Lillys Verschwinden: Das Ende erklärt – taucht das Mädchen wieder auf?

Von der fünfjährigen Lilly fehlt in einer Ferienanlage auf Mallorca jede Spur: Wer steckt dahinter und lebt das Kind noch? Das Ende von "Lillys Verschwinden" erklärt – und was die Geschichte mit dem Fall von Maddie McCann zu tun hat.

Achtung: Der folgende Text enthält natürlich Spoiler zu dem ZDF-Zweiteiler. Wenn Du die Filme noch nicht gesehen hast, solltest Du vielleicht lieber nicht weiterlesen.

Wie entwickelt sich die Handlung bis zum Ende von Lillys Verschwinden?

Anna (Jessica Schwarz) und Robert Bischoff (Heino Ferch) reisen mit ihren Kindern Noah und Lilly nach Mallorca. Ihre langjährige Freundin Johanna Pohlmann (Natalia Wörner) hat sich mit ihren Kindern angeschlossen. Während die Kleinen abends im Apartment zurückbleiben und schlafen, treffen sich die Erwachsenen in der Tapasbar des Hotels. Dabei sind auch Sara (Petra Schmidt-Schaller) und Niklas Grothe (Felix Klare), die die Eltern kürzlich kennengelernt haben.

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Als Mutter Anna zurückkommt, um nach dem Rechten zu schauen, ist die fünfjährige Lilly wie vom Erdboden verschluckt. Ihr Bett ist leer, niemand weiß, was vorgefallen ist. Handelt es sich um eine Entführung, oder hat sie das Apartment verlassen und sich verlaufen? Die Kriminalbeamt:innen Isabell Navarro (Mona Pirzad) und Antonio Gomez (Mohamed Achour) ermitteln fieberhaft.

Die Geschichte von "Lillys Verschwinden" ist an einen echten Fall angelehnt: Im Mai 2007 fehlt von der dreijährigen Madeleine "Maddie" McCann in Portugal jede Spur. Sie war mit ihren Eltern und Geschwistern dort im Urlaub. Das Mädchen ist bis heute nicht wieder aufgetaucht. Aber was passiert am Ende von "Lillys Verschwinden"? Finden die verzweifelten Bischoffs ihre Tochter?

Lillys Verschwinden: Wer wird bis zum Ende alles verdächtigt?

Die erschütterten Eltern tun in "Lillys Verschwinden" alles, um ihre Tochter wiederzufinden. Doch der Albtraum fordert seinen Tribut: Anna und Robert geraten mehrfach in Streit; sie machen sich gegenseitig schwere Vorwürfe. In ihrer Ehe hatte es vorher bereits gekriselt. Dann wenden sie sich ausgerechnet an eine Boulevardjournalistin (Regula Grauwiller), um die Öffentlichkeit ins Spiel zu bringen und Druck auf die Ermittler:innen auszuüben.

In ihrer Hilflosigkeit zweifeln die Bischoffs an allen Menschen um sie herum – auch an denen, die dem Ehepaar helfen wollen. Haben sich zum Beispiel Sarah und Niklas nur mit ihnen angefreundet, um besser an Lilly heranzukommen? Schließlich wünscht sich das Paar Kinder, kann aber keine bekommen.

Die Polizei nimmt auch Freundin Johanna unter die Lupe. Sie überprüft zudem Mitarbeiter:innen aus dem Umfeld des Hotels und Menschen auf der Insel. Der deutsche Auswanderer Peter Maiwald (Andreas Lust) lebt auf der Insel und bietet den Eltern einfach so seine Hilfe an. Das finden die Ermittler:innen seltsam und nehmen ihn kurzzeitig in Gewahrsam. Es gibt immer neue Fährten, die sich als falsch herausstellen.

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Schließlich geraten die Eltern selbst unter Verdacht. Es stellt sich heraus, dass Anna eine Affäre mit Niklas hat. Hat sie den Kindern vielleicht Schlafmittel gegeben, damit sie nicht stören – und sich bei der Dosierung vertan? Die Ermittler:innen finden zudem Widersprüche in Roberts Aussagen zum Tatabend. Immerhin waren die Eheleute ganz in der Nähe des Apartments, und ihre Aussagen widersprechen sich. Warum ließen sie die Kinder überhaupt allein zurück?

Anna und Robert reisen überstürzt nach Deutschland zurück – die Ermittler werten das als verdächtig. Ist das der Beweis, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht? Doch am Ende von "Lillys Verschwinden" stellt sich heraus, dass jemand ganz anders hinter der Entführung steckt.

Die Erklärung für das Ende von Lillys Verschwinden: Wer steckt hinter der Tat?

Boulevardjournalistin Bo Eilers ist es schließlich, die mit einer Beobachtung entscheidend zur Auflösung des Falls beiträgt. Sie sieht zufällig, wie Peter Maiwald mit einer unbekannten Frau Spielzeug und Kinderkleidung in ein Auto lädt. Die Reporterin folgt dem Fahrzeug.

Nachdem Bo sie darüber informiert hat, kehren die Eltern heimlich auf die Insel zurück, um nach ihrer Tochter zu suchen. Anna hat das Haus von Maiwald im Blick, während Robert versucht, die Finca zu finden, zu der Maiwald und die Unbekannte gefahren sind.

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Doch jemand erkennt die Mutter und alarmiert die Polizei. Robert sieht inzwischen, wie die unbekannte Frau mit einem Kind an der Hand zu einem Anwesen geht. Während Anna festgenommen wird, alarmiert er die Polizei. Dann taucht plötzlich Maiwald auf: Robert konfrontiert ihn und der Mann gibt zu, dass er Lilly zuerst betäubt und dann entführt hat. Er erzählte dem Kind, dass ihre Eltern und ihr Bruder bei einem schweren Unfall gestorben sind. Maiwald sagt, dass sich seine Freundin Maria gut um das Mädchen gekümmert habe.

Die Polizei rückt zusammen mit Anna an. Die Mutter will sofort ins Haus rennen. Doch Robert möchte, dass Maiwald Lilly zuerst erklärt, dass ihre Eltern noch leben. Das Kind läuft anschließend in die Arme seiner Mutter, und die Beamt:innen verhaften Maiwald und Maria.

Aber was ist die Erklärung für das Verbrechen? Am Ende von "Lillys Verschwinden" gesteht Maiwald alles. Er sagt den Polizist:innen, dass er bei einem Unfall Marias Tochter überfahren hatte. Sie weiß nicht, dass er am Steuer saß. Der Mann wollte "seine Schuld begleichen" und alles wieder gutmachen, sagt er. Darum hat er Lilly entführt und zu Maria gebracht. "Sie wollten ihr nie etwas antun", sagt Robert zu seiner Frau.

Das sind die Parallelen zum Fall Maddie McCann

Es ist offensichtlich, dass "Lillys Verschwinden" vom Vermisstenfall Maddie McCann inspiriert ist. Das Kind hatte mit seinen Eltern und den beiden Geschwistern Urlaub in Praia da Luz an der Algarve-Küste in Portugal gemacht. Kate und Gerry McCann saßen zur Tatzeit mit Bekannten in einem Restaurant. Ihre drei Kinder schliefen in der 50 Meter entfernten Ferienwohnung. Wie im Film "Lillys Verschwinden" geraten zwischenzeitlich mehrere Verdächtige ins Visier der Ermittler:innen – auch die Eltern.

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Der Fall ist bis heute ungelöst. Die portugiesische, britische und deutsche Polizei ermitteln gemeinsam. Zwar haben sie mit Christian B. wohl einen Hauptverdächtigen, der zur Zeit von Maddies Verschwinden in der Umgebung gelebt hat. Zudem soll er gegenüber Freund:innen Andeutungen zum Fall gemacht haben.

B. wurde Ende September 2025 aus einem Gefängnis bei Hannover entlassen und muss seitdem eine elektronische Fußfessel tragen. Die Behörden konnten ihm bisher nicht nachweisen, dass er etwas mit dem Fall Maddie zu tun hat – und er bestreitet jede Beteiligung.

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