 bis 0137-9 bieten für Anbieter eine Vielzahl lukrativer Einnahmemöglichkeiten.
Bequemes Inkasso: Ihre Einnahmen werden komfortabel über die Telefonabrechnung der Anrufer:innen einbezogen. Der Gesetzgeber hat für die Nutzung die Einhaltung einer entsprechender Transparenzpflicht eingeführt. Voraussetzung hierfür ist also, dass alle Informationen zu einem Dienst für die Kunden:innen klar erkennbar und nachvollziehbar sind.
Wirksames Marketinginstrument: Televoting-Nummern sind ein effizientes Instrument, um neue Kunden zu gewinnen, oder bestehende Kunden stärker und langfristig zu binden. Bei Nutzer:innen, Leser:innen, oder Zuschauer:innen erfreut sich die „Mitmach-Telefonie” großer Beliebtheit. Die Einbindung von 0137-Servicenummern in Ihr Marketing lässt sich aufbauend auf Ihrer vorhandenen Telekommunikations-Infrastruktur abwickeln und schont Ressourcen sowie Personal.
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DSL oder Kabel? Unterschiede erklärt – So treffen Sie die richtige Wahl

Was ist für Ihre Bedürfnisse besser geeignet: ein Kabel- oder ein DSL-Internetanschluss? Im Laufe der Jahre hat sich sowohl beim ehemaligen Telefonkabel als auch bei der Koaxialtechnik viel getan. Was hinter den Technologien steckt und wo die jeweiligen Vor- und Nachteile sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede liegen, erfahren Sie hier. Beim Festnetz-Internetanschluss via Koaxialkabel sind inzwischen bis zu einem Gigabit pro Sekunde im Download möglich – bis zu zehn Gigabit sind hier in Planung. Im DSL-Bereich dagegen sind aktuell maximal 250 Megabit pro Sekunde möglich. Für viele Anwendungsfälle ist das ausreichend, doch mit wachsendem Datenaufkommen kommt die Technologie langsam an ihre Grenzen. Laut statista nutzten in Deutschland 2023 ganze 24,3 Millionen Teilnehmer:innen insgesamt DSL-Technik für ihren Internetanschluss. 8,7 Millionen setzten auf Kabel-Internet; und 4,2 Millionen Anschlüsse laufen bereits über Glasfaser. DSL hat also immer noch den höchsten Marktanteil, was nicht zuletzt an der breiten Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Technologie liegt. Trotzdem gibt es gute Gründe, wo möglich auf Glasfaser oder Kabel umzurüsten.

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