Cloud & Hosting

SAP Private Cloud für Unternehmen

Funktionen, Vorteile und Einsatzmöglichkeiten

Wie lässt sich eine gewachsene SAP-Landschaft modernisieren, ohne dabei Kontrolle, Stabilität und Compliance zu gefährden? Die SAP Private Cloud für Unternehmen bietet unter der Bezeichnung „SAP Cloud ERP Private“ darauf eine Antwort.

Die SAP-Lösung verbindet die Stärken einer modernen Cloud-Infrastruktur mit den Anforderungen, die komplexe Unternehmensumgebungen stellen. Dieser Beitrag erklärt, wie das funktioniert und worauf Sie achten sollten.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste zur SAP Private Cloud für Unternehmen in Kürze

  • Die „SAP Private Cloud“ heißt eigentlich SAP Cloud ERP Private (ehemals SAP S/4HANA Cloud Private Edition).
  • Es handelt sich um eine Single-Tenant-Cloud-Lösung: Ihr Unternehmen betreibt eine eigene, isolierte SAP-Instanz auf der Infrastruktur eines Hyperscalers (z.B. Microsoft Azure, AWS, Google Cloud) oder im SAP-Rechenzentrum.
  • Sie erhalten mehr Kontrolle über Anpassungen, Update-Zeitpläne und Systemarchitektur als bei der Multi-Tenant-Lösung SAP Cloud ERP (ehemals SAP S/4HANA Cloud Public Edition).
  • Die erweiterte Wartung für klassische SAP-ERP-Systeme (SAP ECC / Business Suite) endet 2030. Das macht eine frühzeitige Entscheidung über den Migrationspfad relevant. SAP Cloud ERP Private ist dabei eine der möglichen Optionen.

Was ist die SAP Private Cloud?

„SAP Private Cloud" ist ein umgangssprachlicher Begriff für SAP Cloud ERP Private (früher: SAP S/4HANA Cloud Private Edition). Das Grundprinzip: Ihr Unternehmen betreibt eine eigene, dedizierte SAP-Umgebung, die von anderen Kunden vollständig getrennt ist – im Gegensatz zu Systemen, bei denen sich viele Unternehmen dieselbe Infrastruktur teilen. Technisch spricht man dabei von einem Single-Tenant-Modell.
Die technische Infrastruktur betreibt SAP entweder in eigenen Rechenzentren oder bei einem Hyperscaler Ihrer Wahl – also einem Anbieter, der Cloud-Infrastruktur in sehr großem Maßstab bereitstellt. Beispiele dafür sind Microsoft Azure, AWS oder Google Cloud. Während SAP den Betrieb der Plattform übernimmt, steuern Sie, welche Anpassungen Sie vornehmen und wann Updates erfolgen.
SAP Cloud ERP Private vs. SAP Cloud ERP
SAP bietet zwei Cloud-Varianten an: SAP Cloud ERP Private und SAP Cloud ERP (ehemals SAP S/4HANA Cloud Public Edition). Auf den ersten Blick ähneln sich beide, unterscheiden sich aber in einem wesentlichen Punkt. SAP Cloud ERP ist eine echte Multi-Tenant-Lösung: Viele Unternehmen teilen sich dieselbe Infrastruktur und unterliegen festen Update-Zyklen, die SAP vollständig steuert. Das sorgt für hohe Standardtreue, schränkt aber Individualisierungsmöglichkeiten ein.
SAP Cloud ERP Private bietet demgegenüber deutlich mehr Flexibilität. Sie können branchenspezifische Erweiterungen einbinden, eigene Add-ons integrieren und den Update-Zeitplan in gewissem Rahmen selbst bestimmen. Innerhalb von fünf Jahren muss jedoch mindestens ein Upgrade stattfinden.
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Warum empfiehlt sich SAP Cloud ERP Private für Unternehmen?

SAP Cloud ERP Private richtet sich an Unternehmen jeder Ausgangslage – egal ob Sie SAP neu einführen oder eine bestehende SAP-Landschaft modernisieren möchten. Es eignet sich vor allem dann, wenn:
  • individuelle Anpassungen nötig sind,
  • strenge regulatorische Vorgaben erfüllt sein müssen
  • oder Sie eine gewachsene SAP-Landschaft in die Cloud überführen möchten.
Unternehmen, die standardisierte Prozesse ohne größere Anpassungen suchen, sind dagegen mit SAP Cloud ERP oft besser bedient.
Für Unternehmen, die bereits SAP ECC oder die klassische SAP Business Suite betreiben, gibt es zusätzlich einen zeitlichen Faktor: Die erweiterte Wartung für diese Systeme läuft 2030 aus. Ohne Migration fehlt danach auch die Unterstützung für abhängige Dritttechnologien.
SAP Cloud ERP Private ist in diesem Fall ein möglicher Migrationspfad. Es erlaubt schrittweise eine Überführung bestehender Systeme und Anpassungen, ohne komplett neu aufzusetzen.
Symbolische Cloud-Darstellung

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S/4HANA erklärt: Das ERP-System hinter SAP Cloud ERP Private

SAP S/4HANA ist das ERP-Kernsystem, auf dem SAP Cloud ERP Private aufbaut. Es nutzt die In-Memory-Datenbank SAP HANA und ist von Grund auf für Echtzeitverarbeitung großer Datenmengen konzipiert. Klassische Batch-Läufe aus der ECC-Welt entfallen in weiten Teilen. Stattdessen verarbeitet das System Buchungen, Lagerbewegungen und Vertriebstransaktionen in Echtzeit.
Die Benutzeroberfläche basiert auf SAP Fiori und ist rollenbasiert, mobile-optimiert und deutlich moderner als das traditionelle SAP GUI (Graphical User Interface). Funktionsbereiche im Überblick
SAP S/4HANA deckt alle zentralen Unternehmensprozesse ab und lässt sich branchenspezifisch erweitern. Die wesentlichen Funktionsbereiche sind:
  • Finance & Controlling: Echtzeitabschlüsse, prädiktive Buchhaltung, KI-gestützte Journalbuchungen, automatisierte Kostenstellenallokation und Carbon-Tracking für ESG-Berichte
  • Beschaffung & Logistik: Lieferantenmanagement, automatisierte Bestellprozesse, Lagerverwaltung mit Extended Warehouse Management (EWM) und Echtzeit-Lagerbestände
  • Produktion & Qualität: Produktionsplanung, Qualitätskontrolle, digitale Instandhaltung und Unterstützung für Digital Twin-Konzepte in diskreten Branchen
  • Vertrieb & Service: Order-to-Cash-Prozesse, Profitabilitätsanalyse auf Kundenebene und proaktive KI-Empfehlungen in der Auftragsbearbeitung
  • Personalwesen: Integration mit SAP SuccessFactors für HR-Prozesse und Talentmanagement

SAP Cloud ERP Private: Architektur & Technologie

Die technische Grundlage von SAP Cloud ERP Private folgt dem sogenannten Clean-Core-Prinzip: SAP empfiehlt, den ERP-Kern möglichst frei von kundenspezifischen Änderungen zu halten, um Upgrades schneller und sicherer durchführen zu können. Erweiterungen wandern stattdessen auf die SAP Business Technology Platform (BTP), die als Integrationsschicht und Entwicklungsplattform außerhalb des Kerns fungiert.
Infrastruktur und Hyperscaler
Die SAP Private Cloud läuft auf dedizierten Systemen – entweder im SAP-eigenen Rechenzentrum oder bei einem der folgenden Hyperscaler:
Sie wählen Standort und Hyperscaler nach Ihrer Compliance-Strategie und bestehenden Cloud-Verträgen. Die Infrastruktur – also Server, Storage, Netzwerk, Backup und Monitoring – betreibt und verantwortet SAP im Rahmen des vereinbarten Service-Levels.
SAP Cloud ERP Private und Microsoft Azure
Unter den drei verfügbaren Hyperscalern nimmt Microsoft Azure für viele Unternehmen eine besondere Rolle ein. SAP und Microsoft verbindet eine strategische Partnerschaft, die über reines Hosting hinausgeht. Wenn Sie Azure als Infrastruktur für Ihre SAP Private Cloud wählen, profitieren Sie von einer tiefen technischen Integration mit dem Microsoft-Ökosystem.
Konkret bedeutet das für Ihren Betrieb:
  • Single Sign-on via Microsoft Entra ID (ehemals Azure Active Directory): Ihre Mitarbeitenden melden sich mit einem einzigen Unternehmens-Login an – ohne separate SAP-Zugangsdaten verwalten zu müssen.
  • Integration mit Microsoft Teams: SAP-Prozesse und -Benachrichtigungen lassen sich direkt in Teams einbinden, was die Zusammenarbeit rund um SAP-Workflows erleichtert.
  • Reporting mit Microsoft Power BI: SAP-Daten lassen sich über zertifizierte Konnektoren direkt in Power BI analysieren und visualisieren. Das ist ein gängiger Ansatz für Unternehmen, die ihr Reporting-Ökosystem auf Microsoft ausgerichtet haben.
  • Einheitliche Cloud-Infrastruktur: Viele Unternehmen betreiben bereits andere Workloads auf Azure. Wählen Sie Azure auch für SAP, bündeln Sie Infrastruktur, Monitoring und Abrechnung auf einer Plattform.
Gut zu wissen: Azure ist keine Pflicht – SAP Cloud ERP Private unterstützt auch AWS und Google Cloud vollwertig . Für Unternehmen, die ihr Microsoft-Umfeld bereits stark ausgebaut haben, ist Azure als Hyperscaler für die SAP Private Cloud aber oft die naheliegendste und wirtschaftlichste Option.
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Sicherheit & Datenschutz in der SAP Private Cloud

Sicherheit ist ein zentrales Argument für SAP Cloud ERP Private – insbesondere für Unternehmen, die sensible Daten verarbeiten oder regulatorischen Vorgaben unterliegen. Das Modell basiert auf einer geteilten Verantwortung: SAP sichert die physische Infrastruktur und den Betrieb der Plattform, Ihr Unternehmen steuert die Zugriffsrechte, Konfigurationen und Datenschutzeinstellungen auf Anwendungsebene.
Technische Sicherheitsmaßnahmen
Im Betrieb stehen Ihnen folgende Sicherheitswerkzeuge zur Verfügung:
  • Netzwerktrennung: Ihre Instanz läuft vollständig isoliert von anderen SAP-Kunden. Es gibt keine geteilte Infrastruktur auf Datenbankebene.
  • Identitäts- und Zugriffssteuerung: SAP-Berechtigungskonzepte, Rollentrennung und Integration mit externen Identity-Providern (z. B. Microsoft Entra ID) schützen den Zugriff.
  • Verschlüsselung: Daten sind sowohl bei der Übertragung als auch im Ruhezustand verschlüsselt. Sie können eigene Schlüssel nutzen, um maximale Kontrolle zu behalten.
  • Protokollierung und Monitoring: Systemereignisse, API-Zugriffe und Netzwerkverkehr werden lückenlos protokolliert – eine wichtige Grundlage für Audits und Compliance-Nachweise.
Regulatorische Konformität
Für Unternehmen in regulierten Branchen ist der Datenspeicherort besonders relevant. In SAP Cloud ERP Private legen Sie gemeinsam mit SAP fest, in welcher Region Ihre Daten gespeichert sind. Das ist ein wichtiger Aspekt für die DSGVO-Konformität. SAP-Rechenzentren und zertifizierte Hyperscaler-Regionen in der EU ermöglichen Datenhaltung innerhalb des europäischen Rechtsraums.
Viele SAP-Rechenzentren und zertifizierte Hosting-Umgebungen erfüllen Standards wie ISO 27001 oder BSI C5. Welche Zertifizierungen konkret für Ihre Umgebung gelten, sollten Sie im Vorfeld mit SAP oder Ihrem Partner klären.
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Migration in die SAP Private Cloud

Der Weg in SAP Cloud ERP Private beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme der eigenen Systemlandschaft. Welche Anpassungen existieren? Welche Prozesse laufen standardnah, welche weichen davon ab? Diese Analyse bestimmt maßgeblich, welcher Migrationspfad der richtige ist.
Die drei Migrationswege
SAP und seine Partner unterscheiden grundsätzlich drei Ansätze für den Wechsel:
  • Greenfield (Neuimplementierung): Sie starten auf der grünen Wiese und implementieren SAP S/4HANA mit SAP-Best-Practices neu. Historische Daten migrieren Sie gezielt. Dieser Ansatz bietet die größte Chance zur Prozessoptimierung, erfordert aber den höchsten Projektaufwand.
  • Brownfield (Systemkonvertierung): Sie konvertieren Ihr bestehendes SAP-ERP-System direkt in SAP S/4HANA. Bestehende Daten, Konfigurationen und ein Großteil der Anpassungen bleiben erhalten. Das reduziert den Aufwand, setzt aber eine sorgfältige Bereinigung des Altsystems voraus.
  • Bluefield (hybrider Ansatz): Sie kombinieren beide Wege – Teile des Systems konvertieren Sie, andere Bereiche implementieren Sie neu. Dieser Ansatz eignet sich für Unternehmen, die bestimmte Prozesse modernisieren, aber gewachsene Strukturen in anderen Bereichen erhalten möchten.
RISE with SAP als strukturierter Rahmen
SAP bietet mit RISE with SAP einen strukturierten Transformationspfad in SAP Cloud ERP Private. Das Paket bündelt Software, Infrastruktur, Betrieb und zusätzliche Dienste in einem Vertrag und richtet sich vor allem an Unternehmen mit komplexen SAP-Landschaften. RISE liefert unter anderem Migrationswerkzeuge, Best-Practice-Anleitungen und einen klar definierten Fahrplan für die Transformation.
Für Unternehmen, die ihren Wechsel bis 2030 voraussichtlich nicht vollständig abschließen können, hat SAP die „SAP ERP, Private Edition, Transition Option“ angekündigt. Das Angebot ist ab 2028 buchbar und von 2031 bis 2033 nutzbar. Es richtet sich vor allem an große Unternehmen mit komplexen Systemlandschaften und soll Geschäftskontinuität sichern, während der Übergang zur Cloud weiterläuft.
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SAP Cloud ERP Private: Kosten & Lizenzmodelle

Die Kostenstruktur von SAP Cloud ERP Private unterscheidet sich grundlegend vom klassischen On-Premises-Modell. Statt hoher Anfangsinvestitionen in Lizenzen und Hardware zahlen Sie eine laufende Abonnementgebühr. Das verbessert die Planbarkeit und schont die Liquidität, setzt aber eine realistische Kalkulation über die Gesamtlaufzeit voraus.
Das FUE-Modell
Die Lizenzierung erfolgt über sogenannte Full User Equivalents (FUEs). Dabei handelt es sich um ein flexibles Nutzungsmodell: Verschiedene Nutzungstypen (z.B. Vollzugriff, Self-Service, Lesezugriff) werden in FUEs umgerechnet. Das gibt Ihnen die Freiheit, Lizenzen je nach tatsächlichem Bedarf zu verteilen, ohne für jede:n Nutzer:in einzelne Lizenztypen kaufen zu müssen. Konkrete Preise sind stark verhandlungsabhängig: SAP gibt Richtwerte vor, lässt aber erheblichen Spielraum für Rabatte, insbesondere wenn Sie bestehende On-Premises-Lizenzen einbringen.
Was die Kosten beeinflusst
Neben der reinen Lizenzgebühr sollten Sie folgende Kostentreiber von Anfang an einkalkulieren:
  • Migrationsaufwand: Projektkosten für Beratung, Datenmigration und Prozessanpassung können je nach Systemkomplexität erheblich ausfallen.
  • Add-ons und Zusatzdienste: Seit der Neustrukturierung des RISE-Angebots Anfang 2025 sind bestimmte KI-Funktionen wie SAP Joule oder erweiterte Analytics-Dienste nicht mehr im Basispaket enthalten, sondern separat buchbar.
  • Partnerleistungen: Support, individuelle Anpassungen und Betriebsunterstützung durch SAP-Partner sind in der Regel nicht im Standardvertrag enthalten.
  • Langfristige Preisplanung: Handeln Sie möglichst früh Preisschutzklauseln für Verlängerungen und Nutzerwachstum aus. Die Gesamtkosten über fünf Jahre übersteigen in manchen Szenarien die eines On-Premises-Betriebs.

SAP Cloud ERP Private: Betrieb & Management

Im Betrieb von SAP Cloud ERP Private teilen SAP und Ihr Unternehmen die Verantwortung klar auf. SAP betreibt die Infrastruktur, spielt Basisupdates ein und verantwortet die Verfügbarkeit der Plattform gemäß vereinbartem Service Level Agreement (SLA). Ihr Team verantwortet die Konfiguration der Anwendungen, das Berechtigungskonzept und die Integration mit externen Systemen.
Updates und Release-Management
Ein wesentlicher Unterschied von SAP Cloud ERP Private zu SAP Cloud ERP ist der flexible Updatezeitplan. In SAP Cloud ERP Private entscheiden Sie, wann Sie neue Releases einspielen – mit der Vorgabe, dass innerhalb von fünf Jahren ein Upgrade stattfinden muss.
Das gibt Ihrem Team Zeit, Updates vorab in einer Testumgebung zu prüfen und freizugeben. Über das „Release Upgrade Management“-Tool in SAP for Me können Kunden, Partner und SAP-Teams Upgrade-Projekte gemeinsam planen, koordinieren und überwachen.
Monitoring und Support
SAP Cloud ERP Private bietet im laufenden Betrieb klare Strukturen für Überwachung und Support. Sowohl technische als auch vertragliche Aspekte sind dabei durch folgende Maßnahmen geregelt:
  • Zentrales System-Monitoring über SAP-eigene Tools und Hyperscaler-Dashboards
  • Automatisierte Alarme bei Schwellenwertüberschreitungen oder Systemanomalien
  • Support-Tickets direkt über SAP for Me mit klaren Eskalationspfaden
  • Service Level Agreements mit definierten Reaktionszeiten für kritische Systemvorfälle
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SAP Private Cloud mit externen Partnern

Viele Unternehmen betreiben SAP Cloud ERP Private nicht ausschließlich mit SAP selbst, sondern binden zertifizierte IT-Dienstleister und Beratungsunternehmen ein – sogenannte SAP-Partner. Diese sind von SAP autorisiert und bringen spezifische Branchenkenntnisse, Implementierungserfahrung und lokale Präsenz mit, die SAP selbst im Standardvertrag nicht abdeckt. Die Einbindung eines Partners kann sinnvoll sein, erfordert aber klare Absprachen über Zuständigkeiten. SAP-Partner können bei folgenden Aufgaben unterstützen:
  • Migrationsplanung und -durchführung: Einige Partner begleiten den gesamten Migrationsprozess – von der initialen Analyse über das Projektmanagement bis zur technischen Umsetzung des Wechsels in die Cloud.
  • Individuelle Lizenzberatung: Partner können eine unabhängige Analyse Ihrer bestehenden Lizenzen durchführen und helfen, das FUE-Modell auf Ihren tatsächlichen Bedarf zuzuschneiden (ohne unnötige Mehrkosten).
  • Add-on-Integration: In SAP Cloud ERP Private lassen sich SAP-zertifizierte Partner-Add-ons einbinden, etwa für Rechnungseingangsverarbeitung, Dokumentenmanagement oder branchenspezifische Erweiterungen.
  • Laufender Betrieb und First-Level-Support: Einige Partner bieten ein vollständiges Managed-Service-Modell an, bei dem sie den Betrieb der SAP-Umgebung verantworten.
Beim Bezug über einen externen Partner erhalten Sie in der Regel individuellere Beratung als beim Direktvertrag mit SAP. Allerdings gilt: Legen Sie vor Vertragsabschluss genau fest, welche Leistungen inklusive sind und wo die Schnittstelle zum SAP-Support liegt.

Unser Fazit: Die SAP Private Cloud rüstet Ihr Unternehmen für die Zukunft

SAP Cloud ERP Private ist keine schnelle Lösung für einfache Anforderungen. Es ist die richtige Wahl für Unternehmen, die Kontrolle, Anpassbarkeit und Sicherheit benötigen – und gleichzeitig den Schritt in eine moderne, cloud-basierte Infrastruktur gehen wollen.
Sie verbindet die technologische Aktualität eines modernen ERP-Systems mit dem Freiraum, den komplexe Unternehmensumgebungen brauchen: eigene Update-Zeitpläne, erweiterungsfähige Architektur, klare Datensouveränität und ein geteiltes Betriebsmodell, das Ihren IT-Betrieb entlastet.
KI-Funktionen wie SAP Joule und die tiefe Integration mit der SAP Business Technology Platform machen das System zukunftsfähig. Für Unternehmen, die bereits auf Microsoft Azure setzen, bietet die Kombination mit SAP Cloud ERP Private zusätzliche Synergien – von einheitlichem Identity-Management bis hin zu integriertem Reporting.
Und wenn Sie Azure noch nicht nutzen, stellen wir Ihnen flexibel und individuell nach Ihren Bedürfnissen Ihre Lösung zusammen.
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SAP Private Cloud: Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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