Security

UTM-Firewall

So schützen Sie Ihr Unternehmen umfassend

Cyberschutz wird für Unternehmen immer wichtiger. Mit einer UTM-Firewall erhalten Sie ein integriertes System, das Ihnen deutlich mehr Schutzmechanismen bietet als eine klassische Firewall. Warum darüber hinaus gerade kleine und mittlere Unternehmen von UTM profitieren, erfahren Sie hier.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste zur UTM-Firewall in Kürze

  • Eine UTM-Firewall vereint mehrere Algorithmen für den Cyberschutz in einem Gerät oder einer Applikation.
  • Durch ihre leistungsfähigere, gestaffelte Analytik erkennt die UTM-Firewall deutlich mehr Cyberbedrohungen als eine klassische Firewall.
  • Viele kleine und mittlere Unternehmen schützen Ihre IT-Infrastruktur durch eine UTM-Firewall, die am Übergang zwischen internem Netz und Internet errichtet wird.
  • Moderne UTM-Firewalls bieten dank integrierter Hardware-Beschleunigung zunehmend Funktionalitäten einer Next Generation Firewall wie die Deep Packet Inspection (DPI).
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Definition und Funktionsweise

Eine Firewall ist eine Software oder eine Kombination aus Hard- und Software, die Ihr Firmennetzwerk vor Cybergefahren schützt – insbesondere aus dem Internet. Auf dem Markt gibt es verschiedene Arten von Firewalls, die unterschiedliche Gefahren erkennen und abwehren.
Eine dieser Firewall-Arten ist die sogenannte UTM-Firewall. Die Abkürzung UTM steht für Unified-Threat-Management (auf Deutsch: Kombinierte Bedrohungsabwehr). Eine UTM-Firewall kombiniert mehrere Schutzmechanismen in einem einzigen System.
Damit unterscheidet sie sich von spezialisierten Firewalls und Sicherheits-Applikationen, die jeweils nur eine einzelne Gefahr abwehren.
Eine UTM-Firewall muss hierfür entsprechend konfiguriert und überwacht werden. Sie ist aufwändiger zu betreiben als die meisten herkömmliche Firewalls.
Daher gibt es UTM-Firewalls immer häufiger als Cloud-Lösungen, beziehungsweise Managed Services. Spezialisierte Dienstleister kümmern sich darum, die Firewall im laufenden Betrieb einzurichten und zu überwachen.

Unified Threat Protection: Sicherheitsfunktionen einer UTM-Firewall

Firmennetze und auch das Internet setzen sich aus mehreren physikalischen und logischen Schichten (Layer) zusammen, die jeweils unterschiedliche Aufgaben erfüllen und aufeinander aufbauen.
Das OSI/ISO-Schichtenmodell unterscheidet hierbei zwischen insgesamt sieben Schichten. Die unterste Schicht 1 ist die sogenannte physische Übertragungsschicht, die Informationen zwischen Endgeräten im Netzwerk überträgt. Sie besteht aus Routern, Netzwerkkabeln und Gateways. Die oberste Schicht bilden die Anwendungen auf den Endgeräten, beispielsweise Webbrowser oder Officeapplikationen als Software-a-s-Service (SaaS).
Jeder Sicherheitsmechanismus einer Firewall sucht gezielt nach Cybergefahren auf einer bestimmten Schicht mit einem dazu passenden Algorithmus. Ein Virenscanner beispielsweise sucht in Layer 7 nach den Signaturen bekannter Schadprogramme.
Auf Layer 4, der Transportschicht des OSI-Modells, untersucht eine entsprechende Firewall hingegen die IP-Adressen im Datenstrom.Außerdem überwacht sie dort die unterschiedlichen Ports, also die virtuellen Endpunktadressen einer jeden Datenverbindung.
Eine UTM-Firewall beherrscht gleich mehrere Analysemethoden und Sicherheitsfunktionen:
  • Malware Detection: Erkennung und Abwehr von Viren und anderen Schadprogrammen
  • VPN-Service: Bereitstellung von Virtual-Private-Networks für die sichere Anbindung von Homeoffice-Arbeitsplätzen über das Internet
  • Webfiltering: Überwachung von Zugriffen aus dem Firmennetz heraus auf gefährliche Ressourcen im Internet
  • Intrusion Detection und Prevention: Erkennung von gezielten Angriffen anhand verdächtiger Inhalte im durchgeleiteten Datenverkehr
  • Stateful Inspection: Überwachung von eingehenden Datenpaketen aus dem Internet, ob diese zu einer vorherigen Anfrage aus dem Firmennetz passen
Daneben bieten einige UTM-Firewalls noch weitere Funktionalitäten, darunter:
  • Spam Protection: Eingehende E-Mails mit Werbeinhalten werden erkannt und entsprechend markiert oder direkt in einen Quarantäne-Ordner verschoben.
  • Web Application Firewall (WAF): Firmeneigene Webserver mit Online-Formularen werden vor SQL-Injections und Cross-Site-Scripting (XSS) geschützt.
  • Surf Protection: Aufrufe von verdächtigen Webseiten, die in einer entsprechenden Datenbank verzeichnet sind, werden im Firmennetz blockiert.
  • Reporting: Eingriffe und Abwehrmaßnahmen der Firewall werden in einer Protokolldatei erfasst. Die IT-Abteilung erhält dazu Tages- oder Wochenberichte.
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UTM-Firewall, NGFW und klassische Firewall: Firewall-Typen im Vergleich

Ähnlich wie die UTM-Firewall integriert auch die sogenannte Next Generation Firewall (NGFW, auf Deutsch: Firewall der nächsten Generation) verschiedene Services in einem Produkt. Daher werden UTM-Firewalls und NGFW manchmal fälschlich gleichgesetzt.
Die UTM-Firewall wird gerne für kleine und mittlere Firmennetze verwendet. Sie benötigt weniger Rechenleistung als eine NGFW und wird daher häufig als Software bereitgestellt. Eine NGFW verwendet hingegen äußerst rechenaufwändige Analyseverfahren und wird daher meist als Hardware-Lösung errichtet.
Zu den Analyseverfahren der NGFW gehört insbesondere die sogenannte Deep Packet Inspection (DPI, auf Deutsch: Tiefgehende Datenpaketkontrolle). Diese geht über die klassische Stateful Inspection hinaus, die auch jede UTM-Firewall beherrscht. Sie durchsucht bei eingehenden Datenpakete nicht nur die Metadaten der sogenannten Paket-Header, sondern auch die nachfolgenden Nutzdaten.
Dadurch findet sie beispielsweise verdächtige Muster und Signaturen, die tief in Online-Dokumenten, gepackten Dateien oder Webseiten versteckt sind und filtert diese gezielt heraus.
Dieser Prozess wird auch als Packet-Sniffing (Datenpaket-Schnüffeln) bezeichnet. Hierfür konfigurieren Netzwerkexpert:innen die DPI vorher mit Analyseregeln und Mustertabellen. Das DPI-Verfahren ist insgesamt sehr aufwändig und erfordert viel Fachwissen. Derartige NGFW kommen daher vor allem in größeren Firmennetzen zum Einsatz.
Die nachfolgende Tabelle vergleicht eine klassische Firewall mit einer NGFW und einer UTM-Firewall.
Hauptaufgabe
Kontrolle des Datenverkehrs anhand von IP-Adressen, Ports und Protokollen
Erweiterte Firewall mit tiefgehender Anwendungs- und Inhaltsanalyse
Kombination mehrerer Sicherheitsfunktionen in einer zentralen Lösung
OSI-Ebene
Vorwiegend Layer 3 und 4
Layer 3 bis 7
Je nach Produkt Layer 3 und 4 oder Layer 3 bis 7
Paketfilterung
Ja
Ja
Ja
Stateful Inspection
Häufig vorhanden
Standardfunktion
Standardfunktion
Anwendungssteuerung
Nein
Ja
Ja
Deep Packet Inspection (DPI)
Nein
Ja
Nein
Intrusion Prevention System (IPS)
Nein
Ja
Ja
Antivirus- und Malware-Schutz
Nein
Teilweise integriert
Meist vollständig integriert
Webfilter
Nein
Optional oder integriert
Standardfunktion
E-Mail-Schutz
Nein
Selten integriert
Häufig integriert
VPN-Unterstützung
Teilweise
Ja
Ja
SSL-/TLS-Inspektion
Nein
Ja
Ja
Benutzer- und Identitätsverwaltung
Eingeschränkt
Umfangreich
Umfangreich
Verwaltungsaufwand
Gering
Mittel bis hoch
Hoch, in der Regel über Dienstleister
Leistungsanforderungen
Niedrig
Hoch
Mittel bis hoch
Typische Einsatzgebiete
Private Netzwerke und kleinere Firmennetzwerke
Mittlere und große Unternehmensnetzwerke mit hohen Sicherheitsanforderungen
KMU, die eine All-in-One-Lösung suchen
Vorteile
Einfach, kostengünstig und schnell
Sehr hoher Schutz durch moderne Sicherheitsfunktionen
Viele Sicherheitsfunktionen in einer Lösung und einfache Verwaltung
Nachteile
Schutz nur auf Netzwerkebene, keine Erkennung moderner Angriffe
Höhere Anschaffungs- und Betriebskosten
Leistungsengpässe bei vielen aktivierten Funktionen möglich
Merkmal
Klassische Firewall
NGFW (Next Generation Firewall)
UTM-Firewall (Unified Threat Management)
Wie die Tabelle zeigt, ist die UTM eine Allround-Firewall für mittelgroße Netze. Sie überzeugt durch ihre Multifunktionalität bei gleichzeitig vertretbarem Leistungsbedarf. Viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) verwenden daher UTM-Lösungen.
Auch die klassische Firewall ist in Unternehmen nach wie vor sehr beliebt. Sie wird heute aber meist nur noch in Kombination mit weiteren Sicherheitswerkzeugen und Diagnosetools eingesetzt, um eine möglichst lückenlose Cyber Security zu gewährleisten. Auch als zusätzliche Absicherung innerhalb eines nach außen gut abgeschirmten Firmennetzes und als lokaler Schutz für einzelne Endgeräte hat die klassische Firewall weiter ihre Daseinsberechtigung.
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UTM-Firewall im Unternehmen: Vorteile und ganzheitlicher Schutz

Eine UTM-Firewall bietet gerade für kleine und mittlere Unternehmen einen umfassenden Schutz der IT-Infrastruktur aus einer Hand. Durch die Konzentration mehrerer Funktionen in einem System reduzieren sich die Kosten für Anschaffung und Betrieb von Firewall, Virenschutz, Webfilter und VPN.
Ein externer Dienstleister kann außerdem eine UTM-Lösung sehr gut verwalten, etwa als Managed Service.
Gerade für KMU mit begrenzten IT-Ressourcen ist eine UTM-Firewall somit eine kosteneffiziente und leistungsfähige Möglichkeit, um einerseits ein hohes Sicherheitsniveau zu erreichen und dabei gleichzeitig die Komplexität im Netzwerk niedrig zu halten.

Mehr Schutz durch Hardware-Beschleunigung und NGFW-Funktionalität

Inzwischen kommen auch vermehrt UTM-Firewalls mit Dual- und Multiprozessor-Architekturen sowie neuen Multicore-Prozessoren auf den Markt. Diese Chipsätze sind optimiert für rechenaufwändige Sicherheitsalgorithmen wie DPI und KI-basierte Bedrohungserkennung.
Dabei werden vertrauenswürdige Daten nach einer vereinfachten Inspektion beschleunigt durch die Firewall geleitet, was die erzielbare Bandbreite massiv erhöht. So kombinieren erste UTM-Firewalls den Cyberschutz einer tiefergehenden Paketanalyse mit der hohen Geschwindigkeit einer leistungsfähigen NGFW.
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Fazit: Die UTM-Firewall als Fundament Ihrer Netzwerksicherheit

Die UTM-Firewall bietet ein hohes Schutzniveau auch für kleinere Firmennetze. Durch ihre gestaffelte Bedrohungserkennung ersetzt sie gleich mehrere Applikationen und Werkzeuge für den Cyberschutz.
Die einzelnen Sicherheitsfunktionen sind eng verzahnt und die Konfiguration findet über eine einheitliche Web-Oberfläche statt. Auf diese Weise gibt es weniger Sicherheitslücken – und Ihre IT-Abteilung kann einfacher administrieren. Mit der integrierten VPN-Funktionalität binden Sie auch Homeoffice-Arbeitsplätze Ihrer Mitarbeitenden über das Internet sicher in Ihr Firmennetz ein.
Falls gewünscht, können Sie Betrieb und Wartung Ihrer UTM-Firewall an einen externen Dienstleister vergeben, um Ihre eigene IT-Abteilung zu entlasten.
Damit ist die UTM-Firewall gerade für kleine und mittlere Firmen eine ideale Sicherheitslösung.
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UTM-Firewall: Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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