Diese IoT-Start-ups sollten Sie kennen

Digitale Vorreiter

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Datum 04.11.2019
Lesezeit 7 Min.

Diese IoT-Start-ups sollten Sie kennen

Das Internet of Things (IoT) wächst beständig. Bereits jetzt sind viele Geräte untereinander vernetzt und tauschen Daten aus. Die Möglichkeiten sind dabei so vielfältig, wie es Geräte gibt: Vom autonomen Fahren über intelligente Kaffeemaschinen bis hin zu smarten Fabriken entstehen neue Geschäftsfelder rund um das Thema Maschinenkommunikation. Möglich wird das unter anderem durch das kommende Vodafone 5G-Netz und Big Data-Auswertungen sowie künstliche Intelligenz. Wir haben uns am Markt umgesehen und einige interessante IoT-Start-ups für Sie identifiziert. Sie sind allesamt Teil der Future Connect Tour 2019/20 in sechs deutschen Städten und Mitglieder des Start-Up-Programms Vodafone UPLIFT.

Ganze Branchen sind im Umbruch und herkömmliche Geschäftsmodelle werden zunehmend hinterfragt. Dabei sind diejenigen, die konsequent auf Digitalisierung und intelligente, vernetzte Lösungen setzen, klar im Vorteil: Gerade für diese Bereiche gibt es verschiedene Fördermittel.

Insgesamt wurden laut Venture Scanner im 4. Quartal 2018 weltweit 16,7 Milliarden US-Dollar in IoT-Start-ups investiert. Statista zufolge liegt das Umsatzpotenzial dieser Unternehmen bereits im Jahr 2020 bei 50,1 Milliarden Euro – und das allein in Deutschland. Die Tendenz ist weiterhin steigend und schon heute handelt es sich um einen riesigen und wachsenden Markt. Wir stellen Ihnen einige vielversprechende Kandidaten vor. Die Start-Ups kooperieren bereits mit Vodafone und sind Teil des Accelerator-Programms Vodafone Uplift. Das Programm bringt IoT-Start-Ups mit Vodafone zusammen und begleitet deren Skalierung durch gemeinsame Medien- und Vertriebsarbeit.

 

Vernetzte Beleuchtung für die Smart City: ICE Gateway

Um Städte sinnvoll zu vernetzen, muss ein Standard her: Dieser sollte leicht implementierbar sein, damit Städte möglichst unkompliziert zu “Smart Citys” werden können. 

Das Berliner Start-up ICE Gateway entwickelt eine Lösung, die neben einer effizienten LED-Beleuchtungseinrichtung mit einer Menge Vernetzungs-Hardware ausgerüstet ist. Darunter sind Speicherbausteine, Prozessoren und Netzwerkanschlüsse. Die intelligenten Lampen können über WLAN, Bluetooth, M2M-SIM-Karten und auf anderen Wegen vernetzt werden (beispielsweise PoE). Die Abkürzung ICE steht dabei nicht für den bekannten Schnellzug, sondern für „Information, Communication and Energy”.


Der Mehrwert der Lösung liegt nicht nur in der enormen Energieeinsparung durch die verbaute LED-Technik. Die ICE-Gateway-Komponenten kommunizieren auf Wunsch via Internet und Cloud miteinander und liefern wertvolle Daten. So kann schon bald aus einer Straßenlaterne ein Kommunikations-Knotenpunkt und aus einer Ampel ein Rechenzentrum zur intelligenten Steuerung einer Kreuzung werden. Das Verkehrsschild wiederum könnte demnächst mit vorbeifahrenden, autonomen Fahrzeugen kommunizieren.

Erleben Sie das Gründerteam um Ramin Lavae Mokhtari live während unserer Future Connect Tour 2019/20 in den Städten Berlin, Hamburg und Mainz.

 

Video: YouTube / ICE Gateway GmbH

 

Remote Support: Rise Tech hebt Fernwartung auf die nächste Ebene

Viele Industrieunternehmen sind auf technisch ausgereifte und meist rund um die Uhr funktionierende Produktionsanlagen angewiesen. Fällt eine Komponente aus, kann das die Fertigung unterbrechen, bis ein Techniker eintrifft und der Fehler behoben ist. Die Folge sind ein vorübergehender Stillstand der Produktion und somit mögliche Umsatzausfälle.

Mit der „Rise Remote Support”-Lösung des Kölner Start-ups RISE Technologies GmbH können Service-Dienstleister und Hersteller komplexer Anlagen das Thema Wartung auf die nächste Ebene heben. Mitarbeiter vor Ort erstellen Support-Tickets, einschließlich Fotos von der betroffenen Maschine, und fragen dann Experten eines Support-Unternehmens um Rat. Gibt es keine Ad-hoc-Lösung, können die Mitarbeiter per Videokonferenz und Augmented-Reality-Smartglass-Brille umfangreiche Unterstützung bekommen. 

Auf diese Art lassen sich unnötige Service-Einsätze vermeiden. Das betroffene Unternehmen spart dadurch Zeit, reduziert seine Support-Kosten und maximiert die Uptime seiner Anlagen. Auf Seiten des Support-Anbieters werden neue Umsatzpotenziale erschlossen und Fahrtkosten eingespart.

Erfahren Sie mehr über Fernwartung der nächsten Generation live während unserer Future Connect Tour 2019/20 in Mainz.

 

Video: YouTube / coworkit – Coworking Space Solingen

 

Effizienter Einsatz auf der Baustelle: corrux vernetzt Bagger und Maschinen

Erst kürzlich haben wir über die sinnvolle Vernetzung von Baumaschinen zur Diebstahlprävention, aber auch zur Fernsteuerung, beispielsweise von Kränen, berichtet. Gerade in der Baubranche gibt es jede Menge ungenutztes Potenzial zur Vernetzung der Geräte. Daraus entsteht Einsparpotenzial in Millionen- oder gar Milliardenhöhe, je nach Unternehmensgröße und Art des Vorhabens.

Das Münchner Start-up corrux GmbH verbindet Baumaschinen und Anlagen jeglicher Hersteller mit der Cloud. Umfangreiche, KI-gestützte Analysen helfen Bauleitern und Maschinenherstellern, den Einsatz ihrer Gerätschaften besser zu verstehen und darauf basierend zu optimieren. So steht kein Bagger mehr ungenutzt herum, während er anderswo vielleicht dringend benötigt wird. Außerdem lassen sich mit dem corrux Asset Manager mögliche Ausfälle frühzeitig erkennen. Präventive Wartung kann dann verhindern, dass ein Gerät ausfällt.

Das Team der 24-jährigen Gründerin Laura Tönnies können Sie live während unserer Future Connect Tour 2019/20 in München erleben.

 

Video: YouTube / NOAHConference

 

eHealth, Smart Home und Industrie 4.0: Exelonix bringt Narrowband-Anwendungen zur Marktreife

Der Narrowband-IoT-Standard wurde entwickelt, damit Gerätevernetzung auch in schwierigen Umgebungen gelingt – etwa in einem Keller oder über große Distanzen hinweg. Dieser Standard ist für diese Arbeit besonders geeignet, da die betreffenden Geräte nur wenig Energie benötigen. 

Gerade im Bereich elektronischer Gesundheitslösungen, aber auch bei kritischen Prozessen in der Industrie ist eine zuverlässige und stabile Datenübertragung gefordert. Das Dresdner Start-up Exelonix beschäftigt sich genau hiermit und hat gleich mehrere Produkte und Lösungen für ambitionierte Vernetzungsvorhaben entwickelt:

 

  • Der NB|USB-Stick und das NB|DESK-Board sind dafür geeignet, um die Netzabdeckung im Narrowband-Bereich an einem bestimmten Standort zu testen.
  • Im Smart-Metering-Bereich, also bei der (geplanten) elektronischen Übertragung von Messdaten, kann das NB|METER wertvolle Installationshilfe leisten.
  • Das NB|DEV KIT gibt es schon länger und dient ebenfalls zum Testen der Narrowband-Netzabdeckung. Es lässt sich mit Sensoren verbinden und kann direkt zur Anwendungsentwicklung genutzt werden.

 

Zur Expertise von Exelonix gehört unter anderem die Vernetzung von Patienten und Ärzten mit Hilfe von Apps und Interfaces im eHealth-Bereich. Im Smart-City-Segment können die Lösungen des Dresdner Unternehmens beispielsweise zur Bestückung von Gebäuden mit Sensoren genutzt werden. Die Industrie 4.0 profitiert von einer schmalbandigen und somit besonders zuverlässigen Datenübertragung mit Exelonix-Hardware und den dazugehörigen Software-Lösungen.

Das Exelonix-Team war live während unserer Future Connect Tour 2019/20 in Berlin zu sehen.

 

Vernetzten Geräten gehört die Zukunft: Die Future Connect  Tour 2019/20


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Sie haben Fragen zu unseren Produkten und Angeboten?
Dann rufen Sie unter 0800 5054515 an.

Die vier genannten Beispiele zeigen eindrucksvoll, was moderne IoT-Vernetzung leisten kann. Auf der Future Connect Tour, die nacheinander in den Städten Berlin, München, Stuttgart, Hamburg, Mainz und Essen stattfindet, können Sie noch weitere IoT-Start-ups live erleben. Außerdem haben Sie dort die Gelegenheit, aus erster Hand das Neueste aus den Themenfeldern: 5G, Virtual Reality und Digital Services zu erfahren. 

Mehr Informationen, wie weitere Start-Ups mit 5G die Zukunft verändern werden, finden Sie in einem gemeinsamen Bericht, der vom Bundesverband Deutsche Startups und Vodafone UPLIFT erstellt wurde.

 

Welches interessante Start-up mit Schwerpunkt IoT-Anwendungen haben wir hier nicht erwähnt? Was zeichnet ein erfolgreiches IoT-Geschäftsmodell Ihrer Meinung nach aus? Wir sind gespannt auf Ihre Einschätzung.

 

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