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Private Cloud vs. Public Cloud

Was Sie über die Unterschiede wissen sollten

Immer mehr Unternehmen setzen auf Cloud Computing. Dabei stellt sich oft die Frage, welches Modell besser geeignet ist: Private oder Public Cloud. Laut Bitkom Cloud Report 2025 nutzen 90 % der deutschen Unternehmen Cloud Computing. Die Private Cloud ist mit 74 % etwas verbreiteter als die Public Cloud, die von rund 58 % genutzt wird. Was die Vor- und Nachteile beider Cloud-Modelle sind und welches für Ihr Unternehmen am sinnvollsten ist, lesen Sie in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis

Public Cloud vs. Private Cloud: Das Wichtigste in Kürze

  • Bei einer Public Cloud mieten Sie Infrastruktur und Services bei einem Anbieter, der dieselben Dienste in derselben Cloud auch anderen Unternehmen unter separaten Log-ins zur Verfügung stellt.
  • Bei einer Private Cloud On-Premises errichten und betreiben Sie Ihre Cloud-Hardware selbst
  • Es gibt weitere Unterarten von Private Clouds – basierend auf der jeweiligen Infrastruktur und ob Sie diese On-Premises betreiben oder andernorts mieten.
  • Sie können die Private Cloud optimal auf Ihre Bedürfnisse zuschneiden, dagegen bietet die Public Cloud mehr Flexibilität und kostet in der Regel weniger.
  • Die Hybrid-Cloud kombiniert Public Cloud und Private Cloud miteinander, um die Vorteile beider Modelle zu nutzen.
  • Welches das richtige Nutzungsmodell für Ihr Unternehmen ist, hängt von Ihren Anforderungen, Ihrem IT-Budget und den Datenschutzbestimmungen für den Cloud-Einsatz in Ihrem Unternehmen ab.
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Private Cloud vs. Public Cloud: Grundlegende Unterschiede für Unternehmen

Private Cloud vs. Public Cloud

Der maßgebliche Unterschied zwischen Private und Public Cloud liegt in der Infrastruktur: Bei einer Private Cloud nutzt Ihr Unternehmen die gesamte Cloud exklusiv und ist bei On-Premises-Lösungen selbst für die Wartung und Sicherheit zuständig. Bei einer Public Cloud mieten Sie Infrastruktur, Ressourcen und Services bei einem Provider, der dieselbe Cloud auch anderen Unternehmen zur Verfügung stellt. Innerhalb dieser Public Cloud kann jeder Kunde nur seine eigenen Daten sehen und nutzen.

Wenn Sie eine Public Cloud nutzen, stellt ein Drittanbieter Ihrem Unternehmen virtuelle Ressourcen, Rechenleistung und Services über das Internet zur Verfügung. Die größten und bekanntesten Anbieter sind Amazon Web Services (AWS), Google Cloud Platform (GCP) und Microsoft Azure, bei denen Sie entsprechende Angebote buchen können. Die Anbieter stellen ihre Ressourcen mehreren Mandanten zur Verfügung und bieten in der Regel einen umfangreichen Service.
Dabei ist der Begriff „Public Cloud“ in gewisser Weise irreführend, denn „public“ (englisch für „öffentlich“) bedeutet nicht, dass Ihre Daten öffentlich für jede:n zugänglich sind. Es heißt lediglich, dass auch andere Kund:innen Speicherplatz in derselben Cloud nutzen. Die Public Cloud steht also nicht extra für ein einzelnes Unternehmen zur Verfügung, wie es bei der Private Cloud der Fall ist.
Private Clouds unterteilen sich in unterschiedliche Nutzungsmodelle:
  • Bei On-Premises-Clouds kauft Ihr Unternehmen selbst Server, die es in einem eigenen Rechenzentrum verwaltet und wartet. Sie errichten eine Cloud-Infrastruktur auf Ihrem Firmengelände, also On-Premises. Dabei können Sie auch externe Dienstleister mit Aufgaben wie Einrichtung, Verwaltung und Wartung betrauen.
  • Bei Virtual Private Clouds, gehosteten Private Clouds und Managed Private Clouds mieten Sie die benötigte Hardware an, sind aber für deren Betrieb selbst zuständig. Ihre Private Cloud liegt beispielsweise im Rechenzentrum Ihres Anbieters und ist dort von anderen Clouds getrennt. Alternativ hostet der Anbieter Ihre Cloud sogar alleine in einem eigenen Rechenzentrum.
Das Konzept nennt sich Infrastructure-as-a-Service (IaaS). Der Anbieter der Infrastruktur kümmert sich vollständig um die Funktionalität seiner Hardware. Auf der Software-Seite hingegen liegt alles in Ihrer Hand. Sie müssen also Betriebssysteme, Middleware und Anwendungssoftware installieren sowie sich um Updates und Datensicherung kümmern.

Private und Public Cloud: Eigenschaften im direkten Vergleich

Die folgende Tabelle zeigt typische Eigenschaften von Private und Public Cloud im Vergleich.
Datenschutz und Sicherheitsrichtlinien
Gute (eigene) Kontrolle über die Einhaltung und Durchsetzung von Datenschutz- und Sicherheitsrichtlinien
Hohe Sicherheitsstandards der meisten Cloud-Anbieter, jedoch mögliches Sicherheitsrisiko aufgrund nicht-exklusiver Nutzung der Infrastruktur des Providers
DSGVO
Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen wie der in Eigenverantwortung
Mögliche Komplikationen hinsichtlich der Datenschutzanforderungen bei Hosting im Nicht-EU-Ausland
Physische Absicherung
Physische Absicherung der On-Premises-Server und Daten in Eigenverantwortung
Cloud-Rechenzentren in der Regel streng bewacht und gegen Katastrophen abgesichert
Kosten
Höhere Kosten für Hardware und Verwaltung bei eigenem Betrieb bzw. bei exklusivem Angebot durch einen Provider
Geringere Kosten durch weniger Aufwand und (teilweise) Auslagerung der IT-Wartung an Cloud-Provider
Verwaltung/Kontrolle
Bei On-Premises: eigene Administration mit Überblick über alle Cloud-Aktivitäten durch eigene IT-Administration; bei gehosteter Private Cloud: Administration weitgehend durch Anbieter
Administration durch Anbieter, Entlastung für eigene IT-Abteilung
Skalierbarkeit
Meist geringere Flexibilität und Skalierbarkeit, allerdings Individualisierung und Anpassung an spezielle Anforderungen möglich
Skalierung benötigter Ressourcen bei Bedarf, allerdings unter Umständen keine auf die speziellen Anforderungen Ihres Unternehmens angepassten Lösungen möglich
Cyber Security
Bei On-Premises: Eigenverantwortung mit ggf. höherem Aufwand und Sicherheitsrisiko; bei Managed Private Cloud: durch Provider
Aktuelle Sicherheitstools und Updates durch Cloud-Provider
Back-up
Bei On-Premises: physische Absicherung der Server und Daten in Eigenverantwortung; bei Managed Private Cloud: durch Anbieter
Absicherung der Server und Daten durch Cloud-Provider
Bereich
Private Cloud
Public Cloud

Cyber Security in der Cloud mitdenken

In Zeiten erhöhter Cybergefahren ein wichtiger Hinweis: Der Aufwand und die Kosten für die Umsetzung der erforderlichen Sicherheitsstandards gehören zu den größten Unterschieden zwischen Private Cloud und Public Cloud. Beides ist bei der Private Cloud deutlich höher.
Auch wenn Public-Cloud-Anbieter in der Regel hohe Sicherheitsstandards gewährleisten, kann es sein, dass diese für einige Unternehmen oder Behörden nicht ausreichen. In einem solchen Fall kann der Kostenfaktor in den Hintergrund treten, sodass Sie lieber eine Private Cloud wählen sollten. Ein Datenleck oder Cyberangriff auf die Cloud könnte Ihre Reputation derart schädigen, dass Ihre unternehmerische Existenz in Gefahr gerät.
Eine Frau in roter Bluse sitzt an einem Mac und telefoniert via Headset

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Hybrid Cloud: Die Kombination aus Private Cloud und Public Cloud

Für Unternehmen kann es sich lohnen, Public-Cloud-Dienste und eine Private Cloud zu einer Hybrid Cloud zu kombinieren. Auf diese Weise lassen sich Vorteile wie die Rechenleistung und Skalierbarkeit von Public-Cloud-Diensten mit der Sicherheit und individuellen Anpassbarkeit einer Private Cloud On-Premises kombinieren. 
Beispielsweise können Sie sensible Daten in der privaten Cloud sammeln und dort anonymisieren. Für die Auswertung können Sie die Daten anschließend in Ihre Public Cloud laden, wo genug Rechenleistung zur Verfügung steht, um mit geeigneten Tools etwa Big Data Analytics zu betreiben. 
Entscheiden Sie sich dafür, die Vorteile beider Cloud-Modelle zu nutzen, sollten Sie für Ihr Unternehmen genau festlegen, welche Daten unter welchen Bedingungen in welche Cloud geladen werden dürfen. Die Formulierung und Durchsetzung dieser Richtlinien kann zwar zu einem höheren Aufwand führen und Kosten verursachen, sie ist aber notwendig, um das volle Potenzial der Lösung zu nutzen.
Eine Lösung kann auch eine Multi-Cloud sein, bei der Sie Public-Cloud-Angebote verschiedener Anbieter zusammenführen und bei Bedarf auch mit einer Private Cloud verbinden können – der sogenannten Hybrid Multi-Cloud.
Geschäftsmann arbeitet am Notebook

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Das sollten Sie bei der Wahl Ihres Cloud-Modells beachten

Bevor Sie sich für ein Cloud-Modell für Ihre Unternehmen entscheiden, gilt es zunächst, die eigenen Anforderungen zu definieren. Fragen, die Ihnen dabei helfen, sind beispielsweise:
  • Genügen Ihnen die Sicherheitsvorkehrungen einer Public Cloud?
  • Benötigen Sie die erhöhte Kontrolle, die Sie über eine Private Cloud haben?
  • Welche rechtlichen Vorgaben, etwa beim Datenschutz, müssen Sie erfüllen?
  • Welches der beiden Modelle liegt eher im Bereich der finanziellen Leistbarkeit Ihres Betriebs?
  • Haben Sie die nötigen IT-Kenntnisse und genügend Fachkräfte im Unternehmen?
Gleichen Sie die oben genannten Vor- und Nachteile ab und entscheiden Sie für sich, welches Modell Ihren Ansprüchen eher gerecht wird. Oder kombinieren Sie beide zu eine Hybrid Cloud, um sowohl von der Skalierbarkeit einer öffentlichen Cloud als auch den Vorteilen einer privaten On-Premises-Cloud zu profitieren.
Zur Orientierung hier einige Branchen, in denen eine Private Cloud unabdingbar ist, weil sie erhöhte Sicherheit und die bessere Durchsetzung von Compliance-Vorgaben gewährleistet:
  • Finanzsektor
  • Gesundheitswesen
  • Behörden und Regierungsorganisationen
  • Versicherungen
Public-Cloud-Angebote sind dank Pay-as-you-go-Modellen für Unternehmen oft wirtschaftlicher als eine eigene Private Cloud – allerdings sollten Sie auf versteckte Kosten achten. Dazu zählen hohe Gebühren für zusätzlichen Speicherplatz oder für Funktionen, die für Ihre Firma elementar, aber nicht im Grundangebot enthalten sind.
Aufgrund ihrer Flexibilität eignen sich Public-Cloud-Dienste unter anderem für:
  • Start-ups
  • Technologieunternehmen
  • E-Commerce
  • Einrichtungen im Bildungssektor
In allen Tätigkeitsfeldern kann eine hybride Cloud-Lösung die optimale Wahl sein – hier kommt es auf die individuelle Ausrichtung und die speziellen Anforderungen sowie eventuelle gesetzliche Vorgaben an. Außerdem muss eine Unternehmensrichtlinie genau festlegen, welche Daten Sie unter welchen Bedingungen in welcher Cloud speichern und verarbeiten dürfen.
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Unser Fazit: Darum sollten Unternehmen die Unterschiede von Private Cloud und Public Cloud kennen

Die Unterscheidung zwischen Private Cloud und Public Cloud ist für Unternehmen wichtig, da beide Modelle grundlegende Unterschiede in Infrastruktur, Kontrolle, Sicherheit und Kostenstruktur mit sich bringen.
In der Private Cloud nutzen Sie als Unternehmen die Cloud-Infrastruktur exklusiv und behalten damit mehr Kontrolle über Ihre Daten, Systeme und Sicherheitsmaßnahmen. Das kann besonders relevant sein, wenn Sie sensible Informationen verarbeiten oder strenge Compliance‑Vorgaben einhalten müssen.
Die Public Cloud stellt ein externer Anbieter bereit, dessen Infrastruktur mehrere Kunden nutzen. Sie bietet mehr Flexibilität, Skalierbarkeit und geringere Einstiegskosten, da Sie keine eigene Hardware betreiben müssen. Dafür können Sie die Systeme ggf. nicht passgenau an Ihre spezifischen Geschäftsprozesse anpassen.
Genau diese Abwägung – zwischen Exklusivität und Kontrolle auf der einen Seite sowie Skalierbarkeit und Kosteneffizienz auf der anderen – macht es notwendig, beide Modelle klar voneinander zu unterscheiden. Nur so können Sie als Unternehmen entscheiden, welche Lösung Ihren technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Anforderungen entspricht.
Vodafone hilft Ihnen gern dabei, das richtige Cloud-Modell für Ihr Unternehmen zu finden und zu implementieren.
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Legen Sie bei Cloud-Anwendungen Wert auf garantierte Sicherheit? Dann ist die Private Cloud genau die richtige Lösung für Sie. Denn genau das bietet die auf Ihre Ansprüche zugeschnittene IT-Infrastruktur in unserem Tier3+-Rechnzentrum in Frankfurt.

Unsere Private-Cloud-Angebote sind einfach und flexibel skalierbar – passgenau zu Ihrem Business-Bedarf. So ist Ihr Unternehmen allen Anforderungen in einem dynamischen Markt gewachsen und haben dabei stets Ihre Kosten und Ressourcen im Blick.

Private Cloud vs. Public Cloud: Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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